CH232997A - Elektrische Maschine mit Stromübergangsorganen aus Kohle. - Google Patents
Elektrische Maschine mit Stromübergangsorganen aus Kohle.Info
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Description
Elektrische Xasehine mit Stromübergangsorganen aus Kohle. Stromwender mit Lamellen aus künst licher Kohle sind bekannt. Ebenso ist es be kannt, künstliche Kohle, insbesondere Kohle bürsten, mit Paraffin uud ähnlichen wachs-, öl- oder fetthaltigen Mitteln zu imprägnieren.
Versuche haben schon beim Kupferstrom- wender gezeigt, dass eine Oberflächenbehand lung der Stromwenderlauffläche mit Fett, Paraffin oder ähnlichen Mitteln, wie sie viel fach zur Kollektorpflege unter verschieden sten Namen verbreitet und üblich sind, einen günstigen Einfluss auf Kommutierung, Rei bung, Verschleiss usw. haben.
Da bei dem Metallstromwender, dessen Lamellen vor nehmlich aus Kupfer bestehen, von einem Imprägnieren, das heisst Durchsetzen der Lamellen mit dem Imprägnierungsmittel, schlecht gesprochen werden kann und sich nur an der Oberfläche eine fettende Schicht hält, die nach einiger Zeit wieder erneuert werden muss, hat man, um eine längere Wirk samkeit des Imprägnierungsmittels zu errei chen, die Kohlebürsten getränkt. Aber auch da wird die Imprägnierung und ihre Wirk samkeit nach und nach schwächer,
da sich durch die Betriebswärme das Imprägnierungs- mittel zum Teil nach und nach verflüchtigt und zum grossen Teil je nach Lage der Bür sten auf dem Kollektor entweder nach der Lauffläche zu wandert und mit zunehmen dem Bürstenverschleiss aus der Restbürste verschwindet oder nach der Kopfpartie der Kohle wandert und an der Lauffläche nicht mehr wirksam in Erscheinung tritt.
Bei Kohlekollektoren hat die Imprägnie rung für gewisse Kohlematerialien, die wie derum durch die Maschinendaten und Be triebseigenarten bedingt sind, unter Umstän den noch grössere Bedeutung. Soweit von einer Kommutierungsverbesserung in rein elektrischer Hinsicht bei Kohlekollektoren überhaupt noch gesprochen werden kann, wird sie natürlich auch hier erreicht. Die Gesamtverbesserung der Wirkungsweise be ruht aber darauf, dass eine Imprägnierung der Kohlebürsten und Kohlelamellen rei- bungsverbessernd wirkt, den Verschleiss min dert und Kohlestaub bindet.
Die Staubbin dung ist unter Umständen ein nicht unwesent licher Faktor. Weiterhin hat sich gezeigt, dass bei Kohlekollektoren, auf denen Kohlebür sten laufen, je nach Materialart der verwen deten Kunstkohle und je nach Betriebseigen arten für den Verschleiss kritische Tempera turgrenzen auftreten, die, wie Untersuchun y gen erbracht haben, durch Imprägnierung aus dem Bereich der praktisch vorkommen den Temperaturen hinaus verlagert werden können.
Die bis jetzt bekannten und für Kupferkollektoren angewendeten Imprägnie rungsmethoden auch bei Kohlekollektoren anzuwenden, würde eine in ihrer erhofften Wirkung sehr fragwürdige Massnahme sein, da beim Kohlekollektor im Gegensatz zum Kupferstromwender das auf die Oberfläche ,aufgebrachte Imprägnierungsmittel von der Kohle sofort nach innen aufgesogen würde und somit an der Lauffläche nicht wirksam sein könnte.
Dochtschmierungen, bei denen der Imprägnierungsmittel enthaltende oder aus einem Behälter ansaugende Schmierdocht auf der Kollektoroberfläche läuft und dabei auch durch die Kohlebürste geführt sein kann, sind wohl bei Kupferkollektoren ein Mittel zu einigermassen konstanter Oberflä chenschmierung, bei Kohlekollektoren aber wegen der Saugfähigkeit des Kohlematerials wiederum eine unsichere und vor allem sehr ungleichmässig wirkende Massnahme.
Bei der elektrischen Maschine gemäss der Erfindung mit Stromübergangsorganen, auf welchen Schleifbürsten aufliegen, welche mindestens teilweise aus künstlicher Kohle bestehen, ist den Stromübergangsorganen eine Einrichtung zum Imprägnieren der Teile aus künstlicher Kohle zugeordnet.
Dabei lässt sich die Porosität und Saug fähigkeit der Kohle, die für die bisher be kannten Imprägnierungsmethoden sehr nach teilig ist, vorteilhaft in der Weise ausnützen, dass für das Imprägnierungsmittel innerhalb der Stromübergangsorgane mindestens ein ringförmiger Vorratsraum vorgesehen wird, welcher auf seinem den Schleifflächen der Stromübergangsorgane zugekehrten Teil in einer den ringförmigen Vorratsraum begren zenden äussern Umfangswand nach Bedarf verschliessbare und dadurch in der Grösse re gelbare Austrittsöffnungen für das Imprä- gnierungsmittel besitzt,
was eine technisch exakte, gewollt regelbare Imprägnierungs- möglichkeit schafft, welche an Stelle der bis her bekannten, unpraktischen, meist von Hand vorzunehmenden und nur kurze Zeit wirksamen, primitiven Imprägnierungsmass- nahmen treten kann.
Die Form des genannten Vorratsraumes, der im Innern von Kohlekollektoren oder Schleifringkörpern mit Ringen aus künst licher Kohle vorgesehen sein kann, wird zweckmässigerweise der Form des in Betracht kommenden jeweiligen Konstruktionsteils, das heisst dem Stromwender oder dem Schleif - ringkörper, angepasst, wobei zweckmässiger weise die nicht durch die eigentlichen Bau teile ausgefüllten Räume ganz oder teilweise ausgenützt werden;
statt eines. einzigen, kön nen auch mehrere Vorratsräume für das Im prägnierungsmittel vorgesehen werden. Ist eine sehr starke Imprägnierung erforderlich oder wird sie auch schon bei niederen Be triebserwärmungen, die noch nicht an die vorerwähnte kritische Temperaturgrenze rei chen, aus Reibungsgründen zur Geräusch dämpfung oder aus sonstigen Überlegungen heraus bevorzugt, dann wird man von vorn herein flüssiges Imprägniermittel nehmen.
Die genannten Austrittsöffnungen werden zweckmässigerweise der Dünnflüssigkeit des Imprägnierungsmittels entsprechend unter gleichzeitiger Berücksichtigung der im Be trieb wirksamen Zentrifugalkraft für dieses Mittel und ebenso unter Beachtung der je weiligen Porosität angebracht, wobei Zahl und Grösse der Austrittsöffnungen dem Im- prägnierungsbedürfnis angepasst sind.
Durch diese Öffnungen tritt das Imprägnierungs- mittel, sei es durch weitere Kanäle oder gleich direkt in die Kohlelamellen über und dringt bis zur Lauffläche vor. Zur besseren Sicherstellung der Gleichmässigkeit der Im prägnierung können die Austrittsöffnungen beispielsweise durch eine auf der erwähnten, den Vorratsraum begrenzenden, äussern Um fangswand vorgesehene zweite, z. B. mit Schlitzen versehene Wand verengt oder ganz verschlossen werden.
Je nach Wirkungsweise des Imprägnierungsmittels und ausserdem nach Art der Betriebsverhältnisse, Grösse der Zentrifugalkraft usw. können auch zähe oder bei normaler Raumtemperatur in festem Zu stand befindliche Imprägnierungsmittel An wendung finden, die bei Bedarf entweder künstlich (z.
B. durch elektrische Wider- standserwärmung) oder durch die normale Betriebstemperatur; die im Stromwender herrscht, erweicht wird, so dass im zweiten Falle der Imprägnierungsvorgang praktisch automatisch eingeleitet wird, wenn eine be stimmte Temperatur, die für die Laufver hältnisse des Stromwenders im nicht imprä gnierten Zustand ungünstig wäre, erreicht wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Elektrische Maschine mit Stromüber- gangsorganen, welche mindestens teilweise aus künstlicher Kohle bestehen und auf wel chen Schleifbürsten aufliegen, dadurch ge kennzeichnet, dass den Stromübergangsorga- nen eine Einrichtung zum Imprägnieren der Teile aus künstlicher Kohle zugeordnet ist. UNTERANSPRüCHE 1. Elektrische Maschine nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass inner halb der Stromübertragungsorgane minde- stens ein Vorratsraum für das Imprägnie- rungsmittel vorZesehen ist.2. Elektrische Maschine nach Patentan spruch und Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass der das Imprägnierungs- mittel enthaltende Vorratsraum ringförmig ist. 3. Elektrische Maschine nach Patentan spruch und Unteransprüchen 1 und 2, da durch gekennzeichnet, dass der ringförmige. Vorratsraum auf seinem den Schleifflächen der Stromübertragungsorgane zugekehrten Teil Austrittsöffnungen für das Imprägnie- rungsmittel hat. 4.Elektrische Maschine nach Patentan spruch und Unteranspruch 1, dadurch ge- kennzeichnet, dass in einer den ringförmigen Vorratsraum begrenzenden äussern Umfangs wand Austrittsöffnungen für das Imprä- gnierungsmittel vorgesehen sind. 5.Elektrische Maschine nach Patentan spruch und Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Grösse der in der äussern Umfangswand des Vorratsraumes vor gesehenen Austrittsöffnungen für das Imprä- gnierungsmittel regelbar ist. 6.Elektrische Maschine nach Patentan spruch und Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass im Betriebe derselben infolge der Zentrifugalkraft Imprägnierungs- mittel in die Kohle der Stromübergangs organe übertritt und diese bis zur Lauffläche durchdringt.
Applications Claiming Priority (1)
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| DE232997X | 1941-09-26 |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1036998B (de) * | 1954-04-02 | 1958-08-21 | Britisch Thomson Houston Compa | Elektrische Gleitkontakteinrichtung, insbesondere fuer den Betrieb in grossen Hoehen |
-
1942
- 1942-09-26 CH CH232997D patent/CH232997A/de unknown
Cited By (2)
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| DE1036998B (de) * | 1954-04-02 | 1958-08-21 | Britisch Thomson Houston Compa | Elektrische Gleitkontakteinrichtung, insbesondere fuer den Betrieb in grossen Hoehen |
| DE1077775B (de) * | 1954-04-02 | 1960-03-17 | British Thomson Houston Co Ltd | Elektrische Gleitkontakteinrichtungen fuer den Betrieb in grossen Hoehen oder anderen Bereichen niedrigen Drucks und Wasserdampfgehalts |
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