CH234791A - Verfahren zur Verbesserung der Nassfestigkeit von Leder und Lederaustauschprodukten. - Google Patents

Verfahren zur Verbesserung der Nassfestigkeit von Leder und Lederaustauschprodukten.

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CH234791A
CH234791A CH234791DA CH234791A CH 234791 A CH234791 A CH 234791A CH 234791D A CH234791D A CH 234791DA CH 234791 A CH234791 A CH 234791A
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leather
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diisocyanate
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C9/00Impregnating leather for preserving, waterproofing, making resistant to heat or similar purposes

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
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  • Polyurethanes Or Polyureas (AREA)

Description


  Verfahren zur Verbesserung der Nassfestigkeit von Leder und Lederaustauschprodukten.    Es ist bekannt, dass Leder eine durch die  Porosität und Saugfähigkeit der Faser be  dingte Quellbarkeit in Wasser besitzt, die  beispielsweise bei liaufsohlenmaterial uner  wünscht ist. Der gleiche Nachteil haftet den  aus Lederfasern z. B. mit Hilfe von Kunst  stoffdispersionen oder Latex hergestellten  Faserlederwerkstoffen an. Man hat bereits  viele Vorschläge gemacht, die Wasser  aufnahmefähigkeit durch nachträgliche Im  prägnierung des Leders oder der Faserleder  platten mit Harz- oder Kunstharzlösungen  oder durch nachträgliches Fetten usw. herab  zusetzen.

   Es ist auch schon vorgeschlagen  worden, wasserfestere Lederaustauschpro  dukte auf Basis von Papiervliesen,     Watte-          vliesen,    verfilzten Lederfasern und derglei  chen in der Weisse zu erzeugen, dass man die  Vliese vor ihrer Behandlung mit Kunststoff  dispersionen mit verdünnten Lösungen  wasserfester Filmbildner vorimprägniert.       Diese    Verfahren haben den Nachteil, dass sie  gleichzeitig auch die Luftdurchlässigkeit des  Leders stark     herabsetzen        und    diesem damit    eine wesentliche und wichtige Eigenschaft  nehmen.  



  Es wurde nun gefunden, dass man das  Aufnahmevermögen von Leder und aus  Fasermaterial hergestellten Lederaustausch  produkten für Wasser wesentlich herabsetzen  kann, ohne die Luftdurchlässigkeit wesent  lich zu beeinträchtigen, wenn mann die Leder  bezw. die Austauschprodukte mit orga  nischen Verbindungen, die mindestens zwei  Isocyanatgruppen enthalten, behandelt. Ge  eignet sind beispielsweise     Hexamethylendi-          isocyanat,    p-Toluylendiisocyanat,     p-Phenylen-          diisocyanat,    p-Chlor-m-phenylendiisocyanat  oder das aus p-Dianisidin erhältliche     Diiso-          cyanat.     



  Die Behandlung kann in der Weise erfol  gen, dass man die Leder oder Lederaustausch  stoffe in verdünnte Lösungen der Isocyanate  in organischen Lösungsmitteln, wie Benzol  kohlenwasserstoffen,     Chlorkohlenwasserstof-          fen,        Ketonen,        Estern,        Benzinkohlenwasser-          stoffen,        einlegt    oder den Dämpfen der ge  nannten     Isoeyanate    aussetzt. Um     günstige         Ergebnisse zu erhalten, werden Lösungen  von etwa 0,5-25% Isocyanat verwendet. Die  Trocknung der imprägnierten Materialien  kann bei Raumtemperatur oder bei mässig er  höhter Temperatur, z. B. bei etwa 60 , erfol  gen.

   Man erhält auf diese Weise ausgezeich  nete Leder bezw. Lederaustauschstoffe von  geringer Wasserquellfähigkeit und erheblich  verbesserter Nassreissfestigkeit.  



  Die in den folgenden Beispielen angege  benen     Teile    sind Gewichtsteile.  



  Beispiel 1:  Lohgares Rindleder wird in eine 10 % ige  Lösung von Hexamethylendiisocyanat in  Essigester eingelegt. Nach 30 Minuten wird  das Leder dem Bad entnommen und bei  Raumtemperatur getrocknet. Die Wasser  aufnahme des     nachbehandelten    Leders     betragt     nach 24stündigem Wässern nur 76 % gegen  über 135 % beim unbehandelten Leder; bei  Verwendung einer 25 % igen Imprägnier  lösung geht die Wasseraufnahme sogar auf  31 % zurück. Die Luftdurchlässigkeit nimmt  bei der Behandlung mit der l0 % igen     Diiso-          cyanatlösung    voll 10,8 cm3/sek. nur auf  9,5 cm3/sek., bei Behandlung mit der 25 % igen  Diisocyanatlösung auf 7,9 em3/sek. ab.

      Beispiel 2:  Zur Verwendung kommen Faserlederplat  ten, die auf folgende bekannte Weise her  gestellt wurden:  3000 Teile Lederfaserbrei aus 600 Teilen  trockenen lohgaren Lederabfällen werden in  30 000 Teilen Wasser aufgeschwemmt und  nach Zuhabe von 660 Teilen einer 30 % igen  wässerigen Dispersion eines Mischpolymeri  sates aus 70 Teilen Butadien und 30 Teilen  Acrylnitril mit 500 Teilen einer 10 %igen  wässerigen Alaunlösung gefällt. Nach dem  Absieben werden die Lederfaserkuchen 5 Mi  nuten bei einem Druck voll 25 kg/cm2 ge  presst.  



  Nach 24stündigen Trocknen bei 50  wer  den die Platten 2 Stunden     lang    in     eine     10 % ige Lösung voll p-Toluylendiisocyanat  in Benzol eingelegt, dann 24 Stunden bei  50  getrocknet. Nach 8tägiger Lagerung bei  22  und 65 % relativer Luftfeuchtigkeit  weisen die nachbehandelten Faserlederplatten  eine geringere Wasseraufnahme und     Quell-          barkeit    auf als die unter gleichen Bedingun  gen, aber nicht mit Diisocyanat nachbehan  delten Faserlederwerkstoffe, wie folgende  Tafel zeigt:

    
EMI0002.0010     
  
    Quellung <SEP> in, <SEP> Wasser
<tb>  Zerreiss- <SEP> Bruch- <SEP> Prozentuale <SEP> Prozentuale
<tb>  festigkeit <SEP> dehnung <SEP> Dicken- <SEP> Gewichts  kg/cm2 <SEP> % <SEP> zunahme <SEP> zunahme
<tb>  Nichtbehandelte <SEP> Platte <SEP> 122 <SEP> 50 <SEP> l6 <SEP> 52
<tb>  Mit <SEP> Diisocyanat <SEP> nach  behandelte <SEP> Platte <SEP> 168 <SEP> 50 <SEP> 11 <SEP> 33       Beispiel 3:  400 Teile trockene rohgare Lederfasern  werden in 20 000 Teilen Wasser aufge  schwemmt, in bekannter Weise unter Rühren  mit 440 Teilen einer 40 % igen Dispersion  eines Mischpolymerisates aus 65 Teilen     Acryl-          säureäthylester,    25 Teilen Vinylisobutyläther  und 10 Teilen Styrol versetzt und mit eileer  5 %igen wässerigen Aluminiumsulfatlösung    befällt.

   Der Faserbrei wird auf einer Sieb  presse mit 8 kg/cm2 zur Platte geformt, 30  Minuten bei einem Druck von 22 kg/cm2  nachgepresst und 8 Tabe bei Raumtempera  tur und 24 Stunden bei 50  getrocknet.  



  Eine derartige Lederfaserplatte wird 2  bezw. 5 Stunden lang in eine 10% ige Lösung  von p-Toluylendiisocyanat in Benzol     einge-          lcgt;        inrd        auseliliessend    48     Stunden    bei R.a.um-      temperatur, dann 5 Tage bei 22  und 65% relativer Luftfeuchtigkeit gelagert.

   Man er  hält folgende Werte:  
EMI0003.0001     
  
    Zerreiss  Zerreiss- <SEP> Wasserauf  festigkeit <SEP> festigkeit <SEP> nahme <SEP> in <SEP> 24
<tb>  trocken <SEP> nach <SEP> 24stün- <SEP> Stunden
<tb>  kg/cm2 <SEP> digem <SEP> Wäs  sern <SEP> kg/cm2 <SEP> %
<tb>  Nichtbehandelte <SEP> Platte <SEP> 165 <SEP> 70 <SEP> 23,3
<tb>  2 <SEP> Std. <SEP> mit <SEP> Diisocyanat  lösung <SEP> nachbehandelt <SEP> 170 <SEP> 90 <SEP> 13,1
<tb>  5 <SEP> Std. <SEP> mit <SEP> Diisocyanat  lösung <SEP> nachbehandelt <SEP> 175 <SEP> 110 <SEP> 7,0       <I>Beispiel</I>    Ungeleimtes, saugfähiges Kartonmaterial  wird in bekannter Weise mit einer 25%igen  wässerigen Dispersion eines Mischpolymeri  sates aus 60 Teilen Acrylsäuremethylester,  30 Teilen Vinylpropyläther und 10 Teilen  Acrylnitril imprägniert und getrocknet.

   Dann  wird das     imprägnierte    Material 30 Minuten  einer Dampfatmosphäre des Diisocyanats aus  p-Dianisidin ausgesetzt. Nach dem Pressen  und Zurichten entsteht ein weitgehend nass  fester Werkstoff, der an Stelle von Vulkan  fiber und als benzin- und nassfestes Dich  tungsmaterial verwendet werden kann.    Beispiel 5:    Ein saugfähiges Papiervlies von 250 g/m2  wird in bekannter Weise mit einer 30%igen  wässerigen Dispersion von     Polyacrylsäure-          äthylester    imprägniert und bei etwa 60  ge  trocknet.

   Dann wird das imprägnierte Vlies  durch eine 5%ige Essigeeterlösung von  p-Phenylendiisocyanat geführt und bei 50          getrocknet.    Man erhält ein weiches Leder  austauschprodukt, dessen Nassfestigkeit ge  genüber einem unbehandelten Material wesent  lich erhöht ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Verbesserung der Nass festigkeit von Leder und Lederaustausch produkten auf Faserbasis, dadurch gekenn zeichnet, dass man sie mit organischen Ver bindungen behandelt, die mindestens 2 Iso- cyanatgruppen enthalten. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch: gekennzeichnet, dass man Lösungen,der Isocyanate verwendet. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man Dämpfe der hsiocyanate verwendet.
CH234791D 1942-03-24 1943-03-12 Verfahren zur Verbesserung der Nassfestigkeit von Leder und Lederaustauschprodukten. CH234791A (de)

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