CH233905A - Verfahren zur Herstellung von Formgussstücken und nach diesem Verfahren hergestelltes Formgussstück. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Formgussstücken und nach diesem Verfahren hergestelltes Formgussstück.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von Formgussstficken und nach diesem Verfahren hergestelltes Formgussstück. Bisher wurden als Zinkgusslegierungen im allgemeinen zwei Arten von Legierungen verwendet, die unter den Bezeichnungen "Zn-Al 4-Cu 1" und "Zn-Cu 4" bekannt sind. Diese Legierungen bestehen aus 3,8 bis 4,3% Aluminium, 0,9-1,20' Kupfer, 0,02 bis 0,06% Magnesium, Rest Feinzink bezw. aus 3-5 % Kupfer, 0,15-0,25 % Aluminium, Rest Feinzink.
Sie wurden zur Herstellung von Formgussstücken sowohl durch Sandguss als auch durch Kokillenguss gebraucht und erwiesen sich für diese Zwecke auch als aus reichend, solange es sich um die Herstellung von einfachen Gussstücken oder Teilen mit unkomplizierter Formgebung handelte.
Sobald aber versucht wurde, aus den be kannten Zinkgusslegierungen kompliziertere Formgussstücke herzustellen, z. B. dünnwan dige Teile oder solche mit schroffen Quer- sehnittsänderungen oder mit mehreren Kern einlagen, zeigten sich diese Legierungen eigentümlicherweise den Anforderungen nicht mehr gewachsen. Bei den Gussstücken traten Einfallstellen und ähnliche Erscheinungen auf, welche die fertigen Teile zu Ausschuss machten.
Besonders unangenehm machte sich das Versagen der bekannten Zinkgusslegie- rungen beim Kokillenguss bemerkbar, da sich die in .den Giessereien vorhandenen, für Bunt metalle benutzten Kokillen nicht für diese Zinkgusslegierungen verwenden liessen.
Dazu kommt als weiterer Nachteil, dass bei der bisher bekannten aluminiumhaltigen Zinklegierung zur Vermeidung der inter- kristallinen Korrosion ein Zusatz von Magne sium unbedingt erforderlich ist. Ein der artiger Magnesiumzusatz ruft Warmrissig keit hervor, die bei Gussstücken ohne freie Scliwindung leicht zu Ausschuss führt, bisher aber notgedrungen in Kauf genommen wer den musste.
Es wurde nun gefunden, dass es über raschenderweise gelingt, diese Nachteile der bekannten Zinkgusslegierungen durch Aus- Wahl einer bestimmten Legierungszusammen- setzung zu beseitigen.
Die Erfindung besteht in einem Verfall reu zur Herstellung von Formgussstücken aus aluminium- und kupferhaltigen Zinklegie rungen, und zwar insbesondere zur Herstel lung von komplizierten, z. B. dünnwandigen, grosse Querschnittsänderungen aufweisenden oder mehrere Kerne benötigenden Form gussstücken, bei welchem eine @inhlegierun@@ mit 6,5-7,5,',b Aluminium und 3,0-4,5 % Kupfer verwendet wird. Die Erfindung ist: für sämtliche Giessverfahren anwendbar, z. B.
für Kokillen- und Sandguss, Spritzguss oder dergleichen. Eine vorzu--,sweise Zusammen setzung der Legierung besteht aus 7.0 bis 7,05 % Aluminium, 3,8;)-4,0% Kupfer- und Feinzink mit einem 'Mindestgehalt von 99,98 % Zn.
Wünscht man 31a--nesium hinzuzufügen, so empfiehlt es sich, diesen Zusatz in den Grenzen von 0,01-(),05% zu halten. Der Zu satz von Magnesium ist ,jedoch an sich nicht erforderlich, denn -die Legierung besitzt ge rade den Vorteil, dass man Magnesium im Gegensatz zu der eingangs genannten be kannten Legierung ohne Schaden fortlassen kann, weil das Kupfer in der genannten Höhe eine ähnliche Wirkung wie das Magnesium ausübt.
Infolgedessen tritt bei Anwendung einer solchen mabnesiumfreien Legierung keine Warmrissigkeit auf.
Der durch die Erfindung erzielte tech nische Fortschritt besteht abgesehen von vor stehendem Vorteil .darin, dass bei Verwen:dung- einer Legierung der erfindungsgemässen Zu- sammensetzung die gefürchteten Einfallstei len nicht mehr auftreten.
Es hat sieh gezeigt, dass diese Erscheinungen auch bei kompli- zierten Gussstücken, bei dünnwandigen Tei len, bei schroffen Querschnittsänderungt>n wie Übergängen von starker zu dünner ZVan- dung oder bei Gussteilen, die mehrere Kerne oder Dorne erfordern, in Fortfall kommen.
Bei Uolkillenguss tritt. ein besonderer Vor teil hervor. Bei dem angestrebten Ersatz der Buntmetalle durch Zinklegierungen in den Giessereien ist es nämlich von ausschlag- gebender Bedeutung, dass die bereits vorhan denen Kokillen verwendet werden können. Bei Verwendung der bisher für diese Zwecke bekannten Zinkgusslegierungen war dies praktisch reicht möglich, zumal eine nach trägliche Änderung der Kokillen konstruktiv kaum durchführbar und abgesehen davon auch zu kostspielig sein würde.
Durch die Erfindung wird die Benutzung der vorhan denen Kokillen für die Zinklegierung der ziusgewählten Zusammensetzung ohne wei teres ermöglicht. Auch ist auf diese Weise die -Möglichkeit gegeben, genau die gleichen Kokillen wahlweise zum Guss von Buntmetal len oder Zinklegierungen zu benutzen.
Bei Z'erwendung einer 7,inkgusslegierung der erfindungsgemässen Zusammensetzung zeigen sieh auch bessere Giesseigenschaften als bisher, vor allein ein leichteres Fliessen. Ferner werden die Schrumpfungsverhältnisse günstiger. Bei Spr-itzbriss wird ein dichterer Guss erzielt.
Schliesslich erhält man als weiteren Vor teil durch die @'erweridung einer Legierung der erfindungsgemässen. Zusammensetzung bessere mecbanisehe Eigenschaften als bei den bisher verwendeten Zinkgusslegierungen. Von den bekannten, eingangs erwähnten Zinlzgusslegierun-en besitzt die Legierung "Zn- A14-Cu 1" im C)russstüclk 18-22 kgimm' Festigkeit. bei 2.>-1 % Dehnung,
die Legie rung "Zn-@'.u 4" im Gussstück l4-17 lig/mm2 Festigkeit bei 2,5-1 % Dehnung. Bei der erfindungsgemäss verwendeten Zinkgusslegie- run- kann man dagegen im Gussstiiek 30 bis 35 kg;'inm\ Festigkeit bei<B>1-3%</B> Dehnung erhalten.
Claims (1)
- PATENTANSPRCCIIE: I. Verfahren zur Herstellung von Form- und kupferhalti gen Zinklegierungen, dadurch gekennzeich net, dass zur Herstellung der Formgussstücke eine Zinklegzerun# ,"mit f.5-7,57; Aluini- niuni lind 3.0-4.5 % Kupfer verwendet wird.II. Nach dem Verfahren gemäss Patent- ansprLlcli f hergestelltes Formgussstück. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass der Legierungs rest aus Feinzink mit einem Mindestgehalt von 99,985P0' Zn besteht. 2.Verfahren nach Patentanspruch I, da- .durch gekennzeichnet, dass eine aus<B>7</B>,0 bis 7,05% Aluminium,<B>3,85-4,0%</B> Kupfer und Feinzink mit einem Mindestgehalt von <B>99,98%</B> Zn bestehende Zinklegierung ver wendet wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, .da durch gekennzeichnet, dass die verwendete Zinklegierung 0,0l-0,05 % Magnesium ent hält. 4.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass eine aus 7,0 bis 7,05% Aluminium, 3,85-4,0% Kupfer, 0,01-0,05;ö Magnesium und Feinzink mit einem Mindestgehalt von 99,98% Zn be- stehende Zinklegierung verwendet wird.
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| CH233905D CH233905A (de) | 1940-08-09 | 1941-07-07 | Verfahren zur Herstellung von Formgussstücken und nach diesem Verfahren hergestelltes Formgussstück. |
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| CH (1) | CH233905A (de) |
Cited By (1)
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| EP0297906A1 (de) * | 1987-07-01 | 1989-01-04 | Mitsui Mining & Smelting Co., Ltd. | Hochfeste Legierung auf Zink-Basis |
-
1941
- 1941-07-07 CH CH233905D patent/CH233905A/de unknown
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| EP0297906A1 (de) * | 1987-07-01 | 1989-01-04 | Mitsui Mining & Smelting Co., Ltd. | Hochfeste Legierung auf Zink-Basis |
| US4882126A (en) * | 1987-07-01 | 1989-11-21 | Mitsui Mining & Smelting Co., Ltd. | High-strength zinc base alloy |
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