-Vorrichtung an Buchheftmaschinen zum Abschneiden des Rfiekenmaterialstreifens. Die Erfindung bezieht sich auf eine Vor richtung an Buchheftmaschinen. zum Ab schneidendes von einer Vorratsrolle kommen den auf -dem Buchrücken, während des Heft vorganges befestigten Rückenmaterialstrei- fene, der in Form einer Schleife nach beendig ter Heftung vor das Buch: gelegt wird.
Das Einheften, des: Rückenmaterials aus Band, Gaze oder dergleichen geschieht bisher meist in, der Weise, dass zwischen zwei z. B. im Trog wandernden benachbarten Büchern ein freier Materialstreifen rechts und links vom Buchrücken übersteht, der dazu dient, das Buch an seinem Umschlag zu befestigen.
Der .Schnitt erfolgt in der Mitte dieses überste henden Streifens, von Hand. Das Mass des beiderseitig über den Rücken vorstehenden Gazastreifens wird neuerdings - dadurch be stimmt, dass nach Beendigung jeder Buch heftung ein genügend grosses Stück Band oder dergleichen durch eine auf und ab be wegbare Leiste in, Form einer Schleife vor das zuletzt ,geheftete Buch gelegt wird.
Das nächste Buch: wird,dann ,dagegengeheftet, so dass das überschüssige Rückenmaterial zwi- sehen je zwei Büchern liegt.
Hier geschah ,das Vereinzeln durch .Schnitt von Hand in der Mitte. Vielfach wird auch anstatt der Schleife ein Heftholz vor jedes geheftete Buch geschobeh,
das dem gewünschten Vor- @stehstück des Rückenmaterials entspricht. In diesem Fall erfolgt die Trennung entlang einer in der Mitte jedes Heftholzes vorge- sehenen. Nut mit einem Messer.
Durch die schweizerische Patentschrift Nr. 153,508 sind ferner selbsttätig arbeitende Schneidvorrichtungen für das Rückenmate rial der Bücher bekannt geworden, bei denen entweder der Schneidvorgang von Hand da durch nachgeahmt würde, dass ein durch die Maschine bewegtes Messer in der Nut des Heftholzes bei seinem allmählichen Wandern nach hinten entlang glitt,
welches Messer nach- einem von aussen einsetzenden Impuls quer über den Trog der Maschine gesteuert wurde, oder der gleiche Vorgang wurde vor der Heftstelle ausgeführt, wobei aber vor dem Abschneiden keine Schleifenbildurib vor- ,esehen war.
Der Schnitt erfolgte durch die straff gespannten vor der Nadelleiste liegen den Bänder oder @dergleichen. Die Schnitt kanten sollten sieh dabei übereinanderschie- ben und die überstehenden Bandenden sich überdeckend aneinander vorheigleiten.
Demgegenüber besteht die vorliegende Erfindung darin, :da.ss bei einer eingangs er wähnten Vorriclitwng :sich das Seh.neidmesser geschützt an dem für die Bildung der Mate rialschleifen dienenden Organ befindet und infolge einer zusätzlichen Bewegung das<B>Ab-</B> schneidendes straff gespannten Riicl#.enmate- rials aus dem Innern der Schleife heraus be wirkt.
Der Antrieb für diesen Vorgang und der Zeitpunkt für seine Betätigung können verschieden sein. Ebenso auch die Art, wo durch dieser Impuls ausgelöst wird. Vorteil haft ist es, wenn dabei auch die Bremsvor richtung für :das Rückenmaterial, -das dieses straff hält, durch den Schneidvorgan- so beeinflusst wird, da.ss die Spannurig während der Schleifenbildun- zum Teil oder ganz auf gehoben, aber - ehe das Organ, z.
B. eine Spannleiste, seinen Tiefpunkt :der Bewegung erhalten bat - wieder geschlossen wird, so dass in ;dem letzten Hubstück der Leiste, die das Band oder :dergleichen spannt, der Zeit punkt liegt, in dem die Betätigung des Schneidmessers erfolgt. L m den Schnitt mög lichst glatt und,sauber zu erhalten, ist. es vor teilhaft, das 3Zesser so zu führen, dass ein ziehender Schnitt entsteht.
Zur Verstärkung dieser Wirkung kann .auch dieMesserschneide etwas schräg zur Unterkante der Leiste, die die Schleife bildet, stehen oder die Schneide sägeartig mit spitzen Zähnen ausgebildet sein. Auch känmen die Zähne h.interschliffen sein.
Ist eine Gegenschneide für das Messer um einen richtigen Scherenschnitt herbeizu- füh ren-nicht anwendbar, so wird vorteilhaft die Schneide des Messers lieht an ihrer Füh rungsfläche in -der Leiste anlie-en. Dadurch wird die Schneide besser geschützt und die Nachgiebigkeit des Rückenstoffes verringert.
Vorteilhaft ist es, die Leiste zu ihrer Bewe- ;ungsbalin; einstellbar zu machen, um Diffe renzen in der Schenkellänge der Schleife auszugleichen.
Beim Verarbeiten steifer Gaze. Bänder oder dergleichen haben die vor dem gehefte ten Buch liegenden Schleifenschenkel das Bestreben, sich heben zu wollen, @so dass der erste Botten des neuen Buches sie zusammen drücken kann. Uni das zu vermeiden, kann man zweckmässig einen besonderen Abstrei cher vorsehen, der dicht unter der Leiste ein schwingt, wenn letztere mit dem Messer in die Höhe gegangen ist.
Dadurch werden die Enden :der Gaze oder dergleichen nach unten und fest an dis geheftete Buch gedrückt. Diese Leiste kann auch als Gegenschneide für das Schneidmesser ausgebildet sein und wird dann in ihrer Bewegung @dementspre- chend gesteuert.
In der Zeichnung :ist als Ausführungsbei spiel der Erfindung eine. Vorrichtung an einer Fadenbuchheftmaschine gewählt, und zwar stellen dar: Fig. 1 und 2 ein Stück des Oberteils soweit es zum Verständnis der Erfindung nötig ist - für Aufriss in zwei End-stellun.gen der Lös- arid Schneideeinrichtung, Fi.g. 3 eine Riiekena"icht nach Pfeil < 4 in Fig. 2,
und Fig. 4 bis 7 Einzelheiten im grösserem Massstab.
Der Bogenträger 1 schwingt mit dem neu -ten Bogen 2 @in der Pfeilrichtung <B>i</B> aufgeleg unter die Nadeln, die mit :der Nadelplatte 3 zusa.mm,en sich renken und den Falz der La"e 2 durelrdringen. Ihre Fadensehlin,ge wird ,
in bekannter Weise von Fadenziehern unter die henaehbart sitzenden Hakennadeln gezogen und von ihnen ösenartig nach aussen geholt und verhäkelt. Vor jedem neu zugebrachten Bag@cn wird der Stoss bereits gehefteter Bogen 5 um Bo;-enstärke zurückgeschoben und wan dert im Trog 6 nach hinten. Wenn ein letzter Bogen des Buches geheftet ist, wird vorteil haft ein Leerstich ohne Bogen vorgenommen.
Nun tritt die Vorrichtung für -das Lösen des Rücl@enmaterials 7 - von Hand oder auto- mansch betätigt - in Wirksamkeit und wird durch Vorziehen des Hebels 9, der z. B. auf Welle 8 verstiftet ist, eingeleitet. Durch die Übertragungsglieder 10, 11 werden die Füh rungen 12 auf und ab bewegt. An ihnen hängt,die Gazelöselcis-te 13, die dadurch unter Mitnahme des Rückemmaterials 7 nach unten gedrückt wird (F'ig. 2 bis 6).
Gleichzeitig mit dieser Bewegung wird auch die nicht darge stellte Spannung dieses Rückenmaterials vorübergehend in bekannter Weise aufge hoben, so dass die Schleife sich willig bilden kann, aber kurz vor der Tiefstellung der Leiste 13 wird die Spannung wieder herge stellt, so dass das nun in Tätigkeit tretende Messer 14 (Fig. 5) die straff ,gespannte Gaze 7 abschneidet,,die an ihrem andern Ende auf dem Rücken des Buches 5 fest aufgenäht ist.
Die Bewegung des Messers 14 ,geschieht in folgender Weise: Auf der Welle 8 ist ebenfalls der Hebel 15 verstiftet, dessen anderes Ende in dem Schlitz 16 einer Stange 17 schwingt. Dieser Schlitz ist so lang, dass die Bewegung des Hebels 15 erst in ihrem letzten Teil die Stange 17 nach oben zieht und damit den Hebel 18, der an dem untern Ende der Zug stange 17 an,gelenkt ist, ,mitnimmt und da- durch,die Welle 19 :
dreht, die in dem 1lraschi- n engestell gelagert sein kann. Ein fest mit ihr am andern Ende verbundener Hebel 20 dreht unter Vermittlung der Zugstange 21 und des Hebels 22 die ebenfalls im Gestell gelagerte Welle 23', auf ,der vorn der Gabel hebel 24 .sitzt (Fig. 1 und 3), in dessen Schlitz 25 der Stift 26 des Messers 14 liegt, .das dadurch hin und her gezogen werden kann.
Da dass Messer schräge Schlitze 27 hat (Fdg. 3), -die s -ich in fest an der Leiste 13 sitzenden Stiften führen, so wird beim Ziehen .des Messers nach rechts (Fig. 3) bei Drehung ,der Welle 23 das Messer gleichzeitig gesenkt und schneidet das Rückenmaterial 7 ab (Fig. 5).
Um die Leiste 13 so einstellen zu können"dass die Gaze @so durchschnitten wird, dass ihre benachbarten Enden genau gleich sind, kann vorteilhaft ,die Leiste 13 etwas verdreht werden.. Das ist in, den Fig. 7, 7a, 7b schematisch dargestellt. Die Leiste 13 ist dort um !den Zapfen 28 drehbar und durch eine Schraube 29 in der jeweiligen: ,Stellung feststellbar.
Da die Schneidvornichtung stets nur nach Beendigen eines Buches zur Wirkung kommt, so ist sie an einen Sonderimpuls .ge bunden, der .im Beispiel von Hand (Betäti gung durch -den Handhebel 9) gegeben wird und mit der ebenfalls nur nach beendigter Heftung eines Buches betätigten Gazelösung verbunden werden kann.
Die Betätigung kann dann so erfolgen, .dass das gelöste Strei fenstück etwas kürzer ist als, die fertig ge bildete Schleife, um den Schneldvorgang bei straffgespanntem Material durchzuführen.
Um ein -richtiges Voreinanderlagern der zerschnittenen Gazeenden bei Beginn der Heftung eines .neuen Buches zu sichern, dient eine Einrichtung, die folgendermassen be- schaffen ist:
An einem Drehpunkt 30 im Gestell (Fig.1 und 2) ist .an einem Hebel 31 eine Leiste 32 so aufgehängt, dass diese dicht unter der Leiste 13 .in ihrer Höchststellung vorbei schwingt, das abgeschnittene vordere Gaze- ,oder d ergleichen -Ende bei ihrem Einschwin gen nach hinten mitnimmt und mit dem hin- tern. Gazestück zusammen an das vorherge hende Buch andrückt.
Diese Bewegung kommt im Ausführungsbeispiel folgender massen zustande: An dem Gelenkstück 11 ist ein Arm 33 (F'ig. 1 und 2) befestigt, der in seinem obern Ende einen: Schlitz 34 hat, in dem der Bolzen; 35 eines Hebels 36, der sich um den, festen Punkt 37 dreht, sich führt; Das andere Hebelende 38 ist ,durch ein Gelenk 39 mit dem auf dem festen Zapfen 30 schwin genden Hebelende 40 des Hebels 31 verbun den.
Die Wirkungsweise der Unrichtung ist die folgende: Nachdem ein Buch 5 beendigt ist, wird,der Hebel 9 nach vorn bewegt. Da durch senkt sich unter Aufhebung der Gaz,e- spannung .die Leiste 13 und zieht,das nötige Gazestück 7\ und 7 als Schleife vor ,das ge heftete Buch (Fig. 2 und 5).
Dabei rutscht der Balzen x des Hebels 15 (Fig. 1 und 2) im Schlitz 16 in die Höhe bis er am Schlitz ende anstösst und beim Weiterbewegen des Hebels 9 bezw. 17 die Gabel 24 nach rechts (Fig. 3) dreht und das Messer 14 durch seit liches. 3bwärtsziehen, um einen. ziehenden Schnitt zu erhalten, zur Wirkung bringt. Bei der Drehbewegung des.
Hebels 9 wird aber gleichzeitig unter der Wirkung der Fe der 41 (Fig. 1 und 2) der Hebel 31 .gedreht und der Abstreicher 32 aus seiner Stellung in Fig. 6 in die in Fig. 5 gezeigte gesch@vun- -en und in dieser Stellung durch einen An ochlag 42 festgehalten,, so. dass die Leiste 13 beim Weiterdrehen des Hebels 9 ohne Hin dernis die Gaze oder dergleichen nach unten abziehen kann. Dabei rutscht der Bolzen 35 an dem Schlitz entlang.
Das 1;\berführen der Teile dn ihre Ruhestellung geschieht in um gekehrter Reihenfolge. Zuerst geht das Mes ser zurück, :das sieh in der Gazeleiste 13 führt, dann wird die Leiste 13 gehoben und zuletzt schwingt der Absireic.her 3? ein, schiebt die Flächen der beiden Gaze-Enden aneinander und drückt sie fest an das ge heftete Buch (F'ig. 6).
Das Schrneidmesser 14 kann mit glatter Schneide, vorteilhaft etwas schräg stehend oder gezahnt mit hinterschnittenen Zähnen (Fig. 4, 4a, 4b) ausgebildet. sein. Im letzteren Falle fassen :die Zahnspitzen zuerst die Gaze und bewirken ein sicheres und glattes<B>Ab-</B> trennender Gaze. Es kann so ausgeführt sein, da.ss auf einer .dünnen Leiste die Schneiden- stücke, z. B. Teile von Rasiermesserklingen, befestigt, z.
B. aufgelötet, es-ind. Derartige Messer bewirken einen ausserordentlich sau beren Schnitt und haben - da ihre Schneiden geschützt in der Führungsfläche der Leiste 13 anliegen - eine sehr lange Lebensdauer. Die Leiste kann an ihrer Unterkante geraubt sein, um @da@s. Rückenmaterial vor seitlichem Verschieben beim Schneiden zu bewahren.
Das Rückenmaterial wird von einer Rolle abgezogen und steht unter - vorteilhaft ein stellbarer - Spannung, die dem Abziehen einen gewissen Widerstand entgegensetzt, da mit beim normalen Arbeiten das Rücken material stets straff liegt. Für die Schleifen- bildung 7', 7" ist,sie vorteilhaft zu beseitigen oder zu vermindern, was durch einen Sonder handgriff oder in Verbindung mit dem durch den Hebel 9 betätigten Schleifenbilder 13 auf an sich bekannte Art in der Weise geschehen kann, dass das Lösen ungefähr im Zeitpunkt des Niedergehens des Schleifenbilders 13 er folgt, vor Erreichen der Tiefstellung,
bei Einsetzen der 31esserbetätigung aber wieder gebremst wird, um den Schneidvorgang bei straffgezogener Gaze oder dergleichen aus zuführen.