CH234575A - Verfahren zur Überführung von wasserhaltigen Proteinen in eine haltbare, in Wasser wieder quellbare Form. - Google Patents

Verfahren zur Überführung von wasserhaltigen Proteinen in eine haltbare, in Wasser wieder quellbare Form.

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CH234575A
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Wiedemann Gebrueder
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Wiedemann Geb
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23CDAIRY PRODUCTS, e.g. MILK, BUTTER OR CHEESE; MILK OR CHEESE SUBSTITUTES; PREPARATION THEREOF
    • A23C19/00Cheese; Cheese preparations; Making thereof
    • A23C19/06Treating cheese curd after whey separation; Products obtained thereby
    • A23C19/086Cheese powder; Dried cheese preparations

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Description


  Verfahren zur Überführung von     wasserhaltigen    Proteinen in     eine    haltbare,  in Wasser wieder     quellbare    Form.    Es sind Verfahren zur     Überführung    von  Käse in eine haltbare Form bekannt gewor  den, die darin     bestehen,    dass der Käse vor  der Trocknung durch die bekannten Schmelz  prozesse bei     Gegenwart        sogenannter        Richt-          salze,    wie     Phosphat-Puffer-Gemische,

      unter  Zusatz von Wasser zerfliessen     gelassen    und       dann    in flüssigem Zustand auf Walzentrock  ner oder     Zerstäubungstrockner    gebracht und  in ein trockenes Pulver übergeführt     wird.     



  In der Technik hat sich gezeigt,     dass    es  bei einem solchen Arbeiten in der Regel nicht  gelingt, auf Walzentrocknern ein haltbares,  trockenes Pulver zu erhalten,     -das        nachträglich     durch Wasseraufnahme wieder zu     einer          schnittfesten        Käsemasse    quillt. Arbeitet     man     nämlich in der     geschilderten,    Art und Weise,  so bilden sich meist durch Zusammenbacken  ungleichmässige Krusten, die nicht als homo  gener Trockenfilm von den Schabmessern von  -der Walze abgelöst werden.

   Dazu kommt  noch,     dassdiese        Masse        unerwünschte    Farb-         änderungen    aufweist,     d:ass    hierbei Überhit  zung unter     Fettaustritt        auftritt,    so dass ein  praktisch brauchbares Verfahren auf     dieser     Grundlage nicht möglich erscheint.  



  Es wurde nun gefunden,     dass    sich Pro  teine,     insbesondere    Käse, zu     einem    Pulver  trocknen lassen, das nachträglich durch ein  faches Ansteigen     mit    Wasser wieder zu einer       uchnittfesten    Masse     quillt.,    wenn man die  Proteine     gemäss    vorliegender Erfindung in  Gegenwart von Wasser so lange quellt, bis  sie ein formfestes Gel bilden, hierauf dieses  Gel auf einen Trockner     bringt    und dort     in,    ein  trockenes Pulver überführt.

   Man kann, unter       Verwendung    von Käse, beispielsweise     wie     folgt verfahren: Zunächst wird eine Art  Stammsubstanz     hergestellt,    indem man     Roh-          käse    mit wenig     Schmelzzalz    unter Wasser  zusatz und Zusatz von Säure, ;so dass der     pH-          Wert    der Masse merklich     unter        pA    = 6 sinkt,  aufquellt und auf Temperaturen, von etwa  85-90  erhitzt.

   Dabei     beobachtet        man,-dass         die     ursprünglich,        dünnflüssige    Masse plötz  lich gelatiniert,     d.    h. eine cremeartige     Konsi-          stenz    erhält, formfest     wird    und nicht mehr  fliesst.

   Diese Masse lässt sich eigenartiger  weise auf dem Walzentrockner ohne weiteres  zu einem Pulverkäse eintrocknen, der in Be  zug auf seine     Quellungseigenschaften    rever  sibel ist und beim Anrühren mit Wasser  einen schnittfesten Käse     gibt.    Das eigen  artigste ist aber, dass kleine Mengen dieses im  vorhergehenden beschriebenen cremeartigen       Käsegels    einfach in Wasser gequelltem       Frischkäse    zugesetzt, beim Erwärmen     diesen     ebenfalls wieder in die in ihrem Verhalten  gleiche cremeartige formfeste Masse umwan  delt, die     getrocknet    werden kann,

   und ander  seits aber auch wieder für weitere     Prozesse     als quasi Impfmasse verwendet werden kann.  



  Das Wesentliche der beschriebenen neuen  Arbeitsweise ist also die Erkenntnis,     :dass    man       zuerst,die    geschilderte cremeartige     foimfeste          Käsemasse    erzeugt, mit deren Hilfe man  dann     durch    weitere     Überimpfung    praktisch  unbegrenzte Mengen Frischkäse durch ein  faches Quellen in Wasser, wobei auch  Schmelzsalze vorhanden sein können,     wa.s     besonders bei höherem Fettgehalt des Frisch  käses zweckmässig ist, diesen in Trockenmasse       umwandeln    kann.  



  Bei manchen     Käsesorten    kann man schon  bei einer     Temperatur    von 30-40  arbeiten,  andere     Käsesorten    benötigen Temperaturen  von 70-80 .  



  Als     weitere    Beobachtung ist zu bemerken,  dass durch Zusatz     quellfähiger    Stoffe, wie  Hefe, Stärke und dergleichen, zu gewöhn  lichem geschmolzenem Schmelzkäse dieser  ebenfalls in einen. Zustand kommt, welcher  dem     Trocknungsprozess    zugänglich ist.  



  Das neue Verfahren     unterscheidet    sich  vom bekannten dadurch, dass die Eiweissstoffe  vor der Trocknung anscheinend     nicht    in Lö  sung vorliegen,     sondern    nur     meinem    ge  quollenen Zustand.

   Dies stellt nicht einen  graduellen Unterschied in der Wasserauf  nahme .gegenüber Schmelzkäse dar, sondern  etwas     grundsätzlich    anderes,     denu        anschei-          nenid        tritt    bei dem     neuen    Verfahren, das    Wasser     kolloidcltemiseh    durch Anlagerung  in das Proteinmolekül     ,ein,    so dass dieses  quillt, während es sich bei den bekannten  Arbeitsweisen um ein echtes Lösen     bezw.    um  einen:

   reinen Schmelzvorgang     handelt,    also  um die Herstellung     eines    homogenen Erzeug  nisses, während     erfindungsgemäss    nur ein       heterodisperses        Zwischenerzeugnis    gebildet  wird, das dem     Trocknungsvorgang    zugeführt  wird.

   Das Eigenartige ist nun, dass gerade  dieser     Quellzustand        notwendig    ist, um bei der  nachfolgenden Trocknung am Walzentrock  ner ein Enderzeugnis     ztt    liefern, ,das sich ohne       weiteres    pulverisieren und in     eine-        haltbar < ,     praktisch unbegrenzt lagerfähige trockene  Ware überführen lässt, die aber noch imstande  ist reversibel wieder Wasser aufzunehmen  und zu einem     schnittfesten    Gel zu quellen.

    Solchen Erzeugnissen kann man auch im     Be.-          darfsfa.lle    gewisse     Mengen    Schmelzkäse,     der     nach bekannten Verfahren hergestellt ist, hin  zufügen, ohne am     Trockenergebnis        etwas    zu  ändern.

      Erwähnt sei noch, dass es nach     dem    neuen  Verfahren möglich ist, mit einem sehr gerin  gen     Wasserzusatz    zum     Frischkäse    sein     Atts-          langen    zu finden, oft genügen Mengen von  nur ö %, während bisher zur Verflüssigung  von Käse bis     ztt    30 % und mehr Wasser zuge  geben werden mussten.

   Durch die geringe       Wasserzugabe    beidem neuen     Verfahren        wird     aber der     Trocknungsvorgang,    wie ohne wei  teres     einleuchtend    ist, erheblich     erleichtert     und der Wirkungsgrad der Maschine bedeu  tend     verbessert,    in einer     Reihe    von Fällen  sogar mehr als verdoppelt.  



       Endlieb    sei bemerkt,     @dass    während des       Verarbeitungsvorganges    .durch     Beeinflussung     der     Geschmacksbildung    die jeweils     gewünsch-          ten    Stoffe ohne weiteres zugesetzt werden  können, während man auch das     Enderzeugnis     in seinen physikalischen Eigenschaften beein  flussen kann.  



  Wesentlich bleibt immer, dass durch die  geschilderte Erzeugung des cremeartigen       Zwischenerzeugnisses    eine     reversible    Eiweiss  ma.sse durch den     Trocknungsvorgang    erzielt      ,     dwird        i-e    ohne     weiteres        wieder    in Wasser zu  einem     gelfärmigen    Enderzeugnis quillt.  



  An Stelle eines     Walzentrockners    kann bei  dem vorliegenden     Verfahren,    auch ein     7er-          stäubungatrockner        verwendet    werden.  



       Ausführungsbeispiele:     1. 50 kg Käse werden     .gereinigt,        vorzer-          kleineirt    und unter     Zuzatz    von 2 % Phosphat  in 6-8     Leiter    Wasser     gelöst    und :durch     :den     Wolf gegeben. Hierauf wird die Masse zwei  mal durch ein Walzenwerk geführt, wobei  eine innige Mischung erfolgt. Nach     zwei-          stündigem    Stehenlassen     wind    :die Masse auf  den Trockner gegeben.  



  2. 25 kg des nach Beispiel 1 erhaltenen,  aber noch nicht getrockneten     Produktes    wer  den mit 10 kg     .gequollener    Käsemasse durch  geknetet und bei einem     p$    von 5,5-5,8 auf  etwa 80-85      erhitzt.    Die     erhaltene    feste  Masse wird in Stücke geschnitten, einige     Zeit     stehen gelassen und kann für sich oder in  gleichen Teilen mit :dem nach Beispiel 1     her-          gestedlten    Produkt auf den     Trockner    :gegeben  werden.  



  3. 50 kg Käse werden.     in:    an sich bekannter  Weise mit 2,5 % Phosphat bei einer Tempera  tur von 70  geschmolzen. Hierzu werden 2 kg  trockene Hefe und 10     Leiter    Wasser     aufge-          schl:emmt    und :eingerührt. Nach einiger Zeit  Stehen wird die Masse auf :den Trockner     ge-          zeben.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Überführung von wasser haltigen Proteinen in einehaltbare, in Wasser wieder quellfähige Form, dadurch gekenn zeichnet, :dass :die Proteine in Gegenwart von Wasser so lange gequellt werden, bis sie ein formfestes. Ges bilden, und dass :dieses Gel auf einen Trockner gebraeht und dort in ein. trok- kenes Pulver übergeführt wird. UNTERANSPRüCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, da: durch gekennzeichnet, :dass man als Protein Käse verwendet. 2:. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, ,dadurch gekennzeichnet, dass man ein Gemisch von zu :einem form festen Gel gequollenem Käse mit Schmelz käse zum Trockner bringt.
    3'. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch. 1, :dadurch gekennzeichnet, dass man ein Gemisch von zu einem form festen Gel gequollenem Käse mit in Gegen wart vonWa.sser gequollenem Frischkäse zum Trockner bringt. 4.
    Verfahren, nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und 3, :dadurch ge kennzeichnet, dass man Frischkäse verwendet, der in Gegenwart von Wasser, das Elektro- lyteenthält, zum Quellen gebracht wurde. 5. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man :den Käse bei höherer Temperatur zum Quellen bringt. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, :dadurch ,gekennzeichnet, dass man als _Trockner einen Walzentrockner verwendet. 7. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch- 1, :dadurch ,gekennzeichnet, dass man als Trockner einen Zerstäubungs- trockner verwendet.
CH234575D 1942-03-17 1943-03-01 Verfahren zur Überführung von wasserhaltigen Proteinen in eine haltbare, in Wasser wieder quellbare Form. CH234575A (de)

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