CH231996A - Verfahren zur Herstellung von Askaridol. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Askaridol.

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CH231996A
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  Verfahren zur     Iierstellung    von     Askaridol.       Es wurde gefunden, dass man     As.karidol     gewinnen kann, wenn man     .a-Terpinen    oder  dieses enthaltende     Gemische    mit Sauerstoff  oder     Sauerstoff        enthaltenden    Gasen, wie     mit     Luft, in     Gegenwart    eines sensibilisierenden,  die Anlagerung von Sauerstoff fördernden  Stoffes, zweckmässig     eines    Farbstoffes, der  in die     Leukoform    überzugehen vermag, wie       Eosin,    Chlorophyll,

       Pinacyanol    und derglei  chen, dem Einfluss des Sonnenlichtes oder  anderer     aktinischer    Strahlen aussetzt. Dabei       lagern    sich zwei Sauerstoffatome unter Bil  dung eines     Endoperogyds    an das     a-Terpinen          dung    eines     Endoperogyds    an das     a-Terpi-          nen    an.  



  Die Gewinnung des als Ausgangsmate  rial     verwendeten        a-Terpinens    in reiner Form  ist bekanntlich nicht ganz einfach. Regel  mässig sind dem     a-Terpinen        isomere        Terpen-          kohlenwasserstoffe        beigemischt,    z. B. das  einen     siebengliedrigen    Ring enthaltende       Terpen     
EMI0001.0031     
    (vergleiche K.     Alder    und H. F. Richter, Be  richte     der,deutschen    chemischen Gesellschaft  70, Seite 1367     [1937]).     



  Auch diese gewöhnlichen Beimischungen  des     .a-Terpinens    geben beim Behandeln mit  Sauerstoff gemäss der     Erfindung    flüchtige,  mit Dampf oder im Vakuum destillierbare       Endoperogyde    ;der Zusammensetzung     Ter-          pen-Oz;    diese sind aber im Gegensatz zum       Askaridol    in der Regel durch Abkühlen nicht  zur     Kristallisation    zu bringen.  



  Das Gesamtverhalten der aus handels  üblichen     a"-Terpinen"-Präparaten    zu gewin-           nenden        Endoperoxyde    hängt daher     stark    vom  angewandten Ausgangsmaterial ab. Es ist  z. B. leicht möglich., aus einem hochwertigen.       u-Terpinen-Präparat    ein     Rohaskaridol    vom  Schmelzpunkt -14 bis -10  zu gewinnen,  aus dem ohne grosse Verluste durch U     mkri-          stallisieren    reines     Askaridol    mit einem  Schmelzpunkt von     -;-2     hergestellt werden  kann.

   Bei weniger     a-terpinenreichen        Terpi-          nenproben    bleibt zwar die Gesamtmenge ge  winnbarer     Endoperoxy.de    in der Regel     die-          selbe,    jedoch kristallisieren lediglich die     nied-          rigst    flüchtigen Anteile des über das     Iuter-          vall    von 40-90  bei 0,7 mm     Hg    destillieren  den Rohperoxyds. Die höheren Fraktionen  sind Öle.

   Sie gleichen dem     Askaridol    weit  gehend in ihrem Verhalten beim     trockenen     Erhitzen und in der Höhe ihrer     Dielektrizi-          tätskonstanten.     



  Auch die Art des bei der     Autoxydation     verwandten     Photosensibilisators    kann von  Einfluss sein auf die     Kristallisationsfähig-          keit    der destillierbaren Reaktionsprodukte,  was vielleicht darauf zurückzuführen ist, dass  einzelne     Sensibilisatoren    eine Umlagerung des       a-Terpinens    am Licht vor der     Autoxydation     bewirken.  



  Um die Bildung     höhermolekularer    Per  oxyde, wie sie normalerweise bei der nicht       photosensibilisierten        Autoxydation    des     Ter-          pinens    entstehen, möglichst     zurückzudrängen,     ist es zweckmässig, in grosser Verdünnung zu  arbeiten.    Als Verdünnungsmittel hat sich     Äthyl-          alkohol    besonders bewährt; doch sind     auch     andere Lösungsmittel, z.

   B. n- und     iso-Pro-          panol,        Toluol    oder Benzol, brauchbar.     Es    hat  sich weiter herausgestellt, dass die     besten    Re  sultate erhalten werden, wenn man die     Be-          lichtung    in hoher Verdünnung durchführt,  indem man z. B. eine Verdünnung von. etwa  1: 200      -ählt.    Bei hohen Konzentrationen ent  stehen erhebliche Mengen von     Polymeri-          sationsprodukten.     



  Man kann aber auch bei höheren als  den genannten Konzentrationen arbeiten,  was betriebstechnisch von Bedeutung ist,  wenn man den Lösungen     bestimmte,    die       Polymerisation    hemmende Stoffe in     verhält-          nismässig    geringen Mengen zusetzt. Als  ein solcher, die     Polymerisation    hemmender  Stoff hat sich     Toluol    besonders bewährt. So  ist es möglich, durch Zusatz von nur 2       Toluol    zu der     alkoholischen    Lösung in einer  etwa um das zehnfache höheren Konzentra  tion zu arbeiten als ohne diesen Zusatz.

         Anderseits    ist die     Verwendung    von     Toluol     allein an Stelle von     einem        Alkohol-Toluol-          gemisch    weniger vorteilhaft.     Toluol    kann mit  gleichem oder ähnlichem Erfolg auch durch  andere hemmende Stoffe,     insbesondere    solche       autoxyda;bler    Natur, die in den zu verwen  denden     Lösungsmitteln    löslich sind, wie     Xy-          lol    und dergleichen, ersetzt     werden.     



  Die folgende Tabelle veranschaulicht die       Wirkun        g    dieser Zusätze:  
EMI0002.0074     
  
    Ausgangsmaterial <SEP> Lösungsmittel <SEP> Zusatz <SEP> Endoperoaydausbeute
<tb>  1 <SEP> Teil <SEP> a-Terpinen <SEP> 200 <SEP> Teile <SEP> Äthanol <SEP> ohne <SEP> Zusatz <SEP> 0,37 <SEP> Teile
<tb>  1 <SEP> Teil <SEP> a-Terpinen <SEP> 30 <SEP> Teile <SEP> Äthanol <SEP> ohne <SEP> Zusatz <SEP> 0,27 <SEP> Teile
<tb>  1 <SEP> Teil <SEP> a-Terpinen <SEP> 30 <SEP> Teile <SEP> Äthanol <SEP> 2 <SEP> % <SEP> Toluol <SEP> 0,45 <SEP> Teile
<tb>  (Ber. <SEP> auf <SEP> Äthanol)       Die     Reaktion    wird zweckmässig bei     ge-          wähnlicher    Temperatur ausgeführt;

   gegebe  nenfalls muss unerwünschte     Eiivärmungdurch     Kühlen     verhindert    werden. Die Anlagerung  des Sauerstoffes verläuft verhältnismässig  langsam und ist im allgemeinen erst in eini  gen Tagen beendet. Zwecks Beschleunigung       führt    man die Reaktion unter Schütteln oder    unter     kräftigem    Rühren durch.     Zweckmässig          benutzt    man.     dabei    den in die     Flüssigkeit     einzuleitenden     Sauerstoff    oder Luftstrom zur       Durchwirbelung    der Reaktionslösung.

   Auch  Arbeiten     unter    Überdruck dient zur     Be-          sch.lennigung    der Reaktion.  



  Zur Photooxydation gemäss vorliegender       Erfindunn    bedient man sich     zweckmässig    der      folgenden Apparatur: Eine     Osram-Nitra-          Lampe    von 200 Watt     'befindet    sich in: einem  mit Wasser gefüllten und mit     Zufluss    und  Abfluss versehenen     Becherglas    ; dieses ist  umgeben mit einem zweiten, etwas weiteren       Becherglas,    das die zu bestrahlende Lösung       enthält        und        mit    einem Rührwerk versehen  ist.

   Um eine möglichst gute Ausnutzung der  Lichtenergie zu erzielen, wird der Apparat  in einem mit Spiegelglasscheiben ausgeklei  deten Kastengesetzt.  



  Die Isolierung der     Endoperoxyde    aus der       Reaktio_nsläsung    kann in an sich üblicher  Weise erfolgen. So kann man das     Lösungs-          mittel    zweckmässig im Vakuum     ab:destillie-          ren    und das hinterbleibende Rohperoxyd  durch Hochvakuum-     oderWasserdampfdestil-          lation    fraktionieren.  



  Die     Reaktionsprodukte    sind wertvoll als       Wurmmittel.     



  <I>Beispiel 1:</I>  1 Teil     a-Terpinen    wird in 200 Teilen       Äthanol    in Gegenwart von 0,001 Teilen       Eosin    mit Sauerstoff von Atmosphärendruck  unter Belichtung geschüttelt. Nach     beendeter     Sauerstoffaufnahme wird das     Lösungsmittel     bei 12 mm     Hg    entfernt und dann bei 0,7 mm       Hg    zwischen 40 und     80'-    das gebildete       Endoperoxyd    überdestilliert. Erhalten wer  den 0,37 Teile     Endoperoxyd.     



  Die bei 52-64  und 0,01 mm Druck  übergehenden     Fraktionen    von n2' = 1,476  bis 1,484 sind     kristallisierbare    Produkte, aus  denen man durch Kristallisation aus     Petrol-          äther    reines     Askaridol    vom     Smp.        -f-    3  und  n D = 1,474 erhält.  



       Beispiel   <I>2:</I>  1 Teil     a-Terpinen    wird in 60 Teilen  Alkohol, der 2 %     Toluol    enthält, in Gegen  wart von 0,001-0,004 Teilen Chlorophyll  analog Beispiel 1 umgesetzt. Erhalten werden  0,424 Teile     Endoperoxyd    mit der     Dielektri-          zitätskonstante    12,0.  



  <I>' Beispiel<B>3:</B></I>  Es wird analog Beispiel 1 verfahren:  1 Teil     a-Terpinen    in 30 Teilen Alkohol, der    20%     Toluol    enthält, mit 0,002 Teilen     Ery-          throsin    ergibt 0,44 Teile     Endoperoxyd.     



  <I>Beispiel 4:</I>       Es    wird     analog    Beispiel 1 verfahren:  1 Teil     a-Terpinen    in 20 Teilen Alkohol, der  20%     Toluol    enthält, mit 0,002 Teilen     Eosin     ergibt 0,44 Teile     Endoperoxyd.     



  <I>Beispiel 5:</I>  Es wird analog Beispiel 1 verfahren:  1 Teil     a-Terpinen    in 12 Teilen Alkohol, der  20 %     Toluol    enthält, mit 0,002 Teilen     Eosin     ergibt 0,38-0,40 Teile     Endoperoxyd.     



       Beispiel   <I>6:</I>  Verfahren wird analog Beispiel 3, jedoch  werden an Stelle von     Erythrosin    0,005 Teile       Pseudoisocyanin    verwandt. Erhalten werden  0,28 Teile Ei     ndoperoxyd.     



  <I>Beispiel 7:</I>       Es    wird analog Beispiel 3 verfahren,  jedoch werden an     Stelle    von     Erythrosnn     0,0015 Teile     Fluorescein        verwendet.        Erhalten     werden 0,38-0,40 Teile     Endoperoxyd.     



       Beispiel        S:     Es wird analog     Beispiel    3 verfahren,  jedoch werden statt     Erythro,sin        0,0001,Teil          Pinacyanol    verwandt: 0,27 Teile     Endoper-          oxyd.     



  <I>Beispiel 9:</I>  Es wird analog Beispiel 1 verfahren:  1 Teil     a-Terpinen    in 50 Teilen     Isopropanol     mit 0,0005 Teilen     Eosin    ergibt 0,39 Teile       Endoperoxyd.     



       Beispiel   <I>10:</I>  In     einer        starkwandigen,    mit einem Draht  geflecht umgebenen     Glasflasche    wird nach  Beispiel 3 verfahren. Jedoch befindet sich  das     Reaktionsgefäss    in Verbindung mit einem       Sauerstoffvorratsgefäss,    das mit einem Mano  meter     versehen;    ist. Nach kurzem Evakuieren       wird    die     Apparatur    mit Sauerstoff gefüllt,  bis das     .Manometer    4 Atü anzeigt.

   Der Ver  lauf der Reaktion zeigt sich am Absinken  des     Sauerstoffdruckes,    der, solange notwen-           d.ig,    immer wieder auf 4 Atü einbestellt wird.  Die Umsetzung verläuft bedeutend schneller  als bei Beispiel 3, die Ausbeute an Endoper  oxyd (0,42 Teile) ist annähernd dieselbe.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung von Askari- dol, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Lösung von a-Terpinen, in Gegenwart von sensibilisierenden, ,die Anlagerung von Sauer stoff fördernden Stoffen dem Einfluss aktini- scher Strahlen aussetzt und aus dem Reak tionsgemisch das Askaridol isoliert. UNTBRANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als sensibili sierenden Stoff einen Farbstoff, der in die Leukoform überzugehen vermag, verwendet.
    2. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man Eosin verwendet. 3. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, da.ss man eine alko- holisehe Lösung von a-Terpinen verwendet. 4. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Reaktion. in brosser Verdünnung vornimmt.
    5. Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 3, dadurch gekenn zeichnet, dass man der Lösung zwecks Durch führung der Reaktion bei hoher Konzentra tion Stoffe zusetzt, die der Bildung poly merer Peroxyde entgegenwirken, die in dem verwendeten, Lösungsmittel löslich sind. 6. Verfahren nach Patentanspiuch und Unteransprüchen 1, 3 und 5, dadurch ge kennzeichnet, dass man autoxydable Stoffe zusetzt. 7. Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1, 3, 5 und 6, dadurch ge kennzeichnet, dass man Toluol zusetzt.
CH231996D 1941-06-21 1942-06-20 Verfahren zur Herstellung von Askaridol. CH231996A (de)

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