CH231771A - Gasturbinenanlage mit Abgaswärmeausnützung. - Google Patents

Gasturbinenanlage mit Abgaswärmeausnützung.

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Publication number
CH231771A
CH231771A CH231771DA CH231771A CH 231771 A CH231771 A CH 231771A CH 231771D A CH231771D A CH 231771DA CH 231771 A CH231771 A CH 231771A
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CH
Switzerland
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air
gas turbine
turbine system
steam
heating
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English (en)
Inventor
Cie Aktiengesellschaft Boveri
Original Assignee
Bbc Brown Boveri & Cie
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Publication date
Application filed by Bbc Brown Boveri & Cie filed Critical Bbc Brown Boveri & Cie
Publication of CH231771A publication Critical patent/CH231771A/de

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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02CGAS-TURBINE PLANTS; AIR INTAKES FOR JET-PROPULSION PLANTS; CONTROLLING FUEL SUPPLY IN AIR-BREATHING JET-PROPULSION PLANTS
    • F02C6/00Plural gas-turbine plants; Combinations of gas-turbine plants with other apparatus; Adaptations of gas-turbine plants for special use
    • F02C6/18Plural gas-turbine plants; Combinations of gas-turbine plants with other apparatus; Adaptations of gas-turbine plants for special use using the waste heat of gas-turbine plants outside the plants themselves, e.g. gas-turbine power heat plants

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Engine Equipment That Uses Special Cycles (AREA)

Description


  Gasturbinenanlage mit Abgaswärmeausnützung.    Der Kreisprozess einer Verbrennungstur  binenanlage in seiner einfachsten Lösung  stellt sich so dar, dass ein auf der Turbinen  welle sitzender Luftkompressor Frischluft  ansaugt und sie in eine Brennkammer drückt,  wo eine stetige Verbrennung stattfindet. Die  Verbrennungsgase werden in der Turbine  entspannt, und die Abgase strömen ins  Freie.  



  Die Luftmenge, die vom Kompressor ge  fördert wird, wird so gross gewählt, dass  selbst bei Vollast die Temperatur vor der  Turbine nicht höher als etwa 550 bis 600  C  ist, so dass     weder    Brennkammer noch Turbine  eine besondere Kühlung benötigen. Aber die  ser grosse Luftüberschuss bringt es mit sich,  dass der erreichbare thermische Wirkungs  grad höchstens etwa 18 % ist, da die Abgase  mit einer Temperatur von etwa 300 bis  400  C ins Freie treten. Dieser thermische  Wirkungsgrad kann leicht durch eine Dampf  kraftanlage überflügelt werden. Eine Verbes  serung wird durch einen Luftvorwärmer er  reicht, der jedoch, wenn er die gesamte Ab-    wärme ausnützen soll, sehr gross ausfällt     und     die Anlage verteuert.  



  Ganz anders sind dagegen die Verhält  nisse, wenn in einer Anlage nicht nur Ener  gie, sondern auch Heizdampf benötigt wird.  In diesem Fall können die heissen Abgase der  Gasturbine in einem     Abhitzekessel    zur Heiz  dampferzeugung verwendet werden, womit  bei einer restlosen Ausnützung der Wärme  der Abgase der Gasturbine eine bessere  Brennstoffausnützung möglich ist, als in  einer üblichen Dampfanlage.  



  Die Erfindung geht noch     einen    Schritt  weiter, indem bei     Gasturbinenanlagen    mit       Abgaswärmeausnützung        Mittel    vorgesehen       s        i        in        d,        um        die        Abgaswärme        sowohl        zur        Ileiz-          dampferzeugung    als auch zur     Luftvorwär-          mung    ausnützen zu können.  



  Eine besonders vorteilhafte Ausbildung  der Erfindung ist in einer beispielsweisen  Ausführung in der Zeichnung dargestellt. Es  zeigen:       Fig.    1 in     schematischer    Weise die Ge  samtanlage,      Fig. 2 und 3 Aufriss und Grundriss eines  vereinigten Luftvorwärmers und     Heizdampf-          erzeugers,     Fig. 4 eine automatische Steuerung zur  Umschaltung von Dampferzeugung auf     Luft-          en    und umgekehrt,  Fig. 5 in grösserem Massstab einen Schnitt  durch eine Einzelheit (Verteiler) der Fig. 4.  In Fig. 1 ist A ein Luftkompressor, B  eine Brennkammer mit stetiger Verbrennung,  C eine Gasturbine, D ein Generator und E  ein Abwärmerekuperator mit Speisewasser  pumpe F und Dampfaustritt G.

   Damit ist  die Gesamtanlage ihren Haupteinrichtungen  nach kurz erklärt.  



  Sowohl die heissen Abgase der Turbine C  als auch die im Kompressor A verdichtete  Luft strömen durch Leitungen 1 bezw. 2  zum Abwärmerekuperator E, erstere verlas  sen ihn bei 3, um ins Freie, letztere bei 4,  um in die Brennkammer     B    und dann zur  Turbine C geleitet zu werden. Das von der  Pumpe F geförderte Speisewasser verdampft  im Rekuperator E und strömt mittels Lei  tung G ins Heizdampfnetz.  



  Der Abwärmerekuperator E, der Abhitze  kessel und Luftvorwärmer vereinigt, sei nun  an Hand der Fig. 2 und 3 näher erläutert:  Im dargestellten Beispiel ist der Rekupe  rator E in drei Sektionen 5, 6, 7 aufgeteilt,  von denen jede aus Ober- und Untertrommel  mit verbindendem Rohrbündel besteht. Die  heissen Abgase der Turbine kommen durch  Leitung 1 an, steigen empor und verteilen  sich auf der Stirnfläche des Apparates gleich  mässig, bestreichen die Rohrbündel und sam  meln sich oben wieder, von wo sie durch Lei  tung 3, z. B. zum Kamin, abgeführt werden.  



  Die Druckluft kommt vom Kompressor A  durch Leitung 2 mit einem Druck von eini  gen Atmosphären in den Luftverteiler B. der  über die Ventile 9, 10, 11 mit den obern  Trommeln der Sektionen 5, 6, 7 nach Wunsch  verbunden werden kann. Die untern Trom  meln haben ihrerseits Anschlüsse mit Schie  ber 12, 13, 14, die die erwärmte Luft zum  Luftsammler 15 führen. Von hier gelangt die  Luft durch Leitung 4 in die Brennkammer B.    Parallel zu jedem Luftanschluss hat jede un  tere Trommel einen     Wasseranschluss    über die  Schieber 16, 17, 18 und die obern Trommeln  Dampfanschlüsse 19, 20, 21, durch welche  der erzeugte Heizdampf abgeführt werden  kann.  



  Bei restloser     Abwärmeverwertung    zur  Dampferzeugung sind alle Luftschieber ge  schlossen und alle Wasser- bezw. Dampf  schieber offen. Wird nur zwei Drittel Ab  gaswärme zur Heizdampferzeugung benötigt,  dann werden die Schieber 16 und 21 ge  schlossen und die Schieber 11 und 12 geöff  net. Dadurch wird die Sektion 5 von     Heiz-          dampferzeugung    auf Luftvorwärmung um  geschaltet usw. Wenn die Luftschieber ge  schlossen sind, so muss die verdichtete Luft  aus dem Verteiler 8 unmittelbar in den  Sammler 15 geführt werden. Dies geschieht  über den Schieber 22, der auch als automa  tische Bypassklappe ausgebildet sein kann, so  dass beim Schliessen der Luftschieber sich die  Bypassklappe automatisch entsprechend öff  net.

   Auf diese Weise ist der luftseitige  Druckabfall praktisch konstant. Auf der  Gasseite findet überhaupt keine Regelung  statt, und da die Abgasmenge praktisch kon  stant ist, ist ebenfalls der gasseitige Druck  abfall praktisch unveränderlich.  



  Damit vermeidet man folgende Nachteile:  Für schwankenden Betrieb müssen Luft  vorwärmer und     Abhitzekessel    so gross gebaut  sein, dass der eine oder andere allein die ge  samte Abwärme der Heizgase ausnützen  kann. Dies bedeutet selbstredend eine Ver  teuerung der     Anlage.    Dazu kommt noch die       Schwierigkeit    der Abgasverteilung auf Ab  hitzekessel und     Luftvorwärmer    je nach dem       augenblicklichen        Heizdampfbedarf.    Werden  aber     Heizdampferzeuger    und     Luftvorwärmer     gasseitig     hintereinandergeschaltet,

      so hat  man den     doppelten    Druckabfall,     was    sich  sehr     ungünstig    auf die     Energieerzeugung        der          GastLirbine    auswirkt. Wollte man den     Druek-          zibfall    in diesen beiden     'N#@rärineausta.uscliern          auf    die Hälfte     verringern,    so würde dies wie  der zu kleinen     Gasgeschwindigkeiten        bezw.     zu untragbar teuren     Wärmeaustauschern    füh-      ren.

   Zudem kommt der Nachteil des sehr gro  ssen Platzbedarfes hinzu.  



  Die Umschaltung der Sektionen 5, 6, 7  von Dampferzeugung auf Luftvorwärmung  und umgekehrt kann vorteilhaft automatisch  erfolgen, damit die verschiedenen Schieber in  der richtigen Reihenfolge betätigt werden.  In Fig. 4 ist beispielsweise eine solche auto  matische Steuerung schematisch dargestellt.  Die zu betätigenden Dampf-, Wasser- und  Luftventile tragen die gleichen Nummern  wie in den Fig. 2 und 3. In dieser schemati  schen     Darstellung    ist ein Druckregler 23 an  die abgehende Heizdampfleitung G ange  schlossen. Dieser Druckregler besteht aus  einem federbelasteten Kolben mit Zahnstange  24, welche mittels Zahnrades 25 die     Ruf-          oder    Abwärtsbewegung in eine rotierende  umformt.

   Dieses Zahnrad 25 betätigt seiner  seits den Rotationskolben des     Druckölvertei-          lers    26. An diesen Druckölverteiler sind alle  Druckölleitungen der Ventile 9-21 ange  schlossen. Fig. 5 zeigt einen Schnitt durch  den Verteiler 26. Es ist zu ersehen, dass der  Verteilerkolben einen halben Zylinder dar  stellt, der durch seine Rotation das Drucköl  zu den einzelnen Ventilen gelangen lässt  bezw. unterbindet. In der gezeichneten Lage  der Fig. 5 sind alle Ventile 16-21 offen,  das heisst der gesamte Kessel erzeugt     Heiz-          dampf.    Rotiert der Kolben etwas nach rechts,  so wird zuerst das Steueröl zu den Ventilen  18 und 19 unterbunden, so dass sie sich  schliessen, das heisst diese Sektion 7 wird  nicht mehr zu Dampferzeugung benützt.

    Gleichzeitig bezw. durch Einschaltung einer  nicht eingezeichneten Zeitverzögerung, wie es  beispielsweise eine Blende in der Ölleitung  darstellt, werden die Luftventile 9 und 14  geöffnet, so dass diese Sektion 7 als Luftvor  wärmer arbeitet usw.    Selbstredend können die verschiedenen  Ventile auch elektrisch betätigt werden, in  dem der Verteiler 26 eine Kontakttrommel  darstellt mit entsprechenden Kontakten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Gasturbinenanlage mit Abgaswärmeaus- nützung, gekennzeichnet durch Mittel, um die Abgaswärme sowohl zur Hleizdampf- erzeugung als auch zur Luftvorwärmung ausnützen zu können. UNTERANSPRÜCHE: 1. Gasturbinenanlage nach Patentan spruch, gekennzeichnet durch einen Wärme austauseher, der sowohl zur Vorwärmung der Luft als auch zur Heizdampferzeugung verwendet werden kann. 2.
    Gasturbinenanlage nach Patentan spruch und Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass die Heizfläche des Wärme- austauschers in mehrere Sektionen unterteilt ist, die beliebig einzeln auf Heizdampferzeu- gung oder auf Luftvorwärmung umgeschal tet werden können.
    3. Gasturbinenanlage nach Patentan spruch und Unteransprüchen 1 und 2, da durch gekennzeichnet, dass zwischen einem Luftverteiler vor den Heizflächen und einem Luftsammler nach den Heizflächen eine Ver bindungsleitung besteht mit automatischem Bypassventil. 4.
    Gasturbinenanlage nach Patentan spruch und Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, da3 die Heizfläche des Wärme- austauschers in mehrere Sektionen unterteilt ist, die mittels eines das Öffnen und Schlie ssen der Dampf-, Wasser- und Luftschieber in einer bestimmten Reihenfolge steuernden Druckreglers automatisch von Dampferzeu gung auf Luftvorwärmung und umgekehrt umgeschaltet werden.
CH231771D 1942-11-30 1942-11-30 Gasturbinenanlage mit Abgaswärmeausnützung. CH231771A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1077918B (de) * 1958-07-31 1960-03-17 Siemens Ag Verfahren und Einrichtung zur Ausnutzung der Restwaerme in Gasturbinenanlagen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1077918B (de) * 1958-07-31 1960-03-17 Siemens Ag Verfahren und Einrichtung zur Ausnutzung der Restwaerme in Gasturbinenanlagen

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