CH231859A - Leichtbaukörper hoher Festigkeit und Frostbeständigkeit sowie Verfahren zur Herstellung desselben. - Google Patents

Leichtbaukörper hoher Festigkeit und Frostbeständigkeit sowie Verfahren zur Herstellung desselben.

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CH231859A
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Gmbh Berliner Kalksan Guthmann
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Berliner Kalksandsteinwerke Ro
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    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B38/00Porous mortars, concrete, artificial stone or ceramic ware; Preparation thereof
    • C04B38/0051Porous mortars, concrete, artificial stone or ceramic ware; Preparation thereof characterised by the pore size, pore shape or kind of porosity

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Description


      Zeiehtbaukörper    hoher Festigkeit und Frostbeständigkeit sowie Verfahren zur  Herstellung desselben.    Die Erfindung betrifft einen Baukörper  mit     einem.    Raumgewicht unter 1,0     to/m@,    der  hohe mechanische     Festigkeit    und gleichzeitig  hohe Frostbeständigkeit aufweist. Der Kör  per kann eine beliebige     Gestalt    besitzen, bei  speIsweise die eines Steines, Blockes, einer  Platte, auch einer     Rohrschale,        etc.     



  Der Baukörper gemäss der Erfindung  weist ein     Raumgewicht    von 0,d-1,0     to/m3          auf        und        ist        dadurch          dass    er  ein im     wesentlichen    aus     galziumsilikat    be  stehendes     Festsubstanzskelett    besitzt, zum       Hauptteil    Poren     mikroskopisch    kleiner Grösse  aufweist und daneben     Makroporen    von über  0,1 mm Durchmesser besitzt,

   deren Volumen       5-40%    vom     Volumen    der     Mikroporen    be  trägt.  



  Der Baukörper     gemäss,der    Erfindung be  sitzt ein     Festsubstanzskeleüt,    das zum Haupt  teil ;aus     Kalziumsilikat    besteht. Er kann aber  auch     neben.        Kalziumsilikat        Bestandteile    an  derer     Art,        beispielsweise    Quarz, andere Sili-         kote,    usw.

       enthalten.    Die Menge dieser andern  Bestandteile, die gröber     als        zementfein    sein  können, soll 50     Gewichtsprozent    vom Ge  samtgewicht -der Festsubstanz nicht über  schreiten,     vorzugsweise        ä0-50    Gewichtspro  zent betragen,     in    welchem Falle der Baukör  per     beispielsweise    ein Raumgewicht von 0,5  bis 1,0     to/m3    !besitzt.  



  Die     Mikroporen    sollen im     allgemeinen    eine  Grösse von weniger     als    0,1 mm     aufweisen,     die     Makroporen    eine solche von über 0,1, vor  zugsweise über 0,3 mm     Durchmesser.     



  Die Erfindung     betrifft        weiter    ein Verfah  ren zur Herstellung des     vorstehend        gekenn-          zeichneten    Körpers. Das Verfahren gemäss  .der     Erfindlung    ist dadurch     gekennzeichnet,     dass in einem     Gemisch,    das     kalkhaltige        Mör-          telbindestoffe    und     kieselsäurehaltige    Stoffe  mit mehr als 40 %     Kieselsäure,    die zum       Hauptteil    mindestens     Zementfeinheit    be  sitzen,

   und solche Mengen Wasser enthält,  dass die Masse     breiig    bis flüssig ist, und     dass         das Verhältnis Wasser zu Festsubstanz höch  stens 1 :0,9 beträgt, durch solche Mengen  gasentwickelnder Stoffe     Makroporen    erzeugt  werden, dass die in der Masse entstehenden  Gase 5 bis 40%, vorzugsweise     10-30%,        dies     vorhandenen Wasservolumens ausmachen,  wobei die Masse verformt wird und durch  hydrothermische Behandlung eine Härtung  erzielt wird.  



  Kalkhaltige     Mörtelbindestoffe,    die beim  Verfahren gemäss der     Erfindung    benutzt  werden können,     sind:    zum Beispiel Weisskalk,  hydraulischer Kalk,     Dolomitkalk,    Tonerde  zement, Romanzement,     Portlandzement    oder  Gemische derselben.

   Zur Gruppe der erfin  dungsgemäss zu verwendenden     kiesel,säureha.l-          tigen    Stoffe mit mehr als 40 % Kieselsäure  sind zu zählen: Sandmehl, Quarzmehl, Mehl       kieselsäurereicher        Gesteine,    Asche,     gepulverte     Schlacke,     Trass,        Si-Stoff,    Ton,     Puzzolanmehl.          Unter    dem     Begriff        Si-Stoff    sind     kieselsäure-          reiche    Rückstände zu     verstehen,    die beim  Aufschluss von Ton mit Mineralsäuren, z. B.

    Schwefelsäure, neben     Tonerdeverbindungen     anfallen.  



  Neben den zum Hauptteil zementfeinen  kalkhaltigen     Mörtelbindestoffen    und kiesel  säurehaltigen Stoffen kann die Rohmasse und  entsprechend. der aus dieser gebildete Körper  auch Bestandteile enthalten, die gröber als  Zement, vorzugsweise gröber als 0,2 mm sind,  beispielsweise gröberer Sand,     Hochofen-          schlacke,        Trass    und andere Stoffe. Die Menge  dieser gröberen     Bestandteile    soll möglichst  nicht mehr als 5015' vom Gewicht der gesam  ten Festsubstanz ausmachen.  



  Zur     Erzeugung    der     14Takroporen    dienen       gasentwickelnde    Stoffe. Als solche können  beim Verfahren gemäss der Erfindung benutzt  werden:     allerfeinste        Metallpulver,    z. B.

   Alu  miniumpulver,     Kalziumpulver    oder Pulver  von Kalzium- und Aluminiumlegierungen,  Kalzium,     Kalziumkarbid,    Peroxyde, wie  Wasserstoffperoxyd,     Natriumperoxyd,    Ba  riumperoxyd, auch Karbonate und gleich  zeitig Säuren, die aus den     Karbonaten    die  Kohlensäure in Freiheit     setzen.       Bei     Benutzung    von Aluminiumpulver  werden zweckmässig Mengen von 0,005 bis  0,1     Üe@vichtsprozent,    vorzugsweise von 0,01  bis 0,05,     bezogen    auf die vorliegende Fest  substanz. angewandt.  



  Die Verfestigung der Baukörper erfolgt  nach dem Verfahren gemäss der Erfindung  hydrothermisch. Hierunter ist eine Behand  lung     bei    höheren     Temperaturen    in einer     ge-          sättigten        Wasserdampfatmosphäre    zu ver  stehen, die     beispielsweise    durch     Einleiten    von  Dampf     unter    Druck in ein     geschlossenes    Ge  fäss geschaffen werden kann. Je nach der Art  der vorliegenden Ausgangsstoffe ist die Zeit  dauer der     Dampfeinwirkung    sowie die Höhe  des Druckes einzustellen.

   Beim     Ausgehen    von       Quarzmehl    und Weisskalk ist     beispielsweise     mit 8- bis     10stündiger    Härtung     bei    Anwen  dung eines Dampfdruckes von 8 bis 10 atü  zu arbeiten.  



  Die in der     beschriebenen    Weise     erzeugten     Massen besitzen Mikroporen, die einen     Durch-          mes'ser    bis zu etwa 100, im     allb-emeinen    von  etwa 10     ,u    bis 100     ,u        besitzen    und dadurch       entstiehen,    dass bei der     Reaktion    von Kalk  und Kieselsäure zunächst     Kalziumhydrosili-          ka.t    gebildet wird, das die Hauptmenge des       zuggesetzten    Wassers     einschliesst,

      und     dass    bei  weiter getriebener Härtung eine     steinartig     feste     Kalziumsilikatmasse        gebildet    wird, in  deren     feinstem    Poren sich Wasser befindet,  das nachher verdunstet.  



  Neben den Mikroporen     besitzen    die in der :       beschriebenen        Weise        erzeugten    Erzeugnisse       aber    auch Makroporen. Diese Makroporen  werden     durch    die gasentwickelnden Stoffe  erzeugt und besitzen einen Durchmesser von  mehr als 0,1 mm.

   Im allgemeinen schwankt  die Grösse zwischen     etwa    0,3 und 1,0     mm.     Die Mikroporen machen volumenmässig :den       Hauptbestandteil    aus,     während    die Makro  poren nur     in    einer Menge von 5 bis 40, vor  zugsweise etwa 10 bis 30 % vom Volumen  der     Mikroporen,    vorliegen, deren Volumen  durch den Wassergehalt der Rohmischung  bestimmt wird.  



  Diese     besondere        Gestaltung    des     Leicht-          steinbaukörpers:        Festgerüst    aus Kalziumsili-           kat,    Mikroporen und Makroporen, schafft die  hier     erstrebten    Wirkungen. Das Mikroporen  gefüge sichert hohe     mechanische        Festigkeit.     Die Durchsetzung dieses Gefüges mit Makro  5     posen    bewirkt,     dass    die     Erzeugnisse        absolute          Frostbeständigkeit    erhalten.

   Würde man auf  die     Makroporen        verzichten,    so würde das       Auftreten    von     innern        Spannungen    unausbleib  lich     sein,    und     diese    Spannungen lösen sich  bei der     Prüfung    auf Frostbeständigkeit  durch     Absprengen    und     Absplitterungen.     Weitgehender Verzicht     auf    Mikroporen oder  Gestaltung     eines        Baukörpers,    der     in        höherem:

            Betrage    Makroporen als oben     angegeben    ent  hält, würde ein     Herabsinken    -der mecha  nischen     Festigkeiten    bedingen. Bei     Innehal-          tung    der oben gegebenen Grenzen wird aber  eigenartigerweise die mechanische     Festigkeit     des nur Mikroporen     aufweisenden        Körpers     kaum     nennenswert        erniedrigt.     



  Da es von Wichtigkeit ist, die Makroporen  in der Masse     .gleichmässig    zu verteilen, und  anderseits wesentlich     ist,    den Makroporen  gehalt im ganzen innerhalb gewisser Grenzen  zu halten, ist gleichmässige und feine Vertei  lung     der    Gastreibmittel     vorteilhaft.    Eine  gleichmässig feine     Verteilung    kann dadurch  bewirkt werden, dass die Gastreibmittel mit  den     andern    Komponenten dar Rohmasse oder  mit einem     Teil        dieser    durch     innige        Mahlung     vereinigt werden.

   Durch     eine    mehrstündige       Vermahlung,    z. B. mit einem     Teil    des gege  benenfalls zu benutzenden     Sandes,    wird das  Aluminiumpulver auf eine grosse Fläche,  nämlich die Oberfläche dieses     Sandes,    aus  gebreitet, bei der     Vermahlung    gleichzeitig  noch feiner     zerteilt,    als es.

   durch     Vermahlung     des Aluminiumpulvers     allein    möglich wäre,  und es bleibt ziemlich fest an der Oberfläche  des Mahlgutes haften, so,     dass    auch bei der       Einmischung    dieses     Mahlgutgemisches    in die       andern    Bestandteile der Rohmischung keine       Entziehung        bezw.    Anhäufung des     Alumi-          niumpulvers    erfolgen     kann.     



  Das Verfahren, gemäss .der     Erfindung    zeigt       besondere        Vorteile    bei der Benutzung     von.     Weisskalk, insbesondere     Branntkalk,        als    kalk  haltigem     Märtelbind'estoff    und Sandmehl als         kieselsäurehaltigem    Stoff. Bei     Benutzung     einer Rohmasse aus diesen beiden Stoffen  kann die     Verfestigung    durch     einmalige        hydro-          thermische    Härtung erzielt werden.

   In diesem  Falle wird zum Beispiel die in     Formen    ein  gefüllte und in diesen durch     Gasentwicklung     aufgelockerte Masse in den Formen -der       hydrothermischen    Härtung     unterworfen,    die  bis zum Ende, das heisst bis zur vollständi  gen     Verfestigung    zu führen     ist.     



  Es     ist        anderseits    aber auch möglich     und     in gewissen Fällen vorzuziehen, die Masse zu  nächst durch     hydrothermische        Härtung    nur  zu einem Teil zu     verfestigen,    also     vorzuhär-          ten,darnach    zu     verformen        und    nach dieser  Verformung durch     hydrothermische    Härtung       eine        endgültige        Verfestigung    zu bewirken.

    Die     vorgehärteten    Massen sind     thigotrop    und       gestatten    damit bei mechanischer     Einwirkung     eine Verformung in einfacher     Weise.    Vor  allem wird es dadurch möglich, mit einem  sehr     kleinen        Formenpark    auszukommen, da  die     geformten.    Körper alsbald nach der For  mung aus der Form herausgenommen werden       können.     



       Gewünsehtenfalls    kann die     vorgehärtete     körnige     Masse        init        kleinen    Mengen     breiiger     bis flüssiger Rohmischung versetzt und das  Gemisch verformt werden.  



       Insbesondere    bei den     Wei.sskalksandmebl-          massen        besteht    aber weiter,     wie    ,gefunden,  auch die Möglichkeit,     eine    gewisse     Vorhär-        j          tung    auf andere     Weise    zu     erzielen:    Bei     dieser          Ausfül@rungs:

  form        werden    der aus     Weisskalk          (Luftkalk)        und        kieselsäurehaltigen    Stoffen       bereiteten        Rohmischung    vor -der     Verformung     kleine Mengen Asche oder Schlacke beliebi  ger     Herkunft,        vorzugsweise    Flugasche, zuge  mischt.  



  Diese Zusatzstoffe, vor allem Aschen, be  wirken     überraschenderweise        in,    kurzer     Zeit          eine    derartige     Ansteifung,der        Massen,    dass die  Körper die für     die        weiteren        Arbeitsstufen     erforderliche     Handhabungsfestigkeit        erlan-          gen     Bei     Verwendung    von     gewissen        Feuerurigs-          rückstäaden    zu     :

  diesem    Zweck,     insbesondere     von     Schlacken,    -ist es zweckmässig, die Re-           aktionsfähigkeit        bezw.    das     Ansteifungsver-          möbgen    zu     steigern.    Das gelingt - was eine  besondere Ausführungsart der Erfindung       .darstellt    - -durch Zusatz kleiner Mengen von       Portlandzement,    Gips, Flugasche..

   Es emp  fiehlt sich     @da-bei,    !diese Zusätze gemeinsam  mit der Schlacke zu     vermahlen.    Die Menge  dieser Zusätze ist gleichfalls auf 5 bis<B>50%,</B>       bezogen:    auf das Gewicht der Schlacke, zu  bemessen. Es genügen unter Umständen aber  auch geringere Zusätze.  



  Diese     Tatsache        berührt    um so     eigenarti-          ger,    als von: Aschen     oder    Schlacken eine nen  nenswerte     Erhärtungsenergie    nicht erwartet  werden könnte. Eigenartig ist     weiter,        da.ss     selbst Aschen und     Schlacken    mit höherem Ge  halt an     Sulfaten    verwendbar sind.

   Ein Gips  treiben, wie dies bei     Kälksandsteinmassen     (unter Benutzung von     Feuerungsrückständen)          auftritt,        ist    bei den so     hergestellten    Erzeug  nissen nicht     festzustellen.    Die Zusätze müs  sen allerdings in     feinzerteilter    Form vorlie  gen.  



  Die Zusatzmengen sind im allgemeinen  dem Kalkgehalt anzupassen, sie sollen höch  stens in :gleicher Menge wie der Kalk vorlie  gen.     Günstiger        ist    Arbeiten mit     geringeren     Mengen. Bei Benutzung von Flugasche hat  sich für     eine        Rohmischung    aus 30 % Weiss  kalk,<B>50%</B> Sandmehl, 20%     Magerungssand     ein Zusatz von 5 bis 15 % als sehr vorteilhaft  erwiesen.  



  Zu     erwähnen    ist noch die Möglichkeit,  das     Ans:teifen    von nur Weisskalk     bezw.    Luft  kalk als     kalkhaltige        Mörtelbindestoffe    ent  haltenden Massen auch durch Zufügung von       Portlandzement    oder     Tonerdezement    zu be  wirken     bezw.    dadurch, dass als     kieselsäure-          haltiger    Stoff eine Mischung mehrerer Stoffe       verwendet    wird,

   von     denen.    wenigstens einer       nennenswerte        Anteile        der    Kieselsäure, z. B.       10-.30%,        in    besonders     reaktionsfähiger     Form     enthält.    Zu diesen Stoffen     sind    zu zäh  len     Trass,        Puzzolane,    gerösteter Ton     und    der  gleichen.  



       Weiter    möge ergänzend noch     bemerkt     werden, dass es vorteilhaft erscheint, die in  den Formen befindliche     Masse    nach Beendi-         gung    der     Gasentwicklung,        jedoch    vor der end  gültigen Befestigung, an den Oberflächen zu       glätten.     



       Ausf        ührungsbeispiele:     1. Bei Durchführung der Härtung in zwei  Stufen kann man     beispielsweise    wie folgt       verfahren:     30 Teile Weisskalk, 50 Teile Sandmehl  von einer Feinheit von 4900 Maschen     per    cm'  und 20 Teile Sand mit einer Teilchenfeinheit  von 0 bis 2 mm werden mit 80 Gewichts  teilen Wasser vermischt. Dieser Masse werden  0,02 % Aluminiumpulver     zugefügt,    dann  wird die Mischung in einen Härtekessel ge  geben, wo sie 1 bis 3     Stunden    bei 8 atü  Dampfdruck     behandelt    wird.

   Die anfallende  krümelige Masse wird bei     starker        mecha-          nischer    Einwirkung     plastisch    und kann daher,  z. B. durch Einstampfen,     verformt    werden.  Die geformten Gegenstände, wie Ziegelsteine  oder dergleichen, werden dann 5     Stunden        bei     10 atü fertig gehärtet. Die Erzeugnisse zei  gen ein Raumgewicht von 0,8     t/mg    und, eine  Festigkeit von 140     kg/cm2.     



  2. Zur     Herstellung    von 1     m3    Fertigpro  dukt vom Raumgewicht 0,8 werden 200 kg       Branntkalk,    86 kg Flugasche von einer  Braunkohlenfeuerung und 504 kg Sand,  sämtlich in der Feinheit üblichen     Portland-          zement.s        (etwa   <B>10%</B> Rückstand auf dem       4900-Maschensieb)    mit 150 g Aluminium  pulver     vermischt    und mit 650     Liter        Wasser          verquirlt.    Die     Masse    kann dann     vergossen     werden.

   Sie     dickt    innerhalb 6 Stunden so weit  an, dass sie     sehneidbar    ist und verformt wer  den kann. Die Formstücke werden dann in       bekarnnter        Weise    durch     hydrothermische        Rär-          tung        verfestigt.     



  3. 200 kg     Branntkalk,    20 kg     Zement,     80 kg Schlacke und 500 kg     Sand,    sämtlich  in der Feinheit von üblichem     Portlan:dzement,          werden    mit 150 g Aluminiumpulver und  650     Liter    Wasser gemäss den Angaben des  Beispiels 2     verarbeitet.    Auch hier     erhält        man     1     m3    Fertigerzeugnis vom Raumgewicht 0,8.  



  4. Nach den Angaben     wie    im Beispiel 2  werden 200 kg     Branntkalk,    40 kg Flugasche  aus einer     Steinkohlenfeuerung,    56 kg Schlacke      und 504 kg Sand, sämtlich     in    der     Feinheit     von üblichem     Po@rtlandzement,    mit 150 g       Aluminiumpulver    verarbeitet. Man erhält die  gleiche Menge     "Fertigerzeugnis    von ähnlichem  Raumgewicht.  



  5. Zur Herstellung von 1     ms        Fertigpro-          dukt    vom     Raumgewicht    0,8     werden    verarbei  tet 200 kg     Brannttkalk,    80 kg Schlacke, 40 kg       Si-Stoff    (Rückstände ,des Tonaufschlusses mit       Schwefelsäure),    480 kg Sand,     sämtlich    in der       Feinheit    des üblichen     Portlandzements,    mit  150 g     Aluminiumpulver    vermischt und mit  650 Liter     Wasser    verquirlt.  



       Die        weitere    Verarbeitung     erfolgt    nach den       Angaben    des Beispiels 2.  



  6. Man verfährt.     in    ,gleicher Weise wie im       Beispiel    2     angegeben    und benutzt für die       Herstellung    von 1     ms        Fertigprodukt        vom.     Raumgewicht 0,8 200 kg     Branntkalk,    80 kg  Zement, 520 kg Sand, 650 Liter Wasser,  150     ,g        Aluminiumpulver.    Oder man benutzt  7.

   200 kg     Branutkalk,    20 kg Zement,  5 kg     Si-Stoff,    75 kg Schlacke, 500 kg     Sand,     650     Liter    Wasser     und    150 g Aluminium  pulver.  



  Unter den     angewandten.        Bedingungen     setzt sich     Ca0    mit     SiO,z    in     monomolekularem          Verhältnis    um.

       Dementsprechend    wird die  Menge     Si0y    in den     kieselsäurehaltigen    Roh  stoffen auf     -mindestens        ,die    gleiche Höhe wie  die Menge     Ca0    in den vorhandenen kalkhal  tigen Rohstoffen     eingestellt.    Die     si02-Menge     kann auch     gegebenenfalls    bis zum     Doppelten,          bisweilen    auch bis zum     Vierfachen,der    Menge       Ca0    anwachsen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Leichtbaukörper von hoher Festigkeit und Frostbeständigkeit"der ein Raumgewicht von 0,3 bis 1,0 to/m' aufweist, dadurch ge- kennzeichnet,.dass er ein im wesentlichen aus Kalziumsilikat bestehendes Festsubstanz skelett besitzt, zum Hauptteil Poren mikro- skopiseher kleiner Grösse aufweist und da neben Makroporen von über 0,
    1 mm Durch messer, deren Volumen 5 bis 40% vom Vo lumen der Mikroporen beträgt. Il. Verfahren zur Herstellung von. Leicht baukörpern nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Gemisch, das kalkhaltige Mörtelbindestoffe und:
    kiesel- säurehaJtige Stoffe mit mehr als 40 % Kiesel säure, die zum Hauptteil mindestens Zement feinheit besitzen, und solche Mengen Wasser enthält, dass die Masse breiig bis flüssig ist, und dass das Verhältnis Wasser zu Festsub- stanz höchstens 1<B>:
    0,9</B> beträgt, durch solche Mengen gasentwickelnder Stoffe Makroporen erzeugt werden, @dass die in der Masse ent stehenden Gase 5 bis 40 % des vorhandenen Wasser-Volumens, ausmachen, wobei die Masse verformt wird und durch hydrother- mische Behandlung eine Härtung erzielt wird. UNTERANSPRttCHE 1.
    Baukörper nach Patentanspruch I, der ein Raumgewicht von 0,5 bis 1,0 to/m@ 'be sitzt, dadurch gekennzeichnet, @dass er ein mikroporöses Skelett von Kalziumsilikat und daneben Bestandteile enthält, die gröber sind als 0,2 mm.
    2: Baukörper nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, der ein Raumgewicht von 0,5 biss 1,0 to/m@ besitzt, dadurch gekenn zeichnet, dass er ein mikroporöses Skelett von Kalziumsilikat und .daneben bis _ 50 Gewichts prozent Bestandteile enthält, die gröber sind als 0,2 mm. 3.
    Baukörper nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass er zum Hauptteil Poren von einem Durchmesser bis etwa 0,1 mm und ausserdem 5 bis 40 % vom Volu znen dieser Poren an Poren von einem Durch messer über 0,8 mm besitzt.
    4. Verfahren nach Patentanspruch II, ge kennzeichnet durch die Benutzung solcher Mengen gasentwickelnder Stoffe, id;ass nach Einfüllung der Masse in die Formen 10 bis <B>30%</B> des vorhandenen Wasservolumens an Gasen gebildet werden. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch II, ,da durch gekennzeichnet, dass als kalkhaltiger Mörtelbindestoff Weisskalk benutzt wird:. 6. Verfahren nach Patentanspruch II und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass als kalkhaltiger Mörtelbindestoff Weiss kalk in der Form des Branntkalk benutzt wird. 7.
    Verfahren nach Patzntansprueh 1I, da durch gekennzeichnet, dass als kalkhaltiger Mörtelbindestoff hydraulischer Kalk benutzt wird. B. Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass als kalkhaltiger Mörtelbindestaff Dolomitkalk benutzt wird. 9. Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass als kalkhaltiger Mörtelbindestoff Romanzement benutzt wird. 10.
    Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass als kalkhaltiger Mörtelbindestoff Portlandzement benutzt wird. 11. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass als kieselsäure haltiger Stoff Sandmehl verwendet wird. 12. Verfahren nach Patentanspruch II, -dadurch gekennzeichnet, dass als kiesel.säure- haltiger Stoff Tonmehl verwendet wird. 13.
    Verfahren nach Patentanspruoh TI, dadurch gekennzeichnet, dass als kieselsäure- haltigger Stoff Puzzalanmehl verwendet wird. 14. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass als kieselsäure haltiger Stoff Schlackenmehl verwendet wird. 15. Verfahren nach Patentanspruch II und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeich net, dass als kalkhaltige Mörtelbindestoffe Weisskalk und Portlandzement verwendet werden, wobei der Weisskalk überwiegt. 16.
    Verfahren nach Patentanspruch 1I und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeich net, dass als kalkhaltige Mörtelbindestoffe Weisskalk undi Tonerdezement verwendet wer den, wobei der Weisskalk überwiegt. 17.
    Verfahren nach Patentanspruch 1I und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeich net, dass als kieselsäurehaltiger Anteil ver schiedene Stoffe verwendet werden, wovon wenigstens einer einen Gehalt an besonders reaktionsfähiger Kieselsäure besitzt. 18. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass verschiedene kieselsäurehaltige Stoffe verwendet werden, wovon einer Si-Stoff, ein Abfallstoff des Tonerdeaufschlusses .mit Mineralsäure, ist. 19.
    Verfahren nach Patentanspruch II und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeich net, dass verschiedene kieselsäurehaltige Stoffe verwendet werden, wovon einer Asche ist, wobei der Anteil an Asche klein ist. 20. Verfahren nach Patentanspruch 1I und; Unteransprüchen 5 und 19, dadurch ge kennzeichnet, dass einer der kie@selsäurehaJti- gen Stoffe Flugasche ist, wobei ,der Anteil an Flugasche klein ist. 21.
    Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, d'ass verschiedene kieselsäurehaltige Stoffe verwendet werden, wovon einer Schlacke ist, wobei der Anteil an Sehlacke klein, ist. 22. Verfahren nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 5, 19 und 20, dadurch gekennzeichnet, dass Flugasche im Betrage von 5 bis 15 % der Festbestandteile der Roh mischung verwendet wird. 23.
    Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass in ,den fein ver teilten Ausgangsstoffen das Verhältnis Ca0 : SiO#> auf 1 : 1 bis 1 : 4 eingestellt wird'. 24. Verfahren nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass in der Roh- mi,schung bis 50/'2o, vom Gewicht der Fest substanz gerechnet, Bestandteile enthalten sind, die gröber als zementfein sind. 25.
    Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Masse Peuerungsrückstände und kleine Mengen Zement zugesetzt werden. 26. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Masse Feuerungsrückstände und kleine Mengen Gips zugesetzt werden. 27.
    Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die in den For men befindlichen Massen nach Beendigung der Gasentwicklung an den Oberflächen ge glättet werden. 28. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Gastreib- mittel mit mindestens einem Teil wenigstens einer Komponente dier Rohmasse durch innige Vermahlung vereinigt werden. 29.
    Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch .gekennzeichnet, dass das breiige bis flüssige Rohstoffgemenge zunächst ohne For mung hydrothermischbis zur Erzielung einer körnigen Masse :gehärtet, die Härtung dünn abgebrochen wird und die vorgehärteten Massen durch Pressung verformt werden.
    30. Verfahren nach Patentanspruch II und Unteranspruch 29, dadurch gekennzeich net, dass die vorgehärtete körnige Masse mit kleineren Mengen breiiger bis flüssiger Roh- misichung versetzt wird.
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EP1688401A3 (de) * 2005-02-04 2006-09-13 Xella Dämmsysteme GmbH Mineralisches Dämmelement und Verfahren zu seiner Herstellung
US7758955B2 (en) 2005-02-04 2010-07-20 Xella Dämmsysteme GmbH Mineral insulation element and process for producing it

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