CH231333A - Verfahren zum Betrieb einer Energieübertragungsanlage mit hochgespanntem Gleichstrom in der Fernleitung. - Google Patents
Verfahren zum Betrieb einer Energieübertragungsanlage mit hochgespanntem Gleichstrom in der Fernleitung.Info
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- H—ELECTRICITY
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- H02H7/26—Sectionalised protection of cable or line systems, e.g. for disconnecting a section on which a short-circuit, earth fault, or arc discharge has occured
- H02H7/266—Sectionalised protection of cable or line systems, e.g. for disconnecting a section on which a short-circuit, earth fault, or arc discharge has occured involving switching on a spare supply
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Description
Verfahren zum Betrieb einer Energieübertragnngsanlage mit hochgespanntem Gleichstrom in der Fernleitung. Bei der Energieübertragung mit hochge spanntem Gleichstrom hat sich die folgende Anordnung als vorteilhaft herausgestellt: Man benutzt für die Fernleitung zwei Aussenleiter entgegengesetzter Polarität und erdet die elektrischen Mitten der Umformerstationen. In diesem Falle ergeben sich besonders gün stige Isolationsverhältnisse der gesamten Über tragungsanlage. Die Aussenleiter können dabei j e nach den vorliegenden Verhältnissen als Frei leitungen oder als Kabel ausgeführt werden.
Normalerweise führen bei dieser Anord nung nur die beiden Aussenleiter Gleichstrom. Bei einer Betriebsstörung, die den Ausfall einer Hälfte der Anlage zur Folge hat, kann die andere Hälfte im Betrieb bleiben; der Strom fliesst dann über den Aussenleiter der gesunden Anlagehälfte und zurück über die Erde. Auf diese Weise wird allein durch die Unterteilung der gesamten Anlage in zwei Hälften eine 50 o/oige Reserve erzielt. Dieser Betrieb unter Ausnutzung der Erde als Rück leiter bei Ausfall einer Anlagehälfte ist unter Umständen für andere Einrichtungen, wie z.
B. benachbarte Postleitungen, magnetische Institute oder dergleichen nachteilig und gibt zu Störungen dieser Einrichtungen Anlass. Ausser dem bereitet die Aufrechterhaltung einer guten Erdverbindung bei länger dauerndem Strom fluss über die Erdungsstelle vielfach Schwierig keiten.
' Die Erfindung beseitigt diese Nachteile und gestattet bei Ausfall einer Stationshälfte die Energieübertragung mit der andern Hälfte aufrechtzuerhalten. Sie betrifft ein Verfahren zum Betrieb einer Energieübertragungsanlage mit hochgespanntem Gleichstrom in der Fern leitung, bei der zwei Aussenleiter entgegen gesetzter Polarität verwendet werden und die elektrischen Mitten der Stationen betriebs- mässig geerdet sind.
Nach der Erfindung wird bei Ausfall einer Anlagehälfte dureh eine nicht auf der Fernleitung liegende Störung die nicht gestörte Anlagehälfte weiter be trieben unter Verwendung der Fernleitung der gestörten Anlagehälfte als Rückleitung.
Die Figur zeigt beispielsweise eine An lage zur Ausführung des Verfahrens nach der Erfindung. Die Drehstromnetze 1 und l' sind über die Stromrichterstationen '2 und ?' sowie über die Gleichstromhochspannungs- kabel 3 und 4 miteinander verbunden. Die elektrischen Mitten der Stromrichterstationen sind über die Schalter 5 (bezw. 5') geerdet.
Ausserdem sind in jeder Station zwei Erdungs- schalter 6 vorgesehen, um die Kabel span nungslos machen zu können. ',Hit 7 sind ferner in jeder Station Umschalter zum Wechseln der Energierichtung bezeichnet. Normaler weise sind die Schalter- 5 in beiden Stationen geschlossen; die Schalter 6 sind dagegen geöffnet. Von den Schaltern 7 sind die zur jeweiligen Energierichtung gehörenden Schal ter geschlossen.
Bei Ausfall einer Statlonsh.2i.lfte kann die andere llä.lfte über die Erde als Rückleitung weiterarbeiten. LTm die damit zusammenliäir- genden Störungsmöglichkeiten zu beseitigen, wird nun gemäss der Erfindung das Kabel der ausgefallenen Anlagehälfte an beiden Seiten durch SChllessen der entsprechenden Schalter 6 an die elektrischen Mitten der Stationen gelegt. Gleichzeitig wird mindestens in einer Station der Erdungsschalter 5 ge öffnet, so dass jetzt der ganze Rückstrom über das umgeschaltete Kabel fliessen muss.
Die Wiederinbetriebnahme der gestörten Stationshälfte erfolgt ebenfalls in sehr ein facher Weise. Zu diesem Zweck wird zu nächst der Schalter 5 in beiden Stationen geschlossen und das bisher geerdete Kabel durch Öffnen der betreffenden Schalter 6 von der Erde abgeschaltet. Die entsprechenden Schalter 7 werden eingelegt und das Kabel von neuem hochgefahren.
Das Wiederhochfahren des Kabels kann in verschiedener Weise erfolgen. Entweder geschieht es bei Laststrom Null; darin führt bis zur Inbetriebnahme des bisher geerdetem l#aliel- stranges die Erde den gesamten Rückstrom. Soll auch dies vermieden werden, so wird inan zweckmässig durch das bisher geerdete Kabel vom Moment seiner Wiedereinschal tung an denselben Strom schicken, wie durch das andere, damit die Erdrückleitung sofort wieder entlastet wird.
Dieser Betriebszustand 1ä sst sich mit Hilfe der Gittersteuerung der betreffenden Anlagehälfte ohne weiteres her stellen. Das Kabel führt dann bereits bei Spannung Null gegen Erde denselben Strom wie das andere Kabel und die Spannung des bisher geerdeten Kabels wird bei gleich bleibendem Strom mehr und mehr erhöht. Zu diesem Zweck müssen die Grittersteue- rungen der bisher gest;irten Anlagehälfte in beiden Stationen eritsprecliend verändert wer den.
Bei der Spaiinuiig Null sind zirnäclrst sowohl die Gleichrichter als auch die Wechsel richter auf angenä.heit 90<B>'</B> ausgesteuert. Zur Erhöhung der (z'leiclipannurig werden beide Drehregler mehr und mehr gegen ihre End- stellung gebnicht, wobei die relative Ver- schiebung der beiden Drehregler immer so gehalten wird,
dass der gewünschte Strom irr dem Kabel erhalten bleibt. Das gleiche Ver fahren kann auch zum Hochfahren der ge samtem Anlage verwendet -erden.
Es ist nicht notwendig, dass beim Hoch fahren des bisher geerdeten Kabels der Strom von Anfang an genau den gleichen _\j'ert hat wie im andern Kabel. Die Erde wird in vielen Fällen auch schon dann geriiigend entlastet, wenn die StrUnle in beiden Kabeln eine be stimmte zulässige Verschiedenheit aufweisen. Dies hat vor allem bei niedrigen Werten der (Tleichspannung des bisher gestörten Kabels den Vorteil. dass die Drehstromnetze nicht unnötig stark indul@tiv belastet werden.
Wo es zulässig ist, dass die Erde für kurze Zeit den vollen Betriebsstrom führt, kann man das bisher geerdete Kabel von der Gleichrichterstation aus allmählich unter Spannung setzen und es erst nach Erreichen des gewünschten Spannungs-Sollwertes den Betriebsstrom übernehmen lassen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Betrieb einer Energieüber- tragungsanlage mit hochgespanntem Gleich strom in der Fernleitung, bei der zwei Aussen leiter entgegengesetzter Polarität verwendet werden und die elektrischen Mitten der Sta tionen betriebsmässig geerdet sind, dadurch gekennzeichnet, dass bei Ausfall einer An lagehälfte durch eine nicht auf der Fern leitung liegende Störung die nicht gestörte Anlagehälfte Weiterbetrieben wird unter Ver wendung der Fernleitung der gestörten An lagehälfte als Rückleitung. UNTERANSPRüCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die bei einer Stö rung als Rückleitung dienende Fernleitung einseitig geerdet wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zur Wiederinbe triebnahme der gestörten Anlagehälfte zu nächst in der bisher abgeschalteten Anlage hälfte bei der Gleichspannung Null annähernd derBetriebsstromeingestellt wird, und dass dann eine allmähliche Spannungserhöhung in der in Betrieb zu nehmenden Anlagehälfte erfolgt.
Applications Claiming Priority (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE231333X | 1942-02-02 | ||
| DE890318X | 1942-02-02 | ||
| DEA7176D DE934781C (de) | 1942-02-02 | 1942-02-03 | Anordnung zur Energieuebertragung mit hochgespanntem Gleichstrom |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH231333A true CH231333A (de) | 1944-03-15 |
Family
ID=61898967
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH231333D CH231333A (de) | 1942-02-02 | 1943-01-14 | Verfahren zum Betrieb einer Energieübertragungsanlage mit hochgespanntem Gleichstrom in der Fernleitung. |
Country Status (3)
| Country | Link |
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| FR (1) | FR890318A (de) |
Families Citing this family (4)
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| DE1265791B (de) * | 1962-03-30 | 1968-04-11 | Siemens Ag | Gleichstrom-Fernversorgung fuer Zwischenverstaerker |
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-
1943
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- 1943-01-22 FR FR890318D patent/FR890318A/fr not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| DE934781C (de) | 1955-11-03 |
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