CH231795A - Vorrichtung zur selbsttätigen periodischen Spülung von Körperhöhlungen, insbesondere der Harnblase. - Google Patents

Vorrichtung zur selbsttätigen periodischen Spülung von Körperhöhlungen, insbesondere der Harnblase.

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CH231795A
CH231795A CH231795DA CH231795A CH 231795 A CH231795 A CH 231795A CH 231795D A CH231795D A CH 231795DA CH 231795 A CH231795 A CH 231795A
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Valdemar Raagaard Otto
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Valdemar Raagaard Otto
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Description


  



  Vorrichtung zur selbsttätigen periodischen Spülung von   Körperhöhlungen,    insbesondere der Harnblase.



   Bei   Blasenleiden    und insbesondere nach transurethraler Prostataresektion wird die Sp lung der Harnblase mit desinfizierender Flüssigkeit vorgenommen.



   Gewöhnlich erfolgt die Spülung mittels einer   Handspritze,    die bei jeder Spülung von einem Arzt oder einer   Krankenpflegerin    bedient werden muss. Eine selbsttätige Spülung erfordert geringeren Aufwand an Arbeitskraft, und die Sp lung kann   häufiger erfol-    gen, als es sonst aus praktischen Rücksichten möglich wÏre.



   Es ist wichtig, dass die Spülung periodisch und nicht kontinuierlich erfolgt, wie sie zum Beispiel mittels eines Doppelkatheters mit Einlauf durch die eine und Ablauf durch die   andere Rohre denkba-r wäre.    Die periodische Spülung bezeichnet man als Gezeiten- oder Wellenschlagsp lung.



   Grosse Ablaufgeschwindigkeit und v¯llige Entleerung ist sehr wünschenswert, weil dadurch die Möglichkeit geschaffen wird, feste Verunreinigungen wie Gries und Fasern mit der Sp lfl ssigkeit entfernen zu können.



   Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur selbsttÏtigen periodischen Spülung von   Eorperhohlungen    mit Sp lflüssigkeit. Die Erfindung ermöglicht die    Schaffungeinereinfachenundbetriebs-    sicheren Vorrichtung zu diesem Zweck. Durch die angegebene Gestaltung der Vorrichtung ist ferner beabsichtigt, eine mit den oben angegebenen Gesichtspunkten für eine g nstige Wirkung der Spülung übereinstimmende Arbeitsweise zu erreichen.



   Die Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, da¯ ein   Dosiergefäss    mit einer   Zulauf-    leitung der   FIüssigkeit    aus einem hoher ge  stelltenBehälterund    mit einer Ablaufleitung der   für die Höhlung bestimmten Spülflüssig-    keit auf einer   Waageangebracht    ist, deren Schwerpunkt hoher liegt als ihre   Schwin-      gungsachse    und durch deren Ausschläge infolge der durch das Dosiergefäss mit seinem   Flüssigkeitsgehalt zustandegebrachten Be-      lasting    die Sp lfl ssigkeitszuleitung und Ableitung derart gesteuert wird,

   da¯ durch die Bewegung der Waage abwechselnd eine im voraus bestimmte Flüssigkeitsmenge zur Spülung der   Körperhohlung    dem   Dosiergefäss    zugeführt bezw. von ihm abgelassen wird.   



   Die Vorrichtung ist vorzugsweise so ein-    gerichtet, da¯ die Waage durch ihre AusschlÏge zugleich eine von der Höhlung wegführende Entleerungsleitung steuert.



   Die   beiliegende    Zeichnung   veranschau-    licht eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes.



   Fig.   1    zeigt einen Teil der Vorrichtung in Seitenansicht, teilweise im Schnitt nach der Linie I-I in Fig.   2,   
Fig.   2    in grösserem Massstab   einen waag-    rechten Schnitt nach der Linie II-II in Fig. 1,
Fig.   3    einen Schnitt nach der Linie III-III in Fig. 2 und
Fig. 4 das   Strömungsschema der Vorrich-      tung.   



   Die Vorrichtung besitzt eine Waage mit einem   Gewichthebel      10.    der durch Messer oder Zapfen 14 an einem Rahmen 12 schwenkbar gelagert ist. Der Hebel 10   weist einen waag-      rechtenDoppelarm    16 auf, an dessen einem Ende ein Gefäss 18, beispielsweise wie gezeigt eine   sogenannte Niveaukugel, aufgehängt ist,    die   durehein    am andern Ende des Armes 16 vorzugsweise einstellbar aufgehängtes Gewieht 20   ausbalanciertwird.    Der Hebel   10    hat ferner einen aufwärtsgerichteten Arm 22. auf welchem ein   abnehmbares Gewicht 24 an-    gebracht ist.

   Der Schwerpunkt des belasteten   Gewichthebels    10 der Waage wird hierdurch   oberhalb der Schwingungsaehse    des Hebels liegen. Der Zweck dieser   Einriehtung    ist.   @@ils    dass der   Gewichthebel    nur in den Aussenstellungen soll stehen können, teils dass der Stellungswechsel plötzlieh erfolgen soll, und schlie¯lich da¯ beim Aufh¯ren der Abwiegebewegung genügende Kraft f r die unten näher angegebenen Steuerfunktionen vorhanden sein soll,
Das Gefäss 18 steht am   obern    Rand durch eine gekriimmte R¯hre   25    mit der Aussenluft in Verbindung, so da¯ im Gefäss stets Atmo  sphärendruck herrscht.

   Ausserdem    ist das Gefäss oben durch einen   Kautschukschlauch    26   (Fig.    4) mit einem   höhergelegenenBehälter    28 für Spülflüssigkeit und unten durch einen weiteren   Kautschukschlauch    30 mit dem einen Schenkel eines Y-f¯rmigen   Abzweig-    organes 32 verbunden, dessen Stamm durch einen Kautsehukschlauch 34 mit einem nicht   gezeigten Katheter verbunden ist,    der in die zu   spülende Höhlung, beispielsweise    in die   Harnblase, eingeführt    wird.

   Der zweite   Sellenkel    des   Abzweigorganes    32 ist ebenfalls an eine durch einen   Kautschukschlauch    36 gebildete   Ent.IcerungsIeitungangeschlossen,    die zu einem   Eimer 38 führt. In    Fig. 4 sind diese SchlÏuche durch strichpunktierte Linien dargestellt.



   Jeder der SchlÏuche 26, 30 und 36 hat   eineStelle,anwelcher    der Flüssigkeitsstrom   durch    den betreffenden Schlauch ge¯ffnet bezw. gesperrt werden kann. An diesen Stellen werden die Schläuche durch die Aus   sehläge der oben beschrieltenen Waage beein-    flusst, wobei die SchlÏuche 26 und 36 auf der rechten Seite der Schwingungsaehse der Waage, der   Sehlauch      30 aber    auf der   linlen    Seite dieser Achse beeinflusst werden.



   In der gezeigten Ausführungsform ist an jeder   Steuerstelle des betreffenden Schlauches    mittels   Glasröhren    40 eine nachgiebige Rohre, beispielsweise ein   Kautschuksehlauchstück 42    (siehe Fig. 2) eingeschaltet. Die einzelnen Kautschukschlauchst cke 42 werden  ber   leistenförmigen ITnterlagen 44, die    an Quer  stüeken 46 an    der   obern    Endfläehe der SÏule des Gestelles 12 befestigt sind. unter Verwen  dung    von Klemmen 48 in   ihrer Lage festge-    halten (siche auch Fig. 3), welche Klemmen um die Glasr¯hren 40 und  ber die Enden der daran eingeschalteten Schläuche greifen.



  Di Klemmen 48 sind an die Enden der   Quer-    stiieke   46 durch    Bolzen 50 festgespannt, welehe ausserdem die Klemmen   zusammenpres-    sen. 



   Wie aus Fig.   1    ersichtlich, sind die Schlauchstücke   42    unmittelbar unter dem   Gewichthebel 10 angebracht,    so da¯ sie durch die   Ausschliigo    der Waage beeinflusst und dadurch vom Hebel selbst, z. B. mittels daran vorgesehener Kamme 52 zusammengepresst werden können.



   Die Vorrichtung arbeitet wie folgt : Anfänglich   nimmt der Gewichthebel    10 die in Fig.   1    gezeigte Stellung ein. Der Durchfluss durch den links zur   Schwingungsachse    liegenden Schlauchteil 42 ist gesperrt, indem dieser Schlauchteil zwischen der Unterlage 44 und dem Kamm 52 zusammengeklemmt ist. Dagegen ist der Durchfluss durch die rechts zur   Schwingungsachse liegenden      Schlauchteile    42 frei. Bei dieser Lage ist das Gefäss 18 fast leer. Sämtliche Schläuche 26, 30, 34 und   36    sind mit Flüssigkeit gefüllt.



   Die Flüssigkeit im Behälter 28 fliesst nun langsam, beispielsweise durch eine   Schlauch-    klemme 54 (Fig. 4) geregelt, zum Gefäss 18, das allmählich gefüllt wird, indem der Ablauf durch den Schlauch 30 gesperrt ist. Aus der   Höhlung-z.    B. der Harnblase des   Cran-    ken-wird die bereits zugeleitete   Flüssig-      keitsmenge durch die Schläuche    34 und 36 entleert, und diese Flüssigkeit fliesst in den Eimer 38.

   Wenn man den Schlauch 36 weit nach unten   führt-zweokmässigerweise    ist er von der Steuerungsstelle an so lang, da¯ dies ermöglicht wird-und den Eimer 38 an eine niedrige Stelle setzt, so kann die Flüssigkeitssäule dieses Schlauches dazu dienen, die Blase   auszusaugen,    so dass sie   schnel-    ler entleert wird, wodurch dem   Obenange-    führten zufolge die in der Blase infolge deren Erkrankung etwa   befindlichen Verunreini-      gungen    wirkungsvoller entfernt werden k¯nnen.

   Durch eine Schlauchklemme   56    am Schlauch 36 kann man, falls erwünscht, das Aussaugen der Blase unabhängig von der Saughöhe einstellen, so da¯ eine angemessene    EntIeerungsgeschwindigkeit erreicht und die    Entleerung beendet wird, bevor eine neue Fl ssigkeitsmenge der Blase zugef hrt wird.



   Beim allmählichen Füllen des Gefässes 18 nimmt die Belastung an der rechten Seite des Hebels 10 zu. Wenn eine Fl ssigkeitsmenge, deren Gewicht im wesentlichen durch das Gewicht 24 bestimmt ist,   eingeströmt    ist, stellt   sich der Eebel    10 mit einem Ruck um, so daB plötzlich der Durehlauf durch den Schlauch 30 geöffnet und der Durchlauf durch die Schläuche 26 und 36 gesperrt wird.



  Hierdurch wird die Flüssigkeitszuleitung zum Gefäss 18 abgesperrt, und die dort vorhandene Flüssigkeit fliesst durch die Schläuche 30 und 34 zur   Blase, da die Fliissigkeit nicht durch    den Schlauch 36 zum Eimer 38 strömen kann.



  Besonders zweckdienlich ist es, dass   die S'pül-    fl ssigkeit durch dieselbe Leitung zur Blase und von ihr weg geleitet wird, so da¯ man einen, Katheter mit einem einzigen Kanal benutzen   kann,wodurchsich'eingrösserer.Strö-    mungsquerschnitt erreichen lässt als bei einem    D'oppelkatheter, indem der gesamte äussere    Querschnitb des Katheters dadurch beschrÏnkt ist, da¯ derselbe in KanÏle des Korpers eingeführt werden muB. Wenn das Gefϯ   18    bis zu einem Niveau entleert ist, das im wesentlichen durch das Gewicht 20 bestimmt ist, schaltet der Hebel 10 in entgegengesetzte Richtung um, und die bereits beschriebenen Vorgänge wiederholen sich.



   Die Vorrichtung bewirkt also ein   selbst-    tätiges periodisches Einströmen bezw. Ausströmen einer im voraus bestimmten Flüssigkeitsmenge in die Harnblase, und zwar in solcher Weise, da¯ die Blase stets ganz ent  leert sein wird,    bevor   man die nächsbe    Dosis einführt. Durch Ersetzung des Gewichtes 24 durch eine andere Belastung abweichender Schwere kann man die periodisch eingeführte Fl ssigkeitsmenge Ïndern.



   Die Erfindung ist nicht an die gezeigte Ausführungsform gebunden. So kann zum Beispiel die dabei benutzte Steuerung der Strömung in den verschiedenen Leitungen durch Zusammenpressen nachgiebiger SchlÏu  che durch eine Ventil-oder eine    Schiebersteuerung ersetzt werden, die gegebenenfalls durch   Relaiswirkung    betätigt werden kann, wobei die Ableitung der f r die Steuerung erforderlichen Energie aus einer fremden Energiequelle erfolgt, welche durch die durch die Ausschläge der Waage   erzeugten schwa-    chen Impulse ausgelost werden kann.



   Die beschriebene Vorrichtung weist den besonderen Vorteil auf, dass   grosse Druck-    mterschiede nicht entstehen können, indem diese ausschliesslich durch das Niveau im   Dosiergefäss    und im   Entleerungsgefäss    bestimmt werden. Ferner lϯt sich die   Vorrich-      tung leicht reinigen, da sie    aus einem sozusagen geschlossenen System besteht, das mit   sterilisierender    Flüssigkeit durchgespült und gefüllt sein kann, wenn sie ausser Gebrauch ist. Man braucht daher die Vorrichtung nicht zu zerlegen, um sie zu reinigen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Vorrichtung zur selbsttätigen periodischen Sp lung von Körperhöhlungen, insbesondere der Harnblase, mit Flüssigkeit, dadurch gekennzeichnet, da¯ ein Dosiergefäss (18) mit einer Zulaufleitung der Flüssigkeit aus einem höher gestellten Behälter (28) und mit einer Ablaufleitung der für die Höhlung be stimmten Spülflüssigkeit auf einer Waage (10) angebracht ist, deren Schwerpunkt hoher liegt als ihre Sehwingungsaehse und durch deren AusschlÏge infolge der durch das Dosiergefäss mit seinem Fl ssigkeitsgehalt zustandegebrachten Belastung die Sp lfl s sigkeitszuleitung und Ableitung derart gesteuert wird,
    da¯ durch die Bewegung der Waage abwechselnd eine im voraus bestimmte Flüssigkeitsmenge zur Spülung der Eorper- höhlung dem Dosiergefäss zugeführt bezw. von ihm abgelassen wird.
    UNTERANSPRÜCHE : 1. Vorrichtung nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Waage durch ihren Ausschlag zugleich eine Ent leerungsleitung (36) aus der Höhlung steuert.
    2. Vorrichtung nach dem Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, da¯ die Ent leerungsleitung (36) von der Steuerungsstelle an so lang ist, da¯ die Flüssigkeitssäule darin die Höhlung aussaugen kann.
    3. Vorrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, da¯ die Ablaufleitung (30) von Dosiergefäss (18) an der Stelle, wo sie durch den Aussehlag der Waage gesteuert wird, mit dem einen Schenkel eines Abzweigorganes (32) verbunden ist, dessen Stamm dazn bestimmt ist, mit der Höhlung verbunden zu werden, und deren zweiter Schenkel an die Entleerungsleitung der H¯hlung angeschlossen ist.
    4. Vorrichtung nach dem Patentanspruch. dadurch gekennzeichnet, da¯ die zu steuern- den Leitungen an den Stellen, wo die Steue rung erfolgt, aus nachgiebigen Röhren (42) bestehen, so dass sie zusammengepresst werden können wenn der Durchfluss durch die betreffende Leitung gesperrt werden soll.
    5. Vorrichtung nach dem Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die nachgie bigen Röhren (42) auf einer festen Unterlage (44) unmittelbar unter dem Gewichthebel an rebracht sind und von dem Hebel selbst durch darauf angebrachte KÏmme (52) beeinflusst werden.
CH231795D 1942-01-16 1942-12-31 Vorrichtung zur selbsttätigen periodischen Spülung von Körperhöhlungen, insbesondere der Harnblase. CH231795A (de)

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NL (1) NL59104C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2784932A (en) * 1955-01-20 1957-03-12 Edward J Poitras Blood or sterile fluid equipment

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US2784932A (en) * 1955-01-20 1957-03-12 Edward J Poitras Blood or sterile fluid equipment

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