CH233459A - Kontaktgerät mit periodisch betätigten Kontakten. - Google Patents
Kontaktgerät mit periodisch betätigten Kontakten.Info
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Description
Kontaktgerät mit periodiseh betätigten Kontakten. Es ist bereits vorgeschlagen worden, für Kontaktgeräte, die mit periodisch betätigten Kontakten arbeiten, als kontaktgebendes Ele ment eine Taumelscheibe oder achsenparallel kreisenden Kontaktteil zu benutzen. Dieser bewegte Kontaktteil wälzt sich auf im Kreis angeordneten Kontaktsegmenten ab und kommt dabei periodisch nacheinander mit .den verschiedenen. Segmenten zur Berührung.
Diesen Geräten haftet der Mangel an, dass für die Lagerung und,- den Antrieb des be- weggten Kontaktteils eine Anzahl von Gleit oder Wälzlagern erforderlich ist, die der Schmierung und Wartung bedürfen. Diesen Mangel hat man bereits dadurch zu beseitigen versucht, dass der bewegte Kontaktteil un mittelbar magnetisch durch ein Drehfeld- system in Bewegung gesetzt wird.
Diese Aus führung hat jedoch noch den Mangel, dass für die Lagerung des bewegten Kontaktteils und für die Stromableitung elastische Konstruk- tionsglieder erforderlich sind, die insbeson- fiere bei ,grossen Strömen Schwierigkeiten be züglich Dauerfestigkeit und Erwärmung er geben.
Die Erfindung stellt sich demgegenüber .die Aufgabe, elastische Stromzuführungen möglichst vollständig zu vermeiden. Sie be steht darin, d,ass der bewegte Kontaktteil die Kontaktbrücke zwischen einem festen Kon taktpol und mindestens einem im greise an geordneten leitenden Kontaktsegment bildet.
Diese Anordnung entspricht bei Abhebekon- takten, wie sie für gontaktstromrichter üblich geworden. sind, der Ausführung mit zwei festen Kontaktstücken und einer beweg lichen Kontaktbrücke.
Die Vermeidung jeg licher Reibung und elastischer Zuleitung kann man dadurch erreichen, dass man bei Verwendung einer Taumelscheibe als beweg tem Kontaktteil direkt durch ein magnetisches Drehfeld in Bewegung versetzt, wobei die Taumelscheibe gleichzeitig elektrisch und magnetisch zur Leitung des elektrischen bezw. magnetischen Stromflusses herangezo gen werden kann.
Die Taumelscheibe kann aber auch .durch Motorantrieb betätigt wer den.
In der Zeichnung ist die Erfindung bei spielsweise dargestellt: In Fig. 1 ist 1 ein zentraler Magnetpol. der an seinem obern Ende 2 eine Auflage von geeignetem Kontaktmaterial, z. B. Silber oder Wolframkupfer, besitzt, welche durch eine Bohrung mit dem An.schluss 3 verbunden ist. 2 dient gleichzeitig als Magnet- und Kon taktpol. Auf dem Umfang angeordnet sind, entsprechend der Phasenzahl des Wechsel stromes, Magnetpole, von denen 4 und 5 in der Zeichnung zu erkennen sind. Diese tragen an ihrem obern Ende ebenfalls Auflagen 6 und 7 aus Kontaktmaterial, die mit den An schlüssen 8 und 9 verbunden sind.
Damit kein Kurzschluss zwischen 2, 6 und 7 auftritt, ist ,der Magnetpol 1 von den Aussenpolen 4 und 5 usw. zu isolieren, was z. B. durch Luft- spaIte 10 und 11 geschehen kann. Man kann auch die Kontaktseb-mente 6, 7 usw. von den Magnetpolen 4, 5 usw. isolieren. Der Magnet pol 1 wird durch eine Gleichstromwicklung 12 erregt, die Magnetpole 4, 5 usw. durch Wechselstromwicklungen 1.3, 14 usw.
Auf diese Weise entsteht zwischen dem Pol 1 und .den auf dem Umfang angeordneten Polen 4, 5 usw. ein, umlaufendes mag netisehes Dreh feld, das sich über eine Taumelscheibe 15 schliesst und diese Scheibe im Takt der 'Wechselspannung in taumelnde Bewegung versetzt, so dass sie nacheinander 2 mit 6, 7 usw. elektrisch verbindet. Wie bei Vielpol maschinen kann die Zahl der Wechselstrom pole ein beliebiges Vielfaches der Phasenzahl sein, die Taumelscheibe bewegt sieh dann ent sprechend langsamer.
Die Taumelscheibe 15 beisteht aus m:agnetisehem Material, z. B. Eisen; sie trägt an den Kontaktstellen 16, 17 und 18 Auflagen aus Kontaktmaterial. Die Taumelscheibe 15 wird durch hie Magnet kraft selbst gehalten und zentriert, so dass für sie keinerlei Befestigungselemente wie Gleit- oder Wälzlager oder Federn erforder lich sind.
Dies gibt dem Kontaktgerät eine grosse Einfachheit, Zuverlässigkeit und Dauer- festigkeit. Die Scheibe 15 lässt sich im strom losen Zustand einfach abheben und durch eine neue ersetzen. Ebenso kann man die Kontakt stücke 2, 6 und 7 usw. auswechselbar ein richten.
Bei vollkommen starrer Konstruktion wird die elektrische Verbindung zwischen der Taiamelscheibe 15 und einem der am Um fang ar:geordneten Kontaktsegmente geöffnet, bevor die Verbindung zum nächsten geschlos sen wird. Dies ist für viele Umformer- bezw. Stromrichterzweeke unerwünscht.
Vielmehr braucht man hier eine gewisse 1Jfiberlappung der Kontalztzeiten. Dies lässt sich dadurch erreichen, dass man entweder die Kontakt.- segmente oder die Taumelscheibe mit ein r gewissen Elastizität versieht, indem man z. B. die Kontakte auf Blattfedern lagert, so dass unter dem Einfluss der 3lagnetkraft z.
B. das e- ent <B>6</B> etwas nach -Linien gedriiekt wird S<B>1</B> m <B>?n</B> und beim Anlaufen der Taumelscheibe auf das nächstfolgende Segment so lange mit die sem und gleichzeitig mit der Taumelscheibe in Berührung ist, bis die elastische Form änderung von 6 rückgängig gemacht und auf das folgende Segment übergegangen ist.
Im Gegensatz zu der Anordnung gemäss der Zeichnung kann man die Stromzuführun gen 8 und 9 so anordnen, dass bei etwa ent stehenden Lichlbögen an der Kontaktstelle diese durch das Magnetfeld des Stromes .selbst nach aussen geblasen wird. Zu diesem Zweck kann man beispielsweise die Stromzuführun gen R und 9 von innen her, nämlich entlang dem Mittelpol 1, zuführen (vergl. Fig. 2).
Man erhält dadurch gleichzeitig den Vorteil 0.eringer Induktivität der Leitungen, der bei rosser Stromstärken wesentliche Bedeutung besitzt.
Für gewisse Schaltungen, z. B. Brücken- sehaltungen, sind zwei Taumelscheiben erfor derlich, die mit je einem Satz Kontakt segmenten zusammen arbeiten. 3lan kann dies konstruktiv dadurch in einem Gerät ver wirklichen. indem z. B. in der Zeichnung auch auf der Unterseite, wo die Luftspalte 10 und 11 gezeichnet sind, eine Taumelscheibe, wie die Scheibe 15, anordnet. Die Stromzu führung 3 ist in diesem Falle seitlich anzu ordnen, und die Luftspalte 10 und 11 sind an :eine andere Stelle des Magnetkreises zu verlegen.
Ebenso sind in diesem Falle die obern und untern Hälften des Magnetpols 1 bezw. seine Kontaktauflagen voneinander zu isolieren.
Die Taumelscheibe kann statt durch einen Magnetantrieb auch durch einen Motorantrieb betätigt werden. Dies kommt unter Umstän den bei grösseren Leistungen in Frage. Der Anpressdruck der Taumelscheibe gegen die festen Kontakte kann durch eine Feder ver stärkt werden.
Bei solchen Konstruktionen ist jedoch darauf zu achten, dass die Bewe gung der Taumelscheibe durch keinen mecha nischen Zwang gehemmt wird, der statt der reinen Wälzbewegung, wie sie durch den 1G'Lagnetantrieb sichergestellt ist, eine zusätz liche :reibende Bewegung bewirkt.
Zur Vermeidung oder Verminderung von Massenkräften kann man die Taumelscheibe so ausbilden, @dass ihr Schwerpunkt in der Kontaktebene liegt. Ist dies nicht möglich, so kann man durch besondere Zusatzmassen das Gerät ganz oder teilweise auswuchten.
Werden zur Erzielung einer Überlappung der Kontaktzeit die Kontaktsegmente oder die Taumelscheibe elastisch ausgeführt, so kann man,den durch die Zuleitung 3 fliessen den Belastungsstrom mittels einiger um den Magnetpol 1 gelegter Windungen zur zusätz lichen Erregung des Magnetpols 1 benutzen und auf diese Weise erreichen,
.dass mit zii.- nehmender Stromstärke der Anpressdruck und damit die elastische Durchbiegung der Kon taktsegmente und die Überlappungszeit der Kontaktzeiten vergrössert werden, wie dies mit Rücksicht auf die bei grösserem Strom vergrösserte Kommutierungszeit erforderlich ist.
Den Hub der Taumelscheibe macht man beispielsweise einige wenige Millimeter. Bei kleinen Spannungen, insbesondere Spannun gen unter 10 V, kann man auch mit sehr viel kleineren Hüben von 0,1 und 0,01 mm arbei ten.
Es ist sogar bei Verwendung geeigneter Materialien an der Berührungsstelle möglich, auf eine Kontakttrennung ganz zu verzich ten und nur durch Veränderung des Druckes ausreichende Widerstandsänderungen hervor- zurufen. Es sei hierzu erwähnt, dass zwischen zwei Leitern oder Halbleitern bereits dann ein Stromdurchgang unmöglich wird, wenn der Abstand zwischen ihnen grösser als 10-$ bis 10-7 cm wird, nämlich so gross,
dass keine Elektronen durch den "Tunneleffekt" über gehen können. Unter Umständen ist es zweckmässig, in diesem Falle als Kontakt material Kohle zu wählen oder auch Metalle mit Fremdschichten. Es kann zweckmässig sein, das ganze Gerät in diesem Falle unter Vakuum oder in ein Schutzgas zu bringen.
Zweckmässigerweise führt man in der Zeichnung die Kontaktstellen 2, 6, 7, 16, 17 und 18 etwas ballig aus, jedoch nicht so viel, dass die Elastizitätsgrenze der Materialien im normalen Betrieb überschritten werden. Man kann jedoch nahe an diese El.astizitätsgrenze herangehen, damit bei Beschädigungen durch etwaige Lichtböb n jegliche Rauhigkeiten wieder glatt gewälzt werden.
Führt man die Kontaktsegmente elastisch aus, so sind sie an ihren Enden so viel abzurunden, dass auch hier beim Aufsetzen auf das Folgesegment keine Verformungen auftreten. Der Stoss, der bei elastischer Ausführung der Kontaktseg mente auftritt, ist mechanisch und, was die Lärmerzeugung anbetrifft, unerwünscht. Er ist jedoch mit Rücksicht auf die Vermeidung von Einschaltentladungen vorteilhaft,
da er die Schliessgeschwindigkeit auf grössere Werte bringt. Ist die Schliessgeschwindigkeit trotz elastischer Ausführung .der Kontaktsegmente noch zu klein, so sind besondere Mittel vor zusehen, um die Kontakte vor Einschaltfeuer zu schützen. Diese Mittel können bestelhen in Einschaltdrosseln oder auch in Vorkontakten und gittergesteuerten Dampf- oder Gasent- ladungsstreeken usw.
Mit Vorteil wendet man das Kontakt gerät an in Verbindung mit- Mitteln, wie Schaltdrosseln, saugdrosselähnliclhen Trans formatoren oder Primärventilen, die die Kon takte von- Scbaltfeüer entlasten. Selbstver- ständlich macht man dabei von allen Hilfs mitteln CTebrauch, die für Kontaktumformer mit andern Kontaktgeräten bekannt geworden sind, so z. B. Parallelkondensatoren zu den Kontakten. oder zu den Drosseln, Vorerregun- gen der Schaltdrosseln usw.
Führt man den Mittelpol 1 axial ver schiebbar aus, so kann man auch durch solche Verschiebung bei elastischer Ausführung der Kontaktsegmente 6, 7 usw. .oder der Taumel scheibe die Kontaktüberlappung verändern. Durch starkes Absenken des Mittelpols 1 kann man, besonders bei Verwendung einer zusätzlichen Anpressfeder, die Taumelseheibe 15 gleichzeitig auf allen: Kontaktsegmenten zur Berührung gelangen lassen, wie dies z. B. in Störungsfällen zum Schutze des Kontakt gerätes zweckmässig sein kann.
Man kann 1 elastisch lagern und in Kurzschluss- oder andern Störungsfällen durch einen zusätz lichen Druck auf die Taumelscheibo diese mit allen Kontaktpolen zur Berührung bringen. Dieser Zusatzdruck kann vom Strom selbst magnetisch hervorgerufen werden. Bei dieser Anordnung ist es erforderlich, dass die Kon taktfläche 18 schwach ballig ausgeführt wird.
Mit Rücksicht auf ruhigen Lauf, auf die Vermeidung von Massenkräften und auf leichtes Anlaufen ist es zweckmässig, die An- presskräfte so mit der Masse des bewegten Kontaktstückes abzustimmen, da.ss seine Eigenfrequenz mit der Antriebsfrequenz übereinstimmt, so dass die Be-,veb ing in Reso nanz oder angenähert in Resonanz erfolgt.
Die in der Zeichnung dargestellten Aus führungsbeispiele der Erfindung beziehen ich auf eine Anordnung, bei der der feste Kontaktpol zentral liegt. Man kann aber auch den festen Kontaktpol als Kreisring ausbil den, der entweder innerhalb oder ausserhalb des Kontaktsegmentringes konzentrisch liegt.
Eine weitere Ausführungsmöglichkeit der Erfindung besteht darin, dass die Kontakt- segmente die Mantelfläche eines Hohlzylin ders bilden und der feste Kontaktpol eben falls als koaxiale Mautelfläche ausgebildet ist, wobei der bewegte Kontaktteil achsen- parallel kreist und sich auf beiden Mantel- flächen abwälzt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Kontaktgerät mit. periodisch betätigten Kontakten, insbesondere für Kontaktumfor mer mit Entlastungsmitteln für die Kontakte, bei dem die Kontaktgabe durch eine Wälz- be-,vegung eines bewegten Kontaktteils erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dass der bewegte Kontaktteil die Kontaktbrücke zwischen einem festen Kontaktpol und mindestens einem im Kreise angeordneten leitenden Kon taktsegment bildet. UN TERANSPRüCHE 1.Kontaktgerät nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das bewegte Kon taktstück ohne Reibung und Schmierung er fordernde Konstruktionsteile angetrieben wird. 2. Kontaktgerät nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb un mittelbar durch ein Drehfeld erfolgt. 3. Kontaktgerät nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das bewegte Kon taktstück gleichzeitig zur Stromleitung und zur Leitung des magnetischen Flusses dient.4. Kontaktgerät nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Magnetpole mit Überzügen aus Kontaktmaterial versehen und. gleichzeitig als Kontakte ausgebildet sind. 5. Kontaktgerät nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass .der Kontaktpol zentral und die Segmente auf einem Kreis umfang zentrisch dazu angeordnet sind.6. Kontaktgerät nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Kontakte der art elastisch ausgeführt sind, dass sie unter dem Einfluss des Kontaktdruckes nachgeben und auf diese Weise eine Überlappung der Kontaktzeit ermöglichen. 7. Kontaktgerät nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Hub des be wegten Kontaktst ickes kleiner ist als 1 mm.B. Kontaktgerät nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, da.ss der Hub nur gerade,so gross ist, wie zur Verhinderung von Elektronenübergang zwischen den Kontakten erforderlich ist.9. Kontaktgerät nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Anpresskräfte so mit der Masse ides bewegten Kontakt stückes abgestimmt (sind, dass die Bewe- gung wenigstens angenähert in Resonanz er folgt. 10.Kontaktgerät nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass nach Art von Vielpolmaschinen die Zahl der Wechselstrom- pole ein Vielfaches der Zahl der Phasen ist.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH233459D CH233459A (de) | 1941-10-27 | 1942-09-15 | Kontaktgerät mit periodisch betätigten Kontakten. |
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-
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