CH231448A - Verfahren zur Ausführung von Stollenbauten. - Google Patents

Verfahren zur Ausführung von Stollenbauten.

Info

Publication number
CH231448A
CH231448A CH231448DA CH231448A CH 231448 A CH231448 A CH 231448A CH 231448D A CH231448D A CH 231448DA CH 231448 A CH231448 A CH 231448A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
stones
mountains
shaped
rings
tunnel
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Ag Gebr Caprez Erben
Original Assignee
Caprez Erben Ag Geb
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Caprez Erben Ag Geb filed Critical Caprez Erben Ag Geb
Publication of CH231448A publication Critical patent/CH231448A/de

Links

Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21DSHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
    • E21D9/00Tunnels or galleries, with or without linings; Methods or apparatus for making thereof; Layout of tunnels or galleries
    • E21D9/04Driving tunnels or galleries through loose materials; Apparatus therefor not otherwise provided for

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Lining And Supports For Tunnels (AREA)

Description


  Verfahren zur Ausführung von Stollenbauten.    Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur  Ausführung von Stollenbauten, - unter  Stollenbauten werden auch Tunnelbauten ver  standen - vorzugsweise in gebrächem und  druckhaftem Gebirge, namentlich     Freilei-          tungs-    und Druckwasserstollen durch Berg  sturzgebiete, Moräne und dergleichen, die       wegen        Einsturzgefahr        und        Druckwirkung     bisher eine Holzzimmerung erforderten.  



  Die Vortriebsarbeiten gehen in solchem  Gebirge sehr langsam vorwärts und die Ko  sten werden entsprechend hoch. Die Über  profile werden gross und der Holzverbrauch  ist bedeutend. Meistens geht kostbare Zeit  verloren und der Ausnützungsfaktor des  Personals und der Bauinstallationen ist ein  ungenügender.  



  Das Verfahren, auf welches sich die Er  findung bezieht, ist dadurch gekennzeichnet,  dass, unter Vermeidung einer Holzzimmerung  zur Sicherung gegen Einbruch des Gebirges,  während des Vortriebes mittels eines als  Lehre dienenden Ringes unmittelbar eine  Verkleidung der freigemachten Stollenwände    mit vorbereiteten, in der Form dem Stollen  profil angepassten     Formsteinen        erfolgt,    die  mit Nut und Kamm ineinanderpassen.  



  Auf der Zeichnung ist ein Ausführungs  beispiel des erfindungsgemässen Verfahrens  veranschaulicht.  



  Fig. 1 zeigt das Vortriebsende eines im  Bau begriffenen Stollens mit Verkleidung,  Fig. 2 die Stirnansicht einer solchen Ver  kleidung mit Lehrring und Einbauhölzern.  Fig. 3 und 4 zeigen in Längs- und Quer  schnitt das     Vortriebsende        des    Stollens oder  Tunnels in kleinerem Massstab.  



       Fig.    5 stellt eine Ansicht eines einzelnen       Formsteines-    dar.  



       Fig.    6 bis 8 zeigen Einzelheiten.  



  Das Bauverfahren verläuft beispielsweise  etwa     folgendermassen:     Mit     fortschreitendem        Stollenvortrieb    wird  laufend     mit    der Freilegung     des    jeweils     be-          nötigten.    Raumes, um jedes Nachdrängen von  Gebirgsmasse sofort zu verhindern, ohne vor  herige     Zimmerung    gleich     eine    aus vorberei  teten     Formsteinen        a    bestehende Auskleidung      b eingebaut. Diese Formsteine a, die z.

   B. aus  Beton oder Kalksandstein bestehen, greifen  in der Umfangsrichtung der Auskleidung  mittels Kamm 1 und Nut 2, in der Längs  richtung des Stollens mittels Kamm     S    und  Nut 4 ineinander, wobei in der U     mfangsrich-          tung        aufeinanderfolgende    Steine in der  Längsrichtung des Stollens gegeneinander  um die halbe Steinlänge versetzt sind. Die  Kämme und Nuten können statt eckigen, wie  auf der Zeichnung dargestellt, halbkreisför  migen Querschnitt erhalten und auf der     glei-          ehen    Stirnseite in Mehrzahl vorgesehen sein.

    Jeder neu gebildete Kranz oder Ring aus  solchen Steinen wird, wie aus Fig. 1 ersicht  lich, mit Hilfe des Lehr- und Montageringes  c versetzt, gesichert und mit einer Hinterfül  lung d (Fix. 4) versehen, je nach der Art des  Gebirges trocken oder mittels Mörtelmauer  werk oder Beton hintermauert. Ganz gebräche  Stellen im Gebirge können an der Stollen  verkleidung b fixiert und später, durch An  bohrung, mit Zement injiziert werden.     Trok-          kene    Auskeilung dürfte jedoch in vielen  Fällen genügen.  



  Der Schutz der     Stirnseite    der letztver  mauerten     Steine    kann an der Sohle mittels  Feinschutt, am obern Teil des Stollenquer  schnittes, wie durch Fig. 6 angedeutet, durch  segmentförmige Blechkappen s bewirkt wer  den, die durch in die Hinterfüllung d getrie  bene Bolzen t festgehalten werden.  



  Im Tempo des Vortriebes und der Aas  mauerung werden druckfeste, z. B. aus     U-          Eisen    bestehende Ringe, genau dem innern  Stollen- oder Tunnelprofil entsprechend, lau  fendeingebaut, wieder gelöst, nach vorn ver  schoben und wieder eingebaut, um zugleich  als Lehrbogen für das Einsetzen der     Steine     und als Druckbogen zur Aufnahme des     Ge-          birgsdruckes    zu dienen.  



  Der Lehr-     und    Montagering     c        besteht    aus  zwei hinsichtlich der Form dem Stollenprofil  angepassten, meistens also halbkreisförmig ge  bogenen U-Eisen e1, e2, die unten durch ein  Gelenk f (Fix. 2 und 7) miteinander verbun  den sind, während oben der Kreis durch einen  zwischen die Enden der beiden Eisen einge-    führten, mittels eines nicht gezeichneten Stif  tes gesicherten Keil g (Fig. 8) geschlossen  wird. Dieses Schliessen kann aber auch auf  andere Weise geschehen.  



  Auf der Innenseite der U-Eisen e1, e2 sind  in geeigneten Abständen Winkeleisen i und  gegebenenfalls (nicht gezeichnete) Eisenplat  ten angebracht als Widerlager für etwa     not-          wendig    werdende hölzerne Druckstempel k  und k'. An die Lehrbogen, c angeschweisste  Griffe n erleichtern ihre Handhabung.  



  Die Stärke der     Formsteine    richtet sieh  nach dem Gebirgsdruck der im Stollen, z. B.  auf Grund geologischen Gutachtens, etwa zu  erwarten ist und die Form der Steine nach  dem Stollenprofil, das zur Anwendung ge  langen soll (womöglich rund). Die Grösse der  Steine soll so gewählt werden, dass stets nur  ein kleiner Raum zum Versetzen der Steine  frei gemacht werden muss, weil dies die Ge  fahr des Nachbruches verringert. Der Stein  soll sodann nicht schwerer ausgeführt wer  den, als dass er von 1 bis 2 Mann gut gehoben  und versetzt werden kann. Für Stollen von  1,8 bis 2,5 m Durchmesser wird im allge  meinen eine Steinstärke von 1,5 bis 25 cm  dienen.     Gegebenenfalls    können die Form  steine in mehreren konzentrischen Ringen  eingebaut     werden.     



  Um jedes     ungleichmässige    Nachgeben von       Mörtelfugen    zu vermeiden, werden die       F'ormisteine    so ausgebildet, dass -sie     aufein-           <         -iiid        erpassen.        -,venn        die        StossAigen        lediglich        L,     mit einem dichtenden Anstrich (wie z. B.

    Zement,     Sikasehlamm,        Asphaltlösung,    Emul  sion) oder einem     geeigneten    dichtenden Mit  tel versehen     werden.     



  Die gegen den     Stollenraum    sichtbaren  Fugen der durch die Formsteine gebildeten       Verkleidun        können    durch leichte     Abschrä-          bung        V    (Fix. 5)     gegebenenfalls    eine     Erwei-          terung    erfahren.

   um die Fugendichtung auf  zunehmen, sofern nicht ein wasserdichter  Verputz aus Mörtel mit     wasserabweisender     Seifenlösung oder mit     Bitumenbeimisehung     aufgetragen     werden    soll,     oder    ein innerer  armierter     Betonring    für höheren Wasser  druck, betoniert oder     gunitiert,    zur Ausfüh-      rung gelangt. Soll ein solcher Betonring an  gebracht werden, so wird die Auftragseite  der Steine der besseren Haftung des Betons  wegen zweckmässigerweise gerauht oder ge  rillt.  



  Die Formsteine selbst sollen von derart  guter Qualität sein, dass sie kein Wasser  durchlassen. Die dem Gebirge zugekehrte  Fläche der Steine kann     übrigens    schon auf  dem Lagerplatz mit einem geeigneten, auch  gegen     aggressive    Wasser, wie kohlensäurehal  tige oder gipsführende Wasser, schützenden  Anstrich aus Asphalt, Kunstharzlösung oder  Emulsion versehen werden.  



  Das beschriebene Verfahren zur Verklei  dung mit     Formsteinen    lässt sich natürlich  auch bei Stollenbauten in standfestem Ge  birge anwenden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Ausführung von Stollen bauten, vorzugsweise in gebrächem und druckhaftem Gebirge, dadurch gekennzeich net, dass, unter Vermeidung einer Holzzimme rung zur Sicherung gegen Einbruch des Ge birges, während des Vortriebes mittels eines als Lehre dienenden Ringes unmittelbar eine Verkleidung der freigemachten Stollenwände mit vorbereiteten, in der Form dem Stollen profil angepassten Formsteinen erfolgt, die mit Nut und Kamm ineinanderpassen. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Formsteine so ausgebildet sind, dass sie aufeinanderpassen, wenn die Stossfugen lediglich mit einem dich tenden Anstrich versehen werden. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Stossfugen nach innen durch eine leichte Abschrägung erweitert werden und mit einer Dichtungs masse ausgefüllt werden. 3. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass innerhalb der Ver kleidung ein armierter Betonring ausgeführt wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die dem Gebirge zugekehrte Fläche der Formsteine einen Schutzanstrich gegen agressive Wasser er hält. 5. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Formsteine sowohl in der Umfangsrichtung als auch in der Längsrichtung des Stollens mit Kamm und Nut ineinandergreifen und dass in der Umfangsrichtung aufeinanderfolgende Steine in der Längsrichtung gegeneinander versetzt ,sind. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als Formsteine Betonsteine verwendet werden. 7. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als Formsteine Kalksandsteine verwendet werden. B.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass im Tempo des Vortriebes und der Ausmauerungdruckfeste Ringe, genau dem innern Stollenprofil ent sprechend, laufend eingebaut, wieder gelöst, nach vorn verschoben und wieder eingebaut werden, um zugleich als Lehrbögen für das Einsetzen der Steine und als Druckbögen zur Aufnahme des Gebirgedruckes zu dienen. 9.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch .gekennzeichnet, :dass@ die Ringe als Stützgerüst für den Einbau hölzerner Druck stempel gegen die Stollenbrust verwendet werden. 10. . Verfahren nach Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass Ringe verwen det werden, die je aus zwei halbkreisförmi- gen U-Eisen bestehen, die am einen Ende durch ein. Gelenk miteinander verbunden sind, während zwischen ihre andern Enden ein Keil eingetrieben wird,
    und dass an der Innenseite dieser U-Eisen Winkeleisen und Stützplatten als Widerlager für hölzerne Druckstempel befestigt sind. 11. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass Formsteine in mehreren konzentrischen Ringen. einbebaut werden.
CH231448D 1943-02-11 1942-12-30 Verfahren zur Ausführung von Stollenbauten. CH231448A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH231448T 1943-02-11

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH231448A true CH231448A (de) 1944-03-31

Family

ID=4457119

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH231448D CH231448A (de) 1943-02-11 1942-12-30 Verfahren zur Ausführung von Stollenbauten.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH231448A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1221663B (de) * 1963-07-01 1966-07-28 Wayss & Freytag Ag Tuebbingauskleidung fuer Tunnel oder Stollen

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1221663B (de) * 1963-07-01 1966-07-28 Wayss & Freytag Ag Tuebbingauskleidung fuer Tunnel oder Stollen

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0413693B1 (de) Stahlbetonausbau für verkehrstunnel
DE2932430C2 (de) Verfahren zum Einbringen eines Tunnelausbaus aus Beton
DE2700594B2 (de) Verbau für eine Baugrubenwand
CH231448A (de) Verfahren zur Ausführung von Stollenbauten.
DE2240935C3 (de) Verfahren zur Herstellung einer gegen Auftrieb gesicherten Unterwasserbetonsohle und Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens
DE2604533C3 (de) Auflagerkonstruktion für ein auf einem Mauerwerk mit gegebenenfalls bewehrter Abglättschicht gleitend gelagertes Stahlbeton-Bauteil, wie Massivdachplatte o.dgl., von Gebäuden
DE3236569C2 (de) Schalungs- und Bewehrungselement für den Ortbetonausbau im Berg- und Tunnelbau
DE2320366A1 (de) Verfahren zur sicherung des ausbruchs und begrenzung von gebirgsdeformationen bei der bergmaennischen herstellung von roehrenfoermigen hohlraeumen
DE921439C (de) Verfahren zur Herstellung einer Auskleidung von Druckstollen, Druckschaechten od. dgl.
DE945151C (de) Tunnelauskleidung
DE2408038C3 (de) Verfahren zur Verminderung von Bodensetzungen beim Ausbau mehrteiliger unterirdischer Hohlräume
DE2159486C3 (de) Verfahren und Vorrichtungen zur Herstellung von unterirdischen Bauwerken im hydraulischen Preßvortrieb
DE2443276A1 (de) Ausbildung von tunnelauskleidungen und verfahren bei deren einbau im zuge der herstellung von unterirdischen hohlraeumen
DE2102391A1 (de) Gebirgsankerung
DE2657201C2 (de) Verfahren zum Einbringen einer Betonauskleidung beim Vortrieb von Tunneln, Stollen u.dgl., insbesondere beim Messerschildvortrieb, sowie Hilfsmittel zur Durchführung des Verfahrens
DE2105432C3 (de) Verfahren zur Herstellung eines in Längsrichtung vorgespannten Verbundpfahles
DE3033487C2 (de) Einschaliger Streckenausbau für den Berg- und Tunnelbau
AT275589B (de) Verfahren zum Vortrieb von Hohlräumen, insbesondere von Stollen, Tunnels, Schächten od.dgl. in schlechtem Gebirge
DE1160373B (de) Verfahren zum Befoerdern und Verlegen von langen Baukoerpern, wie Unterwassertunneln,Duekern und aehnlichen Rohrleitungen
AT165573B (de) Verfahren zum Ausbau von unterirdischen Hohlräumen, insbesondere von Tunneln
DE464250C (de) Verfahren zum Auskleiden von Druckstollen, Brunnen und aehnlichen, unter innerem Druck stehenden Bauwerken im festen Gebirge mit Beton
DE1178454B (de) Auskleidung fuer einen Tunnel, Stollen od. dgl.
DE841342C (de) Hohlziegelstein fuer Deckenbalken
DE919135C (de) Verfahren zur Herstellung von Decken aus zylindrischen oder prismatischen Schalen und bewehrten Ortbetonrippen
AT312663B (de) Einrichtung zum Ausbau von Tunneln und Stollen