CH232910A - Verfahren und Vorrichtung zum Vermeiden des Übertragens der Farbe gedruckter Bahnen oder Bogen auf Flächen, mit denen sie beim Druck während ihrer Förderung in Berührung kommen. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Vermeiden des Übertragens der Farbe gedruckter Bahnen oder Bogen auf Flächen, mit denen sie beim Druck während ihrer Förderung in Berührung kommen.Info
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Description
Verfahren und Vorrichtung zum Vermeiden des Übertragens der Farbe gedruckter Bahnen oder Bogen auf Flächen, mit denen sie beim Druck während ihrer Förderung in Berührung kommen. Beim Drucken längerer Bahnen, hcisp.iels- weise Papierbahnen, auf Rotationsdruck maschinen (Zeitungsdruck), aber auch auf Druckbogen, die nach dem Druck durch Grei fer über Spindeln oder dergleichen geführt werden müssen, ist es ein besonders empfind licher Übelstand, dass sich die Farbe, mit ,denen die Bahnen. oder Bogen. bedruckt wor den sind, auf gewisse Flächen, mit denen die Bahnen oder Bogen bei ihrer Weiterbeförde- runb, z.
B. bei ihrem Durchgang durch die Druckmaschine noch in Berührung kommen (im fol:benden kurz Berührungsflächen ge nannt), derart stark überträgt, dass diese Be- rü rungsflächen sich ständig mit Farbe an- reich.ern. Diese so, verschmutzten Berührungs flächen, zu denen bei Rotationsdruckmaschi- nen Leitspindeln., Wendestangen, Trocken walzen, Gegendruckzylinder, Falztrichter, Falzapparate, I'ressöre usw.
gehören, über- tragen nun ihrerseits die an ihnen haftende Farbe auf die Bahnen oder Bogen, wodurch .der Druck auf der bedruckten Fläche ver schmiert wird, indem 'sich Streifen und ähn liche Farbverreibungen bilden.
Die Erfindung bezweckt, diese Übelstände zu beseitigen, und erreicht dies durch - ein Verfahren; zum Vermeiden des Übertragenis der Farbe bedruckter Bahnen oder Bogen auf Flächen, mit denen sie während' ihrer Wei terbeförderung in Berührung kommen (Be rührungsflächen), insbesondere beim Drucken auf Rotationsdruckmaschinen; das Verfahren nach der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass die Berührungsflächen durch ein nicht farblösendes Mittel feucht und farb abstossend gemacht werden:
Die Berührungsflächen können mit einem nicht farblösenden und- der Bildung von Rei- bungselektrizität eAgegenwärkenden -11Iittel belegt werden. So können z. B. die Berüh rungsflächen durch Aufspritzen von Wasser in feinverteiltem Zustand feucht gehalten werden. Zweckmässig wird bei Stillsetzei der llI'aschine die Zufuhr des auf die Berührungs- flächen aufgebrachten Drittels ausgeschaltet.
Die Erfindung sieht ferner eine Vorrich tung zur Durchführung des Verfahrens vor, die gekennzeichnet ist durch vor den Berüh rungsflächen angebrachte Düsen, aus denen mittels Druckluft da:s nicht farblösende und der Bildung von Reibungselektrizität ent gegenwirkende Mittel, z. B. Wasser, in fein verteiltem Zustand auf die Berühi-ungsflä- cben geblasen wird.
Auf der Zeichnung ist eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens in einer Ausführungsform als Beispiel schematisch dargestellt.
Als Beispiel eiruer so genannten Berüh- rungsflä.eh9 ist ein bei Rotationsdrriclzmasehi- nen zum Bedrucken von Papierbahnen (Zei- tungsdruck) allgemein bekannter, in Vorder ansicht schematisch gezeichneter F''alztrichter 1 mit links und rechts vom Falztrichter 1 liegenden, ebenfalls bekannten, während des Betriebes umlaufenden, konischen Spindeln 2 gewählt, auf die sich, wie beschrieben,
die Farbe der gedruckten Papierbahn überträgt und die dann. ihrerseits den Druck der über sie hinweglaufenden Papierbahn verschmie- ren. 3 sind die bekannten Riefelwalzen unten am Falztrichter 1, zwischen welchen die ge falzte Papierbahn, die schematisch durch Strich-Punktierung bei 4 angedeutet ist, ein läuft. 5 deutet eine Leitwalze für die Pa pierbahn an.
Unter - oder besser -- hinter dem Falztrichter ist eine gemäss der Erfin dung durchgebildete Vorrichtung angebracht, durch welche die Übertragung der Farbe der bedruckten Papierbahn 4 auf die Spindeln 2 vermieden wird. Sie besteht aus einem mitt- Ieren. Rohr 6 mit seitlichen Abzweigungen 7, deren Mündungen 8 unten gegen die Spindeln mit einem gewissen Abstand weisen.
Das mittlere Rohr 6 und die Zweige 7 bilden das Rohrsystem einer Druckluftleitung; die Druckluft wird bei 9 eingelassen und bläst durch die Mündungen 8 der Zweige 7 ,gegen die Spindeln. Das Rohr 6 ist am Ende bei 1.0 verschlossen. An: die Zweigleitungen 7 sind Leitungen 11 mit Regelventilen 12 einer Fliissigkeitsleitung angeschlossen.
Durch die Ventile 12 wird der Auslass der Flüssigkeit, die, wie beschrieben, nicht. farblösend sein muss und vorzugsweise auch der Bildung von Reibungselektr@izitäte@ntg egenwirkende Eigen schaften haben soll, wie z. B. Wasser, so ge regelt, dass das Wasser in feinverteiltem Zu stand von der Druckluft auf die Spindeln geblasen wird und fliese ;so während des Be triebes dauernd und zuverlässig auf ihrer ganzen Fläche feucht gehalten werden.
Verfährt man iii der beschriebenen Weise, so zeigt sich, dass sich auf die ,gemäss dem vor geschlagenen Verfahren feucht gehaltenen Beriihruiigsfläclien, liier also auf die Spin- deln 2, keine Farbe der bedruckten Papier bahn 4 mehr überträgt, diese also sauber bleibt und kein Verschmieren des Druckes mehr wie früher durch die Berührungsflächen eint ritt.
Es kommt darauf an, dass das Mittel, das fester, flüssiger, gasförmiger oder ge mischter Art sein und vorzugsweise auch der Bildung oller Speicherung von Reibungselek trizität entgegenwirkende Eigenschaften ha ben kann, um -die Berührungsflächen: feucht zu halten oder sie zii überziehen, nicht farb- lösend iist; andernfalls würde die Farbe der bedruckten Bahn gelöst und auf die Berüh rungsflächen übertragen werden.
Als solch ein nicht farblösendes Mittel ist beispiels- weise Wasser zu nennen, das einfach zu be schaffen, zu behandeln und billig ist. Es hat den weiteren, nicht hoch genug zu schätzen den Vorteil, dass es der Bildung und Speiche rung von Reibungselektrizität entgegenwirkt und somit das überaus lästige elektrische Zusammenbacken übereinanderliegender be druckter Bahnen vermeidet.
Die als Ausführungsbeispiel und in An wendung bei einem Falztrichter beschriebene und dargestellte (oder eine ihr gleichwertige) Vorrichtung zur Durchführung des Verfah rens kann natürlich an allen den Berührungs- flachen, die .der Verschmutzung durch Farbe während des Druckens und der Förderung der Bahnen oder Bog-en unterliegen, angeord net und mit dem gleichen dargelegten Erfolg betrieben werden.
Besonders zweckmässig kann es sein, bei Stillnetzen -der Maschine die Zufuhr des auf die Berührungsflächen aufgebrachten Mittels auszuschalten. Die Ausschaltung kann z. B. von Hand erfolgen durch einen elektrischen Schalter, ebenso wie auch die Einschaltung der Zufuhr des Mittels. Die Ausschaltung kann aber auch selbsttätig bewirkt werden. Dabei würde beispielsweise ein Hahn, Ventil oder dergleichen bei Stillnetzen .der Maschine selbsttätig ;geschlossen werden, um z. B. die Zufuhr der Luft und des Wassers ntillzu- setzen etwa unter Zuhilfenahme eines elektri schen Schützes.
Als Mittel zum Aufbringen auf die Be rührungsflächen kann ausser dem wie schon erwähnt aus verschiedenen Gründen beson ders vorteilhaften Wasser, z. B. Wasserdampf, insbesondere überhitzter Wasserdampf, ferner Kohlendioxyd oder verdünnter Alkohol ver wendet werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Verfahren zum Vermeiden. des Übertra gens der Farbe bedruckter Bahnen oder Bo gen auf Plächen, mit denen sie während ihrer Weiterbeförderung in Berührung kommen, insbesondere beim Drucken auf Rotationg- druckmaschinen, dadurch gekennzeichnet, dass die Berü:hrungsfläehen durch .ein nicht farb- lösendes Mittel feucht und farbabstossend ge macht werden. UNTERANSPRüCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, @dass die Berührungs flächen mit einem nicht farblösenden und der Bildung von, Reibungselektrizität ent- gegenwirkenden Mittel belegt werden. 2. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Berührungsflächen durch Aufsprit zen von Wasser in feinverteiltem Zustand feucht :gehalten werden. 3.Verfahren nach @Patentanspruch I und ,den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, ,dass beim Stillnetzen der Ma- schine die Zufuhr des auf die Berührungs flächen aufgebrachten Wassers ausgeschaltet wird.PATENTANSPRUCH II: Vorrichtung zur Durchführung des Ver fahrens nach Pätentämpruch I und Unter- anspruoh <B>1,</B> gekennzeichnet durch vor den Berührungsflächen (2) angebrachten Düsen (8) aus denen mittels Druckluft ,das nicht farblösende und der Bildung von Reibungs- elektrizität entgegenwirkende Mittel in fein- verteiltemZustand auf dieBerührungsflächen geblasen wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE232910X | 1942-03-16 |
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| CH232910A true CH232910A (de) | 1944-06-30 |
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ID=5883368
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| CH232910D CH232910A (de) | 1942-03-16 | 1943-03-16 | Verfahren und Vorrichtung zum Vermeiden des Übertragens der Farbe gedruckter Bahnen oder Bogen auf Flächen, mit denen sie beim Druck während ihrer Förderung in Berührung kommen. |
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Cited By (2)
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|---|---|---|---|---|
| US5947026A (en) * | 1998-05-01 | 1999-09-07 | Heidelberger Druckmaschinen Ag | Apparatus for reducing downstream marking including folder marking |
| CN115258788A (zh) * | 2022-09-15 | 2022-11-01 | 永城盛大印刷科技股份有限公司 | 一种气浮式转向装置及其控制方法 |
-
1943
- 1943-03-16 CH CH232910D patent/CH232910A/de unknown
Cited By (3)
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| US5947026A (en) * | 1998-05-01 | 1999-09-07 | Heidelberger Druckmaschinen Ag | Apparatus for reducing downstream marking including folder marking |
| EP0953532A3 (de) * | 1998-05-01 | 2000-03-22 | Heidelberger Druckmaschinen Aktiengesellschaft | Vorrichtung zur Vermeidung des Abschmierens beim Transport einer bedruckten Bahn |
| CN115258788A (zh) * | 2022-09-15 | 2022-11-01 | 永城盛大印刷科技股份有限公司 | 一种气浮式转向装置及其控制方法 |
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