CH232826A - Verfahren zur Verbesserung der fortlaufenden Verwalzbarkeit von Polyisoolefinen. - Google Patents
Verfahren zur Verbesserung der fortlaufenden Verwalzbarkeit von Polyisoolefinen.Info
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Description
Verfahren zur Verbesserung der fortlaufenden Verwalzbarkeit von Polyisoolefinen. Mit Hauptpatent Nr. 219660 ist ein Ver fahren zur Verbesserung der fortlaufenden Verwalzbarkeit von Polyisoolefinen beschrie ben, gemäss welchem ein polymereinheitliches Polystyrol mittleren Polymerisationsgrades (K = 55-60), das frei von niedrigpoly- meren Anteilen (K = 20-ä5) ist, verwen det wird.
Das hierzu benötigte Polystyrol lässt sich entweder durch entsprechend geleitete Poly- merisation oder -häufiger noch durch Entfer nen der niederpolymeren Anteile aus einem üblicherweise hergestellten Polystyrol mitt leren Polymerisationsgrades unter Einsatz entsprechender Lösungsmittel gewinnen. Diese Arbeitsweisen bringen jedoch eine Reihe von zusätzlich durchzuführenden Ar beitsoperationen mit sich, die das Gesamt verfahren technisch wie wirtschaftlich be lasten.
Es ist- weiterhin bereits vorgeschlagen, hochpolymere Polystyrole den Polyisoolefi- nen, insbesonderdem Polyisobutylen, zuzu- setzen. Jedoch hat sich dieser Vorschlag nicht zu einer praktischen Verwirklichung bringen lassen.
Es gelingt auch bei sehr lange durchgeführter Verwalzung nicht, derartige hochpolymere Polystyrole mit den Polyiso- olefinen zu einer homogenen Vermischung zu bringen, vielmehr scheidet sich nach nicht allzulanger Zeit das Polystyrol auf der Walze teilweise aus. Es ist klar, dass hier durch eine fortlaufende Fabrikation einer gleichmässig zusammengesetzten Polyisoole- finfolie unmöglich gemacht wird.
Wie nun die weitere Bearbeitung gezeigt hat, lassen sich alle diese Nachteile bei der fortlaufenden Herstellung der Polyisoolefin- folien vermeiden, wenn man ein Polystyrol verwendet, das aus einem Polystyrol hohen Polymerisationsgrades durch an sich be kannte thermische Depolymerisation bis zu einem mittleren Polymerisationsgrad depoly- merisiert und dessen Depolymerisation so dann durch Zusatz einer kleinen Menge Poly- isoolefin in die entstandene zähflüssige Poly- <RTI
ID="0002.0001"> styrolschmelze unterbunden wurde. Zur Durchführung der Depolymerisation genügt eine kurzfristige Erwärmung des Polysty rols hohen Polymerisationsgrades, wie er bei spielsweise durch einen K-Wert von mehr als 75 gekennzeichnet ist.
(Über den Begriff des K-Wertes vergl. Fikentscher, Cellulose- chemie 13, 58, 71.) Eine solche Depoly meri- sation kann unmittelbar vor der eigentlichen Fabrikation von polystyrolhaltigen Polyiso- olefinbahnen vorgenommen werden, indem beispielsweise in einer entsprechenden Vor richtung das Polystyrol auf Temperaturen über 100 kurze Zeit erwärmt wird.
Der hierzu notwendige Zeitaufwand ist sowohl vom Polymerisationsgrad des hochpolymeren Polystyrols wie auch von der Temperatur abhängig. Für das oben beispielsweise ge nannte Polystyrol genügen bei 160 etwa 40 Minuten, bei 105 etwa 65 Minuten. Un ter diesen Bedingungen schreitet die Depoly- merisation bis zu einem mittleren Polt' meri- sationsgrad, entsprechend einem K-Wert von 55 bis 60, fort.
Dass hierbei ein von nieder polymeren Anteilen praktisch freies Poly styrol erhalten wird, ergibt sich aus der Be stimmung der Ätherlöslichkeit, die dem Ge halt an niederen Polymeren (K-Wert 20 bis 35) direkt proportional ist. Es wird hierbei eine Ätherlöslichkeit unter 10% gefunden.
Überraschenderweise hat sich nun g<B>e</B> zeigt, dass eine Zugabe von so viel Polyiso- olefin zu der Depolymerisationssehmelze, dass letztere stets im Überschuss vorhanden ist, sofort die Depolymerisation des Polystyrols trotz der weiterhin zur Einwirkung kommen den Wärme abstoppt. Hierdurch wird es mög lich, den durch die Depolymerisation einge stellten mittleren Polymerisationsgrad fest zuhalten,
vor allem aber die Bildung von weiteren Teilen niedrigpolymerer Polysty rol- anteile vorzubeugen.
Dies ergibt sich sowohl aus der Bestini# mung des K-Wertes des aus einer solchen Mischung von Polystyrol -i- Polt' isoolefiu isolierten Polystyrols wie auch aus dessen Löslichkeit in Äther. Beide )Vene stimmen mit denen vor Zugabe des Polyisoolefins überein.
Daneben ist. mit dieser Arbeitsweise noch die Wirkung verknüpft, dass es nur so mög lich ist, das depolyinerisierte Polystyrol in den eingestellten Eigenschaften überhaupt zur Mischung mit dem Polyisoolefin zu brin gen. Der Versuch, nach dem Erkalten von depolymerisiertein Polystyrol dieses aus der entsprechenden Vorrichtung zu entfernen, ge lingt, wenn überhaupt, nur unter sehr gro ssem Arbeits- und Zeitaufwand, sehr unvoll kommen, so dass eine fabrikatorische Arbeits weise hierdurch in Frage gestellt ist.
Ausser dem würde ja während der Abkühlung noch ständig ein weiterer Abbau des Polystyrols vor sich gehen, der mit Rücksicht auf die schnell unmöglich werdende Durchmisehung des Polystyrols vollkommen uneinheitlich und unkontrollierbar ist.
Es war nicht vorauszusehen, dass sich alle diese Nachteile durch die Beimischung einer geringen Menge Polyisoolefin so vollkommen beheben lassen.
Die so entstehende Mischung aus Poly styrol und Polt' isoolefin mit Polystyrolüber- schuss lässt sich auf dem Walzwerk oder in andern Misclivorriclitungen mit jeder belie bigen Menge Polyisoolefin zusammen verar beiten. Anschliessend kann auf Kalandern die gewünschte polt' styrolhaltige Polt' isoolefin- folie in stetiger Produktion über die Dauer mehrerer Arbeitsschichten abgezogen werden.
Es haben sich unter Benützung dieses polystyrolreiehen Zwischengemisches vor nehmlich auch solche Polyisoolefinfolien fortlaufend herstellen lassen, deren Poly- styrolanteil mehr als 15 % beträgt.
<I>Beispiel:</I> 65 Teile Polystyrol hohen Polyinerisa- tionsgrades (K-Wert 90-100, Atherlöslicli- keit 3 bis '.)%) werden in einem auf 160 ge- lieizten Kneter 40 Minuten geknetet. Die hierbei eintretende Depolymerisation wird durch den K-MTert 59 und eine Ätherlöslich keit von 7 bis 8 % gekennzeichnet.
In diesem Zeitpunkt werden in die 160 warme Schmelze 35 Teile Polyisobutylen vom Molgewicht etwa 200000 eingetragen und innerhalb 15 Minuten durchgemischt. Eine Probe des vom Polyisobutylen befreiten Polystyrols zeigt einen K-Wert von 57 und eine Ätherlöslich keit von 8 bis 9 %. Ohne den Zusatz des Polyisobutylens würde unter den gleichen Bedingungen der g-Wert des Polystyrols auf 52 gesunken und die Ätherlöslichkeit auf etwa 12 % gestiegen sein. Ein derartiges Polystyrol neigt aber bereits erheblich zum Kleben auf der Walze.
Das eine krümelige Masse darstellende Zwischengemisch mit Polystyrolüberschuss wird nun zu 340 Teilen Polyisobutylen zugemischt. Dieses Gemisch lässt sich fortlaufend auf dem galander zu einer etwa 0,5 mm starken Polyisoolefinfolie mit etwa 15 % Polystyrol ausziehen. Die verfahrensgemäss erhaltenen Folien können auf allen Anwendungsgebieten der Polyisoolefine eingesetzt werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Verbesserung.der fortlau fenden Verwalzbarkeit von Polyisoolefinen durch Zusatz von Polystyrol, dadurch ge kennzeichnet, dass man ein Polystyrol ver wendet, das aus einem Polystyrol hohen Polymerisationsgrades mit einem g-Wert von über 75 bis zu einem mittleren Polymeri- sationsgrad mit einem K-Wert von 55 bis 60 depolymerisiert und dessen Depolymerisation durch Zusatz einer mit Bezug auf Polystyrol geringeren Menge Polyisoolefinunterbrochen wurde.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE232826X | 1942-03-17 | ||
| CH219660T | 1943-01-27 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| CH232826A true CH232826A (de) | 1944-06-15 |
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ID=25726341
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH232826D CH232826A (de) | 1942-03-17 | 1943-01-27 | Verfahren zur Verbesserung der fortlaufenden Verwalzbarkeit von Polyisoolefinen. |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0703274A3 (de) * | 1994-09-19 | 1996-07-17 | Basf Ag | Verfahren zur Herstellung von Mischungen aus hochmolekularem Polyisobutylen und thermoplastischen Polymeren |
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- 1943-03-16 FR FR52799D patent/FR52799E/fr not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0703274A3 (de) * | 1994-09-19 | 1996-07-17 | Basf Ag | Verfahren zur Herstellung von Mischungen aus hochmolekularem Polyisobutylen und thermoplastischen Polymeren |
| US5712341A (en) * | 1994-09-19 | 1998-01-27 | Basf Aktiengesellschaft | Preparation of mixtures of high molecular weight polyisobutylene and thermoplastic polymers |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| FR52799E (fr) | 1945-06-01 |
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