CH230361A - Vorrichtung zur objektiven Bestimmung des örtlichen Distinktionsvermögens bei menschen. - Google Patents

Vorrichtung zur objektiven Bestimmung des örtlichen Distinktionsvermögens bei menschen.

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CH230361A
CH230361A CH230361DA CH230361A CH 230361 A CH230361 A CH 230361A CH 230361D A CH230361D A CH 230361DA CH 230361 A CH230361 A CH 230361A
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Hans Prof Goldmann
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Hans Prof Goldmann
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61BDIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
    • A61B3/00Apparatus for testing the eyes; Instruments for examining the eyes

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Description


  



     Torrichtung    zur   objektiven    Bestimmung des örtlichen Distinktionsverm¯gens bei Menschen.



   Die bis heute gebräuchlichen und bekann  ten Verfahren, die Sehschärfe bei Menschen    festzustellen, waren   alle Tein subjektiv,    d. h. sie beruhten darauf, die zu untersuchende Person gewissen optischen Eindrücken zu unterwerfen, um dann anschliessend diesen Patienten sich selber  ber Eigenschaften des Eindruckes äussern zu lassen, welche in einem ihm bekannten Zusammenhang mit der   Sehschärfe s'tehen.    So wurde zum Beispiel eine Tafel mit verschieden   graben    und ver  schieden gestellten E-Lettern    in einer bestimmten Entfernung von dem zu untersuchenden Auge aufgestellt, worauf sic der Patient zu äussern hatte, welche Grosse der Lettern er   sofort deutlieh    wahrnehmen könne.

   Der   Befragte    wusste, dass die Wahr  nehmung    nur eines grossen Zeichens auf eine   reduzierte Sehschärfe      hindeutete,    und wenn er ein Interesse an einer solchen Diagnose hatte, so blieben dem untersuchenden Arzt, wenn es   si-ch    um einen Einäugigen handelte, keine Mittel, absichtlich falsche Aussagen zu erkennen, oder bei Zweiäugigen nur sogenannte Simulationsproben, die   darauf beruh-      ten, den Patienten darüber    zu tÏuschen, mit welchem Auge er blickt, aber wieder auf seine   subjektiven      Angaben abstellten.      



   DieSehschärfeLsteinMassdesörtlichen    Distinktionsverm¯gens des Aug¯s. Sie wird durch den kleinsten Winkelabstand gemessen, den zwei Objekte voneinander haben dürfen, um gerade noch als zwei Objekte wahrgenommen zu werden (Minimum   sepa-    rabile). Empfindungen. und   Wahrnehmungen    sind subjektive Phänomene. Nur wenn zwangläufig an dem Individuum, das die Empfindung oder   Wahrnehmung    hat, zugleich f r andere sichtbare k¯rperliche Zeichen   auftreten,isteinobjektiverNachweis       solcher Empfindungen oder Wahrnehmungen möglich.

   Objektive Sehschärfenbestimmung    wurde also bedeuten, da¯ jedesmal, wenn von einem Beobachter gerade das Minimum   separabile wahrgenommen    wird, dieser dies an seinem K¯rper, ohne es zu   sagen, verrät.    



  Gelingt   einesolcheobjektiveSehsphärfebc-      stimmung,    so ist das besonders zur   Entlar-    vung von   Simulanten eines Sehdefektes von    grösster Bedeutung.



   Es ist nun bekannt, dass ein Auge, das vorüberziehende, einzeln genau wahrnehmbare Gegenstände beobachtet, nicht in einer starren Stellung verharrt, um so an einer ganz bestimmten Stelle jeden Gegenstand zu er   fassen, sondern einzelne, besonders liervor-      stechende Gegenstände    auf ihrer Bewegung verfolgt und, nachdem diese aus dem    Gesiehts-    feld   versohwunden sind, zuriickspringt, nm    einen neuen festzuhalten. Diese Bewegung des Auges ist gänzlich unabhängig vom   Willen    des Beobachters und hat in bezug auf ihr Vorkommen beim Betrachten der Landschaft vom fahrenden Zuge aus den Namen Eisen   ba, hnnystagmus.

   Die Eigenschaft dieses Phä-    nomens nun, dass es absolut vom   Willen    des Beobachters unabhängig ist, gestattet seine Anwendung zu einer   objektiven,    von jedem bewussten Zutun des Patienten unabhängigen SehschÏrfebestimmungsmethode.



   Erfindungsgegenstand ist eine Vorrichtung zur Bestimmung des ¯rtlichen Distinktionsvermogens bei Mensehen an Hand von vom Willen des zu   Untersuchenden unabhän-       gigen Augenbewegungen. Diese Vorrichtung    weist eine auf einer sich bewegenden Flache angebrachte Figur auf, welche für den die Flac. he Beobachtenden erst dann sichtbar wird, wenn sein Minimum separabile erreicht ist.



   Eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes sei an Hand der Zeichnung eingehender beschrieben.



   Die Fig.   1    zeigt diese schematiseh und die
Fig. 2 ist ein Ausschnitt aus einer der für die Feststellungen benützten Flächen.



   Dicht hinteridem Fenster A einer ortsfesten, dünnen Wand B aus Pappe, Sperrholz oder dergleichen ist eine ähnliche, aber kleinere FlÏche C an Federn D aufgehÏngt, derart, dass nach einem ersten Impuls die FlÏche C sich auf- und abwÏrts bewegt, aber auch bei der Bewegung nie der Rand der FlÏche C im Fenster A erscheint. Die Federn sind so gewählt, da¯ die Bewegung der Fläehe   ieh mit den Aug-en verfolgen lässt    und lang genug dauert, um das   Bestimmungsver-    fahren zu Ende zu   führer.   



   Die   Fläehe    B ist weiss oder grau oder gerastert. Die FlÏche C erscheint aus grösserer Entfernung gleichmässig grau. Dieses   gleich-    mϯige Grau wird dadurch erzielt, da¯ die Fläche mit einem System von feinen Rastern E bedeekt ist. In einem oder mehreren be  stimmten    Gebieten von beliebiger Form ist cler Raster viel gröber, aber so, da¯ die ganze FlÏche C aus einer Entfernung beobachtet, in der das Auge auch den groben Raeter   nieht'sieht,überall    den gleichen gleichmässig grauen Eindruck macht, so daB die vom groben Raster gebildete, hier übertrieben deutlich gezeichnete Figur F völlig unsichtbar   ist.

   Man kann Punktraster    beliebiger Art   (Einzelpunkte.    Schaehbrettmuster) oder   Linienra.sterverschiedener    Art (Streifen  raster, Netzraster) wählen,    in denen ein Teil der FlÏche von einem groberen Raster   gebil-    det wird, der aus grosser Entfernung aber genau gleich grau wie die übrige Fläche er  scheint.Stattdos    feinen Rasters kann   natür-    lich auch eine homogen graue Fläehe benützt werden ; es können auch in einer FlÏche, die aus dem groben   Ra-stergebildet    ist, eine oder mehrere Figuren aus feinem Raster oder Homogengrau liegen.

   Nur mu¯ immer die Bedingung eingehalten werden, da¯ aus gr¯ sserer Entfernung als der, aus welcher der grobe Raster vom Auge als Raster   wahrge-    nommen wird. nur eine gleichmässige graue Fläche zu sehen ist, aus geringerer hingegen, weil der   grole    Raster nun gesehen wird, die von diesem gebildete Figur als Figur aus der grauen Fläche hervortritt. Mit dem Erreichen des Minimum   separabile      (Unterschei-    dung zweier Rastereinheiten) tritt eine gro¯e Figur auf der grauen FlÏche hervor, die bei ihrer Bewegung das beobachtende Auge mitnimmt.



   Die   Vorrichtung wird wie folgt ge-    braucht : 
Der Patient stellt sich vor dem erwÏhnten Fenster in einer Entfernung auf, in wel   cherderWinbela.bsta.ndauchfürdieEle-    mente der Figur kleiner ist als das Minimum   s'epara.bile.    Er sieht von seinem Standort aus s nichts als die graue Fläche C im   Fenster-      rahmen A.    Nun wird diese den die Bewegung ausf hrenden Gegenstand bildende FlÏche in Schwingung versetzt, während die   Vorrich-      tunglangsamnäheranden    Patienten herangebracht wird.

   Im Moment, wo der   Winkel-    abstand der Elemente der Figur für den betreffenden Patienten das Minimum   separabile      erreichthat,erseheintihm'die    mit der Fläche schwingende Figur auf der durch die andern Elemente gebildeten grauen Fläche. Im glei  clien    Moment beginnt der Untersuchte auf    Grund des. früher beschriebenen Effektes,    diesen Bewegungen mit seinen Augen zu folgen. Dieses Moment kann nun der untersuchende Arzt sehr genau feststellen.

   Die leicht zu ermittelnde Entfernung zwischen Auge und Vorrichtung gibt ein Ma¯ für das   ortliche      Distinktionsvermogen    des Patienten   an,ohnedass    es ihm   möglichwäre,durch    subjektive Einwirkung das Resultat der Diagnose zu verfälschen.



   Die Schwingungen   könnben    auch moto  risch unterhalten werden.   



   Es konnte auch statt vertikaler Bewegung eine horizontale und statt einer schwingenden eine   s'olchegewähltwerden,beider    die Fläche   C iibler Rollen als unendliches    Band geführt in einer oder in wechselnder Richtung an der Fensteröffnung vorbeigezogen würde.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Vorrichtung zur Befstimmung des örtlichen Distinktionsvermogens bei Menschen an Hand von vom menschlichen Willen unab hängigen Augenbewegungen) dadurch ge- kennzeichnet,dasssieeine auf einer sich bewegenden FlÏche angebrachte Figur aufweist, welche erst dann für den die Flache Beobachtenden sichtbar wird, wenn sein Minimum separabile erreicht ist.
    UNTERANSPRÜCHE : 1. Vorrichtung nach Patentanspruch,da- durchgekennzeichnet,dassdie Figur aus einem groben Raster inmitten einer Flache von feinem Raster gebildet ist.
    2. Vorrichtung naeh Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die sich bewegende, die Figur aufweisende Fläche durch ein Fenster erscheint, welches in einer zweiten Fläche, welche einen Raster trägt, einge- schnitten ist.
    3. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Figur durch einen feinen Raster inmitten einer Fläche von grobem Raster gebildet ist.
    4. VorrichtungnachPatentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Figur aus einem Raster inmitten einer Fläche von ho mogenem. Grau gebildet ist.
    5. Vorrichtun nach Patentanspruch, da- durchgekennzeichnet,dassdieFigurdurch homogenes Grau inmitten von Raster gebildet ist.
CH230361D 1942-07-31 1942-07-31 Vorrichtung zur objektiven Bestimmung des örtlichen Distinktionsvermögens bei menschen. CH230361A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4040353A (en) * 1974-10-31 1977-08-09 Opi Metriservice, Societe Anonyme Process for coloring surfaces

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US4040353A (en) * 1974-10-31 1977-08-09 Opi Metriservice, Societe Anonyme Process for coloring surfaces

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