CH232065A - Verfahren zur Herstellung von Pressholzkunstplatten. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Pressholzkunstplatten.

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CH232065A
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Fahrni Fred
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B27WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
    • B27NMANUFACTURE BY DRY PROCESSES OF ARTICLES, WITH OR WITHOUT ORGANIC BINDING AGENTS, MADE FROM PARTICLES OR FIBRES CONSISTING OF WOOD OR OTHER LIGNOCELLULOSIC OR LIKE ORGANIC MATERIAL
    • B27N1/00Pretreatment of moulding material
    • B27N1/02Mixing the material with binding agent
    • B27N1/0209Methods, e.g. characterised by the composition of the agent

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Forests & Forestry (AREA)
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Description


  Verfahren zur     Herstellung        -von        Pressholzknnstplatten.       Die Erfindung     betrifft    ein Verfahren zur  Herstellung von     unzerfaserte    Holzteilchen  und mindestens in     pulverförmiges        Bindemit-          tel    als Hauptbestandteile enthaltenden     Press-          platten.    .  



  Bei der Herstellung von Platten dieser  Art machte bisher die gleichmässige Durch  mischung der Holzteilchen mit dem Binde  mittel erhebliche Schwierigkeiten, -da das  Bindemittel im allgemeinen schwerer ist     als     die Holzteilchen und so immer den untern  Teil der Masse anreichert.  



  Diese Schwierigkeiten werden der Erfin  dung gemäss dadurch überwunden. dass wäh  rend des     Mischens    der     Holzteilchen    mit den  pulverförmigen     Bindemittelteilchen    auf diese  Masse ein     netzendes    Fluidum fein     verteilt     aufgebracht wird zum Zwecke der Erzielung  der Haftung der     Bindemittelteilchen    an den  Holzteilchen.  



  Im folgenden werden beispielsweise Aus  führungsformen des der Erfindung entspre  chenden Verfahrens beschrieben:         Beispiel   <I>1:</I>  In eine Mischtrommel werden einge  bracht:  300     Gewichtsteile    trockene Sägespäne,  40 Gewichtsteile selbsthärtendes Kunstharz  pulver, das bei     130     C abbindet,  15     Gewichtsteile    Wachspulver.    Während der     Durchmischung    werden lang  sam 30 Gewichtsteile Dampf eingeblasen. Die       durchmischte    Masse wird auf ein     Pressblech     mit Rahmen aufgeschüttet, gleichmässig ver  teilt, in eine auf 130 C geheizte Presse ge  bracht und gepresst.

   Nach einer     Pressdauer     von 10 Minuten bei     dieser        Temperatur    und  bei einem Druck von 35 kg/cm' wird abge  kühlt. Wenn beim Abkühlen die Temperatur  von 95  C erreicht     ist,    wird die Presse ge  öffnet, die Platte herausgenommen und bis  zur völligen Abkühlung aufgestellt.  



  Als Bindemittel könnte auch nicht selbst  härtendes     gunstharzpulver    verwendet wer  den und auf die Masse könnte ein flüssiges      Härtemittel zusammen mit Wasser feinver  teilt aufgebracht werden.  



       Beispiel   <I>2:</I>  In die Mischtrommel werden eingebracht:  300 Gewichtsteile. trockene Sägespäne,  50 Gewichtsteile Pulver eines     Harnstoff-          formaldehydkondensationsproduktes,     10 Gewichtsteile Wachspulver.  



  Während der     Durchmisehunb    werden  5 Gewichtsteile Heisshärter, z. B. Phosphor  säure oder     Oxalsäure,    und  40 Gewichtsteile     -'i'asser     miteinander vermischt und durch einen Zer  stäuber langsam auf das Gut aufgebracht.  Die Masse wird in eine Form eingefüllt und  in eine Presse eingebracht, in der sie bei einer  Temperatur von 96  C und einem Druck von  15     hg!cni\    zehn Minuten lang     gepresst    und  dann aus der Presse genommen wird.

      <I>Beispiel 3:</I>  Zum Herstellen von Platten aus gröbe  ren,     unzerfaserten    Holzteilen werden in die  Mischtrommel eingebracht:  300 Gewichtsteile gröbere Holzspäne,  15     Gewichtsteile    eines     Harnstofformalde-          hydkondensationsproduktes,    in Pulver  form,  1,5 Gewichtsteile Heisshärter,  25 Gewichtsteile Wasser.    Die in diesen Beispielen angegebene Was  sermenge ist so gewählt, dass sie gerade aus  reicht, um die Holzteilchen so zu befeuchten,  dass eine gute Haftung der Bindemittelteil  chen an den Holzteilchen     erhalten    wird.

   Diese  Flüssigkeitsmenge, wenn sie 10 bis 157o be  trägt, gibt dabei .der fertigen Platte die für  den praktischen Gebrauch später erforder  liche Feuchtigkeit, so dass eine     ziisäzliehe     Trocknung der Platten nicht erforderlich ist.  



  Vorteilhaft werden zwecks Herstellung  von Platten für     Fussbodenbelege,    die stärke  ren Beanspruchungen zu genügen haben,       .schuppenförmige        Hartholzteilchen        gewählt,     die je einen Flächeninhalt von 5 bis 100     mm-'     und eine Dicke von 0,1 bis 1 mm aufweisen.    Mit solchen Teilchen ergibt sieh eine glatte,  schön gemusterte     und    gleichzeitig dichte,  widerstandsfähige Oberfläche.  



  Wenn, wie im Beispiel 1,     Wasserdampf     zugegeben wird, so genügt zumeist eine ge  ringere     3Teiige    des     Fluidums    als bei Zugabe  von Wasser in Tropfenform, um alle Binde  mittelteilchen an die Holzteilchen zu heften.  Die, Zugabe von Dampf erfolgt deshalb am       besten,    wenn die zu     bindenden    Holzteilchen,  wie     Sägespäne.    nicht völlig trocken sind.  



  Bei allen Beispielen  -erden während der       Durehmischung    immer wieder neue Holz  teilchen von Dampf oder feinzerteilter Flüs  sigkeit getroffen. Dadurch bildet sich an den  Holzteilchen eine dünne Flüssigkeitsschicht.  Mit dieser kommt das feine pulverförmige,  trockene     Bindematerial    während der     Durch-          inischung    fortwährend in Berührung und  bleibt an den Holzteilchen haften, so dass bei  dem     darauffolgenden        Pressen    ein gutes Zu  sammenkleben der einzelnen Holzteilchen er  halten wird.  



  Als     Flüssigkeit    kommen vor allem Was  ser, aber auch- andere Mittel in Frage, z. B.       Lösungsmittel    für Bindemittel, welche nur  in Gegenwart eines     Härters    abbinden, oder  Lösungen von Chemikalien, welche den Plat  ten besondere     Eigenschaften,    wie z. B.  Schutz gegen     Scliimmel-Pilzbefall,    oder die  Eigenschaft des     Wasserabstossens,    oder des       Feuerhemmens    oder .dergleichen verleihen  sollen.  



  Bei Anwendung von Wärme beim     Press-          vorgang    kann das Verdampfen der Flüssig  keit im wesentlichen Masse beim Pressen       vermieden    werden, indem man entweder bei       einer    Temperatur presst, die unter dem Siede  punkt der Flüssigkeit,     bei    Anwendung von  Wasser also unter 100  C, liegt oder, wenn  für bestimmte Bindemittel eine     Presstempera.-          tur    über dem Siedepunkt. der     Flüssigkeit    not  wendig oder erwünscht ist, ,indem man in  einer dicht schliessenden Presse presst und vor       dem    Öffnen der Presse bis unter den Siede  punkt abkühlt.  



  Nach dem Durchmischen und Festsetzen  der Bindemittel und übrigen Zusätze auf      allen Holzteilchen erfolgt bei -den beschrie  benen Beispielen die Ausbreitung der Masse  in     Pressrahmen,    Formkästen und dergleichen,  wobei die Aufschüttung am besten auf ein bei  der Pressung verwendetes     Glanzpressblech     erfolgt. Zur Erzielung einer -doppelseitig       glatten    Platte wird oben ein zweites     Glanz-          pressblech    aufgelegt.  



  Nach vorliegendem Verfahren können  selbstverständlich auch Platten hergestellt  werden, die auf der einen Seite     glatt    sind und  auf der andern Seite eine Siebmarkierung  oder dergleichen durch Einlegen eines     Draht-          gefleclhtes    haben.  



  Wird mit Druck und Hitze gepresst,     so,     kann entweder     die        Presse,    während die Masse  sich in ihr befindet, eine gewisse Zeit auf der  hohen Temperatur gehalten werden, oder  was manchmal auch genügt,     es    kann die  Presse     bis    zum Einführender Masse auf ho  her Temperatur     angeheizt    gehalten werden,  und nach dem Schliessen der Presse die  Wärmezufuhr abgestellt und dann gewartet  werden, bis sich eine Temperatur unter     100     C  eingestellt hat.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von unzer- faserte Holzteilchen und mindestens ein pul verförmiges Bindemittel als Hauptbestand teile enthaltenden Pressplatten, dadurch ge kennzeichnet, dass während des Mischens der Holzteilchen mit den pulverförmigen Binde mittelteilchen auf diese Masse ein netzendes Fluidum feinverteilt aufgebracht wird, zum Zwecke der Erzielung .der Haftung der Bindemittelteilchen an den Holzteilchen. UNTERANSPRüCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, :da durch gekennzeichnet, dass Dampf auf die Masse aufgebracht wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da- ,durch gekennzeichnet, dass als Bindemittel ein nicht selbsthärtendes Kunstharz in Pul verform verwendet wird, und dass ein flüssi ges Härtemittel zusammen mit Wasser, fein verteilt .auf die Masse aufgebracht wird. Verfahren nach Patentanspruch, ge kennzeichnet durch die Zugabe einer Flüs sigkeitsmenge von 10-15% in feiner Ver teilung. zur Masse. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Masse zwecks Verhinderung des Ab- dampfens der zugesetzten Flüssigkeitsmenge bei einer Temperatur gepresst wird, die unter dem Siedepunkt der Flüssigkeit liegt. 5.
    Verfahren nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass die Masse bei einer Temperatur gepresst wird, die über dem Siedepunkt der Flüssigkeit liegt und, zwecks Verhinderung des Abdampfens, vor dem Off- nen der Presse bie unter den Siedepunkt ab gekühlt wird. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch, zur Herstellung von stärkeren Beanspruchungen genügenden Platten, dadurch gekennzeichnet, dass Hartholzteilchen gewählt werden, die die Form von Schuppen von je einem Flä cheninhalt von 5 bis 100 mm2 und einer Dicke von 0,1 bis 1 mm aufweisen.
CH232065D 1941-05-15 1942-05-07 Verfahren zur Herstellung von Pressholzkunstplatten. CH232065A (de)

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CH232065D CH232065A (de) 1941-05-15 1942-05-07 Verfahren zur Herstellung von Pressholzkunstplatten.

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ES (1) ES157057A1 (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1295180B (de) * 1962-06-21 1969-05-14 Annand David Logan Verfahren zur Herstellung von Spanplatten mit mindestens einer Feinstdeckschicht
EP0562219A1 (de) * 1992-03-25 1993-09-29 SIA S.r.l. Zum Verfahren mit zerstäubtem Harz und System zur Herstellung von Hobelspänenplatten

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1295180B (de) * 1962-06-21 1969-05-14 Annand David Logan Verfahren zur Herstellung von Spanplatten mit mindestens einer Feinstdeckschicht
EP0562219A1 (de) * 1992-03-25 1993-09-29 SIA S.r.l. Zum Verfahren mit zerstäubtem Harz und System zur Herstellung von Hobelspänenplatten

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