CH230942A - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von rohrförmigen Körpern. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von rohrförmigen Körpern.Info
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- B21C37/00—Manufacture of metal sheets, rods, wire, tubes, profiles or like semi-manufactured products, not otherwise provided for; Manufacture of tubes of special shape
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- B21C37/30—Finishing tubes, e.g. sizing, burnishing
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
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Description
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von rohrförmigen Körpern. Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von rohr- förmigen Körpern mit auf dem gesamten Umfang gleichmässiger Wandstärke, die bei spielsweise für die Fertigung von Zylinder büchsen, Lagern und dergleichen benötigt werden, bei denen nur geringste Abweichun gen in der Wandstärke zulässig sind.
Bisher war man in Rücksicht auf diese Anforderungen genötigt, zur Erzielung gleichmässiger Wandstärken auf Abmessun gen zu arbeiten, die eine Ausgleichung der Wandstärken über den gesamten Umfang durch Abnehmen des Überschusses gestatte ten. Diese Verfahren sind umständlich, zeit raubend und damit kostspielig. So hat man, da es zum Beispiel bei nahtlos gezogenen Bohren mit allen bekannten Hilfsmitteln nicht möglich war, eine exzentrische Ausbil dung, das heisst ungleichmässige Wandstärke über den Umfang zu vermeiden, den erforder - lichen, nicht unerheblichen Überschuss an Wandstärke durch spanabhebende Bearbei- tung und Feinstbearbeitung, wie Holmen, ausgeglichen.
Man erzielt hierdurch zwar Toleranzen bis zu 1/100 mm, es ergeben sich jedoch be trächtliche Materialverluste bei Anwendung dieser Arbeitsweise im Rahmen einer Massenfertigung.
Diese Nachteile werden gemäss der Er findung vermieden dadurch, dass ein rohr- förmiger Rohling in Drehung versetzt und zur Vergleichmässigung der Wandstärke zwi schen einer in seinem Innern angeordneten Walze, deren Achse parallel zur Rohrachse verläuft, und einem Gegenkörper Ahne Frik tion gewalzt wird.
Dadurch, dass der rohrförmige Rohling ohne Friktion rollend verformt wird, z. B. indem er frei zwischen einem in seinem Innern achsparallel angeordneten Vollzylin der geringeren, Durchmessers und einem auf seine Aussenfläche in der durch die Rohr und Innenwalzenachse liegenden Ebene an greifenden, relativ bewegten ebenen. oder ge- krümmten Widerlager abrollt, ist es möglich, rohrförmige Rohlinge, die z.
B. infolge exzentrischen Dornangriffes beim Ziehen zwar in einem gewissen Zylindersegment die gewünschte Wandstärke aufweisen, im übri gen diese Stärke übersteigen, ohne Material verlust gleichmässig zu machen.
Das Verfahren nach der Erfindung bietet z. B. unter anderem besondere Vorteile bei der Herstellung feiner Teile aus Edel metallen und dergleichen Legierungen, bei denen die Vermeidung von Spanabfällen und dergleichen besonders wichtig ist und, wie etwa in der Fertigung von Spinndüsen und ähnlichem, genaue Wandstärken bereits in den verschiedenen Zwischenbearbeitungs stufen verlangt werden, ferner für die Präzi sionsgeräte, Laufbüchsen und dergleichen aus den verschiedensten Werkstoffen. Selbst verständlich kann die auf Vergleichmässi gung gerichtete Verformung z. B. bei Be handlung thermoplastischer Massen auch durch Zufuhr von Heizmitteln, gegebenen falls durch Verwendung geheizter Walzen, unterstützt werden.
Die Rohlinge können auf dem üblichen Wege, wie Schweissen von rundgewalztem Blech, nahtloses Ziehen, Tiefziehen oder der gleichen, hergestellt werden. Ferner können sich an den Vergleichmässigungs-Arbeits- gang noch mehrere Zieharbeitsgänge an schliessen; am zweckmässigsten ist es, wenn vor dem letzten Ziehvorgang die Vergleich mässigung eingeschaltet wird.
Eine mögliche Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens, die sich für manche Anwendungsfälle als vorteilhaft er wiesen hat, besteht darin, einen Rohling zu Grunde zu legen, der aus einem Abschnitt eines handelsüblichen, nahtlos gezogenen Rohres gebildet wird, der bereits das Ge wicht des fertigen Stückes besitzt und mit einer von Fall zu Fäll zu bestimmenden Zu gabe versehen ist. Dieser Teil wird mittels eines Ziehdornes, vorteilhafterweise unter Vorschaltung einer Kugel, mehreren Zieh arbeitsgängen unterworfen, um auf den ge wünschten Durchmesser bezw. auf die Wand- stärke der herzustellenden Büehse zu kom men. Zwischen die einzelnen Ziehprozesse, aber jedenfalls vor den letzten, werden nun die Vergleiehmässigungs-Arbeitsgänge einge schaltet.
Zwischen den einzelnen Arbeits gängen kann die durch das Vergleichmässigen oder Ziehen entstandene Härte durch Norma lisieren in an sich bekannter Weise beseitigt werden.
Auf der Zeichnung sind Ansfiührungs- beispiele der erfindung gemässen Vorrichtung dargestellt, und zwar zeigen: Abb. 1 und 2 zwei Ansichten einer Vor richtung mit Hohlwalzen, Abb. 3 und 4 zwei Ansichten einer Vor richtung mit Vollwalzen, Abb. 5 eine Ansicht einer Vorrichtung mit hin und her beweglichem Tisch.
Der Maschinenrabmen 1 trägt an jeder Seite ein Querjoch, welches Führungsmuttern für die Einstellspindeln 2 besitzt. Am un tern Ende einer Spindel 2 ist ein Druck stück 3 angeordnet, welches mit dem Lager 4 für die innere Walze 6 zusammen wirkt und zweckmä ssig als Tonnenlager ausgebildet ist. In dem Lager 4 ruht der Lagerzapfen 5 der Walze 6-. Zum genauen Einstellen der Spin deln 2 und damit der Walze 6 ist in der Mitte des Maschinenrahmens l auf dem Längsjoch das Ritzel 7i angeordnet, das mit den Antriebsrädern 8 und 8' der Spindeln 2 zusammenarbeitet.
Die Verzahnung des Ritzels 7 hat in achsialer Richtung eine grössere Ausdeh nung als die der Antriebsräder 8 und 8' zur Berücksichtigung des Spindelhubes.
Zur Ausführung des Vergleichmässi- bunbsvellfalirens wird das zu bearbeitende \V#Terkstück :3 über die Walze 6 geschoben und diese beiden Teile in die Hohlwalze 10 eingebracht, und das Ganze in Drehung ver setzt. Der Antrieb erfolgt: mit Hilfe der Hohlwalze 10, die mit. einem äussern Zahn kranz 11 versehen ist, der finit einem Getriebe 1.2 zusammenwirkt.
Die Hohlwalze 10 ist auf sich frei drehen den Rollen 13 und 14 abgestützt, die in den Lagern 15 und 16 des Rahmens 1 ruhen. Zur Erzielung einer gleichbleibenden Wandstärke des Werkstückes 9 wird das gewünschte Mass, das heisst der entsprechende Abstand 17 zwischen der Aussenseite der Walze 6 und der Innenseite der Hohlwalze 10, durch Ver drehen der Spindeln 2 mittels des Ritzels 7, gegebenenfalls durch schrittweise Näherung, eingestellt.
Nach einer Anzahl von Umdrehungen, die sich im wesentlichen nach der Länge und Stärke des Stückes und dem Werkstoff der Büchse richtet und bei Stahlbüchsen zwi schen 25 und 150 Umdrehungen liegt, wird bereits eine Vergleichmässigung erzielt, die nur mit einer solchen verglichen werden kann, wie sie bisher mit den besten Feinst- bearbeitungsverfahren erzielt werden konnte.
Durch die Pressung hervorgerufene Ge fügeveränderungen und dergleichen, z. B. eine Härtung, werden in üblicher Weise durch Zwischenglühen (Normalisierung) wie der beseitigt. Sofern eine Vergleiehmässigung im Rahmen eines andern Bearbeitungsverfah rens erforderlich ist, kann jede bekannte Be- a r beitung angeschlossen werden, z. B. kann die Büchse anschliessend vermittels Ziehring und Ziehdorn gezogen werden und an schliessend eine erneute Behandlung wie be schrieben erfolgen usf.
Eine solche Wiederholung kann z. B. in Rücksicht auf den Werkstoff, die Vermei dung von Spannungen und dergleichen er forderlich sein.
Nach Abb. 3 und 4 ist an Stelle der Hohlwalze 10 gemäss Abb. 1 eine auf der Aussendruckfläche angreifende Vollwalze 18 gesetzt, die sich zwischen den gleichen Walzen 19 führt, vom denen eine an einem Innenlagerzapfen angetrieben wird. Durch die Verwendung einer Vollwalze 18 ist die äussere Druckfläche auf ein Mindestmass ver ringert, wodurch entsprechend der aufzuwen dende Druck geringer, das heisst also die auf zuwendende Druckkraft herabgesetzt wird.
Diese Anordnung eignet sich daher bevor zugt für die Bearbeitung von Büchsen, Rin gen und dergleichen aus Werkstoffen hoher Festigkeit, die also verhältnismässig hohe Drücke verlangen, während die erstbeschrie bene Anordnung im wesentlichen für wei chere Werkstoffe in Frage kommt, zumal eine feinstufigere Regelung des Drückens möglich ist.
Die Anordnung nach Abb. 5 zeigt eine ganz besonders vorteilhafte Ausbildung der Anordnung mittels eines Gegendruckkörpers in Form einer gehärteten @Platte 20, die in an sich bekannter Weise im Hin- und Her gang arbeitet. Die Grösse der hierdurch ge botenen Gegendruckfläche auf dem Aussen mantel des Bearbeitungsstückes liegt hierbei zwischen der der beiden vorstehenden Aus führungsformen, so dass sie sich sowohl für Bearbeitung weicher wie harter Werkstoffe in gleicher Weise verwenden lässt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Herstellung von rohr- förmigen Körpern, dadurch gekennzeichnet, dass ein rohrförmiger Rohling in Drehung versetzt wird und zur Vergleichmässigung der Wandstärke zwischen einer in seinem Innern angeordneten Walze, deren Achse parallel zur Rohrachse verläuft, und einem Gegenkörper ohne Friktion gewälzt wird. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das Werkstück ausser dem Vergleichmässigungs-Arbeitsgang noch Zieh-Arbeitsgängen unterworfen wird. 2.Verfahren nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass sich dem Ver- gleichmässigungs-Arbeitsgang mehrere Zieh- Arbeitsgänge anschliessen. 3-. Verfahren nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass der Vergleich- mässigungs-Arbeitsgang vor dem letzten Zieh-Arbeitsgang eingeschaltet wird. 4.Verfahren nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass das Werkstück abwechselnd einem Zieh- und einem Ver- gleichmässigungs - Arbeitsgang unterworfen und das Verfahren mit einem Zieh-Arbeits- gang abgeschlossen wird. 5. Verfahren nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass zwischen den ein zelnen Arbeitsgängen Normalisierungsvor gänge eingeschaltet werden. 6. Verfahren nach Unteranspruch i, da durch gekennzeichnet, dass der rohrförmige Rohling mittels Schweissen von rundgewalz tem Blech herbestellt wird. 7. Verfahren nach Unteranspruch 5, da durch gekennzeichnet, dass der rohrförmige Rohling durch nahtloses Ziehen hergestellt wird. 8.Verfahren nach Unteranspruch 5, da durch gekennzeichnet, dass der rohrförmige Rohling durch Tiefziehen hergestellt wird. PATENTANSPRUCH II: Vorrichtung zur Ausführung des Verfah rens nach dem Patentanspruch I, gekenn zeichnet durch eine innere, das rohrförmige Werkstück tragende Walze, die mit der Druckfläche eines mit einer Antriebsvorrich tung gekuppelten Druckkörpers zusammen wirkt. UN TERANSPRÜCHE 9. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckkör per aus einer Hohlwalze besteht, deren In nenseite mit der das Werkstück tragenden Walze bezw. mit der Aussenseite des Werk- stückes zusammenwirkt und die Hohlwalze mit Aussenverzahnungen versehen und auf Gleitrollen gelagert ist. 10.Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckkör per aus einer Vollwalze besteht, deren Aussenseite mit der das Werkstück tragen den Walze bezw. mit der Aussenseite des Werkstückes zusammenwirkt und die Voll walze auf angetriebenen Gleitrollen gelagert ist. 11. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckör- per aus einem lein und leer bewegten Tisch besteht, dessen Druckfläche finit der das Werkstück tragenden Walze bezw. mit der Aussenseite des Werkstückes zusammenwirkt und der auf Gleitrollen gelagert ist. 12. Vorrichtung nach Patentanspruch II.dadurch gekennzeichnet, dass die innere, das Werkstück tragende Walze in achsensenk rechter Richtung einstellbar angeordnet ist. 13. Vorrichtung nach Patentanspruch II zur Ausführung des Verfahrens nach U nter- anspruch 4, daclurcli gekennzeichnet, dass bei der Ziclivoi-riclitiing dem Ziehdorn eine Kugel vorgeschaltet ist.
Applications Claiming Priority (2)
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| CH230942D CH230942A (de) | 1941-10-06 | 1942-09-03 | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von rohrförmigen Körpern. |
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
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