CH231571A - Hochspannungsisolator, insbesondere für Gleichspannungsanlagen. - Google Patents
Hochspannungsisolator, insbesondere für Gleichspannungsanlagen.Info
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Description
Hochspannungsisolator, insbesondere für Gleichspannungsanlagen. Bei den bekannten, in Hochspannungsan lagen verwendeten Isolatoren pflegt man den Leitwert an der Oberfläche des Isolatorkör- pers so gering wie möglich zu halten. Stel lenweise auf die Isolatoroberfläche gelan gende freie Ladungen, die beispielsweise durch Glimm- oder Büschelentladungen an Leitern des Stromkreises hervorgerufen wer den, können sich deshalb nicht ausgleichen und rufen störende Verzerrungen des elek trischen Feldes des Isolators hervor, die seine Überschlagsspannung mindern.
Die durch freie Ladungen auf der Oberfläche eines Iso- lators hervorgerufenen Feldverzerrungen sind ganz besonders störend, wenn der Isolator in einer Gleichspannungsanlage verwendet wird, da hier nur der Ohmsche Widerstand des Isolierstoffes die Steuerung des elektrischen Feldes des Isolators bewirkt, während bei Wechselspannung dis Feldverteilung haupt sächlich kapazitiv gesteuert wird.
Erfindungsgemäss ist der Hochspannungs isolator herstellungsmässig an seiner Ober fläche mit einer leitende Bestandteile enthal tenden Widerstandsschicht versehen. Deren Leitfähigkeit soll so gering sein, dass der durch sie verursachte Energieverlust in trag baren Grenzen bleibt und keine Beeinträchti gung der Überschlagsspannung durch eine übermässig starke Erhitzung des Isolators infolge des ständig darüber fliessenden Stro mes eintritt.
Beispielsweise soll bei einem für 110 kV Betriebsspannung bestimmten keramischen Stützisolator für Innenräume mit einer Oberfläche von 0,36 m2 der stän dige Leistungsverlust etwa 50 Watt betragen. Die Wärmeabgabe je 1 m2 bei 1 C Erwär mung ist hierbei mit 14 Watt angesetzt. Eine vorteilhafte Wirkung der Erfindung besteht darin, dass auf die Isolatoroberfläche gelangte Fremdladungen ohne weiteres abfliessen kön nen und dadurch unschädlich. werden.
Eine weitere günstige Auswirkung ergibt sich daraus, dass durch den von der Betriebsspan nung herrührenden, ständig über die Isolator oberfläche fliessenden Strom eine zwangläufige Potentialsteuerung hervorgerufen wird. Der Berechnung des erforderlichen Oberflächen widerstandes wird zweckmässig eine Erwär mung der Isolatoroberfläche von 10 C zu grunde gelegt. Durch den ständig fliessenden Strom wird der Isolator in einem solchen Masse beheizt, da.ss hierdurch die Bildung von Tauniederschlägen auf der gesamten Ober fläche vermieden wird.
Die Verhinderung der Bildung von Tauniederschlägen dürfte auch der Grund dafür sein, dass - wie be obachtet werden konnte - die warmen Durchführungen von Freilufttransformatoren weit weniger durch Nebel gefährdet sind als die unbeheizten übrigen Isolatoren der An lage. Ausserdem dient die vorgeschlagene Massnahme in einem gewissen Umfang zum Ausgleich auftretender Überspannungen.
Man kann die schwach leitende Ober fläche beispielsweise durch Anstreichen oder Aufspritzen leitender Lacke erzielen, bei spielsweise solcher Lacke, denen Russ oder Graphit in gewissen Mengen zugesetzt ist. Eine weitere Möglichkeit besteht in der An wendung des an sich bekannten Verfahrens der Kathodenzerstäubung von Metall.
Beson ders günstig, insbesondere hinsichtlich der Genauigkeit der Einhaltung bestimmter be absichtigter Widerstandswerte des leitenden Belages ist ferner das Aufdampfen von 311e- tall im Vakuum. Ein weiteres besonders vorteilhaftes Verfahren für das Aufbringen des leitenden Stoffes ist das Aufbringen durch thermischen Zerfall von ga.sförmigcn Verbindungen.
Näheres über solche Arten des Aufbringens geeigneter leitender Stoffe ist ersichtlich aus Espe und Knoll "Material kunde der Hochvakuumtechnik", Berlin 1936 und von Angerer "Technische Kunstgriffe bei physikalischen Untersuchungen", Braun schweig 1939. Als aufzubringender Stoff kommt in erster Linie Chrom in Betracht. ferner Silizium, Wolfram, Tantal, Silber, Aluminium, Kohle.
Um einen guten Kontakt zu erhalten, empfiehlt es sieh, einen stärker leitenden Streifen auf der schwach leitenden Oberfläche des Isolators durch Aufspritzen von Metall (Verschoopen) oder dergleichen zu erzeugen lind leitend mit der Armatur zu verbinden, zum Beispiel durch federnde Me tallstreifen. Es kommt auch in Betracht, den Isolator mit, einer schwach leitenden Glasur zii versehen.
Zusätze, die den Isolierstoff ge ringfügig leitend machen, können auch in den Isolierkörper in eine Tiefe von 2 mm, die höchstens der Dicke der Glasurschicht ent spricht, eingesetzt werden.
Der Erfindungsgedanke ist anwendbar auf alle Arten von Isolatoren für Gleich- oder 'N5recliselspannung, wie Stützer, Durchführun gen für Innenraum und Freiluft, sowie alle Freiluftisolatoren, ferner auf Isoliergehäuse, zum Beispiel von Kondensatoren für Hoch- frequeimtelephonie. Bei Freiluft- und Frei leitungsisolatoren wird durch die Beheizung die Ursache der gefürchteten Sonnenauf gangsüberschläge beseitigt.
Bei Gleichspan- bietet die ,schwache Leitfähig keit zugleich einen erwünschten Abfluss der Ladungen nach dem Abschalten der Anlage. PATENTANSPRUCH;
Claims (1)
- Hochspannungsisolator, insbesondere für Gleichspa,nnungsanlagen, dadurch gekenn zeichnet, dass er herstellungsmässig an seiner Oberfläche mit einer leitende Bestandteile enthaltenden Widerstandsschicht versehen ist. U NTERANSPRü CHE 1. Hochspannungsisolator nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass er mit einer zusätzlichen Widerstandsschicht über zogen ist.\_'. Hochspannungsisolator nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, da.ss Metall teilchen mittels des Verfahrens der Kathoden zerstäubung aufgebracht sind. 3. Hochspannungsisolator nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass Metall durch Aufdampfen auf den Isolatorkörper im Vakuum aufgebracht ist. 4. Hochspannungsisolator nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Iso lator mit einer leitenden Glasur versehen ist. 5.Hochspannungsisolator nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Wi- derstandsschicht sich höchstens so weit in die Tiefe erstreckt, als die Glasurschicht reicht.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE231571X | 1941-08-27 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH231571A true CH231571A (de) | 1944-03-31 |
Family
ID=5876357
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH231571D CH231571A (de) | 1941-08-27 | 1942-08-05 | Hochspannungsisolator, insbesondere für Gleichspannungsanlagen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH231571A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE975725C (de) * | 1951-06-14 | 1962-06-28 | Siemens Ag | In ein elektrisches Geraet, z. B. Rundfunkgeraet oder Fernsehgeraet, eingebauter elektrischer Kondensator |
| DE1166934B (de) * | 1951-07-20 | 1964-04-02 | Int Standard Electric Corp | In ein Glasgehaeuse eingebaute elektrische Halbleitervorrichtung |
-
1942
- 1942-08-05 CH CH231571D patent/CH231571A/de unknown
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE1166934B (de) * | 1951-07-20 | 1964-04-02 | Int Standard Electric Corp | In ein Glasgehaeuse eingebaute elektrische Halbleitervorrichtung |
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