CH232997A - Elektrische Maschine mit Stromübergangsorganen aus Kohle. - Google Patents

Elektrische Maschine mit Stromübergangsorganen aus Kohle.

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CH232997A
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    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01RELECTRICALLY-CONDUCTIVE CONNECTIONS; STRUCTURAL ASSOCIATIONS OF A PLURALITY OF MUTUALLY-INSULATED ELECTRICAL CONNECTING ELEMENTS; COUPLING DEVICES; CURRENT COLLECTORS
    • H01R39/00Rotary current collectors, distributors or interrupters
    • H01R39/02Details for dynamo electric machines
    • H01R39/04Commutators
    • H01R39/045Commutators the commutators being made of carbon

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Description


  Elektrische     Xasehine    mit     Stromübergangsorganen    aus Kohle.    Stromwender mit Lamellen aus künst  licher Kohle sind bekannt. Ebenso ist es be  kannt, künstliche Kohle, insbesondere Kohle  bürsten, mit Paraffin     uud    ähnlichen     wachs-,     öl- oder fetthaltigen Mitteln zu imprägnieren.  



  Versuche haben schon beim     Kupferstrom-          wender    gezeigt, dass eine Oberflächenbehand  lung der     Stromwenderlauffläche    mit Fett,  Paraffin oder ähnlichen Mitteln, wie sie viel  fach zur     Kollektorpflege    unter verschieden  sten Namen verbreitet und üblich sind, einen  günstigen Einfluss auf     Kommutierung,    Rei  bung, Verschleiss usw. haben.

   Da bei dem       Metallstromwender,    dessen Lamellen vor  nehmlich aus Kupfer bestehen, von einem  Imprägnieren, das heisst Durchsetzen der  Lamellen mit dem     Imprägnierungsmittel,     schlecht gesprochen werden kann und sich  nur an der Oberfläche eine fettende Schicht  hält, die nach einiger Zeit wieder erneuert  werden muss, hat man, um eine längere Wirk  samkeit des     Imprägnierungsmittels    zu errei  chen, die Kohlebürsten     getränkt.    Aber auch    da wird die Imprägnierung und ihre Wirk  samkeit nach und nach schwächer,

   da sich  durch die Betriebswärme das     Imprägnierungs-          mittel    zum Teil nach und nach verflüchtigt  und zum grossen Teil je nach Lage der Bür  sten auf dem Kollektor entweder nach der  Lauffläche zu wandert und mit zunehmen  dem Bürstenverschleiss aus der Restbürste  verschwindet oder nach der Kopfpartie der  Kohle wandert und an der Lauffläche nicht  mehr wirksam in     Erscheinung    tritt.  



  Bei     Kohlekollektoren    hat die Imprägnie  rung für gewisse     Kohlematerialien,    die wie  derum durch die Maschinendaten und Be  triebseigenarten bedingt sind, unter Umstän  den noch grössere Bedeutung. Soweit von  einer     Kommutierungsverbesserung    in rein  elektrischer Hinsicht bei     Kohlekollektoren     überhaupt noch gesprochen werden kann,       wird    sie natürlich auch hier erreicht. Die  Gesamtverbesserung der Wirkungsweise be  ruht aber darauf, dass eine Imprägnierung  der Kohlebürsten und     Kohlelamellen    rei-           bungsverbessernd    wirkt, den Verschleiss min  dert und     Kohlestaub    bindet.

   Die Staubbin  dung     ist    unter     Umständen    ein nicht unwesent  licher Faktor. Weiterhin hat sich gezeigt, dass  bei     Kohlekollektoren,    auf denen Kohlebür  sten laufen, je nach Materialart der verwen  deten Kunstkohle und je nach Betriebseigen  arten für den Verschleiss kritische Tempera  turgrenzen     auftreten,    die, wie Untersuchun  y gen erbracht haben, durch Imprägnierung  aus dem Bereich der praktisch vorkommen  den Temperaturen hinaus verlagert werden  können.

   Die bis jetzt bekannten und für  Kupferkollektoren angewendeten Imprägnie  rungsmethoden auch bei     Kohlekollektoren     anzuwenden, würde eine in ihrer erhofften  Wirkung sehr fragwürdige Massnahme sein,  da beim     Kohlekollektor    im Gegensatz zum       Kupferstromwender    das auf die Oberfläche  ,aufgebrachte     Imprägnierungsmittel    von der  Kohle sofort nach innen aufgesogen würde  und somit an der Lauffläche nicht wirksam  sein könnte.

       Dochtschmierungen,    bei denen  der     Imprägnierungsmittel    enthaltende oder  aus     einem        Behälter    ansaugende Schmierdocht  auf der     Kollektoroberfläche    läuft und dabei  auch durch die Kohlebürste geführt sein  kann, sind wohl bei Kupferkollektoren ein  Mittel zu einigermassen konstanter Oberflä  chenschmierung, bei     Kohlekollektoren    aber  wegen der Saugfähigkeit des     Kohlematerials     wiederum eine unsichere und vor allem sehr  ungleichmässig wirkende     Massnahme.     



  Bei der elektrischen Maschine gemäss der  Erfindung mit     Stromübergangsorganen,    auf  welchen Schleifbürsten aufliegen, welche  mindestens teilweise aus künstlicher Kohle  bestehen, ist den     Stromübergangsorganen     eine Einrichtung zum     Imprägnieren    der Teile  aus künstlicher Kohle zugeordnet.  



  Dabei lässt sich die     Porosität    und Saug  fähigkeit der Kohle, die für die bisher be  kannten     Imprägnierungsmethoden    sehr nach  teilig ist, vorteilhaft in der Weise ausnützen,  dass für das     Imprägnierungsmittel    innerhalb  der     Stromübergangsorgane    mindestens ein  ringförmiger Vorratsraum vorgesehen wird,  welcher auf seinem den Schleifflächen der         Stromübergangsorgane    zugekehrten Teil in  einer den ringförmigen Vorratsraum begren  zenden äussern Umfangswand nach Bedarf  verschliessbare und dadurch in der Grösse re  gelbare     Austrittsöffnungen    für das     Imprä-          gnierungsmittel    besitzt,

   was eine technisch  exakte, gewollt regelbare     Imprägnierungs-          möglichkeit    schafft, welche an Stelle der bis  her bekannten, unpraktischen, meist von  Hand vorzunehmenden und nur kurze Zeit  wirksamen, primitiven     Imprägnierungsmass-          nahmen    treten kann.  



  Die Form des genannten Vorratsraumes,  der im     Innern    von     Kohlekollektoren    oder       Schleifringkörpern    mit Ringen aus künst  licher Kohle vorgesehen sein kann, wird       zweckmässigerweise    der Form des in Betracht  kommenden jeweiligen     Konstruktionsteils,     das heisst dem     Stromwender    oder dem Schleif     -          ringkörper,    angepasst, wobei zweckmässiger  weise die nicht     durch    die eigentlichen Bau  teile ausgefüllten     Räume    ganz oder teilweise  ausgenützt     werden;

          statt    eines.     einzigen,    kön  nen auch mehrere     Vorratsräume    für das Im  prägnierungsmittel vorgesehen werden.     Ist     eine sehr starke Imprägnierung erforderlich  oder wird sie auch schon bei niederen Be  triebserwärmungen, die noch nicht an die  vorerwähnte kritische     Temperaturgrenze    rei  chen, aus     Reibungsgründen    zur Geräusch  dämpfung oder     aus    sonstigen Überlegungen  heraus bevorzugt,     dann    wird man von vorn  herein flüssiges Imprägniermittel nehmen.

    Die genannten     Austrittsöffnungen    werden       zweckmässigerweise    der Dünnflüssigkeit des       Imprägnierungsmittels    entsprechend     unter     gleichzeitiger     Berücksichtigung    der im Be  trieb wirksamen Zentrifugalkraft für dieses  Mittel und ebenso     unter        Beachtung    der je  weiligen     Porosität    angebracht, wobei Zahl  und Grösse der Austrittsöffnungen dem     Im-          prägnierungsbedürfnis    angepasst sind.

   Durch  diese Öffnungen tritt das     Imprägnierungs-          mittel,    sei es durch weitere Kanäle oder  gleich direkt in die     Kohlelamellen    über     und     dringt bis zur Lauffläche vor. Zur besseren  Sicherstellung der Gleichmässigkeit der Im  prägnierung können die     Austrittsöffnungen         beispielsweise durch eine auf der     erwähnten,     den Vorratsraum begrenzenden, äussern Um  fangswand vorgesehene zweite, z. B. mit  Schlitzen versehene Wand verengt oder ganz  verschlossen werden.

   Je nach     Wirkungsweise     des     Imprägnierungsmittels    und ausserdem  nach Art der Betriebsverhältnisse, Grösse der  Zentrifugalkraft     usw.    können auch zähe oder  bei normaler     Raumtemperatur    in festem Zu  stand befindliche     Imprägnierungsmittel    An  wendung finden, die bei Bedarf entweder  künstlich (z.

   B. durch elektrische     Wider-          standserwärmung)    oder durch die normale  Betriebstemperatur; die im Stromwender  herrscht, erweicht wird, so dass im zweiten  Falle der     Imprägnierungsvorgang    praktisch  automatisch eingeleitet wird, wenn eine be  stimmte Temperatur, die für die Laufver  hältnisse des     Stromwenders    im nicht imprä  gnierten Zustand ungünstig wäre, erreicht  wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Elektrische Maschine mit Stromüber- gangsorganen, welche mindestens teilweise aus künstlicher Kohle bestehen und auf wel chen Schleifbürsten aufliegen, dadurch ge kennzeichnet, dass den Stromübergangsorga- nen eine Einrichtung zum Imprägnieren der Teile aus künstlicher Kohle zugeordnet ist. UNTERANSPRüCHE 1. Elektrische Maschine nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass inner halb der Stromübertragungsorgane minde- stens ein Vorratsraum für das Imprägnie- rungsmittel vorZesehen ist.
    2. Elektrische Maschine nach Patentan spruch und Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass der das Imprägnierungs- mittel enthaltende Vorratsraum ringförmig ist. 3. Elektrische Maschine nach Patentan spruch und Unteransprüchen 1 und 2, da durch gekennzeichnet, dass der ringförmige. Vorratsraum auf seinem den Schleifflächen der Stromübertragungsorgane zugekehrten Teil Austrittsöffnungen für das Imprägnie- rungsmittel hat. 4.
    Elektrische Maschine nach Patentan spruch und Unteranspruch 1, dadurch ge- kennzeichnet, dass in einer den ringförmigen Vorratsraum begrenzenden äussern Umfangs wand Austrittsöffnungen für das Imprä- gnierungsmittel vorgesehen sind. 5.
    Elektrische Maschine nach Patentan spruch und Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Grösse der in der äussern Umfangswand des Vorratsraumes vor gesehenen Austrittsöffnungen für das Imprä- gnierungsmittel regelbar ist. 6.
    Elektrische Maschine nach Patentan spruch und Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass im Betriebe derselben infolge der Zentrifugalkraft Imprägnierungs- mittel in die Kohle der Stromübergangs organe übertritt und diese bis zur Lauffläche durchdringt.
CH232997D 1941-09-26 1942-09-26 Elektrische Maschine mit Stromübergangsorganen aus Kohle. CH232997A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1036998B (de) * 1954-04-02 1958-08-21 Britisch Thomson Houston Compa Elektrische Gleitkontakteinrichtung, insbesondere fuer den Betrieb in grossen Hoehen

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1036998B (de) * 1954-04-02 1958-08-21 Britisch Thomson Houston Compa Elektrische Gleitkontakteinrichtung, insbesondere fuer den Betrieb in grossen Hoehen
DE1077775B (de) * 1954-04-02 1960-03-17 British Thomson Houston Co Ltd Elektrische Gleitkontakteinrichtungen fuer den Betrieb in grossen Hoehen oder anderen Bereichen niedrigen Drucks und Wasserdampfgehalts

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