CH230144A - Erdschlussschutzeinrichtung für Wechselstrom-Generatoren. - Google Patents

Erdschlussschutzeinrichtung für Wechselstrom-Generatoren.

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CH230144A
CH230144A CH230144DA CH230144A CH 230144 A CH230144 A CH 230144A CH 230144D A CH230144D A CH 230144DA CH 230144 A CH230144 A CH 230144A
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relay
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earth
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Cie Aktiengesellschaft Boveri
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Bbc Brown Boveri & Cie
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Description


  Er     dschlussschutzeinrichtung    für Wechselstrom-Generatoren.    Selbsttätige Einrichtungen zum Schutz  von unmittelbar oder über Sammelschienen  auf ein Netz arbeitenden     Wechselstrom-Gene-          ratoren    gegen innere Erdschlüsse sollen nur  dann den zu schützenden Generator vom  Netz     bezw.    von den Sammelschienen abschal  ten, wenn der     Erdschluss    im Generator, ge  gebenenfalls einschliesslich eines gewissen  Teils seiner Verbindungsleitung, liegt, wäh  rend Erdschlüsse im Netz diese Schutzein  richtungen nicht beeinflussen sollen.

   Zur Er  reichung dieser Selektivität pflegt man einen  Hilfsstromkreis vorzubereiten, der eine Er  dung enthält und normalerweise offen und  stromlos ist, bei eintretendem     Erdschluss    je  doch sich über Erde schliesst. Der ihn durch  fliessende Strom betätigt die Schutzapparate.  Dieser über Erde sich schliessende Hilfsstrom  ist vorzugsweise ein Wattstrom und wird im  folgenden künstlicher     Erdschlussstrom    ge  nannt. Meist wird er     mittels        Stromw!andtlern     in     Holmgreen-Schaltung    als Summenstrom  aus den     Betriebsströmen    hergeleitet.

   Da aber       Stromwandler    immer mit gewissen Fehler-    strömen behaftet sind, darf der künstliche       Erdschlussstrom    eine gewisse Mindestgrösse  nicht unterschreiten, damit er sich von jenen  Fehlerströmen abhebt. Da dieser Hilfsstrom  kreis meist von der Spannung gespeist wird,  die zwischen dem Systemnullpunkt und Erde  herrscht und die im folgenden mit Null  punktsspannung bezeichnet wird, wechselt  die Stärke des künstlichen     Erdschlussstromes     mit der     $öhe    der     Nullpunktsspannung,    die  ihrerseits von der Lage des Erdschlusses im  Generator abhängig     ist    und vom Nullwert  bis zum Wert der vollen     Phasenspannung    an  steigen kann.  



  Um nun den     Mess-bereich    der Schutz  apparate zu verkleinern und ihre Empfind  lichkeit zu erhöhen, hat man verschiedene  Massnahmen erdacht, die den künstlichen     Erd-          schlussstrom    begrenzen, so dass er bei     klem-          mennahen        Erdschlüssen    im Verhältnis klei  ner und bei     nullpunktsnahen    Erdschlüssen  im Verhältnis grösser ist, als dem Verhältnis  der     Nullpunktsspannungen    in diesen beiden  Fällen entspricht.

   Beispielsweise hat man      einen je nach der auftretenden Nullpunkts  spannung abgestuften     Strombegrenzun;gs-          widerstand:    in den Stromkreis des künstlichen       Erdschlussstromes    eingeschaltet;

   oder man hat  diesen Stromkreis mit spannungsabhängigen  Widerständen, wie     Eisen-Wasserstofflampen     oder     Kombinationen    von     Induktivitäten    und  Kapazitäten, ausgerüstet, die bei, höherer  Spannung im Verhältnis weniger Strom       duwrchlassen    als bei     niederer    Spannung.     Ahle     diese Vorkehrungen werden für die gleiche  Einschränkung der     Variation    des künstlichen       Erdsehlussstromes    um so     umfangreicher    und  sind um so schwieriger zu verwirklichen, je  grösser der Bereich des zu erzielenden Schut  zes ist.

   Will man beispielsweise<B>90%</B> der       Generatorwicklung    schützen, dann variiert  die     Nullpunktsspannung    zwischen     Klemmen-          erdschluss    und     Erdschluss    an der Grenze des  Schutzbereiches um den Nullpunkt herum  im Verhältnis 1 : 10, bei     95%    Schutzbereich  aber bereits im Verhältnis 1 :20. Für letz  teren Wert ist aber der Aufwand an Zusatz  apparaten schon sehr erheblich. Für     Erd-          schlüsse    in 10     bezw.   <B>5%</B> N     ullpunktsnähe    bis  zum.

   Nullpunkt selbst versagen diese Einrich  tungen vollständig, es sei denn, dass eine  künstliche Verlagerung des     System-Null-          punktes    vorgenommen wird. Solche Verlage  rungen sind aber meist mit Rücksicht auf das  angeschlossene Netz nicht zulässig.    Gegenstand der Erfindung ist nun eine  Einrichtung, bei welcher die genannten  Nachteile vermieden werden und der für die  Selektivität des Schutzes benötigte künstliche       Erdschlussstrom    unabhängig vom gewünsch  ten Bereich der Schutzwirkung erzeugt wird.

    Das     wird:        erfindungsgemäss    dadurch erreicht.,  dass zur Erzeugung des künstlichen     Erd-          schlussstromes,    wenigstens bei     nullpunkts-          nahen    Lagen des Erdschlusses, die Spannung  zwischen der     Erdschlussstelle    und wenigstens  einem beliebigen Punkt des zu schützenden  Wicklungssystems verwendet wird, der aber  nicht der Systemnullpunkt ist.    In der Zeichnung sind einige Ausfüh  rungsbeispiele für die Erfindung schematisch    dargestellt.

   In allen diesen     Beispielen        wird     das Eintreten eines Erdschlusses durch Mes  sung der Spannung zwischen Nullpunkt und  Erde, das heisst der     Nullpunktsspannung,     festgestellt.  



  Gemäss     Fig.    1 wird zur Erzeugung des  künstlichen     Erdschlussstromes    eine Hilfs  erdung vorgenommen, indem an die Sammel  schienen     R,        S,    T die Primärwicklung eines  Hilfstransformators 12 angeschlossen und  dessen Nullpunkt bei 13 geerdet ist. Hier  sind zwei Bereiche vorgesehen, denen     Span-          iningsrelais    2a und 2b verschiedener Emp  findlichkeit zugeordnet sind.

   Für Erdschlüsse  mit kleiner     Nullpunktsspannung,    also in  einem gewissen Bereich um den Nullpunkt  des     zii    schützenden Generators 1 herum, wird  der künstliche     Erdschlussstrom    auf die erfin  dungsgemässe Art gewonnen, während er für  Erdschlüsse, die ausserhalb dieses Bereiches,  nach den     Generatorklemmen    hin auftreten,  auf die bisher bekannte Art rein von der       Nullpunktsspannung    erzeugt wird. Die drei  Phasen der Sekundärwicklung des Transfor  mators 12 sind in Reihe geschaltet, so dass  ,jede     Nullpunktsverlagerung    des Systems im  Sekundärkreis desselben eine Spannung er  zeugt.

   Diese tritt bekanntlich im     Erdschluss-          falle    auf, und die erzeugte Spannung bringt  je nach ihrer Grösse das empfindliche Relais  2b oder das unempfindlichere Relais 2a zum  Ansprechen. Im Sekundärstromkreis des  Transformators 12 liegen zwei     Schützschalter          3ca    und 3b, von denen der erstere bei Anspre  chen des Relais 2a, der letztere bei Anspre  chen des Relais 2b erregt wird, und ein Wi  derstand (oder eine Impedanz) 4, von wel  chem ein Teil     4a    bei geschlossenem Schalter  3b beispielsweise nur in dem von der Phase  R des Transformators 12 gespeisten Strom  kreis liegt.

   Ein     Auslöserelais    5 wird einer  seits vom     Summenstromwandler    6, ander  seits von dem am Widerstand 4 abgezweig  ten Spannungswandler 7 gespeist und dient  zur Betätigung der     Auslösespulen    des     Ge-          neratorschalters    11 sowie seines Erregerschal  ters 15. Weitere     Generatorgruppen    können,  wie angedeutet, auf die Sammelschienen R,           S,    T arbeiten und werden durch die gleiche  Apparatur 2, 3, 4, 7, 12, 13     mitgeschützt.     



  Bei Eintreten eines Erdschlusses wird  den Spannungsrelais 2a und 2b die im  Transformator 12 transformierte Nullpunkts  spannung zugeführt. Bei grösseren Null  punktsspannungen spricht das Relais 2a an,  öffnet den Stromkreis des empfindlicheren  und     zeitverzögerten    Relais 2b und     schliesst     das Schütz     3a,    so dass nunmehr ein durch  den Widerstand 4 begrenzter künstlicher     Erd-          schlussstrom    fliesst.

   Die am Widerstand 4 ab  gegriffene Spannung wird vom Wandler 7  der Spannungsspule des     Auslöserelais    5 zuge  führt und erzeugt dort bei vorhandenem       Su;mmenseum,        dem    bei     Erds.Ghluss-        im    Gene  rator 1 in der Stromspule des Relais 5 auf  tritt, ein Drehmoment, durch das sein Kon  takt geschlossen und die Auslösung der  Schalter 11 und 15 bewirkt wird. Bei Feh  lern ausserhalb des Schutzgebietes jedoch  bleibt das     Auslöserelais    5 unwirksam, weil  im Wandler 6     praktisch    kein Summenstrom  auftritt und daher die Stromspule des Relais  5     unerregt    bleibt.

   Bei mehreren parallel  arbeitenden Generatoren muss jedem einzelnen  Generator     ein    eigenes     Auslöserelais    5 zu  geordnet sein.  



  Bei     Nullpunktsspannungen    unterhalb  eines vorbestimmten Grenzwertes, wenn also  der     Erdschluss    in der Nähe des Generator  sternpunktes liegt, bleibt das Relais 2a im  geöffneten Zustand und nur das Relais 2b  spricht, mit kleiner Zeitverzögerung, an. Da  durch wird das Schütz 3b geschlossen, das  über den Widerstandsabschnitt 4a den  Stromkreis nur einer Sekundärphase des  Transformators 12 schliesst.

   Für den ent  stehenden künstlichen     Erdschlussstrom    ist  dann die     Spannung    zwischen der     Erdscbluss-          stelle    und der Klemme derjenigen Phase des  Generators wirksam, in welcher das Schütz  3b liegt; im Falle des Beispiels ist dies die  Phase     R.    Diesem Sekundärstrom entspricht  auch ein Primärstrom in der Phase     .R    der       Generatorzuleitungen    und des     Summenwand-          lers    6 und überträgt sich somit auf die  Stromwicklung des     Auslöserelais    5.

   Ferner    erzeugt er im Widerstand 4a den Spannungs  abfall, der zur Speisung der Spannungsspule  des     Auslöserelais    5 dient und. zusammen mit  dem Summenstrom in seiner Stromspule die  ses Relais zum Ansprechen und zur Aus  lösung der Schalter 11 und 15     bringt.     



  Die Spannungsverhältnisse sind aus den  Ersatzschaltbildern,     Fig.    2 und 4, in denen  die Erde nebst den     Widerständen    4 durch die  Widerstände     wr,   <I>Ws,</I>     wt    ersetzt ist, sowie aus  den zugehörigen     Vektordiagrammen,        Fig.    3,  5 und 6, ersichtlich.

   Ist bei     klemmennahen     Erdschlüssen das Schütz 3a geschlossen, so  wird hier gemäss     Fig.    2 und 3 der künstliche       Erdschlussstrom    von der     Spannung        Eo    er  zeugt, die hier mit der     Nullpunktsspannung          U.,    das heisst mit der Spannung     zwischen          ErdschlussstelIe    e     und    dem     Nullpunkt    o iden  tisch ist.

   Tritt dagegen bei einem     nullpunkts-          nahen        Erdschluss    das Schütz 3b in Tätigkeit,  welches ja nur von der     Transformatorphase          .B    gespeist wird, ist zu unterscheiden, ob der       Erdschluss,    entsprechend dem ausgezogenen  Pfeil in     Fig.    4, ebenfalls in Phase     R    (bei e)  oder, entsprechend dem gestrichelten Pfeil, in  einer     andern    Phase, zum Beispiel T, (bei e')  liegt.

   Im ersten Fall wirkt als Erzeuger des  künstlichen     Erdschlussstromes    gemäss     Fig.    5  die Phasenspannung Er zwischen     Erdschluss-          stelle    e und Klemme der     Generatorphase    R;  im     zweiten    Falle wirkt     ;gemäss,        Fig.    6 die ver  kettete Spannung Et, zwischen der     Erd-          schlussstelle    e' und der gleichen     Klemme.     



  Die Aufteilung der     Generatorwicklung     wird am günstigsten, wenn dem Spannungs  relais 2a     bezw.    dem Schütz 3a     klemmen-          seitig    56%, dem Relais 2b     bezw.    Schütz 3b       nullpunktsseitig    44% der Gesamtwindungen  zugeordnet werden; dann variiert der künst  liche     Erdsclilussstrom    im Verhältnis 1 :2;27.  Denn beim Wandern des Erdschlusses vom  Punkt 44% gegen die Klemme hin wächst  die     Nullpunktsspannung        U"    von 44% auf  1.00 %, also im Verhältnis 44: 100 = 1: 2,27.

    Und beim Wandern des Erdschlusses von der  Stelle 44% gegen den Nullpunkt     hin    wächst  die wirksame Phasenspannung Er von 56 %  auf<B>100%</B>     bezw.    die verkettete Spannung Et,      von 56     %    auf 12     7,5        %    ; die Variation ist also  maximal 56 : 127,5 = ebenfalls 1 : 2,27.  



  Arbeiten nun die zu schützenden Maschi  nen auf ein mehr oder     weniger        stark,        kapazi-          tives    Netz, mag es eine Löschspule enthalten.  oder nicht, so überlagert sich dem künstlichen       Erdschlussstrom    ein Lade-     bezw.    Reststrom,  der das     Arbeiten    der     Ausläserelais    5 stören  kann.

   Der Einfluss dieser Ströme auf das       Auslöserelais    5 ist in zwei     Vektordiagram-          men,        Fig.    7 und 8, dargestellt.     Fig.    7 zeigt  die Vektoren bei     Erdschluss    in der der     Ge-          neratorphase    R vorangehenden Phase T,       Fi.g.    8     bei:

          Erdischlüss    in der der Phase R     nac.h-          folgenden    Phase     S    (wenn der     Vektordrehsinn     entgegen dem Drehsinn des Uhrzeigers an  genommen wird).  



  In beiden Diagrammen bedeutet     LT"    die  Richtung der     Nullpunktsspannung    und Et,       bezw.        E,    die den künstlichen     Erdschluss-          strom        Ie        erzeugende    Spannung. Das Auslöse  relais 5 sei so gebaut, dass es sein grösstes  Drehmoment entwickelt, wenn der Strom in  seiner Stromspule die Richtung     11-11    hat.

    Im Falle der     Fig.    7 liefert der     kapazitive     Ladestrom     Ie,    der immer der     Nullpunktsspan-          nung        (To        praktisch:    um 90      voreilt,    in die  Richtung     A- < 1    eine     drehmomenterzeugende     Komponente, die diejenige des     künstlichen          Erdsehluss:stromes        I,        verstärkt;

      dagegenwirkt  im Falle der     Fig.    8 diese in die Richtung       1-t1    fallende Komponente des Ladestromes       I,    schwächend auf das vom     Strom        1p    erzeugte  Drehmoment.  



  Wäre statt des Ladestromes     1e    ein in  duktiver Reststrom vorhanden, so wäre die  Wirkung umgekehrt, eine Drehmoment  schwächung im Falle des Erdschlusses in  Phase T, eine     Drehmomentverstärkung    im  Falle des Erdschlusses in Phase     S.    Jeden  falls bewirkt also Strom     1e    eine Unsicher  heit im Ansprechen     deal        Auslöserelais    5.  



  Diese wird vermieden, wenn man in jedem  Falle eines Erdschlusses im Generator die  Phase der Spannung zur Erzeugung des  künstlichen     Erdschlussstromes    selbsttätig  wechselt, indem man etwa die verschiedenen  Schenkel des Hilfstransformators 12 einzeln    nacheinander als Stromquelle benutzt.

   Bei  solch     zvklischem    Wechsel über alle drei Pha  sen fällt für jede Lage des     Erdschlusses    im  Generator und für jeden     Netzzustand    min  destens     einmal    jede hemmende Wirkung des  Lade-     bezw.    Reststromes     weg.    Die     Schutz-          einrichtung    arbeitet somit vollkommen un  abhängig vom Netzzustand zuverlässig.  



  Dies sei am Beispiel der     Fig.    9 erläutert.  Bei dieser Einrichtung braucht man für die  verschiedenen     Erdschlusslagen    nicht Relais  verschiedener     Empfindlichkeit    zu verwenden,  da man den künstlichen     Erdschlussstrom     ohnehin nicht nur mit Hilfe der eigenen  Phase (entsprechend     Fig.    5), sondern auch  durch Verkettung mit den beiden Nachbar  phasen (entsprechend     Fig.    6) bildet. In     Fig.    9  sind die beiden Relais 2a und 2b durch an  dere Relais 8 und 9 und die einphasigen  Schützen     3a    und 3b durch zweipolige<B>3" 3"</B>       3t    ersetzt.  



  Mittels des an der     Nullpunktsspannung     liegenden Relais 8, das sehr empfindlich sein  kann und den ganzen Bereich von der  Klemme des Generators fast bis zu -seinem       Nullpunkt    erfasst, wird der     Erdschluss    ledig  lich festgestellt und durch sein Ansprechen  das dreistufige gestaffelte Zeitrelais 9 ein  geschaltet. Dieses schaltet in der Reihen  folge r, s,     i,    kurzzeitig, zum Beispiel je 1 oder  2 Sekunden lang, die Erregerspulen der  Schütze     3,.,        35,        3t    ein und gleich wieder aus.

         Beim        Einschalten        irgendeines    dieser     drei     Phasenschützen genügt trotz gegenwirkender  Lade- oder Restströme die Erregung des Aus  löserelais 5 sicherlich, um ein Drehmoment  zur     Betätigung    seines Kontaktes zu erzeugen.  



  Bei dieser Methode kommt als kleinste zur  Erzeugung des künstlichen     Erdschlussstromes     dienende Spannung die Phasenspannung in       Betracht,    wenn nämlich der     Erdschluss    im  Nullpunkt des Generators liegt, und die  grösste gleich der     verkefeten    Spannung dann,  wenn der Kurzschluss an der Klemme des       Generators    auftritt.

   Die Variation des künst  lichen     Erdsehlussstromes    bei Wandern des  Erdschlusses vom Nullpunkt zur Klemme des  Generators beträgt also hier höchstens     1:1,73.         Will man auch Erdschlüsse der abge  schalteten, aber erregten Maschine, also bei  offenem Schalter 11, erfassen, so genügt es,  an den Nullpunkt des Generators 1 einen  anderseits geerdeten     Spannungswandler    16  anzuschliessen und von ihm aus das     Auslöse-          ,eIlais    5     über        IE@lfiskontakte    10 am     Schalter     11 zu speisen.

   Da der Stromwandler 6 strom  los ist, wird der Stromspule des Relais 5  ebenfalls eine Spannung zugeführt, deren  Phasenlage aber zur Erzeugung eines Dreh  momentes verschoben werden muss, zum Bei  spiel durch Hinzufügen einer     Reaktanz    oder  eines     Kondensators    14. Das Relais arbeitet  dann als     zweispuliges    Spannungsrelais, des  sen beide Spulen im     Erdschlussfalle    von der       Nullpunktsspannung,    die am Transformator  16 herrscht, gespeist werden, die eine direkt,  die andere über den Kondensator 14. Durch  die Hilfskontakte 10 wird bei offenem  Hauptschalter 11 der     Spannungswandler    16  ein- und der     Spannungswandler    7 abge  schaltet.  



       Selbstmerstäudliich    lässt sich die     Erfindung          auch    bei     Einzelmaschünlen        anwenden,        wo-          bei    dann der besondere     Erdungstransformator     12     entfallen        kann..        Statt    :dessen     wird    gemäss       Fig.    10 ein     Nullpunktstransformator    17 ver  wendet, der das     Ansprechrelais    8 bei Vorlie  gen eines Erdschlusses mit der Nullpunkts  spannung speist.

   Durch kurzzeitiges Ein  schalten der drei Schütze 31, 38, 3t wird die  gemeinsame     Erdleitung    unter Strom gesetzt,  die den Widerstand 4 und den Stromwand  ler 18 enthält. Dieser ist dem Summenstrom  wandler 6     entgegengeschaltet,    so dass ein  beide Wandler 6 und 18 durchfliessender  künstlicher Erdstrom, wie er bei     Netzerd-          schlüssen    auftritt, auf das Relais 5 ohne Wir  kung bleibt. Bei     Wicklungserdschluss    im Ge  nerator 1 erhält jedoch nur der Wandler 18  einen Summenstrom. Zugleich speist der  Spannungsabfall im Widerstand 4 direkt oder  über den Spannungswandler 7 die Span  nungsspule des     Auslöserelais    5.

   Bei     Erd-          schluss    an irgendeiner Stelle der Generator  wicklung reicht der Spannungsabfall am  Widerstand 4 zusammen mit dem Erdstrom    in einer -der drei Phasen trotz     störender     Lade-     :oder        Restsbr@öme        bestimmt    aus, das       Anissprechen    des:     Relais    5     und    damit     das     Auslösen der Schalter 11 und 15 zu bewirken.  



  Bei den in     Fig.    9 und 10 dargestellten  Beispielen wird der künstliche     Erdschluss-          strom    von einer Spannung erzeugt, die zwi  schen der     Erdschlussstelle    und einer der       Klemmen    des Generators liegt. Statt der  Klemmen kann aber auch ein beliebiger an  derer Wicklungspunkt verwendet werden, der  zwischen dem Nullpunkt und den Klemmen  liegt; die     Messspannung    und der künstliche       Erdscblussstrom    werden dann entsprechend  kleiner.  



  Der. künstliche     Erdschlussstrom    kann aber  auch aus den zwei     Spannungen    erzeugt wer  den, von denen mindestens eine in der be  schriebenen Art zwischen     Erdschlussstelle     und einer Klemme     bezw.    beliebigem Wick  lungspunkt liegt.  



  Die Schaltungen nach     Fig.    1 und 9 kön  nen grundsätzlich dadurch vereinfacht wer  den, dass man als     Auslöserelais    5     einspulige     reine Stromrelais verwendet, so dass seine  Spannungsspule und der Spannungswandler  7     entfallen    könnten. Dann     werden    aber die       Summenstromwandler    6     unverhältnismässig     gross und die     Genauigkeit    der Auslösung ge  ringer. Ferner ist es auch möglich, für die  Auslösung ein Gleichstromrelais zu verwen  den, indem man ihm seine Erregerströme über  Gleichrichter zuführt.  



  Die Erfassung des Erdschlusses als sol  cher ist nicht Gegenstand der Erfindung. In  den beschriebenen Beispielen wurde dazu die  im     Erdschlussfalle    auftretende Nullpunkts  spannung benutzt, die gemäss     Fig.    1 auf die  Relais 2a und 2b, gemäss     Fig.    9 und 10 auf  das Relais 8 einwirkt. Dieses     Ansprechrelais     2b     bezw.    8 kann leicht für Ansprechen schon  bei sehr kleiner     Spannung,    beispielsweise bei  2     %    -der     Gene#rator-Phasenspannung,        bemessen     werden.

   In an sich unsymmetrischen Netzen  muss die kleinste     Ansprechspannung    selbst  verständlich oberhalb der durch die     Netz-          unsymmetrie    bedingten     Nullpunktsspannung     liegen, damit der     Generatorschutz    nicht      schon ohne Vorliegen eines     Erdsehlusses    be  tätigt wird.

   Für die Erfassung der     Erd-          schlüsse    können selbstverständlich     auch    an  dere Methoden verwendet      -erden,        aueh    sol  che, bei denen der     Erdschluss    sogar im Null  punkt selbst erfasst, zum Beispiel eine     Me-          tIode,    bei der die dritte     Harmonisehte        der     Phasenspannung     des        Generators        benutzt    wird,  oder eine solche, bei der sieh ein. Kondensator  über die     Fehlerstelle    entlädt.  



  Die     haupptsäcblichen        Vorteile    der     bi#-          schriebenen    Schutzeinrichtungen sind fol  gende: Da der künstliche     Erdschlussstrom          nur    in dem kleinen Verhältnis von 1<B>:2,27</B>  oder gar nur 1 : 1,73 schwankt, erhalten die  ihn führenden Apparate kleine     Abmessungen     und werden verhältnismässig billig, und es  entfallen die zusätzlichen Einrichtungen, mit  denen die Variation des     künstlichen        Erd-          schlussstromes        verkleinert    wird.

   Der Umfang  des geschützten Teils der     Genera.torwicklung     ist theoretisch unbegrenzt und praktisch nur  durch die     Empfindlichkeit    des     Ansprech-          relais    (8) begrenzt. Der Schutz ist unabhän  gig von der Art des Netzes ausführbar, also  unabhängig vom Auftreten     kapazitiver    Lade  ströme oder induktiver Restströme.     unabhän-          gig    vom Fehlen oder     Vorhandensein    von  Löschspulen; er braucht an das Netz nicht  besonders angepasst zu werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Einrichtung zum selektiven Erdsehluss- schutz von Wechselstromgeneratoren, bei wel cher im Erdschlussfalle über eine Hilfserdung ein künstlicher Erdsehlussstrom erzeugt wird, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erzeugung des künstlichen Erdschlussstromes, w enig- stens bei nullpunktsnahen Lagen des Erd schlusses,
    die Spannung zwischen der Erd- schlussstelle und wenigstens einem beliebigen Punkt des zu schützenden Wicklungssystems verwendet wird, der aber nicht der System nullpunkt ist. UNTERANSPRÜCHE: 1. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass sie mit Hilfe eines an die Spannung zwischen Erdschlussstelle und Systemnullpunkt, die sogenannte Null punktsspannung, angeschlossenen, hochemp- findlichen Relais in Gang gesetzt wird.
    2. Einrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das hochemp- findliche Ansprechrelais (2b) bei nullpunkts- nahen Erdschlüssen eine Umschaltung des Hilfsstrozukreises vom Systemnullpunkt auf den beliebigen Punkt des zu schützenden Wicklungssystems vornimmt, während es bei kleminennahen Erdschlüssen durch ein weni ger empfindliches Relais (2a) überbrückt wird,
    welches die Speisung des Hilfsstrom kreises mit der Nullpunktsspannung bewirkt. 3. Einrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass dem empfind- lieben Relais (2b) 44901' der Generatorwick- lu.ng, vom Nullpunkt aus gerechnet, zugeord net sind. 4. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Hilfserdung am Nullpunkt eines primärseitig in Stern ge schalteten Transformators (12) liegt, dessen Sekundärseite in Dreieck geschaltet ist und einen Hilfsstromkreis speist. 5.
    Einrichtung nach Unteransprüchen 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass das un empfindlichere Relais (2a) den Hilfsstrom- kreis an die gesamte Dreieckwicklung des Transformators (12) anschliesst, während der Hilfsstromkreis vom empfindlichen Relais (2b) nur an eine Phasenwicklung dieses Transformators angeschlossen wird. 6.
    Einrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass vom hochemp- findlichen Ansprechrelais (8) eine Kombina tion von der Phasenzahl entsprechenden, zeitlich gestaffelten Zeitrelais (9) in Gang besetzt wird, die den Hilfsstromkreis in zyklischer Reihenfolge nacheinander an ent sprechende Punkte sämtlicher Wicklungs phasen anlegen. 7. Einrichtung nach Unteranspruch 6, da durch gekennzeichnet, dass die Zeitrelais eine gemeinsame Erregerspule haben. B.
    Einrichtung nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass als Anlege- punkte die Klemmen des@ zu schützenden Ge- neratürs, benutzt werden. 9. Einrichtung nach Unteransprüchen 4 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass als An- legepunkte,die Klemmen <B>je</B> einer sekundären Phasenwicklung des Transformators (12) dienen. 10.
    Einrichtung nach Patentanspruch, gekennzeichnet durch ein zweispuliges Aus löserelais (5), dessen eine Spule vom geo metrischen Summenstrom sämtlicher Genera torphasen und dessen andere Spule von einer durch den künstlichen Erdschlussstrom er zeugten Spannung erregt wird. 11.
    Einrichtung nach Unteranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Hilfsstrom kreis, in welchem der künstliche Erdschluss- strom fliesst" seinen Ohmschen oder induktiven Widerstand (4) enthält, in dem der künst liche Erdschlussstrom einen Spannungsabfall erzeugt, welcher zur Erregung der zweiten Spule des Auslöserelais (5) dient. 12.
    Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Messgrössen in Gleichstrom umgewandelt und einem gleichstrombetätigten Auslöserelais zugeführt werden. 13. Einrichtung nach Patentanspruch, ge kennzeichnet durch ein einspuliges Strom- relais als Auslöserelais, welches im Erd- schlussfalle vom künstlichen Erdschlussstrom gespeist wird. 14.
    Einrichtung nach Unteransprüchen 4 und 10, zum Schutz mehremex parallel geschal- teter Generatoren, dadurch gekennzeichnet, dass der Transformator (12) mit den an ihn angeschlossenen Apparaten allen Generatoren gemeinsam ist, während jeder Generator mit einem besonderen Auslöserelais (5) versehen ist. 15.
    Einrichtung nach Patentanspruch, zum zusätzlichen Erdschlussschutz des vom Netz abgeschalteten Generators, dadurch ge kennzeichnet, dass das Auslöserelais (5) bei geöffnetem Hauptschalter (11) wenigstens einseitig vom Stromkreis des künstlichen Erdschlussstromes abgeschaltet und mit bei den Spulen an die Nullpunktsspannung an geschlossen ist, und zwar wenigstens eine Spule über ein phasenverschiebendes Hilfs element (14).
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