CH232099A - Verfahren zur Erhöhung der Netzfähigkeit von Textilbehandlungslösungen. - Google Patents

Verfahren zur Erhöhung der Netzfähigkeit von Textilbehandlungslösungen.

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CH232099A
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    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11DDETERGENT COMPOSITIONS; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS DETERGENTS; SOAP OR SOAP-MAKING; RESIN SOAPS; RECOVERY OF GLYCEROL
    • C11D1/00Detergent compositions based essentially on surface-active compounds; Use of these compounds as a detergent
    • C11D1/66Non-ionic compounds
    • C11D1/80Derivatives of lignin containing no sulfo- or sulfate groups

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Description


  Verfahren zur Erhöhung der Netzfähigkeit von     Tegtilbehandlungslösungen.       Die vorliegende Erfindung bezieht sich  auf ein Verfahren zur Erhöhung der Netz  fähigkeit von     Textilbehandlungslösungen.     



  Bei der Behandlung von Textilien wird in  den meisten Fällen mit wässerigen, des     öftern     mit     alkalischwässerigen    Flüssigkeiten gear  beitet, und es besteht stets das     Bedürfnis,    den       Flüssigkeiten    Netzmittel zuzusetzen, die eine       gute,    rasche und gleichmässige     Benetzung,des          Textilgutes    mit der Behandlungsflüssigkeit  sicherstellen.  



  Es sind bekanntlich eine grosse' Anzahl  von     Netzmitteln        vorgesehlagen    worden, die  zum Teil auch Eingang in die Praxis gefun  den haben und die sich oft gut bewähren.  Trotzdem ist das     Bedürfnis    nach neuen und  wenn möglich wohlfeilen     Netzmitteln    nie er  loschen, da -die bisher     bekannten    Netzmittel  zum Teil     verhältnismässig    kostspielig sind.  



  Ein besonderes     Interesse    hat die Erhö  hung .der Netzwirkung     voulblercerisierlaugen.     Es sind für diesen Zweck insbesondere Netz  mittel mit     Phenolgruppen    vorgeschlagen wor  den, die allerdings verhältnismässig kostspie-         lig    sind, da- sie in nicht unbeträchtlicher  Menge verwendet werden müssen,     so,dass    zum  mindesten das Bedürfnis vorlag,     einen    Teil  dieser     Netzmittel    durch andere wohlfeilere  Netzmittel zu ersetzen.  



  Gegenstand der vorliegenden Erfindung  ist nun ein Verfahren zur Erhöhung der  Netzfähigkeit von     Textilbehandlungslösun-          gen,        das    dadurch gekennzeichnet     ist"dass    man  derartigen Lösungen Netzmittel, die minde  stens     zum,Teil    aus     hochmolekularen,    keine       Sulfogruppen        enthaltenden    löslichen     Lignin-          umwamdlungspro,dukten    bestehen, zusetzt.  



  Solche löslichen     Ligninumwandlungspro-          dukte    eignen sich in allen Fällen, 'in denen  mit neutralen oder alkalischen Lösungen ge  arbeitet wird, und ihre Verwendung erhöht  den Preis der     Behandlungslösungen    viel we  niger als dies bei Verwendung von Netzmit  teln auf     Phenolbasis    -der Fall ist.  



  Die     erfindungsgemäss    erhaltenen Lösungen  können z. B. als gut netzende wässerige, z. B.       stark    alkalische     Behandlungsflotten    für Tex  tilien verwendet     werden.    Sie können ausser-      dem gegebenenfalls noch weitere Netzmittel  enthalten und sie sollen vorzugsweise ange  wendet werden für Textilien aus     Zellulose-          hydrat    in Form von Fasern, Fäden, Garnen,  Geweben,     Gewirken    und ,dergleichen, können  jedoch auch für andere Faserstoffe, z. B. Ei  weissfaserstoffe, solche aus Baumwolle, Wolle,  Seide,     Zellulosederivaten    und dergleichen,  verwendet werden.  



  Zur Herstellung derartiger     Textilbehand-          lungslösungen    kommen solche lösliche     Lignin-          körper        bezw.        Ligninumwandlungsprodukte    in  Frage, die aus     Holzhy        drolyselignin        gewonnen     worden sind und die weder bei dem Holz  hydrolyseverfahren, noch bei dem     Verfahren     der     Löslichmachung,    z.

   B. durch     Behandeln     des     Holzhydrolyselignins    mit     wässerigen    al  kalischen Lösungen, Stoffen mit     Phenolgrup-          pen,        Dioxan,    Glykol usw., eine     wesentliche     Spaltung unter wesentlicher Molekülverklei  nerung durchgemacht haben. So z. B. eignen  sich mit besonderem Vorteil lösliche     Lignin-          umwandlungsprodukte    aus Holzhydrolyse  lignin, gewonnen durch Kochen mit wässeri  gen alkalischen Lösungen     während    z. B. \3  bis 3 Stunden nach Abtrennen vom Unge  lösten.

   Solche     Ligninkörper    enthalten einer  seits keine fremden Gruppen und anderseits  findet bei einem solchen Verfahren keine wei  tere Spaltung oder Molekülverkleinerung  statt. Dagegen eignen sich     ligninsulfosaure     Salze, bei deren Herstellung eine wesentliche  Spaltung unter     Molekülverkleinerung    stattge  funden hat, wobei die     S03H-Gruppen    uner  wünschte Wirkungen haben können dahin  gehend, dass die     INTetzwirkung    beeinträchtigt  wird, nicht.

   Unter     Holzhydrolyselignin    wird  das     Abfallignin    verstanden, das bei der     Hy-          drolysierung    von Holz zur Gewinnung von  Zucker     mittels    Salzsäure oder Schwefelsäure  anfällt.  



  Es hat sich herausgestellt, dass solche lös  lichen     Ligninumwarndlungsprodukte,    vorzugs  weise solche, die keine fremden Gruppen ent  halten und nicht durch     -wesentliche    Spaltung  eine erhebliche Molekülverkleinerung erfah  ren haben, z.

   B. solche, die aus wenig oder gar  nicht abgebauten     Ligninkörpern    gewonnen    wurden durch schonende Behandlung, bei der  eine wesentliche Molekülverkleinerung nicht  eintritt, in allen Fällen zur Herstellung von  gut benetzenden, wässerigen Flotten für die       Behandlung    von Textilien führen.     Insbeson-          dere    eignen sich die     Stoffe,    die durch Behan  deln von     Holzhydrolyselignin    mit alkalischen  Lösungen in der Wärme,     d.    h. z. B. durch  Kochen, und Abtrennen von den ungelöst ge  bliebenen Bestandteilen des Au     sgangslignins     gewonnen wurden.  



  Unter Umständen ist es angebracht, solche  löslichen     Ligninumwandlungsprodukte    zu  sammen mit andern Netzmitteln zu verwen  den, und dies ist insbesondere     .dann    von Vor  teil, wenn es sich um die Erhöhung der Netz  wirkung von     Mercerisierlaugen    handelt.

   In  diesem Fall werden dann solche löslichen       Ligninumwandlungsprodukte    zusammen mit  Körpern mit     Phenolgruppen    verwendet, wo  bei der     Vorteil    ,erzielt wird, dass diese ver  hältnismässig     kostspieligen        Pheno@lkörner    in  geringerer Menge     angewendet    werden können,  ohne     dass    die Netzwirkung insgesamt vermin  dert wird.  



  Bei .der Erhöhung der     Netzwirkung    von       Mercerisierla.ugen    sind mit. Vorteil lösliche       Ligninumwa:ndlungsprodukte    zu     benutzen,     die mit Hilfe von Phenol oder Körpern mit       phenolisehen    Gruppen gewonnen worden sind.  Es ist dann unter Umständen unnötig, andere  Netzmittel zuzufügen.  



  Weitere Anwendung finden die     Lignin-          umwandlungsprodukte    als Zusatz zu     Lösun-          gen    zum Färben, sowie zum Spülen, Waschen,  als Zusatz zu     Appreturmittellösungen    und  andern Veredelungsflotten für Textilien, z. B.

    solchen, die Kunstharze oder Kunstha.rzbil       ydrophobierungs-          dungskomponenten    oder H  mittel enthalten, und auch als Zusatz zu be  ständigen     Bädern    zum Bleichen von Fasern,  Geweben usw.     bezw.    zu Flotten, die zu son  stigen Zwecken beider Behandlung von Tex  tilgut, sei es in Form von Fäden, Fasern,  Garnen oder Geweben, Gewirken usw., be  nutzt werden.

   Der Preis ,der     Behandlungs-          produkte    wird nur in sehr     geringemUmfange     erhöht, und die Anwesenheit solcher L bgnin-           umwandlungsp.rodukte    bringt ausser der     Qr-          wünschten        Erhöhung,der    Netzfähigkeit keine  unerwünschten     Wirkungen    mit sich.

   Im Ein  zelfalle ist zu prüfen, welche     Ligninumwand-          lungskörper    verwendet werden     sollen,    wobei  zu bedenken     ist,        dass    die mit Phenol oder Al  kali gewonnenen     Ligninumwandlungskörper     in     sauren    Flotten nicht gelöst bleiben, son  dern     ausfallen    und also in .diesem     Falle    als       Netzmittel    nicht verwendet werden können.

    <I>Beispiel</I>  40 Teile     Rohkresol    werden mit 50 Teilen       Alkaliligninlösung    gut     vermischt,    10 Teile       Methylisopropylp#henol    hinzugefügt und einer  Natronlauge von     3,0'B6    1-2 Gewichtsprozent  dieses Gemisches zugegeben.  



  Mit dieser Natronlauge     behandelte    Texti  lien     werden        innerhalb    weniger Sekunden       durchnetzt    und schrumpfen intensiv ein.  



  <I>Beispiel 2:</I>  30     Teile        Orthokresol,    60 Teile     Alkalilig-          ninlösung,    10 Teile     Terpineol    werden gut ver  mischt und 2     Gewichtsprozent        dieses    Gemi  sches werden einer     Mercerisierlauge    von     3,5'B6     zugesetzt und die     Zeiten    gemessen, nach denen  ein auf die Oberfläche gelegtes rohes     unge-          schlichtetes    Baumwollgewebe untersinkt.  



  Es zeigt sich hierbei,     dass    die Zeit zur  Durchdringung     .des    Baumwollgewebes bei  einer Lauge mit obigem Zusatz 1-2     Sekun-          .den    beträgt, während die     .gleiche        Laube    ohne  Zusatz nach mehr als 2 Stunden keinerlei       Netzungserscheinungen    zeigt.         Beispiel   <I>3:</I>  100 Teile     Lignin,    wie sie bei der Hydro  lyse des Holzes anfallen und die leicht :saure  Reaktion aufweisen, werden mit     300        Teilen          Rohkresol    während etwa zwei Stunden bei  75-80  C behandelt.

   Die entstandene tief  dunkelbraun gefärbte Lösung wird von dem  Bodensatz durch eine der in der chemischen  Industrie gebräuchlichen Methoden     getrennt     und das erhaltene Produkt einer     Natronlauge     von 30      B6    in der Weise zugegeben,     @dass    auf  1000 Teile Natronlauge 10-20 Teile dieses         Phenolligninkörpers    zugesetzt werden. Mit  dieser Natronlauge     behandelte    Textilien wer  den in     kürzester    Frist durchnetzt und       schrumpfen        intensiv    ein.  



  <I>Beispiel</I>  100 Teile     Holzhydrolyselignin    werden mit  1000 Teilen     Phenola;bwasser,    wie     sie        beispiels-          weise    beim     Schwelprozess        anfallen,    mehrere  Stunden gekocht. Die erhaltene Lösung wird  von     dem.    Rückstand getrennt und     das    erhal  tene Produkt wird zu     10--20    Teilen auf 1000       alkalibeständigen,    die Oberflächenspannung  herabsetzenden     Körpers,    z.

   B.     Naphtlialin-          sulfosäurepro,duktes,    versetzt. Das so erhal  tene Produkt wird zu 10-20 Teilen auf 1000  Teile Natronlauge von     30-35         BA    hinzuge  geben. Die erhaltene Lauge entfaltet eine  ausserordentlich intensive Netzwirkung und  eignet sich als hervorragendes Hilfsmittel für  .die     Mercerisation.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Erhöhung der Netzfähig keit von Textilbehandlungslö.sungen, dadurch .gekennzeichnet, .dass man diesen Lösungen Netzmittel, die mindestens zum Teil aus hoch molekularen, sulfogruppenfreien, löslichen Ligninumwandlungeprodukten bestehen, zu setzt. UNTERANSPRüCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch, gekennzeichnet"dass man .den Lösungen wasserlösliche Ligninumwandlungsprodukte zusetzt. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, @da- durch gekennzeichnet"dass man denLösungeu alkalilöeliche Ligninumwandlungs'produkte zusetzt. 3. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die hochmolekula ren, sulfogruppenfreien Ligninumwandlungs- pro,dukte durch Behandeln von llolzhydro- lyselignin mit Alkalilauge erhalten wurden. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteränspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die hochmolekularen, sulfogruppenfreien Ligninumwandlungsprodukte durch Behand- lang des lIolzhydrolyselibnins mit Alkali lauge während 2-3 Stunden bei Kochtempe ratur hergestellt und hierauf vom Ungelösten befreit wurden. 5. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Ligninum- wandlungsprodukte durch Behandeln von Holzhydrolyselignin mit Substanzen, diePhe- nolgruppen enthalten, erhalten wurden. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Ligninumwandlungsp.rodukte durch Behandeln von Holzhydrolyselignin mit Phe nol erhalten wurden. 7. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Lignin- umwandlungsprodukte durch Behandeln von Holzhydrolyselignin mit Dioaa.n erhalten wurden. B.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Lignin- umwandlungsprodukte durch Behandeln von Holzhydrolyselignin mit Glykol erhalten wurden.
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