CH232552A - Verfahren zur Herstellung von Pressbeton-Bohrpfählen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Pressbeton-Bohrpfählen.

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CH232552A
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CH
Switzerland
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concrete
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Inventor
Co Allgemeine Baugesell Lorenz
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Allg Baugesellschaft Lorenz &
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E02HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
    • E02DFOUNDATIONS; EXCAVATIONS; EMBANKMENTS; UNDERGROUND OR UNDERWATER STRUCTURES
    • E02D5/00Bulkheads, piles, or other structural elements specially adapted to foundation engineering
    • E02D5/22Piles
    • E02D5/34Concrete or concrete-like piles cast in position ; Apparatus for making same
    • E02D5/38Concrete or concrete-like piles cast in position ; Apparatus for making same making by use of mould-pipes or other moulds
    • E02D5/42Concrete or concrete-like piles cast in position ; Apparatus for making same making by use of mould-pipes or other moulds by making use of pressure liquid or pressure gas for compacting the concrete

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Description


      Verfahren        zur    Herstellung von     Pressbeton-Bohrpfählen.       Zur Herstellung von     besonders    festen  und     tragfähigen        Betonpfeilern    muss der  übliche Stampf- oder     Gussbeton    bekanntlich  vor dem Abbinden     einer    Verdichtung     unter-          worfen    werden, die man entweder durch  Rütteln oder durch Pressen erzielen kann.

    Für     Beton-Bohrpfähle,    zu deren Guss man  ein     Mantelrohr    in den Boden einzutreiben  pflegt, kommt hierbei nur das Abpressen in  Frage, da man den als     Gussform    mitwirken  den     Baugrund    natürlich     nicht        rütteln        kann.     Es ist daher bereits vorgeschlagen worden,  die einzelnen Füllungsstufen der Beton  beschickung     von.    derartigen     Bohrpfählen     nacheinander durch eine Druckluft- oder  eine     Druckwasserpressung    zu verdichten.  



  Die Erfindung betrifft ein Verfahren  zur Herstellung von     Pressbeton-Bohrpfählen,     durch dessen Anwendung man einen beson  ders stark verdichteten und im Boden ver  ankerten     Beton-Bohrpfahl    erzielt. Nach der       Erfindung    wird die     Abpressung    jeder ein  zelnen Füllung in zwei     Pressvorgänge    zer  legt,     von,        denen    der erste mit Druckwasser  unter Zwischenschaltung eines Gaspolsters    vorgenommen und bis zu einem Druck von  höchstens 6 atü .geführt wird,

   während der  zweite     unter    Absperrung     des    Gaspolsters als  reine     Druckwasserpressung    vorgenommen und       mindestens    bis auf 12 atü geführt wird.  



  Bei einer reinen     Druckluftpressung    kann  die im Beton     enthaltene    Luft lediglich in  die     umgebenden        Bodenschichten    abgedrückt  werden. Soweit diese Bodenschichten nicht  aufnahmefähig     sind,        tritt    infolgedessen nur  eine     Kompression    der Luftblasen ein,     auf     welche beim Ablassen des     Druckes    wieder eine  entsprechende Ausdehnung erfolgt. An Stelle  einer Verfestigung erfolgt also gerade inner  halb der tragfähigen     Baugrundschichten,    in  denen die Hauptlast ruht, eine Auflockerung  des Betons.

   Anderseits führt bei einer reinen       Druckwasserpressung    der Austritt von Luft  blasen aus dem Beton zu einem schlagartigen       Absinken    des     Pressdrnckes,    so dass weitere  noch im Beton steckende Gasblasen sich wie  der     ausdehnen    und in der Betonmasse  steckenbleiben, bis der Druck durch Nach  pumpen wieder ansteigt. Bis dahin sind  jedoch die von der zuerst ausgetretenen Gas-      blase im Beton hinterlassenen Austritts  kanäle wieder verschwunden, so dass man mit  reiner     Druckwasserpressung    den Beton offen  bar nur schwer restlos entlüften kann.  



  Wird die Pressung hingegen mit Druck  wasser unter Anwendung eines     Gaspolsters     vorgenommen, so ruft das Aufsteigen von       Luftblasen    infolge der Elastizität des Gas  polsters keine merkliche     Druckverminderung     hervor, so     da.ss    die von den zuerst austre  tenden Gasblasen hinterlassenen Austritts  kanäle den pausenlos aus der Tiefe nachfol  genden weiteren Gasblasen als Weg dienen  können und die hierdurch überall freigege  benen Hohlräume sieh unter dem unverändert.  gehaltenen hydrostatischen Druck sehr rasch  mit Beton und Wasser füllen.  



  Versuche haben gezeigt, dass die Abpres  sung mit Druckwasser unter Anwendung  eines Gaspolsters bereits bei einer Druck  steigerung bis auf 6 atü zu einer Volumen  verminderung des Betons um rund 20% und  damit zu einer praktisch restlosen Entlüf  tung der Betonfüllung führt, dass aber ober  halb von 6 atü die Haftung des Mantelrohres  am Boden nicht mehr genügt, um mit Sicher  heit zu verhindern, dass das     oben    verschlos  sene und unter Druck gesetzte     Mantelrobr     aus dem Boden herausschiesst.

   Löst sich das  Mantelrohr von Boden und Betonfüllung  während einer     Druckwasserpressung,    die  unter Benutzung eines Gaspolsters erfolgt,  so entstehen wegen des fast unverändert  weiterwirkenden Druckes in der Berührungs  zone zwischen     bfantelrohr    und Boden     soge-          nannte    "Gleitflächen", welche     bewirken,    dass  das Mantelrohr mit wachsender Geschwin  digkeit emporgetrieben wird. Während sieh  also die Erhaltung des Druckes und die  hierdurch hervorgerufene Erhaltung von im  Beton entstehenden Gleitflächen bei der Ent  lüftung des Betons günstig auswirkte, wird  sie bei der weiteren Pressung über 6 atü hin  aus nachteilig.

   Gemäss der Erfindung wird  daher nach Erreichung eines Druckes von  höchstens 6 atü das Gaspolster abgesperrt  und die Pressung als reine     Druckwasserpres-          sung    fortgesetzt. Erfolgt hierbei eine Los-         lösung    des Mantelrohres vom Boden, so  bricht der Druck infolge des eintretenden  Volumenzuwachses und der     Inkompressibili-          tät    des Wassers sofort zusammen, so dass die  Bewegung des Mantelrohres unterbrochen  wird und die bei dieser Bewegung entstan  denen Gleitflächen infolge des     Zusammen-          sackens    der Beschickung wieder verschwin  den.

   Da der gepresste und zusammengesackte  Beton das Mantelrohr noch fester hält, kann  man beim weiteren Pressen dann noch zu  wesentlich höheren Drucken gelangen, bevor  die nächste Loslösung und ein weiteres  Emporsteigen des     Mantelrohres    erfolgt. Das       erfindungsgemässeVerfahren    ergibt also nicht  nur eine vorzügliche Entlüftung, sondern  auch eine besonders starke Verdichtung des  Betons und Verankerung des entstehenden  Bohrpfahls im Boden. Es besitzt überdies  den Vorteil, dass es sieh auch mit verhältnis  mässig ungeübten Hilfskräften zuverlässig,  gefahrlos und rasch durchführen lässt.  



  Ein Ausführungsbeispiel des Verfahrens  ist im folgenden an Hand der Abbildungen  näher erläutert. In den Boden 1 wird das  Mantelrohr 2 bis zu den tragfähigen Bau  grundschichten 3 vorgetrieben. Innerhalb des  tragfähigen Baugrundes 3 wird dann mittels  eines Spreizbohrers die Höhlung 4 erzeugt.  Anschliessend wird diese Höhlung 4 und der  untere Teil des Mantelrohres 2 etwa bis zu  dem Niveau     a-b    mit breiflüssigem Beton  gefüllt.  



  Sobald diese Arbeiten beendet sind, wird  auf das Mantelrohr 2 der Deckel 5 auf  gebracht, durch den die Leitungen 6 und 7  hindurchführen. Die Leitung 6     führt    über  das Ventil 8 ins Freie. Die Leitung 7 führt  über den     Dreiwegehahn    9 zu dem Wind  kessel 10, der mit Wasser gefüllt und über  ein     Reduzierventil    11 mit der     Druckluft-          oder    Druckgasflasche 12 verbunden ist.  



  Nunmehr werden die Ventile 8 und 11  geöffnet. Es strömt dann ein Teil des im  Windkessel 10 enthaltenen Wassers in das  Mantelrohr 2 ein, während die Luft aus die  sem Mantelrohr durch das Ventil 8 entweicht.  Sobald das Mantelrohr 2 vollständig mit      Wasser gefüllt ist, tritt aus dem     Ventil    8  Wasser aus. Das Ventil 8 wird dann ge  schlossen, so dass der Druck in dem Wind  kessel 10 unter der Wirkung der aus der  Flasche 12 nachströmenden Gase auf 5 bis  6 atü ansteigt. Hierbei tritt eine starke  Volumenverminderung der Betonfüllung des       Bankettfusses    4 ein, so dass die Oberfläche       a-b    der Betonfüllung um einen erheblichen  Betrag, beispielsweise bis auf das Niveau  a     '-b'    absinkt.

   Nachdem der     Druck    einige  Zeit eingewirkt hat, kann man das Ventil 8  vorübergehend ein wenig öffnen, um die  Luft abzulassen, welche aus der Betonfüllung       herausgepresst    worden ist und sich unter dem  gewölbten Deckel 5 angesammelt hat.  



  Hiermit     ist    die     Vorpressung    beendet. Für  die Nachpressung     kann    das Mantelrohr 2 zur  Sicherheit zwischen Belastungsklötzen 13, 14       eingespannt    werden. Dann dreht man den       Dreiwegehahn    9 aus der .gezeichneten Stel  lung um 90  nach links, so dass die Leitung 7  vom Windkessel 10     abgesperrt    und mit der  Druckwasserpumpe 15     verbunden    wird. Man  dreht nunmehr die Spindel 16 der Hoch  druckpumpe 15, bis der Druck im Innern  des Mantelrohres 2 auf mindestens 12 atü  steigt.

   Da der Beton durch die     Vorpressung     von seinem Luftinhalt befreit ist, tritt hier  bei zwar nur eine verhältnismässig geringe,  weitere Senkung des Niveaus a '-b' ein;     dies     ist aber mit einer sehr erheblichen Verfesti  gung des     Bankettfusses    und seiner Veranke  rung im     Baugrund    verbunden. Nachdem der  Druck die gewünschte Höhe erreicht hat,  dreht man die Spindel 16 etwas zurück und  löst die     Belastungsklötze    13, 14 vom Rohr 2.

    Durch anschliessende,     schrittweise    vorgenom  mene Drucksteigerungen mit Hilfe der Presse  15 lässt sich das Mantelrohr 2 dann Stück  für Stück aus dem Boden     herausdrücken,    bis  sein unteres Ende kurz unterhalb des Beton  niveaus ä -b' steht.     Dann.    wird der Druck  abgelassen und der Deckel 5 wieder ab  genommen.  



  Es folgt dann die Füllung des Beton  schaftes. Man nimmt diese am besten schritt  weise vor, indem man das     Mantelrohr    2 zu-    nächst etwa bis zu :dem Niveau     x-y    mit  flüssigem Beton auffüllt.     Dann    wird der  Deckel 5 wieder aufgesetzt und .der nach  gefüllte Beton in der     beschriebenen    Art  durch zweimalige Pressung verfestigt.

   Hier  bei möge das Niveau der Betonfüllung     etwa     bis zur     Linie    x     '-y'        sinken.    Anschliessend  wird das Mantelrohr 2 durch eine weitere  Drucksteigerung mit reiner Wasserpressung  (Pumpe 15, 16) so weit hochgetrieben, bis  sein unterer Rand etwa 1-3 m unter dem  Niveau x     '-y'    steht.  



  Geht man in der gleichen Weise schritt  weise weiter, so kann man das Mantelrohr 2  entweder vollständig oder bis auf ein kurzes  Reststück aus dem Boden     heraustreiben.     Dieses schützt den Beton dann gegen che  mische Einflüsse der     obern.    losen Boden  schichten und wird dicht über dem Boden       abgeschnitten.     



  Die Höhe der     jeweils    angewendeten  Drucke kann an     Manometern    17, 18, 19 ab  gelesen werden, die einerseits an der Gas  flasche 12     bezw.    an der Druckwasserpumpe  15, anderseits am     Verschlussdeckel    5 an  gebracht sind.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Press- beton-Bohrpfählen durch stufenweises Auf betonieren des Pfahls im Innern eines in den Boden eingetriebenen Mantelrohres und auf einanderfolgende Abpressung der - einzelnen Füllungsstufen mittels Druckwasser, da durch gekennzeichnet, dass die Abpressung einer jeden Füllung in zwei aufeinanderfol- gende Pressvorgänge zerlegt wird,
    von denen der erste mit Druckwasser unter Zwischen schaltung eines Gaspolsters vorgenommen und nur bis zu einem Druck von höchstens 6 atü geführt wird, während der zweite unter Absperrung des Gaspolsters als reine Druck wasserpressung vorgenommen und mindesiens bis auf 12 atü geführt wird.
CH232552D 1943-02-03 1943-02-03 Verfahren zur Herstellung von Pressbeton-Bohrpfählen. CH232552A (de)

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