CH230708A - Mehrkammerkläranlage. - Google Patents
Mehrkammerkläranlage.Info
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- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01D—SEPARATION
- B01D21/00—Separation of suspended solid particles from liquids by sedimentation
- B01D21/24—Feed or discharge mechanisms for settling tanks
-
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- B01D21/003—Sedimentation tanks provided with a plurality of compartments separated by a partition wall
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Description
3lelirkammerkläranlag e. Es ist bekannt, für .die Abwasserreini gung und ähnliche Zwecke Kläranlagen zu verwenden, deren Schlammraum mehrere Kammern enthält. Bei solchen Mehrkammer anlagen verursachte bisher die Schlamment nahme grosse Kosten und Schwierigkeiten. Die gesamte Kläranlage wird unübersichtlich, und die Notwendigkeit, jeweils an verschie- .denen Stellen aus .den verschiedenen Kam mern Schlamm zu entnehmen, ergibt eine be- trEchtliche Erschwerung des Betriebes.
Dabei werden die Schlammentnahmerohre in der Regel in der Mitte jeder einzelnen Kammer hochgeführt. Sie sind entweder schräg ange ordnet oder gehen mit einem horizontalen Teil auch noch durch die Umfassungswand des Klärbeckens.
In beträchtlicher Tiefe un terhalb desWasserspiegels ist an dem geraden Steigerohr eine Abflussleitung mit einem Schieber vorgesehen, durch welchen dann beim 'Öffnen .der Schlamm nach einem tiefer gelegenem. Schlammbett ;selbsttätig abfliesst. Diese Schlammabzugsleitungen werden bei den bisherigen Mehrka.mmeranlagen verhält nismässig lang, wenn man sie nach einem ge meinsamen Schacht ausserhalb des Klär beckens führt.
Wenn man anderseits jeder Kammer eine gesonderte Schl.ammbeob- achtungsstelle zuordnet, so gibt es keine Stelle, von der aus der Bedienungsmann einen Überblick über den Verschlammungsgrad der verschiedenen Kammern gewinnt. In beiden Fällen ist es trotz ,gewissenhaftester Bedie nung nicht zu vermeiden, dass zum Beispiel bei der Abwasserreinigung zuviel Schlamm abgelassen wird, das heisst dass ein zu grosser Anteil Abwasser mit auf das Schlamm trockenbeet gelangt.
Trotz gewissenhaftester Bedienung ist es also mit :den bekannten An lagen unvermeidlich, dass zu Beginn und am Ende des Sehlammabl.assens ein .gewisser Teil Abwasser aus .den Schlammkammern mit ab fliesst, weil das Abfliessen von Wasser erst dann festgestellt werden kann, wenn dieses die manchmal recht langen Leitungen bereits ausgefüllt hat. Die Erfindung will diese Nachteile ver meiden.
Bei der erfindungsgemässen Mehr kammerkläranlage mit Schlammentnahmevor- richtung weist letztere einen über dem ge meinsamen Schnittpunkt der verschiedenen Schlammkammern-Trennwände angeordneten Tauchschacht auf, in den absperrbare Schlammeneleerungsrohre aus den einzelnen Kammern eingeführt sind. Bei einem runden Klärbecken mit sektorföimigen, zu einem Kreis zusammengeschlossenen Kammern ist.
.der Tauchschacht der Schlamma.blassvorrieh- tung also nach der Mitte des Kreises ver legt, um einerseits die Rohrleitungslänge zwischen Schlammraum und Beobachtungs- punkt zu verkürzen, und um anderseits durch geringere Längen der Schlammsteigerohre geringere Baukosten zu haben und abfliessen den Schlamm aus sämtlichen Kammern an einer Stelle feststellen und beobachten zu können.
Eine solche Anordnung hat den weiteren Vorteil, dass man damit in der Mitte des Klär beckens eine Stelle hat, von der aus etwa an fallender Schwimmschlamm abfliessen kann.
Von dem Tauchschacht führt vorzugs weise eine Freigefällsleitung zu einem Schlammbehälter oder einem Schlammtrok- kenplatz. Der Ta.uehschacht ist zweckmässig gegen Eindringen des Wassers nach allen Kammern hin gut abgedichtet, so dass ein Ab fliessen des Wassers der Kläranlage bei ab gesperrten Sehlammentleerungsrohren nicht möglich ist. Um ein Aufsteigen des Tauch- schachtes zu verhindern, ist er zweckmässig mit Zwischenwänden und mit den Schlamm raumkammern-Trennwänden fest verankert.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand der Zeichnung, die ein Ausführungs beispiel darstellt, beschrieben.
Fig. 1 veranschaulicht einen senkrechten Schnitt längs Linie C-D der Fig. 2, Fig. 2 einen Querschnitt. längs Linie _A-B der Fig. 1.
Innerhalb des durch eine kreisförmige Umfassungswand umschlossenen Klärbeckens 1 einer Abwasserkläranlage sind durch 1wi- schenwä nde 22 vier sektorförmige Kammern gebildet. Die Kammern stehen untereinander durch schmale Schlitze 23 in Verbindung, die sich über einen wesentlichen Teil der Kam merhöhe erstrecken. Die Schlitze erden durch zwei einander gegenüberstehende Kan ten der jeweiligen Zwischenwand 22 und einer dazu versetzt angeordneten Mauerrippe 24 begrenzt.
Das Abwasser tritt bei 2 in das Klärbecken ein, durchfliesst dann nachein ander die Kammern 3, 4, 5 und 6 und ver lässt das Klärbecken bei 7. In der Mitte des Klärbeckens, über dem gemeinsamen Schnitt punkt der Trennwände 22 befindet sich der Tauchschacht 8, dessen Boden 9 unterhalb des Abwasserflüssigkeitsspiegels liegt. Vom untern Teil des Schachtes 8 aus führt eine Schlammabflussleitung 10 zu dem Schlamm- behälter oder einem Schlammtrockenplatz. Die Leitung 10 ist als Freigefällsleitung aus gebildet.
Jeder der vier Kammern ist ein Schlammentnahmerohr 12 zugeordnet, da-s über dem tiefsten Punkt der zugehörigen Kammer angeordnet ist und bis nahe zum Kammerboden herabreicht. Die Rohre 12 sind flüssigkeit.sdieht durch den Boden 9 des T < iuehschachtes 8 hindurchgeführt und die in ihnen eingebauten Ablasssehieber können mit Hilfe von dicht nebeneinanderliegenden Handgriffen 13 geöffnet oder geschlossen werden.
Bei geöffnetem Ablassschieber steigt der Schlamm in dem betreffenden Rohr 12 auf, ergiesst sieh in den Schacht 8 und fliesst von dort durch die Leitung 10 ab. Der Be dienungsmann kann nach Belieben Schlamm proben aus dem Schaehtemtnehmen, und zwar (getrennt für jede der vier Kammern. Die geraden, bis über den Wasserspiegel hinweggeführten Steigrohre 12 können bei etwaiger Verstopfung leicht mittels einer längeren Stange oder durch Druckluft gerei nigt werden.
Die beschriebene Anlage ist raumsparend, leistungsfähig und ermöglicht eine leicht he- dienbare, gut übenvachbare und zuverlässig arbeitende Schlammentnahme.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Mehrkammerkläranlage mit Schlamment- nahmevorrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlammentnahmevorrichtung einen über dem gemeinsamen Schnittpunkt der ver schiedenen Schlammraumkammern - Trenn wände angeordneten Tauchschacht aufweist, in den absperrbare Schlammentleerungsrohre aus den einzelnen Kammern eingeführt sind.UNTERANSPRÜCHE: 1. Mehrkammerkläranlage nach Patent- anspruch, gekennzeichnet durch ein Klär becken (1) mit durch Zwischenwände (22) gebildeten Kammern, die untereinander -durch schlitzförmige Öffnungen (23) in Verbindung 1s stehen. 2.Mehrkammerkläranlage nach Patent anspruch und Unteranspruch 1, dadurch ,ge kennzeichnet, Jass die schlitzförmigen Öff nungen je durch zwei einander gegenüber- 2o stehende ganten des Mauerwerkes des Klär beckens begrenzt sind.3. Mehrkammerkläranlage nach Patent anspruch und Unteranspruch 1, gekennzeich net .durch ein Lm Querschnitt kreisrundes 2s Klärbecken, dessen radial verlaufende Zwi schenwände sektorförmige Kammern begren zen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE230708X | 1941-12-23 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH230708A true CH230708A (de) | 1944-01-31 |
Family
ID=5871793
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH230708D CH230708A (de) | 1941-12-23 | 1942-11-19 | Mehrkammerkläranlage. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH230708A (de) |
-
1942
- 1942-11-19 CH CH230708D patent/CH230708A/de unknown
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