CH234098A - Verfahren zur Herstellung eines tabakhaltigen Blattes für die Cigarren- und Cigarettenfabrikation und nach diesem Verfahren hergestelltes tabakhaltiges Blatt. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines tabakhaltigen Blattes für die Cigarren- und Cigarettenfabrikation und nach diesem Verfahren hergestelltes tabakhaltiges Blatt.

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CH234098A
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tobacco
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cigar
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Wilhelm Schumacher Ka Heinrich
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Schumacher Karl Heinrich Wilhe
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Description


  Verfahren zur Herstellung eines     tabakhaltigen    Blattes für die     Cigarren-    und       Cigarettenfabrikation    und nach diesem Verfahren hergestelltes     tabakhaltiges    Blatt.    Die     Erfindung    bezieht sich auf die Her  stellung eines     tabakhaltigen    Blattes für die       Zigarren-    und Zigarettenfabrikation, zum  Beispiel von Umblatt und Deckblatt als Er  satz des natürlichen Tabakblattes und von  Blättern, die als Zigarettenhüllen dienen sol  len, als Ersatz des gebräuchlichen Zigaretten  papiers.  



       Man    hat     bereits    früher versucht, aus  Tabak und Tabakabfällen durch Verwendung  eines Verfahrens ähnlich dem zur Herstellung  von Papier ein     Tabakpapier    herzustellen. Bei  diesem     Verfahren    wird Tabak in destillier  tem Wasser gekocht und auf einer Papier  maschine zu Tabakpapier verarbeitet, worauf  an das Tabakpapier auf beiden Seiten eine  Schicht eines Gemisches angebracht wird, das  man erhält, indem man Tabakabfälle kocht,  die erhaltene Flüssigkeit in einem     Vakuum-          Verdampfer        eindampft    und dem Rest zurück  gewonnene flüchtige     Ole    und dergleichen,  welche beim Eindampfen ausgetreten sind,

    hinzufügt. Dieses Verfahren hat in der    Praxis keine Verwendung finden können,  schon darum, weil es -teuer und umständ  lich ist.  



  Die Verwendung von destilliertem Was  ser macht das Herstellungsverfahren teuer,  infolge des     Kochens    geht auch ein sehr be  trächtlicher Teil des Tabaks, der in Wasser  löslich ist, verloren, und um diesen Verlust  wieder zu ergänzen, wird gemäss dem ge  nannten Verfahren versucht, das erhaltene  Tabakpapier mit einem eingedampften Ex  trakt von anderem Tabak zu behandeln. Beim  Kochen des Tabaks löst sich jedoch nicht nur  ein wichtiger Teil des Tabaks in Wasser, es  wird auch ein beträchtlicher Teil der Tabak  bestandteile zersetzt. Sie gehen verloren und  können nicht mehr in das Tabakpapier einge  bracht werden. Daher befriedigt das Produkt  gemäss diesem Verfahren nicht.  



  Man hat versucht, obengenannte Mängel  durch     Anwendung    eines Verfahrens zu be  seitigen, bei dem der Tabak nicht gekocht  wird, sondern nach Reinigung und Waschung      mit Leim- und Füllstoffen zusammen zu  einem     wässrigen    Brei angemacht wird, wel  cher in der Papiermaschine auf in der Papier  fabrikation übliche Weise zu einem Tabak  papier verarbeitet wird. Obwohl hierbei die  schädliche     Wirkung    des     Kochens    vermieden  wird, hat sich das erhaltene Produkt als un  genügend gezeigt, weil beim Waschen des  Tabaks ein grosser Teil wichtiger Bestandteile  des Tabaks verlorengeht, und auch weil bei  der Fabrikation in der Papiermaschine mit  dem Abfallwasser dem Endprodukt abermals  wertvolle Bestandteile entzogen werden.  



  Beim Verfahren gemäss der Erfindung  werden die genannten     iNTängel    der bis jetzt be  kannten Verfahren bei der Herstellung von  Tabakpapier vermieden.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren zur  Herstellung eines     tabakhaltigen    Blattes für  die Zigarren- und Zigarettenfabrikation ist  dadurch gekennzeichnet, dass Tabak trocken  zu einer feinen, gleichmässigen Masse gemah  len wird und diese Masse in einer Zeit von  höchstens 20 Minuten mit einem durch Mah  len von Zellulose, zum Beispiel im Holländer,  unter Wasserzusatz auf einen Mahlgrad von  75      Schopper    hergestellten und darauf ge  kühlten     Zellulosebrei,    vorzugsweise     a.usSulfat-          zellulose,        möglichst        gründlich    gemischt wird,  worauf das Gemisch auf der Papiermaschine  zu einem Blatt verarbeitet wird.

   Das in der  Papiermaschine zu verarbeitende Gemisch  enthält im wesentlichen noch alle in dem  natürlichen Tabak vorkommenden Bestand  teile in unverändertem Zustand.  



  Um bei der Verarbeitung in der Papier  maschine ein möglichst gutes Produkt zu be  kommen, kann das durch das Siebtuch der  Papiermaschine wegfliessende Wasser und  anderes Fabrikationswasser, das gelöste Ta  bakbestandteile enthält, aufgefangen und für  die Herstellung des     Tabak-Zellulosegemisehes     benutzt werden. Die Wassermenge, welche  durch die Trockenzylinder aus dem     bereits          geformten.Bogen    Tabakblatt verdampft wird,  wird     zweckmässige:rweise        durch    frisches       Wa;ss-er    ersetzt, das für die Anfertigung des       Tabak-Zellulo#sege#misches    verwendet wird.

      Zur Kompensation des bei dieser Bearbei  tung noch in geringem Umfang auftretenden,  Verlustes von im Wasser sehr stark löslichen  Salzen des Tabaks kann dem Gemisch oder  dem dazu zu benutzenden zirkulierenden  Wasser     K".CO"    hinzugefügt werden.  



  Durch diese Beimengung bekommt das  tabakhaltie Blatt eine Brennbarkeit, welche  sich durch' langsames Glühen kennzeichnet,  wie das der Fall ist bei einem Naturblatt.  Die Asche     hat    die     gewünschte    weisse Farbe.  Als günstiges Verhältnis wurde ein Gemisch  gefunden, welches aus     ungefähr        --)8%        Sulfat-          Zellulose    und ungefähr<B>7.9%</B> Tabak besteht.

    Das erhaltene Tabakblatt wiegt dann unge  fähr 40 bis 45     g    pro     m\'.    Bei einem     sehwe-          reren    Produkt hat man     bald    den Nachteil von  dem sogenannten Schneien, das heisst dem  Abfallen der Asche. Auch das gute Weiter  brennen kommt in Gefahr: es kann vorkom  men, dass die Zigarre schief brennt, weil das  Umblatt nicht regelmässig     mitbrennt    und ver  kohlt, statt langsam     weiterzuglühen.     



  Diese Massnahmen können sowohl bei der  Herstellung eines     Deckblattes    als auch eines  Umblattes getroffen werden. Zweckmässig  wird das fertige Uniblatt mit einer Emulsion  bespritzt, welche man dadurch erhält, dass  Tabak so fein wie     möglich    gemahlen und mit  einer     wässrigen        Lösung    eines     farb-    und     gse-          ruehlosen    Bindemittels (Leim, vorzugsweise  pflanzlichen Ursprungs) unter Hinzufügung  von     Aromaextrakten    und Formalin     gemischt     wird.

   Das Formalin macht das Bindemittel  nach dem Eintrocknen     wasserfest.       Das Trocknen der     Balm    des derart be  spritzten Tabakblattes findet vorzugsweise  dadurch statt, dass die Bogen der bespritzten  Tabakblätter in einem Rahmen oder auf  einem Rost in eine     Trockenkammer    gebracht  werden, wo sie einer natürlichen Trocknung  an der Luft     unterworfen    werden und wo also  keine     besondere    Wärmezufuhr oder künstlich  bewegte Luft verwendet wird. Durch diese  Trocknung wird erzielt,     dass    die Deckschicht  ganz oben     bleibt,    nicht schrumpft, und     dass     die ursprüngliche Farbe beibehalten bleibt.

        Nach dem Verfahren gemäss der Erfin  dung können Umblätter oder Deckblätter von  einer derartigen Zusammensetzung erzeugt  werden, dass sogar von einem Sachverstän  digen nicht nach     hem    Geschmack anzugeben  ist, ob eine Zigarre entweder mit dem  üblichen natürlichen Umblatt oder Deckblatt,  oder mit dem erfindungsgemäss hergestellten  Kunstblatt versehen ist.  



  Die Benutzung dieser Umblätter und  Deckblätter gibt die an sich bekannten,  jedoch nie völlig erreichten grossen Vorteile,  wie zum Beispiele eine etwa 20% grössere  Produktion, eine beträchtliche Ersparnis an       teuerem    Tabak für Deckblatt und Umblatt.,  die vollständige Benutzung der Tabakabfälle  bei der Fabrikation, die freie Wahl der Zi  garrenform, welche jetzt gar nicht mehr ab  hängig ist von der Form und Grösse der zur  Verfügung stehenden natürlichen Tabak  blätter, das abermalige Benutzen der Ab  fälle der benutzten Kunstblätter usw.  



  Als wichtiger Vorteil eines erfindungs  gemäss hergestellten Deckblattes muss noch  angegeben werden,     da,ss    die Farbe völlig  gleichmässig ist, so dass bei der Benutzung  desselben das schwierige Sortieren der Zi  garren, welches bei der Verwendung von Na  turblättern immer notwendig ist und in 16  bis 72 verschiedenen Farben geschieht, über  flüssig ist.  



  Selbstverständlich kann auch ein nach  dem Verfahren hergestelltes Deckblatt für  Zigarillos benutzt werden, und nach dem  Verfahren gemäss der Erfindung ist es auch  möglich, aus Tabakabfällen der Zigaretten  fabrikation Zigarettenhüllen anzufertigen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRüCHE I. Verfahren zur Herstellung eines tabak- haltigen Blattes für die Zigarren- und Ziga rettenfabrikation, dadurch gekennzeichnet, dass Tabak. trocken zu einer feinen, gleich mässigen Masse gemahlen wird und diese Masse in einer Zeit von höchstens 20 Mi nuten mit einem durch Mahlen von Zellulose unter Wasserzusatz auf einen Mahlgrad von 715' Schopper hergestellten und darauf ge- kühlten Zellulosehrei möglichst gründlich gemischt wird, worauf das Gemisch auf der Papiermaschine zu einem Blatt verarbeitet wird.
    II. Tabakhaltiges Blatt für die Zigarren und Zigarettenfabrikation, hergestellt gemäss dem Verfahren nach Patentanspruch I. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, :da.ss: das durch das. Sieb tuch der Papiermaschine abfliessende Wasser und anderes Fabrikationswasser aufgefangen und für die Herstellung des Gemisches aus Tabak und Zellulosebrei benutzt wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dem Gemisch K,C03 hinzugefügt wird. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch I und ITnteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dem für das Gemisch zu benutzenden Wasser KZC03 hinzugefügt wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gemisch aus ungefähr 28 Gewichts prozenten Sulfatzellulose und ungefähr 72 Gewichtsprozenten Tabak besteht. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch 1 und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das auf der Papiermaschine hergestellte Tabakblatt mit einer Emulsion bespritzt wird, welche dadurch erhalten wird, dass Tabak so fein wie möglich gemahlen und mit einer wässrigen Lösung, die ein Bindemittel; Aromastoffe und Formalin enthält, gemischt wird. 6. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 und 5, dadurch gekenn zeichnet, dass das bespritzte Tabäkblatt in einen Rahmen eingespannt und in natürlicher Weise an der Luft getrocknet wird. 7.
    Tabakhaltiges Blatt gemäss Patentan spruch II, als Umblatt für Zigarren aus gebildet. B. Tabakhaltiges Blatt gemäss Patentan spruch II, als Zigarettenhülle ausgebildet.
CH234098D 1941-06-20 1942-03-24 Verfahren zur Herstellung eines tabakhaltigen Blattes für die Cigarren- und Cigarettenfabrikation und nach diesem Verfahren hergestelltes tabakhaltiges Blatt. CH234098A (de)

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CH234098D CH234098A (de) 1941-06-20 1942-03-24 Verfahren zur Herstellung eines tabakhaltigen Blattes für die Cigarren- und Cigarettenfabrikation und nach diesem Verfahren hergestelltes tabakhaltiges Blatt.

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE922514C (de) * 1949-10-28 1955-01-17 American Mach & Foundry Verfahren zur Herstellung von Tabakgeweben oder -faeden
DE1240454B (de) * 1958-11-20 1967-05-11 Dexter Corp Verfahren zur Herstellung von Tabakfolie

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE922514C (de) * 1949-10-28 1955-01-17 American Mach & Foundry Verfahren zur Herstellung von Tabakgeweben oder -faeden
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