lirenzweicle nit elektrischer Fernsteuerung für Modell- und Spielbahnen. Gegenstand der Erfindung ist eine Kreuz weiche mit elektrischer Fernsteuerung für Modell- und Spielbahnen.
Bei Verwendung einer derartigen Kreuz weiche in Modell- und Spielbahnanlagen lässt sich die Fernsteuerung eines Zuges in acht verschiedenen Fahrtrichtungen bezw. vier verschiedenen Fahrstrassen bewerkstelli gen: es können aber auch wie bei Anlagen nach den bekannten Zweizugsystemen zwei Züge sich auf den durch die Kreuzweiche miteinander verbundenen Geleisen befinden und einzeln durch Fernsteuerung hin- und hermanövriert werden.
Bei den bekannten Zweizugsystemen be stand der Mangel, dass bisherkeine Kreuz weiche existierte. Durch die erfindungs genässe Kreuzweiche kann diesem Mangel ab- gebolfen werden, dessen Beseitigung trotz vieler Versuche auf diesem Gebiet bis jetzt nicht gelungen war.
Die elektrische Kreuzweiche mit elektri scher Fernsteuerung gemäss der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass dieselbe ein Befahren in vier verschiedenen Fahrstrassen dadurch ermöglicht, dass sie bewegliche, zwi schen den mit den äussern und innern Aussen schienen zusammenarbeitenden Weichenzun gen liegende mittlere Weichenzungen auf weist, die durch ein mittels elektrischen Im pulsen vermittels eines elektrischen Antriebes zu betätigendes Hebelsystem zugleich mit den zu ihren beiden Seiten liegenden benach barten und mit den Aussenschienen zusam menarbeitenden Weichenzungen in entgegen- gesetzer Richtung zu diesen verschiebbar sind.
Die Kreuzweicho kann hierbei derart aus gebildet sein, dass ihre einzelnen Weichen- elemente derart elektrisch und mechanisch miteinander verbunden sind, dass die mit den innern Aussenschienen zusammenarbeitenden MTc@iclienzungen, wenn sie für die gerade Durchfahrt in der einen oder in der andern hrenzungsrlchfung eingestellt sind, elektrisch abgeschaltet (und daher stromlos) und in ab lenkender Richtung liegend vorbereitend elektrisch angeschaltet sind, wobei vollstän- dige,
die Übertragung des Fahrstromes auf diese Weichenzungen ermöglichende Strom wege nur vorliegen, wenn die zu der in ab lenkender Richtung liegenden und mit einer innern Aussenschiene zusammenarbeitenden Weicheazunge eines Teilabschnittcs auf glei- eher Seile liebende, mit einer äussern Aussen schiene zusammenarbeitende Wreiclienzunge des bezogen auf gerade Fahrtrichtung folgen den Teilabschnittes sich in der Stellung für gerade Fahrtrichtung befindet.
In vorliegender Beschreibung drückt die Bezeichnung #Teilabschnitt" die Gesamtheit der einer Anselussrichtung der Kreuzweicle zugeordneten Weiclhenelemente, bestehend aus Schienenstrangleilen und zugehörenden drei Weichenzungen, aus. Die Kreuzweiche in ihrer Gesamtheit weist daher vier solche Teil abschnitte auf.
An der Kreuzweiche kann mechanisch eine mit elektrischer Innenbeleuchtung aus gerüstete Signallaterne unbeweglich angeord net sein, bei der auf den beleuchteten Schei ben der Signallatene beidseilig Zeiger betä tigt werden, die die jeweils eingestellte Fahrt richtung anzeigen.
Der Erfindungsgegenstard ist in der bei- gefünten Zeichnung in einem Ausführungs beispiel für 16 nm Spurweite dargestellt und zwar zeigt: Fig. 1 die Kreuzweiehe in Draufsicht von oben, Fig. 2 dieselbe in Draufsicht von unten, Fig. 3 die eine Hälfte der Steuervorrich tung in Seitenansicht, Fig. 4 die Signallaterne im Schnitt, Fig. 5 dieselbe in Vorderansicht, Fig. 6 das Schaltsystem in Grundstellung, Fig. 7 dasselbe in ablenkender Richtung. Die Aussenschienenstränge der rechten Seite der Kreuzweiche (in Fahrtrichtung X-Y nach Fig. 1) sind mit 2 und 3, die jenigen der linken Seite mit 2a und 3a, die Mittelstrang schienen mit. 4 und 4a bezeichnet.
Diese Schienenstränge sind wie beim Zwei zugsystem in bekannter Weise reit anschlie ssenden Schienen derart elektrisch zu verbin- den dass die ) ittelsrangeslicnen 4 und 4a den einen Pol - im folgenden ist bcispielsweise zugrundebgtiegt, dass es der Minus-Pol sei Milden, während die Aussensehieneastränge 2, 2a, 3 und 3a zwei unabhängig voneinander an- und abschaltbare Plus-Pole bilden. 1n folgenden sind die Aussenschienen 2 und 2a als äussere, die Aussenschienen 3 und 3a als innere Aussenschienen bezeichnet. Die zum Anschluss au die anschliessenden Schienenteile dienenden Einsteckdorne sind finit 5 und 5a bezeichnet. Mit 6 und 6a sind die aus isolie rendem Material bestehenden Spitzen der mittleren Weichenzungen 7A, 7B, 7a und 7b bezeichnet.
Diese Weichcnzungen 7A4 7B, 7a und 7b sind samt den Spitzen 6 und 6a schwenkbar belagert und bilden die Fort- der Minus-Pol-Mittelstrangschienen 4 und 4a, während die Weichenzungen 8A, 8B, 8a, 8b, 9A, 9B, 9a und 9b mit den Aussen schienensträngen 2. 2a, 3 und 3a zusammen arbeiten.
Durch die Anordnung von Spitzen aus isolierendem Material an den Wreiclhen- zungen 7.4, 7B, 7a und 7b soll verhindert werden. dass beim Überfahren der Weiche in gerader Durchfahrt durch die Stromabnehmer des Triclhfahrzeuges Kurzschluss dadurch er zeugt wird, dass der eine Stromabnehmer auf einer äussern Aussenschiene oder einer an die ser anliegenden Weichenzunge, aufliegt, wäh rend der andere, mit dem ersterwähnten di rekt verbundene Stromabnehmer mit der Spitze der mittleren Weichenzunge der kreu zenden Richtung in Berührung kommt.
Die Spitzen 6 und 6a der mitt.leren Weichenzun gen 7.4, 7B, 7a und 7b sind durch Abschrä- gung derart ausgebildet, dass sie in der Inäc für Ablenkung eine lückenlose Fortsetzung zu anschliessenden Isolierteilen bilden, in welchen die mit den äussern Aussenschienen und 2a zus,-tinmenarlxitenden Weichenzungen 8A, 8B, 8a und 8b schwenkbar gelagert sind.
Die mechanische Betätigung der einzelnen Teile der 'Weiche und gleiclrzcitig auch der Zeiger der Si;nallaterne S erfolgt mittels eines Hebelsystems, das von der aus zwei Teilen A und B bestehenden, elektrisch be triebenen Antriebsvorrichtung gesteuert wird. Die Weichenzungen 8.4, 8B, 8a., 8b bezw. 9A, 9B, 9a und 9b sind mit den Führungs organen 11 und Verbindungslaschen 14 be weglich verbunden und können mit ihren Spitzen aus ihrer Grundstellung seitlich um zirka 3.5 mm verschoben werden.
Die mitt leren Weichenzungen 7A, 7B, 7a, 7b mit Spitzen 6 und 6a sind mit den Führungs organen 12 und Verbindungslaschen 13 (letztere liegen unter den Führungsorganen 12 und sind nicht sichtbar) ebenfalls beweg lich verbunden und deren Spitzen verschieben sich bei einer Verschwenkung der Zungen von der einen in die andere Stellung um zirka 2,5 mm. Die Verschwenkung einer mittleren Weichenzunge findet gleichzeitig mit dem Verchwenken der zu ihren beiden Seiten lie genden benachbarten, mit den Aussenschienen zusammenarbeitenden Weichenzungen statt und ihre Schwenkrichtung ist derjenigen die ser Weichenzungen entgegengesetzt.
Bezugs zeichen 15 und 16 betreffen die elektrisch und mechanisch mit den WNeiclenzungen 8l, 8a und 9.4 und 9a bezv. 8B, 8b und 9B und 9b fest verbundenen Kontakte. Mittels der Hebel 17 und 18 werden die Weichenzungen 8.4, 8B, 8a, 8b, 9.4, 9B, 9a und 9b über die Ver bindungslaschen 19 und 20 elektrisch ge steuert. Kontaktfedern 21A und 22B bezw. 21a und 22b, sowie die Kontaktbleche 25A, 25B, 25a und 25b sind mittels der Gleisbe festigungen 10 elektrisch und mechanisch mit den äussern Aussenschienensträngen 2 und 2a. bezw. mit den Mittelschienen 4 und 4a fest verbunden.
Kontaktfedern 23A, 24B, 23a, 24b sind mittels der Isolierungen 36 (nicht sichtbar) elektrisch von den innern Aussen schienen 3 und 3a und den mit den Aussen schienen elektrisch und mechanisch verbun denen Kontaktbleclhen 26 und 26a getrennt, aber mittels der Gleisbefestigungen 10 mecha nisch mit den innern Aussenschienen 3 und 3a verbunden. Die Helel 17 und 18 stehen mit den zu den Zeigern 42 und 43 der Signal laterne S führenden Verbindungsstangen 27 und 28 in gelenkiger Verbindung. Die Metall teile der einzelnen Weichenzungen liegen höher als die aus Isoliermasse bestehenden Teile der Kreuzweicho, so dass die letzteren von den am Fahrmaterial befindlichen Strom abnehmern beim Überfahren nicht berührt werden.
Die das Mittelstück M umgebenden und zum Teil unter demselben liegenden, aus Isoliermaterial bestehenden Teile enthalten Fahrtrinnen für die Führung der Radspur kränze. Diese isolierenden Teile weisen jedoch ein höheres Niveau auf als die Unterlage, auf der die Schienenstränge belagert sind, und zwar sind sie derart hoch, dass die Spurkränze auf ihnen laufen. Damit wird erreicht, dass beim 'Verlassen der höher liegenden metalle nen Teile derWeichenzungen die Räder nicht absacken, wobei die Räder beim Auftreffen auf die Metallteile der ge genüberliegenden Teichen infolge ihrer zu tiefen Lage nur mittels Stoss die plötzliche Erhöhung über winden könnten, wobei leicht Entgleisung eintreten würde.
Zur Vermeidung von Ent gleisungen weisen beim gezeichneten Ausfüh rungsbeispiel seitlich des 'Mittelstückes 11I angeordnete Stege N Führungsflächen F auf, welche derart geformt sind,
dass sie eine ein- wandfreieFührungderRadkränzeder Aussen räder gewährleisten. Dadurch wirddas lästige und leicht zur Entgleisung führende Schlei fen der Räder in den Kurven an den R'eichen- zungen und äussern Aussenschienen vermieden. Die äussern und die innern Aussenschienen 2 und 2a, 3 und 3a weisen in bekannter Weise auf der Innenseite Aussparungen 51 und 52 auf, um ein Anlegen ohne Zwischenraum der Weichenzungen 8-4, 8B, 8a, 8b, 9.4, 9B, 9a und 9b zu ermöglichen.
Diese Aussparungen 51 und 52 weisen, wie dies wenigstens bei den innern Aussenschienen 3 und 3a der Fall sein muss, Einlagen aus isolierendem Mate rial auf, damit beim Überfahren der Kreuz- -eiche, Renn der eine Stromabnehmer das beim Drehpunkt -liegende Ende einer an der innern Aussenschiene anliegenden Zunge be rührt, nicht eine Verbindung der Plus-Pole der beiden voneinander unabhängigen Fahr stromkreise über die beiden Stromabnehmer und die an der Aussenschiene anliegende Weichenzunge herbeigeführt werden kann.
Die mit den innern Aussenschienen 3 und 3a zusanmenarleitenden Weichenztngen 9.1, 9ss, 9a, 9b bestehen aus Vollmetall und lau fen in ihren gegen das Mittelstüek M gerich teten Enden in eine Spitze aus. Dadurch wird eine Verlängerung der stromführenden Strecke beim Überfahren der Kreuzweiche erreicht und gleichzeitig dadurch die sichere Führung des Zuges unterstützt. Die Antriebsvorrichtung besteht aus zwei Teilen A und B (in Fig. 3 ist nur die eine Hälfte dargestellt). In jedem dieser Teile A und B ist eine Magnetspule 29a und 29b mit festem lamelliertem Magnetkern 30 angeord net; jeder Magnetkern betätigt zwei Anker 31 und 32, die untereinander mittels der Lasche 33 derart mechanisch verbunden sind, dass sich die AnziehungsKräfte der Anker praktisch addieren.
Diese Anker betätigen durch Eingreifen der Nasen 32a und 32b in Ausnchmungcn 32c eines Schiebers 32d ver mittels eines Lenkers 32e und auf Steuerschei ben 34 und 35 befindlichen Stiften 32f die Doppelhebel 37 und 37a, die über die Laschen 19 und 20 die mit den Weichenzungen 7A, 7B, 7a, 7b, 8A, 8B, 8a, 8b bezw. 9A, 9B, 9a und 9b und dem zur Signallaterne S führen den Gestänge 27 und 28 verbundenen Hebel 17 und 18 betätigen. Das Gestänge 27 und 28 greift in die Hebel 38 und 39 der Signal laterne S ein, deren Gehäuse unbeweglich ist.
Durch die Hebel 38 und 39 werden die bei den Doppelktrbeln 40 und 41 um 45 gedreht und damit die auf beiden Seiten der Laterne angelrachten Zeiger 42 und 43 derart bewegt, lass dieselben vor den beleuchtbarcu Scheiben bis zu deren Mitte einen Winkel von 90 bil den und dadurch die jeweilige eingestellte Fahrfrasse anzeigen.
Die Schaltung der Weiche ist in den Fig. 6 und 7 dargestellt. In Fig. G ist die Hauptrichtung X-l' in Grundstellung ge zeichnet, entsprechend der Linie X-Y in Fib. 1. Die mittleren Weichenzungen 7A, 7B, 7a und 7b stehen bei in einer im Betriebe stehenden Anlage eingebautem Zustande dauernd und in jeder Stellung unter Span nung. Von den mit den äussern Aussenschie- nensträngcn 2 und 2a zusammenarbxitenden Weichenzungen 8A, 8B, 8a und Sb ist in der dargestellien Grundstellung das Weichen zungenpaar 8B und 8b von bezogen auf ge rade Fahrtrichtung hintereinanderliegenden Teilabschnitten spannungslos, wihrend das andere Weichenzungenpaar 8A und 8a über die Kontaktfedern 21A und 21a unter Span nung ist.
Die mit den innern Aussenschienen strängen 3 und 3a zusammenarbeitenden Weichenzungen 9A, 9B bezw. 9a und 9b, die über ihre ganze Länge eine elektrisch leitende Oberfläche aufweisen, sind sämtlich in der Grundstellung spannungslos. Hierlxi befin den sich die Weichenzungen 9B und 9b in ablenkender Stellung.
In dem Augenblick, in welchem auf eine Stellung für Ablenkung umgesteuert wird, und zwar beispielsweise, wie in Fig. 7 dar gestellt, für Fahrt. von dem Teilabschnitt 2a, 3a, 4a, 74, 8A, 9A auf den Teilabschnitt 2a, 3a. 4a, 7b, 8b, 9b oder umgechrt (Fahrt richtung X-W), in der der Zug auf den Schienen 2a, 4a und 3a im Bofen nach links geführt wird, werden durch das Hebelsystem die Weichenzungen 8B, 9B und 8A, 9A mit ihren Spitzen um zirka 3,5 mm geschwenkt. Damit wird die bisher spannungslose Wei chenzunge 8B an die dauernd unter Span nung nung stehende Kontaktfeder 22B herangezo gen. Dadurch wird die Weichenzunge 8ss an Spannung gelegt, welche über die Leitung 44, die Kontaktfeder 24b, die nur nechanisch. aber nicht elektrisch mit der Schiene 3a ver bunden ist, die Weichenzunge 9b an Span nung legt.
Anderseits wird die Weicbenzunge 9A über die stets unter Spannung stehende Kon taktfeder 21a, über die Weichenzunge 8a, die Leitung 45 uud die Kontaktfeder 23A an Spannung belebt. Die Neicheuzunge 8A wird mechanisch und elektrisch von der Kontakt feder 21A getrennt. Die stets an Spannung liegenden mittleren @@'cichenzun;
cn 713 und 7A haben sich, da sie entgegengesetzt zur Richtung der mit dem äussern Schienenpaar _ und 3 bezw. 2a und 3a zusamineuarbeitenden Weichenzungen 8B und 9B bezw. 9A und 8A mechanisch bewegt werden (in Fig. 7), nach rechts verschoben, im Augenblick, in wel chem die Weichenzungen 9B und 8B bezw. 8A und 9A nach links verschwenkt wurden. Die in der untern Hälfte der Fig. 7 gezeich neten mittleren Weichenzungen 7a und 7h, wie auch die äussern Weichenzungen 8a, 8b, 9a und 9b haben ihre Stellung nicht ge ändert. Damit ist die in Fig. 7 gezeichnete Weichenstellung erreicht.
Für eine Fahrt von dem Teilabschnitt 2, 3, 4, 7B, 8B, 9B auf den Teilabschnitt 2, 3, 4, ia, 8a, 9a, das heisst im Bogen nach rechts (Fahrtricltung V-Y), werden die 'Weichen zungen 7a, 8a, 9a bezw. 7b, 8b, 9b in analoger Weise wie vorher die andern Weichenzungen für die Fahrt von dem Teilabschnitt in Rich tung X-W von der Grundstellung aus be tätigt. Die Schaltung für die Fahrtrichtung l-W quer zur Grundstellung X-F ent spricht genau derjenigen für die Grundstel lung X-Y. Die mit den innern Aussenschie nensträngen 3 und 3a zusammenarbeitenden Weiclenzungen 9A,9R, 9a und 9b sind, wie bei der Grundstellung ausgeführt, ebenfalls spannungslos.