CH231742A - Vorrichtung zum ununterbrochenen Giessen von Strängen aus Stahl unter Benutzung eines Kühlbades. - Google Patents
Vorrichtung zum ununterbrochenen Giessen von Strängen aus Stahl unter Benutzung eines Kühlbades.Info
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Description
Vorrichtung zum ununterbrochenen Giessen von Strängen aus Stahl unter Benutzung eines Kühlbades. Es ist bekannt, zwecks Herstellung von Strängen aus Stahl durch ununterbrochenes Giessen flüssigen Stahl von unten, in. ein Bad rrit Kühlflüssigkeit von spezifisch höherem Gewicht als Stahl, z. B. in eine Bleibad einzu leiten, so dass darin eine teilweise oder die völlige Erstarrung des Stahls eintritt.
Gegenstand der Erfindung ist nun eine nach ;diesem Verfahren arheiiende Vorrich tung.
Wird flüssiger Stahl durch eim Giessrohr, z.. B. in. ein Bleibad, geleitet, iso, bewirkt die Abkühlung des flüssigen Stahls durch das kältere flüssige Blei die Bildung eines Stahl stranges. Um ein brauchbares. Erzeugnis zu .erhalten, ist es aber notwendig, den Stahl <B>1.</B> auf seinem Wege durch Blei zweck mässig zu führen.
Bei der Vorrichtung gemäss der Erfin- #?ung ist zur Erreichung dieses Ziels eine mit dem Flüssigkeitsbehälter kommunizie- rende Giessform vorgesehen, deren lichte Querschnittsfläche grösser ist als die lichte (Auerschnittfläche des Giessrohres zum Ein leiten des flüssigen Stahls, so dass der Strang in ihr geführt, aber eine Berührung des, noch nicht genügend verfestigten Teils des Stran ges mit der Giessform vermieden werden kann. Es kann z.
B. der flüssige Stahl von unten in die Giessform eingeführt werden, während der gegossene Strang am obern Ende aus .der Giessform herausgeführt wird. Auf diese Weise ist der Weg des- Stranges durch das: Bad genau vorgeschrieben und ins.besion- dere sind schädliche Einflüsse auf den noch flüssigen Stahl, wie Wirbelbewegungen und Zirkulationsätrömungen im Bad, die z. B.
Unterbrechungen oder Formänderungen ge- g <B>0</B> enüber der erwünschten Form des Stranges hervorrufen können, ausgeschaltet. Durch die zwischen Stahlstrang und Giessforminnen- wand vorhandene Kühlflüssigkeitsmenge blei- ben die Vorteile des Giessens von Strängen aus Stahl, z. B. in Blei, gewahrt.
Das günstigste Querzchnittsverhältnis zwi schen Gussform und Strang, bei dem einmal die angestrebte Führung des Stahls im Bad erreicht, zum andern eine Berührung zwi schen Stahl und Giessforminnenfläehe noch vermieden wird, kann durch Versuche leicht ermittelt werden.
Es ist vorteilhaft, die Ausbildung der lich ten Querschnittsform der Giessform entspre chend dem äussern Profil des herzustellenden Stranges vorzunehmen. Damit wird erreicht, dass bei der Herstellung von Band-, winkel-, rohrförmigen oder sonstigen profilierten Guss- stücken Profilabweichungen gegenüber der Form des Ausgusses, aus dem die Stahl schmelze in dass flüssige Kühlmittel eintritt, möglichst vermieden werden.
In der Zeichnung sind einige Ausfüh rungsbeispiele von Vorrichtungen gemäss der Erfindung schematisch dargestellt.
Die Fig. 1 zeigt einen Behälter a mit. einem Bleibad b und, mit einem Ende darin eingetaucht, die Giessform c. Der flüssige Stahl g tritt durch das CTiessrohr d in das Bleibad derart ein, dass er von der Giessform c erfasst wird, in der die teilweise oder voll ständige Erstarrung des. flüssigen Stahls stattfindet und an deren anderem Ende der Strang e abgeleitet werden kann.
Die in der Fig. 1 dargestellte Anordnung der Giessfon:> eignet sich hauptsächlich für die Herstellung bandförmiger Erzeugnisse, wobei das Band flach durch das Bleibad bezw. die Giessform gefiihrt wird.
Es kann zweckmässig sein, die Giessform mit ihrer Achse senkrecht zu stellen und den flüssigen Stahl unten einzuleiten, um bei der Bildung des Stranges Störungen, hervorge rufen durch den Auftrieb des Stahls in Blei. wie sie bei der schrägliegenden Giessform und nicht bandförmigen Strängen vorkommen können, zu vermeiden.
Weiter kann es erwünscht sein, die Vor richtung so auszubilden, dass sich beim Be trieb derselben das in der Giessform befind liche Blei erneuert, z. B. um die durch den flüssigen Mahl unter Umständen herv6tge- rufene Bleiverdampfung zu unterbinden. Dies kann dadurch erreicht werden, dass die ge samte Giessform unterhalb des Bleibadspie- gels. angeordnet wird.
Eis stellt sich dann ein Kreislauf des Bleibades ein, der in der Giess form zusammen mit dem Stahl nach oben und ausserhalb der Giessform nach unten zu ihrem eintrittsseitigen Ende zurückgerichtet ist.
Durch injektorartige Ausbildung des ein trittsseitigen Endes der Giessform in Verbin dung mit der äussern Formgebung des Stahl- ausgusses kann die Geschwindigkeit des Blei kreislaufes noch verstärkt werden. Fig. 2 zeigt eine solche Anordnung. Im einzelnen sind wieder bezeichnet; .das Aufnahmegefäss für das Blei mit a, das Bleibad selbst mit b, die Giessform mit c, das Giessrohr mit d, der flüssige Stahl mit g und der gebildete Strang mit e.
Bei deni ununterbrochenen Giessen von Strängen aus Stahl unter Benutzung eines Bleibades ist die ungestörte Abführung der aus dem Stahl vom Blei aufgenommenen Wärme wesentlich. Die Wärmeabfuhr kann dadurch geschehen, dass .das Gefäss zur Auf nahme des Bleibades auf eine der üblichen Arten, z. B. durch Wasserberieselung, von aussen gekühlt wird. Auch ist die Anordnung einer Kühlschlange im Bleibad denkbar. Die Wärme kann auch .durch die Giessform abge führt werden. Um die Giessform dafür zu befähigen, wird sie z.
B. mit einem Kühl- mantel umgeben, durch den z. B. Wasser ge leitet wird. Soll mit. grossen Stranggeschwin- diökeiten gearbeitet werden, müssen be- trächtliche Wärmemengen dem Stahl ent zogen werden. Dazu sind grosse Giessform längen bezw. Bleibadhöhen erforderlich, die für den Betrieb unerwünscht sein können.
Die Kühlung kann z. B. durch niedrige Kühl wassertemperaturen, durch hohe Kühlwasser- umlaufgeschwindigkeiten, durch Anwendung geringer Giessformwandstärken oder unter Umständen durch Verwendung von Kupfer als Giessformwerkstoff so weit getrieben wer den, dass sich an der Gussforminnenfläche ein Mantel von erstarrtem Blei ausbildet. Auf diese Weise lässt sich für einen zu bewälti genden gegebenen Strangquerschnitt mit der kleinstmöglichsten Giessformlä,nge auskom men.
Es äst bekannt, dass zum Giessen von Strängen aus, Stahl in Blei erforde.rliehe Blei bad auch für den Zweck einer Wärmebehand lung des gebildeten Stranges heranzuziehen. Dieses Vorhaben kann beider beschriebenen Vorrichtung dadurch verwirklicht werden; dass das austrittsseitige Ende der Giessform mit einer Heizvorrichtung versehen wird, mittels der das Bleibad in dem Bereich des fertigen .Stranges auf die gewünschte Tem peratur ,gebracht werden kann.
Die Ableitung des .Stahlstranges kann durch die Anordnung einer an sich bekannten Strangleit- und Abführvorrichtung am aus- trittsseitigen Ende der Giessform, z. B. durch zwei oder mehrere Rollen, erzielt werden.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung zeigt Fig. 3. Wie in den beiden F'ig. 1 und 2 bezeichnet wieder: a das Auf nahmegefäss für das Bleibad, b .das Bleibad selbst, c .die Giessform, d das Mundstück des Giessrohres, g den flüs;..igen Stahl und e den gebildeten Strang.
In der Fig. 3 sind noch zusätzlich angegeben und bezeichnet: eine Kühleinrichtung der Giessform mit f, eine Giessformheizvorrichtung mit h, eine Strang- leit- und Abführvorrichtun@g mit i und mit 1c das Giessrohr zum Zuführen: der Stahl schmelze.
Zwecks 'besserer konstruktiver Durchbildung der Kühl- und Heizvorrich- tung der Giessform wurde bei dem Ausfüh- rungsbeispäel nach Fig. 3 das Bleibad von der äussiarn Giessformmantelfläche wegbenom- men und durch eine besondere Leitung l zum eintrittsseitigen Ende !der Giessfoim ge führt.
Durch die etwa 50 % grössere Dichte von flüssigem Bleigegenüber flüssigem ,Stahl er gibt sieh, sofern man von der Anwendung eines zusätzlichen Druckes auf die .Stahlsäule im Giessrohr der Umständlichkeit wegen ab sieht, eine beträchtliche Giessrohrhöhe. LTm hierdurch unter Umständen hervorgerufene Störungen bei der Inbetriebnahme der Vor- richtung mit Sicherheit zu veTme%den, wird zweckmässig,
die .gesamte Vorrichtung vor dem Einbringen der Bleifüllung durch !das Giess rohr hindurch mittels einer auf das obere Ende des Giessrohres aufgesetzten Druck feuerung, z. B. eines Press;gas-Druckluft- Brenners, aufgeheizt.
Die Vorrichtung nach Fig. 3# wird in fol gender Weise in Gang gesetzt: Zunächst wird die ganze Vorrichtung etwa bis zur Höhe der Sohle des Aufnahme gefässes a mit flüssigem Blei .gefüllt. Dann wird durch das Giessrohr k flüssiger Stahl in die Vorrichtung .gegossen. .Sobald die Stahlsäule indem Giessrohr k eine genügende Höhe erreicht hat, die .durch das Verhältnis der spezifischen Gewichte von Blei und Stahl bestimmt ist, ,strömt der Stahl, indem er das Blei vor sich her drückt, aus der Düse d aus.
Solange die Stahlsäule in dem Giessrohr k genügend hoch gehalten wird, kann kein Blei durch die Düse d zurücklaufen. Infolge seiner hohen Austrittsgeschwindigkeit reisst der Stahl beim Austreten aus der Düse d flüssi ges Blei injektorartig mit sich, so dass sich im Führungskanal c zwischen der Kanalwan- clung und dem Stahlstrang stets flüssiges Blei befindet.
Die Erfindung ist nicht auf die beschrie benen Ausführungsbeispiele beschränkt. Man kann z. B. die Giessform auch aus. mehreren; mit Abstand voneinander angeordneten Glier denn bilden. Der lichte Querschnitt der Giess form braucht nicht unbedingt über ,die ganze Länge gleich zu sein;
er kann sich vielmehr im Sinne der Figuren nach oben unter Um ständen verengen, ,da eine Berührung des bereits .genügend verfestigten Teils des Stran ges mit,der Giessform nicht nur unischädlich, sondern gegebenenfalls sogar zur besseren Führung des Stranges erwünseht .sein, kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Vorrichtung zum ununterbrochenen Gie ssen von Strängen aus Stahl -durch Einleiten flüssigen Stahls von unten in ein Bad mit Kühlflüssigkeit von spezifisch höherem Ge wicht als Stahl, .dadurch ,gekennzeichnet, dass ene mit dem Kühlflüssigkeitsbehälter kom munizierende Giessform vorgesehen ist, deren lichte Querschnittsfläche grösser ist als die lichte Querschnittsflä.chedes Giessrohres zum Einleiten des flüssigen Stahls,so dass der Strang in ihr geführt, aber eine Berührung des noch nicht .genügend verfestigten Teils des Stranges mit der Giessform vermieden werden kann. UNTERANSPRtrCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Giessform auf recht stehend angeordnet ist und das Giess rohr zum Einleiten des flüssigen Stahls unten vorgesehen ist. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die gesamte Giessform unterhalb ;des Kühlflüssigkeitsspiegels ,sich befindet, so dass ein Kreislauf der Kühlflüssigkeit durch die Giessform ermöglicht wird.3. Vorrichtung nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und 2., dadurch ge kennzeichnet, dass der Eintritt von flüssigem Stahl und Kühlflüssigkeit in die Giessform injektorartig ausgebildet ist. 4. Vorrichtung nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch ge kennzeichnet, dass die Giessform mit einer Kühleinrichtung versehen ist. 5.Vorrichtung nach Patent nspruch und den Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch ge kennzeichnet, dass das austrittsseitige Ende der Giessform mit einer Heizvorrichtung ver sehen ist. 6. Vorrichtung nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 5, dadurch ge kennzeichnet, dass an der Austrittsseite der Giessform eine Strangleit- und Abführvor- riehtung angeordnet ist.
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| Country | Link |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE1114987B (de) * | 1956-02-16 | 1961-10-12 | Marvalaud Inc | Verfahren zum Giessen von Metallfasern und -faeden |
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1942
- 1942-09-08 CH CH231742D patent/CH231742A/de unknown
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