CH233597A - Unterwasserschall-Echoverfahren zur Bestimmung der Lage eines Gegenstandes und Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens. - Google Patents
Unterwasserschall-Echoverfahren zur Bestimmung der Lage eines Gegenstandes und Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens.Info
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Description
Unterwasserschall-Echoverfahren zur Bestimmung der Lage eines Gegenstandes und
Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
Es sind verschiedene Verfahren und Einrichtungen zurBestnjnmungderLageeines Gegenstandes, z. B. zur gleiehzeitigen Richtungs-und Entfernungsbestimmung eines entfernten Gegenstandes bezw. zur Entfernungsbestimmung allein, bekannt, bei denen Wellen ausgesandt und die reflektierten Wellen wieder empfangen werden. Dabei sind als Wellen sowohl akustische als elektromagne- tische Wellen, beispielsweise Lichtwellen oder infrarote Strahlen, Zentimeter-, Dezi meterwellen oder dergleichen benutzt worden.
Die Eauptschwierigkeiten, die bei diesen verschiedenen bekannten oder vorgeschlagenen Verfahren auftraten, bestanden in Störungen, die zusammen mit den reflektierten Wellen empfangen wurden. Beispielsweise sind Wasser-Eeholotanlagen mittels ultrasonorer Schallwellen bekannt geworden, bei denen kurze Wellenlimpulse ausgesandt und die reflektierten Wellenimpulse von einlem Emp fänger empfangen wurden.
Erfolgte beispiels- weise hierbei die Anzeige an dem Empfangs- gerat mittels eines Telephons, so wurde der aufgenommene Echoimpuls als ein snack im Telephon bemerkbar, der nicht von solchen Knacken unterschieden werden konnte, die infolge von Störungen, beispielsweise von Nahechos, erzeugt wurden, die am. der Wasser- oberfläche oder an Luftblasen auftraten, die sich in dem umgebenden Wasser befinden.
Derlei Störungen traten nicht nur bei Wasser-Echolotanlagen auf, sondern waren ebenfalls bei mittels Schallwellen arbeitenden Luft-Echolotanlagen vorhanden und ebenfalls bei Einrichtungen, die mittels elektromagnetischer Wellen arbeiteten.
Auf dem Gebiet des ; Unterwasserschalles ist versucht worden, eine Trennung der Stör- geräusche von den wirklichen Echos dadurch zu erzielen, daB mittels eines Schallsenders lang andauernde Impulse ausgesendet und mittels eines Schallempfägers empfangen wurden. Hierdurch wurden zwar die wirk lichen Echos von KnackgerÏuschen unter schieden,jedoch'konntensiesich nun nicht t mehr von lang andauernden Störungen, wie beispielsweise von SchraubengerÏuschen fremder Schiffe, unterscheiden.
Es ist ferner bekannt, eine Echolotung mittels Daueraussendung von modulierten Wellenvorzunehmen. Dieses Verfahren ist jedoeh nur für kleine Entfernungen brauchbar, da bei grosseren Entfernungen eine sehr hohe Sendeenergie benötigt wird, durch die der Empfänger unmittelbar vom Sender her so stark beeinflusst wird, dass wiederum eine Verdeckung der wirklichen Echos erfolgt.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Unterwasserschall-Echoverfahren zur Bestimmung der Lage eines Gegenstandes, z. B. zur Entfernungsbestimmung und gegebenenfalls zur gleichzeitigen Richtungsbestim- mung, das sich dadurch kennzeichnet, dass als Signal eine mit einer andern, zweckmässig hörbaren Frequenz modulierte Trägerwelle wÏhrend einer kurzen Zeit ausgesendet wird, die jedoch so gross ist, dass die Signallänge mindestens einige Perioden der ZIodulier- schwingung beträgt.
Der Vorteil, der durch diese Massnahme erzielt wird, besteht in einer völligenAusschaltung der Störungen, da die Natur nicht imstande ist, von sich aus eine Trägerwelle zu modulieren und infolgedessen die Störungen niemals den Charakter des empfangenen Echos haben können, das beispielsweise nach Demodulation der Eehowelle als ein eine gewisse Zeit andauernder h¯rbarer Ton angezeigt wird.
Die Anzeige des demodulierten Echo- signals kann durch ein Telephon oder durch ein objektives Anzeigegerät erfolgen, das mit einem Filter versehen ist, das die verwendete Modulierfrequenz aussiebt. Als ein solches Filter kommt z. B. ein abgestimmter Schwin- gungskreis oder Zungenfrequenzmesser, Fre quenzspektrometer oder dergleichen in Frage.
Die eigentliche Anzeige kann dann durch Be aufschlagung eines an sich bekannten An zeigegerätes, einer Lichtschleuse, eines Braunschen Rohres, eines Registriergerätes oder dergleichen erfolgen.
Gemäss einem Ausführungsbeispiel des Verfahrens nach der Erfindung kann durch 'verschiedene Modulierfrequenzen bei vorzugsweise gleicher Trägerfrequenz in verschiedenen Me¯bereichen gleichzeitig gelotet werden.
Dabei kann beispielsweise eine gleichzeitige Horizontallotung in versehiedenen Richtungen, beispielsweise in verschiedenen Quadran tenerfolgen. An eine gleichzeitige Lotung in verschiedenen Quadranten schliesst sich zweckmässigerweise eine Feinrichtungsbe- stimmung mittels eines an sich bekannten drehbaren Horizontallotes an.
Sowohl bei der angewendeten Grobpeilung in verschiedenen Quadranten als auch bei der sich ansehliessenden FeinpeilungmittelseinesdrehbarenHori- zontallotes wird als Lotsignal eine während ein, er kurzen Zeit ausgesendete, modulierte Trägerfrequenzverwendet. Die Erfindung bezieht sich auch auf eine Einrichtung zur Durchfiihrung des Verfahrens s nach der Er findung.
In der Zeichnung ist eine Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung beispielsweise dargestellt.
In Fig. 1 bilden 1, 2, 3 drei Magnetostrik- tionssender f r Unterwasserschall mit Richt- eharakteristiken 1', 2', 3', die jede einen Qua dranten ausfüllen und die einander zu 270¯ ergÏnzen, 4, 5, 6 bedeuten die Erregerspulen der Magnetostrikt. ionsschwinger, die von eine, Generator 7 mit einer Energie gespeist werden, die eine Ultraschallfrequenz besitzt und die die Trägerfrequenz darstellt.
Die Modulation der Trägerfrequenz erfolgt dadurch, dass die Vormagnetisierungsspulen 8, 9 und 10 der drei Magnetostriktionsschwinger anstatt, wie üblich, mit einer Gleichspannung mit einer Wechselspannung belegt werden, und zwar liegt an dem Schwinger l eine Wechselspannung 11 von beispielsweise 1000 Hz, an dem. Schwinger 2 eine Wechsel- spannung 12 von beispielsweise 3000 Hz und an dem Schwinger 3 eine Weehselspannung 13 von beispielsweise 5000 Hz. Zum Zweeke der Horizontallotun. wird gleichzeitig auf alle drei Schwinger ein Signal von einer ge- wissen Zeitdauer, beispielsweise eine Se künde, gegeben.
Alsdann erfolgt eine Umschaltung der drei Schwinger auf einen EmpfangsverstÏrker 14, an den ein Kopf- h, örer 15 angeschlossen ist. Durch Abhören mittels Kopfhörer ist es dem Beobachter jetzt möglich, festzustellen, ob eines der drei aus gesandten Signale wiederkomm. t und in wel- chem der drei Quadranten sich infolgedessen ein reflektierender Gegenstand befindet.
Nach Ermittlung des richtigen Quadran- ten wird eine drehbare Horizontallotanlage in Gang gesetzt, die in Fig. 2 dargestellt ist und an die Stelle der in Fig. 1 dargestellten Einrichtung tritt. 16 bedeutet einen strom- linienförmigen Ausfahrkörper, der innerhalb eines. gestrichelt gezeichneten Zylinders 17 mit Wasser gef llt ist und der aus dem.
Schiff ausgefahren wird. Innerhalb des Zylinders 17 isteinHohlspiegel 18 mit doppelten Wänden drehbar angeordnet ; der Zwi schenraum zwischen den beiden WÏnden des Hohlspiegels ist mit Luft gefüllt. Im Brennpunkt des Hohlspiegels befindet sich ein Schwinger 19, der eine modulierte Träger- welle als'Lotsignalfüreine gewisse kurze Zeit, z. B. 1 Sekunde, aussendet und der ebenso wie der Schwinger in der Fig. 1 sowohl als Sender und Empfänger dient und infolgedessen auf einen Generator und einen Empfangsverstärker abwechselnd geschaltet werden kann.
Die zusammen drehbare Einheit des Schwingers 19 und des Hohlspiegels 18 besitzt eine scharfe Ro. chtcharakteristik und gestattet ein sehr genaues Absuchen des betreffenden Quadranten, in dem durch die Grobpeilung mit einer Einrichtun g gema. B Fig. 1 ein reflektierender Gegenstand nachgewiesen worden ist.
Es k¯nnen statt magnetostriktiver Wandler auch andere als Sender und Empfänger benutzt werden, es kann ein getrennter EmpfÏnger und ein getrennter Sender sowohl in der Einrichtung nach der Fig. l als auch in der Einrichtung nach der Fig. 2 vorhanden sein. Es ist ferner möglich, in der Einrichtung g nach Fig. 1 drei Sender mit verschie- den gerichteter Richtstrahlung und einen ge- meinsamen, ungerichtet wirkenden EmpfÏnger zu verwenden. Ferner kan'n an Stelle des Anzeigetelephons s 15 eine objektive Anzeigevorrichtung treten.
Ebenfalls sind die im Ausführungsbei- spi. genannten Frequenzen nicht erforder- lich. Insbesondere kann bei der Verwendung eines objektiven AnzeigegerÏtes mit einem entsprechenden Filter eine nicht hörbare Mo dulierfrequenz verwendet werden. Dabei kann die Modulation selbst beliebig auf an n sich bekannte Weise vorgenommen werden.
Die Anzeigevorrichtung kann auch als Telepho n ausgebildet sein, das zusammen mit einem umlaufenden Schauzeichen, beispiels- weise dem Sekundenzeiger einer Uhr, vom Beobachter unter gleichzeitiger Betrachtung des Schauzeichens benutzt wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I : Unterwasserschall-Echoverfahren zum Bestimmen der Lage einesGegenstandes, da durch gekennzeichnet, dass als Signal eine mit einer andern Frequenz modulierte TrÏgerwelle wÏhrend einer kurzen Zeit ausgesandt wird, die jedoch so gro¯ ist, dass die Signal lange. mindestens einige Perioden der Modu li, erschwingung beträgt.UNTERANSPRÜOHE : 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch. gekennzeichnet, da¯ die Modulierfrequenz hörbar ist.2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass mittels verschiede- ner Modulierfrequenzen in verschiedenen Ent femungsbereiohen gelötet wird.3. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass ss mittels verschie- dener Modulierfrequenzen in verschiedenen geometrischen Bereichen gleichzeitig gelotet wird.4. Verfahren nach Patentanspruch I, mit Verwendung eines mit einem Polarisations- strom arbeitenden Unterwasserschallsenders, dadurch gekennzeichnet, dass die Modulation mittels des Polarisationsstromes erfolgt.PATENTANSPRUCH II : Einrichtung zur Aus bung des Verfahrens nach Patentanspruch I und Unteran- spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Unterwasserschallsender mit versehieden. g Richtstrahlung derart angeordnet sind, dass sich ihre Richtcharakteristiken zu einem Gesamtwinkel ergänzen, wobei jeder dieser Sender mit einer andern Modulierfrequenz, jedoch alle diese Sender mit der gleichen Trägerfrequenz beschickt werden, und dass ferner eine Empfangseinrichtung vorgesehen ist, die ungerichtet die reflektierten, modulierten Wellenz ge wieder empfÏngt und auf ein Anzeigegerät gibt.UNTERANSPRUCHE : 5. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich eine drehbare Eorizontallotanlage vorhanden ist, die eine drehbare, scharf gerichtete Sendeempfangseinrichtung aufweist und ebenfalls mit einer modulierten Trägerfrequenz betrieben wird.6. Einrichtung nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass Sender und Empfänger der drehbaren Horizontallotanlage mit einem doppelwandigenHohlspiegel zusammen drehbar in einem mit Wasser gefüllten Sehutzkorper angeordnet sind, der eine stromlinienförmige Gestalt besitzt.7. Einriehtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass das Anzeige- gerät als Telephon ausgebildet ist, das zu sammen mit einem umlaufenden Schauzeichen vom Beobachter unter gleichzeitiger Betrach- tung des umlaufenden Sehauzeichens zu benutzen ist.8. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass ein objektives Anzeigegerät vorgesehen ist, vor das ein die entsprechende Modulierfrequenz aussiebendes Filter vorgeschaltet ist.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| CH233597T | 1942-07-14 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH233597A true CH233597A (de) | 1944-08-15 |
Family
ID=4458135
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH233597D CH233597A (de) | 1942-07-14 | 1942-07-14 | Unterwasserschall-Echoverfahren zur Bestimmung der Lage eines Gegenstandes und Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens. |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| BE (1) | BE446455A (de) |
| CH (1) | CH233597A (de) |
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- BE BE446455D patent/BE446455A/xx unknown
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1942
- 1942-07-14 CH CH233597D patent/CH233597A/de unknown
Also Published As
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|---|---|
| BE446455A (de) |
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