CH232953A - Verfahren zum Schmelzen von Eisen. - Google Patents
Verfahren zum Schmelzen von Eisen.Info
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Description
Verfahren zum Schmelzen von Eisen. Die Nachteile des Kupolofens, dass das flüssige Eisen ohne Rücksicht auf den Zeit- punkt und die Menge des Bedarfs entnom men werden muss und dass seine Temperatur und Zusammensetzung ganz von den Zu fälligkeiten des Kupolofenbetriebes abhängen, sind bisher nur unvollkommen durch den An bau von Vorherden gemildert worden. In diesen Vorherden kann man zwar das Schmelzgut eine gewisse Zeit lang ansam meln, aber seine Durchmischung ist sehr unvollkommen.
Auch das Warmhalten macht Schwierigkeiten und eine Veredlung durch Überhitzung sowie die Beeinflussung der Zu sammensetzung durch nachträgliche Zu schläge sind überhaupt nicht möglich.
Man war deshalb nicht imstande, Kupol- eisen mit einer derartigen Genauigkeit be züglich Giesstemperatur und Zusammen setzung herzustellen, wie sie heute für hoch wertigen Eisenguss verlangt wird.
Aus diesem Grunde hat man bereits ein sogenanntes Doppeltverfahren angewandt, indem man das dem Kupolofen entnommene Eisen in einem andern Ofen, beispielsweise einem Induktionsofen, weiterbehandelte. Dies war aber nur chargenweise möglich; fertiges Kupoleisen musste in den Veredelungsofen entsprechend dessen Fassungsvermögen ein- gef üllt werden.
Dieser arbeitete dann vollständig unab hängig vom Kupolofenbetrieb als ein selb ständiger Ofen; die Behandlung im Ver edelungsofen begann also erst, nachdem der Schmelzvorgang im Kurpolofen beendet war. Das bedeutete einen erheblichen Zeitverlust. Durch die Erfindung wird ein Verfahren angegeben, das die geschilderten Nachteile beseitigt.
Das Verfahren besteht darin, dass vorg sschmolzenes Eisen ,aus mindestens einem Kupolofen stetig in .einen Veredelungsofen überfliessen :gelassen, in ihm .gesammelt und mit diesem Inhalt gemischt, veredelt und warmgehalten und aus ihm, z. B. stetig oder nach Bedarf, entnommen wird.
Als Veredelungsofen kann beispielsweise ein Nie@derfrequenzinduktionsofen dienen. Dessen Vorzüge sind bekannt. Man kann in ihm das Schmelzgut beliebig lang warm halten oder überhitzen, man kann kalte Zu schläge zusetzen und dabei jede gewünschte Legierung genau herstellen und während dieser Arbeitsvorgänge kann die Schmpelze durch eine selbsttätige Badbewegung ständig gut durchmischt werden. Das Verfahren er laubt. alle diese Vorzüge gewissermassen demn Kupolofenbetrieb zuzuschalten. ohne dadurch die Gesamtbetriebszeit praktisch zu ver längern.
In den Fig. 1 und 2 der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer Schmelzein richtung zum Durchführen des erfindungs gemässen Verfahrens dargestellt. Fig. 1 zeigt im Aufriss (ohne Öfen<I>q, in)</I> das stetige Zu sammenarbeiten von Kupolöfen mit einem Niederfrequenzinduktionsofen. Fig. 2 ist der zugehörige Grundriss (Öfen 1, in, q, p).
Aus dem Kupolofen p (Fig. 1) fliesst das flüssige Eisen durch das Rohr oder die Rinne r (Leitweg) in einen ortsfesten Fülltrichter h. Dessen Auslaufschnauze k führt in den Schmelzraum des Induktionsofens e, und zwar erfolgt die Durchführung in der mit x bezeichneten Kippachse des Induktionsofens. Man kann also den Induktionsofen um .r kippen, ohne die Auslaufschnauze k des Füll trichters h herausnehmen zu müssen. Zur Entnahme des Eisens aus dem Ofen e dient dessen Schnauze f (Giessgrube y l).
Das Kupoleis en wird genau so wie im bisherigen Kupolofenbetrieb stetig entnom men. Es fliesst ununterbrochen dem Induk tionsofen zu. In diesem wird es nicht nur ge sammelt und warmgehalten, sondern auch gleichzeitig auf die gewünschte Temperatur und Zusammensetzung gebracht und selbst tätig durchmischt, so dass es mit vollkomme ner Gleichmässigkeit hinsichtlich Temperatur und Zusammensetzung der Stoffanteile ent nommen werden kann.
Diese Entnahme aus dem Induktionsofen kann, da ihm ja stetig neues Schmelzgut aus dem Kupolofen zufliesst, ebenfalls stetig sein. Sie kann nach Bedarf auch vorübergehend unterbrochen werden. In diesem Fall -wirkt der Induktionsofen, dessen Fassungsvermögen einen gewissen Spielraum lässt, als Puffer. Wesentlich ist, dass die Entnahme zu gleicher Zeit mit dem Abstich des Kupolofens erfol gen kann.
In gleicher Weise können auch mehrere Kupolöfen mit einem Induktionsofen zusam- mnen arbeiten. Fig. 2 veranschaulicht dies bei- pielsweise für vier Kupolöfen l, ma, p. q. Zu beiden Seiten des Induktionsofens e sind zwei Fülltrichter g und h aufgestellt, deren Auslaufschnauzen <I>i</I> und<I>k</I> durch die Kipp- achse x des Induktionsofens e hinduch in dessen Schmelzraum führen.
Dem Fülltrich ter g wird das flüssige Eisen aus den Kupol- öfen 1 und mn über die Rinnen n und o zu geführt, dem Fülltrichter h aus den Kupol- öfen p und q über die Rinnen r und s. Auf diese Weise kann der Abstich vieler Kupol- öfen einem einzigen, entsprechend grossen Niederfrecluenzinduktionsofen zufliessen und in ihm gesammelt, gemischt, veredelt, warm gehalten oder überhitzt werden, um nun aus ihm zu gleicher Zeit stetig oder nach Bedarf entnommen zu werden.
Es kann der Fall eintreten, da,ss der Ver edelungsofen zeitweise nicht benutzt werden soll, sei es wegen einer Betriebsstörung, oder um das Kupoleisen sofort ohne Veredelung zu verwenden.
Für diesen Fall werden die Fülltrichter g und h mit einer weiteren, im normalen Betrieb verstopften Auslauf schnauze f bezw. u versehen, die unmittelbar nach besonderen Giessgruben y. y2 führen.
Für die Zeitdauer der Nichtbenutzung des Vemdelungsofens werden dann die in ihn führenden Auslaufschnauzen <I>i</I> und<I>k</I> ver stopft und stattdessen die Auslaufschnauzen <I>t</I> und<I>u</I> geöffnet, das Kupoleisen somit z. B. unmittelbar in Giesspfannen aufgefangen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Verfahren zum Schmelzen von Eisen, dadurch gekennzeichnet, dass vorgeschmol- zenes Eisen aus einem Kup@olofen stetig in einen Veredelungsofen überfliessen gelassen, in ihm gesammelt und mit dessen Inhalt gemischt, veredelt, warmgehalten und nach der so durchgeführten Behandlung ent nommen wird. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das im Ver edelungsofen nachbehandelte Eisen diesem Ofen stetig entnommen wird. 2.Verfahren nach dem Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das im Ver edelungsofen nachbehandelte Eisen diesem Ofen periodisch entnommen wird. 3. Verfahren nach dem Patentanspruch I und dem Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass das aus dem Kupolofen abge stochene Eisen einer Stelledee Veredelungs ofens zugeführt wird, welche zu dessen Kipp- achse konaxial liegt, um den Zufluss auch während des Kippens nicht unterbrechen zu müssen. 4. Verfahren nach dem Patentanspruch I und dem Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass das in einer Mehrzahl von Kupolöfen vorgeschmolzene Eisen in einen gemeinsamen Veredelungsofen übergeleitet wird.PATENTANSPRUCH II: Schmelzeinrichtung zur Durchführung dies Verfahrene nach dem Patentanspruch I und dem Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass jeder Kupolofen (l, mn, p, q) einen Leitweg (n, o, r, s) für das flüssige Eisen besitzt, welche Leitwege in ortsfeste Füll trichter (g, h) münden, welche ihrerseits über eine gleichachsig zur Kippachse (x) des Ver- edelungsofens verlegte Auslaufschnauze (i, k) in den Veredelungsofen ragen. UNTERANSPRUCH:5. Einrichtung nach dem Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, ,dass die Füll trichter<I>(g, h)</I> ausser den in den Veredelungs- ofen (e) führenden Auslaufschnauzen <I>(i,</I> 1c) je eine weitere Auslaufschnauze (t, u) be sitzen, zum Zwecke,für (den Fall zeitweiligen Nichtgebrauches des Veredelungsofens das Eisen direkt zu Giessgruben (y, y2) zu führen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE232953X | 1942-11-19 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH232953A true CH232953A (de) | 1944-06-30 |
Family
ID=5883573
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH232953D CH232953A (de) | 1942-11-19 | 1943-03-08 | Verfahren zum Schmelzen von Eisen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH232953A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0070660A1 (de) * | 1981-07-17 | 1983-01-26 | American Motors (Canada) Inc. | Verfahren zur Herstellung von Gusseisen für Motorblöcke oder ähnliche Verwendungszwecke |
-
1943
- 1943-03-08 CH CH232953D patent/CH232953A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0070660A1 (de) * | 1981-07-17 | 1983-01-26 | American Motors (Canada) Inc. | Verfahren zur Herstellung von Gusseisen für Motorblöcke oder ähnliche Verwendungszwecke |
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