CH233399A - Verfahren zur Rückgewinnung von Glyzerin aus Farbwalzenmasse. - Google Patents
Verfahren zur Rückgewinnung von Glyzerin aus Farbwalzenmasse.Info
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Description
Verfahren zur Rückgewinnung von Glyzerin aus Farbwalzenmasse. Als Farbwalzenmasse wird bekanntlich meistens eine Mischung von Glycerin mit Gelatine verwendet, die ausserdem noch Zucker, andere Eiweissstoffe und andere Mate rialien enthalten kann. Diese Walzenmasse dient im Buchdruckgewerbe zur Farbübertra gung.
Mit der Zeit häufen sich in,der Masse Unreinigkeiten derart an, .dass die Masse auf dem üblichen Weg durch Umschmelzen nicht mehr regeneriert werden kann und bisher zur Hauptsache als nutzloses Abfallmaterial be seitigt wurde. Im Jahre 1928 wurde dann durch DRP. Nr. 468850 erstmalig ein Ver fahren bekannt zur Wiedergewinnung von Glycerin aus Walzenmasse.
Nach diesem Verfahren wird das Glycerin durch Behand lung der Masse mit Formaldehyd in Freiheit gesetzt und -durch Auslaugen und nachherige Destillation isoliert. Offenbar hat sich dieses Verfahren zufolge seiner Umständlichkeit und Kostspieligkeit nicht eingelebt.
Es ist nun gelungen, in eleganter und einfacher Weise die Rückgewinnung des Glycerins @da- durch zu bewerkstelligen, dass man die Wal- zenmasse bei erhöhter Temperatur im Va kuum erhitzt und, das frei werdende Glycerin abdestilliert. Dadurch erhält man direkt ein hochprozentiges Produkt, welches durch Ent- färbungskohle von Farbe und Geruch rein und so zu handelsüblichem Glycerin wird.
Der Destillationsrückstand ist zufolge seinem Stickstoffgehalt eine ,geeignete Beimischung für Dünger.
<I>Beispiel:</I> In einem geschlossenen eisernen Rühr werk von 500 Liter Inhalt werden 200 kg Walzenmasse mittelst 0,lbad .auf zirka 120 erhitzt. Ist diese Temperatur erreicht, so setzt man vorsichtig das Vakuum an, wobei in raschem Tempo das der Walzenmasse anhaf tende Wasser durch,den Kühler abdestilliert. Ist diese Vordestillation beendet, so schaltet man das Vakuum aus. und erhöht ,die Tempe- ratur im Heizmantel auf zirka 280 .
Ist die Temperatur,des Kesselinhaltes auf 170 ange stiegen, so setzt man das Vakuum an. Das Glycerin destilliert mit hellgelber Färbe in die Vorlage. Ein Übergehen dieser hellgelben Farbe in Braun zeigt das nahe Ende der Destillation an. bl:an kann diesen letzten An teil gesondert auffangen oder zum Hauptlauf fliessen lassen; nachherzge Behandlung mit Entfärbungskohle macht das 90-95 iö ige Destillat farblos und geruchlos.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur R.iickgewinnung von Glyce- rin aus Farbwa.Izenmasse, dadurch gekenn zeichnet, dass man bei erhöhter Temperatur im Vakuum erhitzt und das freiwerdende Glycerin abdestilliert.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH233399T | 1942-11-19 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH233399A true CH233399A (de) | 1944-07-31 |
Family
ID=4458029
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH233399D CH233399A (de) | 1942-11-19 | 1942-11-19 | Verfahren zur Rückgewinnung von Glyzerin aus Farbwalzenmasse. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH233399A (de) |
-
1942
- 1942-11-19 CH CH233399D patent/CH233399A/de unknown
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