CH230338A - Höchstspannungsisolator für niederfrequente Kraftübertragungsanlagen. - Google Patents

Höchstspannungsisolator für niederfrequente Kraftübertragungsanlagen.

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CH230338A
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Description


      Höehstspannungsisolator    für niederfrequente     Kraftübertragungsanlagen.       Elektrische Isolatoren, die sich in freier  Luft befinden,     werden    namentlich bei hohen  Übertragungsspannungen der üblichen Wech  selzahl ebenso wie bei hohen Gleichspannun  gen stark beansprucht. Sie sollen auch in  mehr oder weniger verschmutztem     Zustande     viele Jahre lang ohne     Reinigung    unverändert  Sicherheit gewährleisten.

   Eine Überschlags  sicherheit muss auch bei gleichzeitigem Regen,  der chemische Bestandteile oder Staub ent  hält, oder bei Nebel und starken Temperatur  schwankungen, die ebenfalls     Niederschläge,          Verkrustungen    und Versalzungen auf der  Oberfläche der Isolatoren,     namentlich    durch  elektrische Anziehung der Schmutz- und       Nebelteilchen,    begünstigen, vorhanden     sein.     Durch diese Einflüsse werden Teile der Ober  fläche des Isolators gewissermassen zu flä  chenhaften und scharfkantigen Halbleitern,  so dass die Ausbildung der elektrischen Fel  der gegenüber dem trockenen und auch nas  sen Zustande ohne Verschmutzung wesent  lich verändert und ungünstiger werden.

   Im  neuen, trockenen Zustande des Isolators sind  bekanntlich die Schirm- oder Rippenoberflä-         chen    so gelegt, dass sie überall     reit    den Flä  chen gleicher Spannung um die Elektrode  herum im allgemeinen recht spitze     Winkel     einschliessen, während die Induktionslinien  senkrecht zu den Flächen gleicher     Spannung     und daher auch meist steil zu den Oberflä  chen der     Schirme    und Rippen,

   aber zum Bei  spiel bei einem gedrehten     Stabisolator    fast  parallel     zur    der Erzeugenden der äussern  Oberfläche des Strunkes und daher beinahe  senkrecht zu den Rippenflächen des Stabes  verlaufen und durch die     Rippen    hindurch  gehen. Die Schirm- und Rippenflächen sind  also im sauberen Zustande im Gegensatz zum  Beispiel zur freien     Strunkoberfläche    durch  eine verhältnismässig sehr geringe     Spannung          tangential    beansprucht. Allgemein wirkt sich  diese ungleiche Spannungsverteilung bei einer  Verschmutzung der gesamten Oberfläche des  Isolators ungünstig aus.

   Im Zuge der     Induk-          tions-Iinien    zwischen den Elektroden und     zw-          schen    den Schirmen oder Rippen und durch  diese hindurch wechselt die Feldstärke     etwa     im umgekehrten Verhältnis der     Dielektrizi-          tätskonstanten        :der    Luft zu der des -festen      Isolierstoffes, so     da.ss    die Luft und die ver  schmutzten Grenzschichten teilweise, zum Bei  spiel an einem Stabstrunk, sehr viel höher be  ansprucht     sind,    als der feste Isolierstoff selbst.  



  Zur Erhöhung der Festigkeit gegen Ver  schmutzung bewährte sich     bereits    in einem       gewissen    Grade eine veränderte äussere Ge  staltung der Oberflächen, zum Beispiel an  Stütz-, Hänge-, Abspann-, Verbund-,     Rippen-          und        Schirmstabisolatoren,    Überwürfen oder  Mänteln aus Isolierstoff. Hierbei werden be  sonders ausgestaltete volle Schirme und Rip  pen an den betreffenden Isolatoren ange  bracht.  



  Die Erfindung geht von der Erkenntnis  aus, dass durch die Verschmutzung der ihr  ausgesetzten Oberflächenteile des     Isolators     ungünstige und völlig     unberechenbare    Feld  bildungen zwischen den Elektroden entstehen.  Durch Mittel der Erfindung soll daher die  Feldbildung an den Schirmen und Rippen  des Isolators günstig erhalten werden. Diese  Aufgabe löst die Erfindung, indem am Iso  lator mindestens einzelne der Schirme und  Rippen hohl ausgebildet sind.  



  Die     Fig.    1 bis 4 veranschaulichen bei  spielsweise Ausführungsformen des Erfin  dungsgegenstandes. Dargestellt     sind    ein  Kappen-, ein Verbund-     bezw.    Stab- und ein       Durchführungs-    oder     Stützerisolator.    Diese  weisen Hohlräume 1 innerhalb der     Schirme     2 oder Rippen 3     bezw.    1.3 auf.  



  Für die Füllung der einen Verschmut  zung und Feuchtigkeit nicht ausgesetzten  Hohlräume 1 eignet sich zum Beispiel     eiii     trockenes Gas oder ein Gasgemisch, wie Luft,  am besten. Die Durchschlagsfestigkeit des  Gases kann in     bekannter    Weise durch er  höhten     Druck    gesteigert werden. Es genügen  dabei im allgemeinen Überdrücke von noch  nicht einer Atmosphäre.

   Isolierende Flüssig  keiten oder durch vorübergehende Erwär  mung flüssig gemachte, sonst feste Massen  eignen sich ebenfalls für die Füllung der  Hohlräume 1, wenn die     Dielektrizitätskon-          stanten    noch erheblich kleiner sind, als die  des Materials des     Isolatorkörpers    5     bezw.    16       bezw:    9. Elektrisch     bietet    ein körniger oder    pulveriger Stoff, zum Beispiel Quarzsand,  zur weitgehenden Ausfüllung der Hohlräume  1 ebenfalls noch Vorteile.

   Auch eine Flüssig  keit oder das Gas in den Poren einer körni  gen Füllung in dein Hohlraum 1 können       zwecl@mässigerweise        unter        Überdruck    gehal  ten     sein.     



  Die     Fig.    1 zeigt einen     Kappenisolator    5  einer     daraus    gebildeten Kette von zwei der  artigen Isolatoren 5. Innerhalb des darge  stellten Schirmes ?, zur Hälfte sowohl im  Schnitt als auch in Ansicht gezeichnet, ist  ein ringförmiger und im Querschnitt ovaler  Hohlraum 1 mit trockener Gasfüllung unter  geringem     Überdruel,:    angeordnet. Dadurch er  hält der Schirm ? äusserlich eine mehrfach  grössere Dicke als bei den bekannten Aus  führungsformen. Die Ausbildung jedes     Iso-          lators    5 innerhalb seiner Kappe 4, und diese  selbst sowie der Klöppel 15 und dessen Be  festigung erfolgt in bekannter Weise.

   Der  Klöppel 15 ist nur infolge der auch aussen  nutzbar gemachten grossen Dicke des Schir  mes 2 etwas länger als sonst. Aus     Fig.    1 ist  ohne weiteres zu ersehen, dass die Induktions  linien zwischen den Kappen 4     bezw.    resul  tierend zwischen den beiden Elektroden einer     s          Isolatorenkette    infolge des nach der Erfin  dung in jedem Isolator 5 angeordneten Hohl  raumes 1. und dessen Füllung mehr als bei  den bekannten Isolatoren um den Hohlraum  herum verlaufen. Deshalb     ist    auch die Span-     s          nungsverteilung    auf den     äussern    verschmutz  ten Flächen der Schirme 2 gleichmässiger als  bei vollen Schirmen.

   Der elektrische Anflug  des     Staubes    wird dadurch ebenfalls gleich  mässiger und weniger schädlich als ohne  Hohlräume 1.  



  In     Fig.    2 ist ein     Verhundstabisolator,    im  wesentlichen bestehend aus dem Strunk 6  und dem Mantel 16 mit Rippen 3, die hohl  ausgebildet sind, dargestellt. Die Hohlräume  1 innerhalb der Rippen 3 sind dabei zweck  mässig, auch zur Vereinfachung der Herstel  lung, mit dem Hohlraum des Mantels 16  vereinigt. Die Hohlrippen 3 weisen wieder  eine gleichmässigere Spannungsverteilung auf  der aussen verschmutzten Oberfläche auf als      die bekannten Vollrippen. Der innere tra  gende Strunk 6 des Verbundisolators besitzt  Wulste 7 nahe den in üblicher Weise konisch  ausgeführten Enden B. Diese Ausführung  kommt insbesondere für Verbundisolatoren  aus keramischem Stoff in Frage.

   Der vor  dem Aufsetzen der normalen Kappe 4 über  den Strunk 6 geschobene Mantel 16 schliesst  mit den Enden schon im rohen Zustande an  den Wulsten 7 eng an und beide Teile 6 und  16 lassen sich im Ofen zum Beispiel mittels  Glasur     zusammenbrennen.    Die Teile 6 und  16 lassen sieh an den Wulsten 7 aber auch  durch bekannte     Kittung    leicht und dicht ver  binden. Die Ausrüstung des Mantels 16 mit  Hohlrippen 3 hat auch zur Folge, dass mecha  nische Dehnungen und Wärmespannungen  infolge der Elastizität des     Mantels    16 in der  Längsrichtung an den     Verbindungsstellen          bezw.    Wulsten 7 vermieden werden.

   Wegen  der Zugbeanspruchung im Mantel 16 ist der  innere Überdruck in den Hohlräumen 1 bei  einem Verbundisolator gering zu halten. Die  obere Kappe 4 ist in bekannter Weise auf  das     Strunkende    S des Stabes 6 aufgebracht.  



  Zur Ausbildung der Rippen, deren       Schnittfläche    bisher der Fläche eines gleich  schenkligen Dreiecks glich, an Isolatoren nach  der Erfindung erscheint es mit Rücksicht  auf den     Kraftlinienverlauf    insbesondere vor  teilhaft, die     Schenkelflächen,    sowohl inner  halb als auch ausserhalb der Hohlrippen 13  angenähert senkrecht aufeinander stehen zu  lassen. Dies ist in     Fig.    3 angedeutet. Der  Mantel 26 besteht dann ausserdem, abgesehen  von den beiden kragenförmigen Teilen an den  Befestigungsstellen mit den Wulsten 7, prak  tisch nur noch aus Rippen 13 ohne ein an  genähert zylindrisches, durch     die    Hohlrippen  unterbrochenes Mantelstück.  



  Um die Bruch- und     Lichtbogensicherheit     des Mantels 16 zu erhöhen, kann dieser in an  sich     bekannter    Weise aus Quarz hergestellt  werden, während der' Stab 6 wie üblich aus  einem zugfesten keramischen Stoff besteht.  Bei Verwendung von durchsichtigem Quarz  für den Mantel 16 lässt sich das darin gegebe  nenfalls     unter    Druck     enthaltene        Gas    färben.    Die Bruchsicherheit kann auch durch geeig  nete     Stützen        zwischen    dem Strunk und     denn     Mantel 16 erhöht werden.  



  In     Fig.    4 ist ein Durchführungsisolator 9  mit Schirmen 2 gezeigt. Der Isolator 9 kann  auch als Stützen Verwendung finden. Die  Hohlräume 1 innerhalb der Schirme 2 rei  chen bis weit in das Fleisch des rohrförmigen       Körpers    19 des Isolators 9 hinein. Dadurch  kann eine     Induktionslinie    nicht gut an der ,  verschmutzten Oberfläche des Körpers 19  entlang -zwischen den     Fassungs-    und Kappen  elektroden auf kürzestem Wege verlaufen,       sondern.    russ um die Hohlräume 1 herum  mehr oder weniger ausweichen, so dass die       Spannungsverteilung    auf der Oberfläche des  Isolators 9 eine günstige ist.

   Um den Kör  per 19 an den Ansatzstellen der     Hohlschirme     2 nicht zu sehr zu schwächen, sind in dem       innern,    abgeschlossenen und daher der     Ver=          schmutzung    -nicht ausgesetzten Teile des     Iso-          lators    9     Wulste    12 vorgesehen. Die Über  gänge von dem Körper 19 in die     Wulste    12  sind allmähliche, ebenso wie die Hohlräume   1 keine scharfen spitzen Winkel aufweisen  sollen. Jeder Hohlraum 1 kann an dem Iso  lator 9 für sich gefüllt sein.

   Es ist aber  manchmal auch zweckmässig, durch ein ein  ziges feines Bohrloch jeden Hohlraum 1, etwa  am zugehörigen     Wulste    12, mit dem grossen  Innenraum des Isolators 9 in einen Druck  ausgleich zu bringen:  Bei der Herstellung eines gedrehten, also  nicht gegossenen Porzellanisolators nach der       Erfindung    erscheint die     Herstellung    der  Hohlräume 1 zum Beispiel in den     Schirmen     2 der Isolatoren nach den     Fig.    1 und 4     nicht     ohne weiteres ausführbar. An' Hand : der       Fig.    4 ,sollen daher noch nähere Erklärungen  gegeben werden.

   Der Isolator 9     wird-gewöhn-          lieh    in rohem     Zustande    aus so vielen Teilen,  wie Schirme 2 vorhanden sein sollen, ange  fertigt. Jeder Hohlschirm     -2    kann also für  sieh beiderseits zusammen mit ringförmigen  Stücken des' Körpers 19 hergestellt werden.  An dem mittleren Schirm 2 der     Fig.    4 ist  im Schnitt eine ringförmige Öffnung im  obern Teil angedeutet, in die ein     trapezförmi>              ger        Porzellanring    10 eingesetzt ist.

   Im rohen  Zustande     besteht    also die bekannte Möglich  keit, den Hohlraum 1 mit einem Werkzeug,  das durch die zunächst hergestellte Ringöff  nung im Schirm 2 eingeführt wird, auszu  drehen. Danach wird der Hohlraum 1 durch  den nicht     geteilten    Ring 10 im ungebrannten  Zustande verschlossen und schliesslich im  Brande in dichte und feste Verbindung     finit     dem Schirm 2 gebracht. Die     vorübergehende     Öffnung des Hohlraumes 1 ist derart ge  wählt, dass sie     elektrisch    und mechanisch an  günstiger Stelle liegt.  



  An allen Isolatoren nach der Erfindung  kann ein für sich bestehender Hohlraum 1       zweckmässigerweise    dadurch unter     Überdrucl_     gesetzt werden, dass im fertigen Zustande  zunächst an geeigneter Stelle ein feines Bohr  loch     angebracht,    .durch dieses hindurch eine       ganz        geringe    Menge eines entzündbaren Pul  vers     eingefüllt    und -der Zündsatz nach     Ver-          kittung    des Bohrloches     entflammt    wird.

   Da:       nach,        ist    der Hohlraum 1 mit Verbrennungs  gasen unter geringem     Überdruck    gefüllt. Das  brennbare Pulver darf seiner Zusammen  setzung nach auf der Fläche des Hohlraumes  keine leitenden Beläge hinterlassen, sondern  es muss sich möglichst ganz in isolierendes  Gas     verwandeln.    Die Entzündung und Ver  brennung kann durch Erwärmung von aussen,  durch das Einwirken von     Hochfrequenzfel-          Bern    oder durch eine andere Energieart, zum  Beispiel Ultraschall, eingeleitet und     durch-          geführt    werden.  



  Aus der Beschreibung ist zu ersehen, dass  die äussere und innere Form der Schirme und  Rippen aufeinander abgestimmt sein müssen.  Es sind daher noch sehr viele andere For  men der Schirme und Rippen an Isolatoren  nach der Erfindung möglich, die in der  Zeichnung nicht     weiter        dargestellt    sind.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Höchstspannungsisolator für niederfre quente Kraftübertragungsanlagen mit Schir men oder Rippen in freier Luft, dadurch ge kennzeichnet, dass mindestens einzelne der Schirme oder Rippen hohl ausgebildet sind. UNTERANSPRüCHE: 1. Isolator nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Hohlräume (1) von einem isolierenden Stoff mit einer Dielektri- zitätskonstanten, welche niedriger ist als die jenige des Materials des Isolatorkörpers, er füllt sind. 2. Isolator nach Patentanspruch und Un teranspruch 1., dadurch gekennzeichnet, dass das Füllmittel der Hohlräume (1) unter Überdruck steht. 3.
    Isolator nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Füllmittel der Hohlräume (1) gasförmig ist. 4. Isolator nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Füllmittel der Hohlräume (1) flüssig ist. 5. Isolator nach Patentanspruch und LTn- teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Hohlräume (1) grösstenteils mit einer festen trockenen Füllung versehen sind. 6. Isolator nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, da_ss die Hohlräume (1) grösstenteils mit einer körnigen Füllung versehen sind. 7.
    Isolator nach Patentanspruch und ITn- teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Hohlräume (1) mit dem Mantelhohlraum vereinigt sind (Fig. 2). B. Isolator nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 und 7, dadurch gekennzeich net, dass der innere tragende Strunk (6) mit Wulsten (7) versehen ist, an denen Teile des Mantels (16) in dichter Verbindung anliegen. 9.
    Isolator nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der rohrförmige Körper (19) des Isolators (9) an den Ansatzstellen der Schirme (2) im Innern ringförmige Wulste (12) aufweist, wobei die Schirme (2) mit den Hohlräumen (1) quer im Zuge der äussern Erzeugenden des rohrförmigen Körpers (19) liegen (Fig.4).
CH230338D 1938-03-21 1942-08-31 Höchstspannungsisolator für niederfrequente Kraftübertragungsanlagen. CH230338A (de)

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DE1119938B (de) * 1957-07-19 1961-12-21 Siemens Ag Innenraumstuetzisolator
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