CH232065A - Verfahren zur Herstellung von Pressholzkunstplatten. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Pressholzkunstplatten.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung -von Pressholzknnstplatten. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von unzerfaserte Holzteilchen und mindestens in pulverförmiges Bindemit- tel als Hauptbestandteile enthaltenden Press- platten. .
Bei der Herstellung von Platten dieser Art machte bisher die gleichmässige Durch mischung der Holzteilchen mit dem Binde mittel erhebliche Schwierigkeiten, -da das Bindemittel im allgemeinen schwerer ist als die Holzteilchen und so immer den untern Teil der Masse anreichert.
Diese Schwierigkeiten werden der Erfin dung gemäss dadurch überwunden. dass wäh rend des Mischens der Holzteilchen mit den pulverförmigen Bindemittelteilchen auf diese Masse ein netzendes Fluidum fein verteilt aufgebracht wird zum Zwecke der Erzielung der Haftung der Bindemittelteilchen an den Holzteilchen.
Im folgenden werden beispielsweise Aus führungsformen des der Erfindung entspre chenden Verfahrens beschrieben: Beispiel <I>1:</I> In eine Mischtrommel werden einge bracht: 300 Gewichtsteile trockene Sägespäne, 40 Gewichtsteile selbsthärtendes Kunstharz pulver, das bei 130 C abbindet, 15 Gewichtsteile Wachspulver. Während der Durchmischung werden lang sam 30 Gewichtsteile Dampf eingeblasen. Die durchmischte Masse wird auf ein Pressblech mit Rahmen aufgeschüttet, gleichmässig ver teilt, in eine auf 130 C geheizte Presse ge bracht und gepresst.
Nach einer Pressdauer von 10 Minuten bei dieser Temperatur und bei einem Druck von 35 kg/cm' wird abge kühlt. Wenn beim Abkühlen die Temperatur von 95 C erreicht ist, wird die Presse ge öffnet, die Platte herausgenommen und bis zur völligen Abkühlung aufgestellt.
Als Bindemittel könnte auch nicht selbst härtendes gunstharzpulver verwendet wer den und auf die Masse könnte ein flüssiges Härtemittel zusammen mit Wasser feinver teilt aufgebracht werden.
Beispiel <I>2:</I> In die Mischtrommel werden eingebracht: 300 Gewichtsteile. trockene Sägespäne, 50 Gewichtsteile Pulver eines Harnstoff- formaldehydkondensationsproduktes, 10 Gewichtsteile Wachspulver.
Während der Durchmisehunb werden 5 Gewichtsteile Heisshärter, z. B. Phosphor säure oder Oxalsäure, und 40 Gewichtsteile -'i'asser miteinander vermischt und durch einen Zer stäuber langsam auf das Gut aufgebracht. Die Masse wird in eine Form eingefüllt und in eine Presse eingebracht, in der sie bei einer Temperatur von 96 C und einem Druck von 15 hg!cni\ zehn Minuten lang gepresst und dann aus der Presse genommen wird.
<I>Beispiel 3:</I> Zum Herstellen von Platten aus gröbe ren, unzerfaserten Holzteilen werden in die Mischtrommel eingebracht: 300 Gewichtsteile gröbere Holzspäne, 15 Gewichtsteile eines Harnstofformalde- hydkondensationsproduktes, in Pulver form, 1,5 Gewichtsteile Heisshärter, 25 Gewichtsteile Wasser. Die in diesen Beispielen angegebene Was sermenge ist so gewählt, dass sie gerade aus reicht, um die Holzteilchen so zu befeuchten, dass eine gute Haftung der Bindemittelteil chen an den Holzteilchen erhalten wird.
Diese Flüssigkeitsmenge, wenn sie 10 bis 157o be trägt, gibt dabei .der fertigen Platte die für den praktischen Gebrauch später erforder liche Feuchtigkeit, so dass eine ziisäzliehe Trocknung der Platten nicht erforderlich ist.
Vorteilhaft werden zwecks Herstellung von Platten für Fussbodenbelege, die stärke ren Beanspruchungen zu genügen haben, .schuppenförmige Hartholzteilchen gewählt, die je einen Flächeninhalt von 5 bis 100 mm-' und eine Dicke von 0,1 bis 1 mm aufweisen. Mit solchen Teilchen ergibt sieh eine glatte, schön gemusterte und gleichzeitig dichte, widerstandsfähige Oberfläche.
Wenn, wie im Beispiel 1, Wasserdampf zugegeben wird, so genügt zumeist eine ge ringere 3Teiige des Fluidums als bei Zugabe von Wasser in Tropfenform, um alle Binde mittelteilchen an die Holzteilchen zu heften. Die, Zugabe von Dampf erfolgt deshalb am besten, wenn die zu bindenden Holzteilchen, wie Sägespäne. nicht völlig trocken sind.
Bei allen Beispielen -erden während der Durehmischung immer wieder neue Holz teilchen von Dampf oder feinzerteilter Flüs sigkeit getroffen. Dadurch bildet sich an den Holzteilchen eine dünne Flüssigkeitsschicht. Mit dieser kommt das feine pulverförmige, trockene Bindematerial während der Durch- inischung fortwährend in Berührung und bleibt an den Holzteilchen haften, so dass bei dem darauffolgenden Pressen ein gutes Zu sammenkleben der einzelnen Holzteilchen er halten wird.
Als Flüssigkeit kommen vor allem Was ser, aber auch- andere Mittel in Frage, z. B. Lösungsmittel für Bindemittel, welche nur in Gegenwart eines Härters abbinden, oder Lösungen von Chemikalien, welche den Plat ten besondere Eigenschaften, wie z. B. Schutz gegen Scliimmel-Pilzbefall, oder die Eigenschaft des Wasserabstossens, oder des Feuerhemmens oder .dergleichen verleihen sollen.
Bei Anwendung von Wärme beim Press- vorgang kann das Verdampfen der Flüssig keit im wesentlichen Masse beim Pressen vermieden werden, indem man entweder bei einer Temperatur presst, die unter dem Siede punkt der Flüssigkeit, bei Anwendung von Wasser also unter 100 C, liegt oder, wenn für bestimmte Bindemittel eine Presstempera.- tur über dem Siedepunkt. der Flüssigkeit not wendig oder erwünscht ist, ,indem man in einer dicht schliessenden Presse presst und vor dem Öffnen der Presse bis unter den Siede punkt abkühlt.
Nach dem Durchmischen und Festsetzen der Bindemittel und übrigen Zusätze auf allen Holzteilchen erfolgt bei -den beschrie benen Beispielen die Ausbreitung der Masse in Pressrahmen, Formkästen und dergleichen, wobei die Aufschüttung am besten auf ein bei der Pressung verwendetes Glanzpressblech erfolgt. Zur Erzielung einer -doppelseitig glatten Platte wird oben ein zweites Glanz- pressblech aufgelegt.
Nach vorliegendem Verfahren können selbstverständlich auch Platten hergestellt werden, die auf der einen Seite glatt sind und auf der andern Seite eine Siebmarkierung oder dergleichen durch Einlegen eines Draht- gefleclhtes haben.
Wird mit Druck und Hitze gepresst, so, kann entweder die Presse, während die Masse sich in ihr befindet, eine gewisse Zeit auf der hohen Temperatur gehalten werden, oder was manchmal auch genügt, es kann die Presse bis zum Einführender Masse auf ho her Temperatur angeheizt gehalten werden, und nach dem Schliessen der Presse die Wärmezufuhr abgestellt und dann gewartet werden, bis sich eine Temperatur unter 100 C eingestellt hat.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von unzer- faserte Holzteilchen und mindestens ein pul verförmiges Bindemittel als Hauptbestand teile enthaltenden Pressplatten, dadurch ge kennzeichnet, dass während des Mischens der Holzteilchen mit den pulverförmigen Binde mittelteilchen auf diese Masse ein netzendes Fluidum feinverteilt aufgebracht wird, zum Zwecke der Erzielung .der Haftung der Bindemittelteilchen an den Holzteilchen. UNTERANSPRüCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch, :da durch gekennzeichnet, dass Dampf auf die Masse aufgebracht wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da- ,durch gekennzeichnet, dass als Bindemittel ein nicht selbsthärtendes Kunstharz in Pul verform verwendet wird, und dass ein flüssi ges Härtemittel zusammen mit Wasser, fein verteilt .auf die Masse aufgebracht wird. Verfahren nach Patentanspruch, ge kennzeichnet durch die Zugabe einer Flüs sigkeitsmenge von 10-15% in feiner Ver teilung. zur Masse. 4.Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Masse zwecks Verhinderung des Ab- dampfens der zugesetzten Flüssigkeitsmenge bei einer Temperatur gepresst wird, die unter dem Siedepunkt der Flüssigkeit liegt. 5.Verfahren nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass die Masse bei einer Temperatur gepresst wird, die über dem Siedepunkt der Flüssigkeit liegt und, zwecks Verhinderung des Abdampfens, vor dem Off- nen der Presse bie unter den Siedepunkt ab gekühlt wird. 6.Verfahren nach Patentanspruch, zur Herstellung von stärkeren Beanspruchungen genügenden Platten, dadurch gekennzeichnet, dass Hartholzteilchen gewählt werden, die die Form von Schuppen von je einem Flä cheninhalt von 5 bis 100 mm2 und einer Dicke von 0,1 bis 1 mm aufweisen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE232065X | 1941-05-15 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH232065A true CH232065A (de) | 1944-05-15 |
Family
ID=5879039
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH232065D CH232065A (de) | 1941-05-15 | 1942-05-07 | Verfahren zur Herstellung von Pressholzkunstplatten. |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH232065A (de) |
| ES (1) | ES157057A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1295180B (de) * | 1962-06-21 | 1969-05-14 | Annand David Logan | Verfahren zur Herstellung von Spanplatten mit mindestens einer Feinstdeckschicht |
| EP0562219A1 (de) * | 1992-03-25 | 1993-09-29 | SIA S.r.l. | Zum Verfahren mit zerstäubtem Harz und System zur Herstellung von Hobelspänenplatten |
-
1942
- 1942-05-07 CH CH232065D patent/CH232065A/de unknown
- 1942-05-07 ES ES0157057A patent/ES157057A1/es not_active Expired
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1295180B (de) * | 1962-06-21 | 1969-05-14 | Annand David Logan | Verfahren zur Herstellung von Spanplatten mit mindestens einer Feinstdeckschicht |
| EP0562219A1 (de) * | 1992-03-25 | 1993-09-29 | SIA S.r.l. | Zum Verfahren mit zerstäubtem Harz und System zur Herstellung von Hobelspänenplatten |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| ES157057A1 (es) | 1943-03-01 |
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