CH234018A - Elektrischen Strom führender Kontaktkörper. - Google Patents
Elektrischen Strom führender Kontaktkörper.Info
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Description
Elektrischen Strom führender Kontaktkörper. Als Kontaktkörper in Gleitkontakten hat man bisher im allgemeinen Kohlekontakte angewandt, besonders wenn verhältnismässig grosse elektrische Stromstärken bei hoher Spannung durch den Gleitkontakt übertragen werden sollen und letzterer ausserdem grossen mechanischen Beanspruchungen ausgesetzt ist, was beispielsweise der Fall ist bei Strom abnehmern für elektrische Fahrzeuge. Der artige Stromabnehmer hatten bisher unter anderem den Nachteil, dass sie verhältnis mässig rasch abgenützt sind.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Verbesserung solcher Kontaktkör per, zum Beispiel in Form von Gleitkontak- ten, die wenigstens teilweise aus einem ge pressten und gesinterten Gemisch von Eisen- und Graphitpulver zusammengesetzt sind und ist dadurch gekennzeichnet, dass die Schup pen des Graphitpulvers an dem am meisten dem Verschleiss ausgesetzten Teil des Kon taktkörpers derart angeordnet sind, dass die Schuppen in bezug auf die Oberfläche dieses Teils hochkant stehen.
Je nach dem Verwendungszweck kann das Mengenverhältnis der beiden Komponenten Eisenpulver und Graphitpulver im Kontakt körper ein solches sein, dass der Graphit- gehalt im Material zwischen 5 und 50 Ge wichtsprozenten des Eisengehaltes liegt.
Die nachfolgende Beschreibung der in der Zeichnung veranschaulichten Ausführungs beispiele erläutert die Erfindung. In der Zeichnung zeigt: Fig. 1 eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemäss ausgeführten Gleitkontakt- körpers in schaubildlicher Darstellung, und die Fig. 2 bis 4 zeigen eine Stirnansicht, einen Schnitt nach der Linie III-III in der Fig. 2 und eine Draufsicht einer weiteren Ausführungsform.
Es hat sich erwiesen, dass die Verschleiss festigkeit des Gleitkontaktkörpers abhängig ist von der Lage der Gleitfläche in bezug auf die Pressrichtung beim Pressen der Eisen- und Graphitpulvermischung. Da die Graphitkörner schuppenförmig sind und gute Gleiteigenschaften besitzen, orientieren sie sich während des Pressvorganges derart, dass die Richtung des Pressdruckes mit den Ebenen der Schuppen einen rechten Winkel bildet.
Man erhält dabei die grösste Verschleissfestig keit des Gleitkontaktkörpers, wenn die Ebenen der Schuppen mit der Richtung, in \welcher die Gleitfläche des Kontaktkörpers durch den Fahrdraht überstrichen wird, einen rechten Winkel bilden. Dies wird veran schaulicht in Fig. 1 der Zeichnung, in der 10 einen spannungsführenden Leitungsdraht und 12 einen Stromäbnehmer-Kontaktkörper oder Gleitkontaktkörper nach der Erfindung darstellt. Der Kontaktkörper 12 ist mit einer Rille 13 versehen, welche das Führungsorgan für den Leitungsdraht darstellt und der Kon taktkörper bewegt sich parallel zu letzterem.
Der Kontaktkörper 12 liegt mit einem gewis sen Druck am Draht 10 an, welcher Druck besonders auf die innern (untern) Teile der Rillenwand konzentriert ist. Der Gleitkon- taktkörper erhält die beste Verschleissfestig keit, wenn er bei der Verpressung des Pul vergemisches in der Richtung des Pfeils I gepresst wird, das heisst parallel oder wenig stens angenähert parallel zur Längsrichtung der Rille, in welcher der Draht gleiten soll. Die Graphitschuppen orientieren sich dann in Ebenen, die senkrecht zur Längsachse der Gleitfläche 13 stehen, was in der Figur durch die gestrichelten Linien 14 angedeutet ist.
Gute Verhältnisse lassen sich noch erzielen, wenn der Gleitkontaktkörper durch Pressung in der Richtung des Pfeils II hergestellt wor den ist; dann stehen die blättrigen Graphit- schuppen wenigstens an demjenigen Teil der Gleitfläche, der dem Verschluss am meisten ausgesetzt ist, mindestens angenähert senk recht zur Gleitfläche.
Dagegen ist es weniger vorteilhaft, den Gleitkontaktkörper durch Pressung des Pul vergemisches in der Richtung des Pfeils III herzustellen, weil die Graphitschuppen dann hauptsächlich parallel mit dem dem grössten Teildruck ausgesetzten Teil der Gleitfläehe liegen.
Eine bedeutungsvolle Eigenschaft von Gleitkontaktkörpern nach der Erfindung ist somit die, dass durch entsprechende Wahl der Pressrichtung bei der Herstellung der <B>C</B> 'leitl-,ontit,I,:t1-,ijrper aus einem Pulvergemisch <B>T</B> erzielt werden kann, dass die Graphitsehup- pen in bezug auf die Gleitfläche hochkant stehen.
So hergestellte Gleitkontaktkörper besit zen zufolge der Eisenkomponente grosse Ver schleissfestigkeit und zufolge der Gra.phit- komponente gute Gleiteigenschaften. Ein an derer Vorteil solcher Gleitkontaktkörper be steht in dem hohen spezifischen Gewicht im Vergleieb. zu den bekannten Kohlekontakt- körpern. Zufolge der grösseren Trägheit er hält ein Gleitkontaktkörper von einer Zu sammensetzung nach der Erfindung einen ruhigeren Gang,
besonders an den Fugen im Leitungsdraht bezw. an andern Diskontinui- tä.ten in der Fläehe, an welcher der Kontakt körper gleitend anliegt.
Kohlekontal,#tlkiirpei-, besonders solche für Stromabnehmer für elektrische Lokomotiven, werden oft in eine besondere Fassung am Kontaktbügel eingegossen. Dabei geschieht es leicht, dass der entstehende Kohlekontakt- körper auf Grund der thermischen und/oder der mechaniselien Beanspruchung beim Er kalten Risse erhält.
Die neuen, vorstehend beschriebenen Kontaktkörper bereiten in die ser Beziehung keine Schwierigkeiten und können sogar in ihren Fassungen durch Schweissen oder andere: thermische oder me chanische Befestigungsverfahren gesichert werden. Dies beruht zum grossen Teil darauf, dass ein Eisengraphitkontaktkörper die Wärme viel besser ableitet als ein Kohlekon- taktkörper.
Bei der Herstellung von Sinterkörperii aus Eisenpulver muss die Sinterung, die in der Regel bei eileer Temperatur von etwa 1000 bis 1200" C erfolgt, in reduzierender Atmosphäre ausgeführt werden, um die den Sinterungsvorgang beeinträchtigenden Oxyde, de, die auf den Oberflächen der Körner des Eisenpulvers immer vorhanden sind, zu ent fernen und um Oxydation während der Sin- terung zu verhindern.
Bei Sinterkörpern nach der vorliegenden Erfindung brauchen dies- bezüglich keine besonderen Massnahmen ge troffen zu werden, da der Graphit im Pulver gemisch bei der Sintertemperatur an und für sich reduzierend wirkt.
Ein weiterer Vorteil der in beschriebener Weise hergestellten Kontaktkörper besteht darin, dass die Härte und damit auch die Elastizität des Materials in höherem Grad als es bei Kohlekontaktkörpern der Fall ist, variiert werden kann, zum Beispiel ausser durch die Zusammensetzung des Materials auch durch den bei der Herstellung des Kör pers angewandten Pressdruck, der zwischen 2000 kg/cm' (vorzugsweise bei hohem Gra- phitgehalt) und 8000 kg/cm' (bei niedrigem Graphitgehalt) betragen kann.
Auch bei dem höchsten genannten Druck erhält man einen mehr oder weniger porösen Körper. Ein derart hergestellter poröser Gleitkontaktkörper kann daher leicht mit für die Funktion des Kontaktkörpers wertvollen Mitteln imprägniert werden. Ein Gleitkon- taktkörper, der im Freien verwendet werden soll und dort den atmosphärischen Einflüs sen ausgesetzt ist, kann zum Beispiel mit einem wasserabstossenden 01 imprägniert wer den. Das Eisen im Gleitkontakt wird da durch gegen Rost geschützt und die Kontakt fläche wird blank und damit der Spannungs abfall in der Gleitfläche niedrig gehalten.
Das 01 kann zu diesem Zweck mit Reduk tionsmitteln oder andern Substanzen versetzt sein, welche eine Schutzwirkung gegen das Rosten des Eisens ausüben (zum Beispiel Hydrochinon). Ein Imprägnierungsöl kann auch gewählt werden in der Absicht, die Rei bung des Gleitkontaktkörpers herabzusetzen.
Zwecks Erzielung gewisser besonderer Eigenschaften kann das Pulvergemisch ausser Eisen und Graphit auch geringere Mengen anderer metallischer oder nichtmetallischer Bestandteile enthalten, zum Beispiel Kupfer pulver, Nickelpulver, kolloide Kohle usw., wobei sich das Kupfer und der Nickel mit dem Eisen legieren können, während die als Beispiel angeführte kolloide Kohle die redu zierende Wirkung des Graphits unterstützt. Die metallischen Zusatzstoffe sollen nicht mehr als etwa 10 Gewichtsprozente des Eisen gehaltes und die nichtmetallischen in der Regel nicht mehr als 10 Gewichtsprozente des Graphitgehalts ausmachen.
Die Ausführungsform eines Gleitkontakt- körpers nach den Fig. 2 bis 4 hat Bohrungen 15, die sich vom Grund der Rille 13 quer durch den Kontaktkörper im rechten Winkel oder geneigt zur Rille erstrecken. Die Boh rungen. 15 münden in eine längliche Ausspa rung 16 an der Unterseite des Kontaktkörpers. Die Bohrungen 15 dienen als Abläufe für die Aussparung 13, falls sich Regenwasser am Draht 10 befindet, das sich an dessen Unter seite ansammelt. Hierdurch wird eine Ver schlechterung der Stromüberführung oder die Bildung von Lichtbögen im zwischen dem Kontaktkörper und dem Draht gebildeten Dampf vermieden.
Zur Anwendung ist der Kontaktkörper 12 in einen Halter irgendeiner bekannten Bauart einzusetzen (nicht dargestellt). Die Längsaussparung 16 gewährleistet dann das Abfliessen des Wassers zwischen dem Halter und dem Kontaktkörper, das in den Kanälen 15 nach unten strömt.
Der Gleitkontaktkörper 12 kann statt der Bohrungen, 15 oder zusätzlich zu ihnen an einem oder an beiden Enden mit Teilen 17 versehen sein, die eine Art Schneepflug, das heisst deren Stirnflächen scharfe Kanten 18 mit den Bodenteilen der Rille 13 bilden, um den Draht 10 von an ihm sitzenden Eis und Reif zu befreien. Auf diese Weise werden derartige Eis- und Reifniederschläge am Ein tritt zwischen den Draht und den Kontakt körper gehindert. was sonst eine ausserordent lich grosse Beanspruchung des Kontaktkörpers und auch Unterbrechungen des Betriebes der ganzen Vorrichtung verursachen könnte.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Elektrischen Strom führender Kontakt körper, der wenigstens teilweise aus einem gepressten und gesinterten Gemisch von Eisen- und Graphitpulver zusammengesetzt ist, da durch gekennzeichnet, dass die Schuppen des Graphitpulvers an dem am meisten dem Ver- schleiss ausgesetzten Teil des Kontaktkörpers derart angeordnet sind, dass die Schuppen in bezug auf die Oberfläche dieses Teils hoch kant stehen.UNTERANSPRÜCHE: 1. Elektrischen Strom führender Körper nach Patentanspruch, dadurch gekennzeich net, dass der Graphitgehalt im Material zwi schen 5 und 50 Gewichtsprozenten des Eisen gehaltes liegt. 2. Elektrischen Strom führender Körper nach Patentanspruch, dadurch gekennzeich net, da.ss in den Poren des Organes ein gegen Rost schützender Stoff enthalten ist. 3. Elektrischen Strom führender Körper nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeich net, dass in den Poren des Organes ein wasser abstossender Stoff enthalten ist. 4. Elektrischen Strom führender Körper nach Unteranspruch 3, dadurch gelzennzeich- net, dass in den Poren 01 enthalten ist. 5.Elektrischen Strom führender Körper nach Patentanspruch, dadurch gekennzeich net, dass er in Mengen bis zu 10 Gewichts prozenten des Eisengehaltes weitere metalli sche Bestandteile enthält. 6. Elektrischen Strom führender Körper nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeich net, dass er Kupferpulver enthält. i. Elektrischen Strom führender Körper nach Unteransprueh 5, dadurch gekennzeich net, dass er Nickelpulver enthält. B.Elektrischen Strom führender Körper nach Patentanspruch, dadurch gekennzeich net, dass er in Mengen bis zu 10 Gewichts prozenten des Ctraphitgehaltes des Kontaktes nichtineta.llische Bestandteile enthält. 9. Elektrischen Strom führender Körper nach Unteranspruch 8, dadurch gekennzeich- ret, dass er kolloidale Kohle enthält. 1.0.Elektrischen Strom führender Körper nach Patentanspruch, dadurch gekennzeich net, dass er eine Rille zur Fiibrung eines span nungsführenden Drahtes sowie Bohrungen aufweise, welch letztere sich vorn Grund der Rille ausgehend quer durch den Kontakt körper erstrecken. 11. Elektrischen Strom führender Körper nach Patentanspruch, mit einer Rille zur Führung eines spannungsführenden Drahtes, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens an einem Ende der Rille deren Bodenteile mit der Stirnfläche des Kontaktkörpers eine scharfe Kante bilden.
Applications Claiming Priority (1)
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1010557B (de) * | 1951-11-23 | 1957-06-19 | Meridionale Prodotti Sinterizz | Stromabnehmer aus Sinterwerkstoff fuer elektrische Triebfahrzeuge |
-
1942
- 1942-11-23 CH CH234018D patent/CH234018A/de unknown
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