CH230846A - Klebstoff auf Grundlage von tierischem Leim. - Google Patents

Klebstoff auf Grundlage von tierischem Leim.

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CH230846A
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Ed Geistlich Soehne Industrie
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Geistlich Soehne Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09HPREPARATION OF GLUE OR GELATINE
    • C09H11/00Adhesives based on glue or gelatine

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Adhesives Or Adhesive Processes (AREA)

Description


      Klebstoff    auf     Grundlage    von tierischem Leim.    In der     sühweiz.    Patentschrift Nr. 172077  wurde bereits die Herstellung eines Kleb  stoffes auf     Grundlage    von     tierischem    Leim  beschrieben, dessen wichtigste Eigenschaft  darin     besteht,    unter dem Einfluss von     Druck     und     Hitze        :abzubinden,    wobei er :

  gleichzeitig  eine feuchtigkeitsbeständige     Verleimung    lie  fert, die den     Anforderungen        der    modernen       Fournierhodz-    und     Sperrplattenindustrie    voll  auf     Genüge    leistet.  



  In .dieser Patentschrift     ist    erstmals ein  aus     tierischem    Leim hergestellter Klebstoff  beschrieben, der die     Vorteils    der Kasein-,  Blutalbumin- oder     Kunstharzleime    besitzt,  ohne aber deren Nachteile     aufzuweisen.    Die  Lösung der Aufgabe, tierischen Leim für die       genannten    Zwecke brauchbar zu gestalten,  wird dort dadurch gelöst,

   dass mit     Harnstoff     oder     Thioharnstoff        bezw.        Carbamiden        kalt-          wasserlöslich        gemachte    Leime einen Zusatz  von Formaldehyd oder     Paraformaldehyd    er  halten, der es ermöglicht, die mit dem Kleb  stoff bestrichenen, zu verleimenden Flächen    beim     Erhitzen        unter        Druck    innig     miteinander     zu     vereinigen.     



  In der     schweiz.    Patentschrift Nr. 184885       wurde        dann,die        Feststellung        gemacht,        @da.ss        an          Stelle    der     Carbamide    auch     Naphthalinsulfo-          säuren    oder deren Salze zum     Kaltwasser-          löslichmachen        von    Leim in     Verbindung    mit  Formaldehyd oder     Paraformaldehyd    Verwen  dung finden     können,

      und zwar eignen sich  hierzu insbesondere die a-     und:        ss-Naphthalin-          sulfosäure    und deren wasserlösliche Salze.  



  Es wurde nun gefunden,     dass    man eben  falls Klebstoffe auf Grundlage von     tierischem     Leim erhalten kann, wenn man     in    der     Leim-          Formaldehydmisühung    die     verhältnismässig     teuren und oft schwer zu     beschaffenden          Naphthaliarsulfosäuren    durch     Cälciumchlorid     als     ka.ltwasserlöslichmachendes        Mittal    ersetzt.  Die so     erhaltenen        Mischungen,    z.

   B. aus     tie-          rischem    Leim,     Calciumchlorid    und Formalde  hyd oder     Paraformaldehyd        bestehend,    erge  ben, in Wasser aufgelöst, Klebstoffe, die in  der Kälte oder mässiger Wärme (40  C) auf           die-    zu verleimenden Flächen aufgetragen  werden können. Vorteilhaft enthält das Pro  dukt auch noch Füllstoffe, wie z. B. fein ge  mahlener und     geäehl'ämmter        Schwerspat.     



  Die mit .diesem Leim     bestrichenen    Flä  chen werden in     bekannter    Weise aufeinander  gelegt und in einer heizbaren Presse 10 bis  12 Minuten einer Temperatur von     85-100     C  ausgesetzt, worauf die fertig verleimten  Stücke, ohne die Presse vorher abkühlen     zt.     müssen, herausgenommen werden können.  



  Der bei der     Verleimung    anzuwendende  Druck beträgt etwa     '3'-8        lig    pro cm'. Die       Varteile,    die sich bei der Anwendung dieser  Klebstoffe ergeben, bestehen in erster Linie  darin, d ass die     Klebstoffmischung    nach     ihrer     Auflösung in Wasser bei Zimmertemperatur  oder mässiger Wärme (40 ) auf die zu ver  klebende Fläche aufgetragen, eine feuchtig  keitsbeständige     Verbindung    liefert, die     da,-          durch    ausgezeichnet, ist,

       da.ss    selbst bei     Press-          temperaturen    von 90  und mehr auch beim  Aufleimen dünnster     Edelfourniere,    wie z. B.  von Eiche und Nussbaum kein Leimdurch  gang durch die Poren des     Fourniers    und Ver  fliessen auf der     Oberseite    stattfindet.     CTegen-          über    den eingangs erwähnten Klebstoffen hat  der Klebstoff gemäss der Erfindung noch fol  gende Vorteile.

   Der Zusatz an     Caleium-          chlorid    kann niedriger gehalten werden als  derjenige an     Nahhtha,linsulfosäuren,    so dass  ,die Leimmenge in     der        3Ii.schung    grösser ist,  was sieh naturgemäss auf die     Klebeeigenseha.f-          ten    günstig auswirkt. Das     Calciumchlorid    ist    billig     und    in     unbeschränkten    Mengen erhält  lich.

   Im     aufgelösten    Zustand verbleibt ein       Leim        gemäss    der vorliegenden     Erfindung    län  ger flüssig als ein Leim mit     Naphtha.linsulfo-          säuren,    nämlich 12 Stunden.  



  Eine beispielsweise Zusammensetzung des       erfindungsgemässen        Leimes    ist folgende:  
EMI0002.0043     
  
    Knochenleim <SEP> 40,0 <SEP> kg
<tb>  Hautleim <SEP> 20,0 <SEP> "
<tb>  Kaolin <SEP> 25,0
<tb>  Caleiumehlorid
<tb>  <B>(80-85%ig)</B> <SEP> 17,0 <SEP> "
<tb>  Paraformaldehyd <SEP> 2,11 <SEP> "

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Klebstoff auf Grundlage von tierischem Leim, insbesondere für die Verwendung bei der Fournier- und Sperrholz-Verleimung, da durch gekennzeichnet, dass derselbe ausser dem Leimstoff und Formaldehyd oder einem Polymeren desselben als Mittel, welches die Kaltwasserlöslichkeit des tierischen Leimes ermöglicht, Caleiumclilorid enthält.
    UNTERANSPRüCHE: 1. Klebstoff nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass er eine wässrige Lösung darstellt. 2. Klebstoff nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass er Füllstoffe ent hält.
CH230846D 1941-04-17 1941-04-17 Klebstoff auf Grundlage von tierischem Leim. CH230846A (de)

Applications Claiming Priority (2)

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CH184885T 1941-04-17
CH230846T 1941-04-17

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ID=25721119

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