CH234829A - Verfahren zur Verhütung von im Laufe der Zeit in einem Gussstück aus Gusseisen entstehenden Spannungen, die das Stück deformieren. - Google Patents
Verfahren zur Verhütung von im Laufe der Zeit in einem Gussstück aus Gusseisen entstehenden Spannungen, die das Stück deformieren.Info
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Description
'Verfahren zur 'Verhütung von im Laufe der Zeit in einem Gussstfick aus Gusseisen entstehenden Spannungen, die das Stück. deformieren. Vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Verhütung von im Laufe der Zeit in einem Gussstück aus Gusseisen ent stehenden Spannungen, die das Stück defor- inieren und in der allmählich erfolgenden Ab scheidung von Graphit ihre Ursache haben.
Es ist eine bekannte Erscheinung, dass, durch Zerfall von Bestandteilen des Gusseisens in Eisen und Graphit das Gusseisen sein spe zifisches Volumen vergrössert. Dieser Zerfall findet auch bei gewöhnlicher Temperatur statt, verläuft aber um so rascher, je höher die Tem peratur steigt.
Wenn es nun darauf ankommt, irreversible Formänderungen zu vermeiden, so ist diese Eigenschaft des Gusseisens ausser- ordentlich unangenehm, besonders wenn es für die Herstellung von 'feilen, zum Beispiel für feinmechanische Geräte oder Apparate benutzt wird, bei denen ein Wärmestrom eine guf,)- eiserne Wandung durchfliesst und in dieser Wandung verschiedene Temperaturen, in der Riehtung des Stromes abfallend, erzeugt. Die Folge davon ist, dass in den höher erhitzten Teilen diese bleibende, unerwünschte Volumen vergrösserung rascher eintritt als in den nied riger erhitzten Teilen.
Es treten daher Span nungen auf, die geeignet sind, nicht nur das Gussstück zu deformieren, sondern die sogar grösser werden können als die Zerreissfestigkeit des Gusseisens. Grössere Wandstärken begün stigen das Auftreten von Rissen eher, als dass sie es verhindern, weil der Temperaturunter schied der beiden Oberflächen um so grösser ist, je weiter die Oberflächen voneinander ent fernt sind, das heisst je grösser die Wand-: stärke ist.
Man hat die beobachteten Deformationen und die Rissebildung der ungenügenden Fe stigkeit des Gusseisens zugeschrieben und ver sucht, dieselbe durch besondere Zusätze, wie zum Beispiel Chrom und Nickel, zu erhöhen. Zu demselben Zweck hat auch eine Wärme behandlung in Verbindung mit besonderer Gattierung Anwendung gefunden, zum Bei- spiel im Perlitgul;
. Die -\@'ärmebehaiidliin @#, welcher der Temperguss unterworfen wird, verfolgt ausser der Erhöhung der Festigkeit noch die Erreichung der Schmiedbarkeit, meist durch teilweises Entfernen des Kohlenstofes.
Während die Verfahren zur Verbesserung der Formbeständigkeit des (3'rulSeisens im we sentlichen eine Erhöhung seiner Festigkeit anstreben, wird nach dem Vorschlage der Er findung ein grundsätzlich abweichender Weg beschritten.
Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dar man das (i u1 - stück nach dem Guss einem solchen (Tl.ü@i- prozeb unterwirft, dass das Cxussstiick in allen seinen Teilen auf die gleiche Temperatur ge bracht wird und der (xraphit ein für allemal gleichmässig ausgeschieden wird, wodurch das Gussstück formbeständig bleibt.
Da hierbei die Volumenvergrösserung durch Graphitbildung ein für allemal stattgefunden hat, so ist eine spätere Formänderung nach der Bearbeitung oder durch Erhitzen nicht mehr zu befürchten.
Wird das Gusseisen beispielsweise 15 Stun den auf 800 erhitzt, so genügt diese zusätz liche Massnahme, den Zerfall der Eisenkohlen- stoffverbindungen vollständig zu machen. Je nach der Wandstärke der Teile können aber die Erhitzungszeiten auch kürzer sein. We sentlich dabei ist jedoch, dass die Stücke in allen ihren Teilen auf gleiche Temperatur gebracht und längere Zeit auf dieser Tem peratur gehalten werden.
Durch die Behandlung nach dem beschrie- benen Verfahren werden lediglich die soge- nannten bleibenden Formänderungen beriick- sichtigt, nicht jedoch die reversiblen Form- ;indeigen, die infolge des Wärineausdeli- nungskoeffizienten an sich unvermeidbar sind.
Die zusätzliche Wärmebehandlung kann vorteilhaft in das flerstellwigsverfahren derart eingeschaltet werden, da1) man die Gusseisen- stücke nach dein (riehen nicht erst erkalten löfät, sondern sie noch glühend in den Ofen zur Nachbehandluug bringt.
Hierdurch wird die in den Stücken enthaltene Wärme vor teilhaft ausgenutzt und die Dauer der 'ä.i#nie- beliandlinig verkiirzt.
Dem vorliergelienden Verfahren können vorteilhaft alle (Tul;eisen, einerlei welcher Gattierung, unterworfen werden.
Claims (1)
- EMI0002.0062 PATENTANSPRUCH: <tb> Verfahren <SEP> zur <SEP> Vei#hütung <SEP> von <SEP> im <SEP> Laufe <tb> der <SEP> Zeit <SEP> in <SEP> einem <SEP> (TUssstiiek <SEP> aus <SEP> Gusseisen <tb> entstehenden <SEP> Sipannungen, <SEP> die <SEP> das <SEP> Stück <SEP> de formieren <SEP> und <SEP> in <SEP> der <SEP> allmählich <SEP> erfolgenden <tb> Abseheidung <SEP> von <SEP> (,i#;ipliit <SEP> ihre <SEP> Urs;iehe <SEP> haben, <tb> dadurch <SEP> gekennzeichnet, <SEP> dal) <SEP> man <SEP> das <SEP> (Tuss stück <SEP> nach <SEP> dem <SEP> Guh <SEP> einem <SEP> solchen <SEP> (Tliilipi#o ze1;<SEP> unterwirft. <SEP> d;il') <SEP> das <SEP> (*u1.',stück <SEP> in <SEP> allen <tb> seinen <SEP> Teilen <SEP> auf <SEP> die <SEP> gleiche <SEP> Temperatur <SEP> ge bracht <SEP> wird <SEP> und <SEP> der <SEP> Graphit <SEP> ein <SEP> für <SEP> ;illenial <tb> gleichiniissig <SEP> ausgeschieden <SEP> wird, <SEP> wodurch <SEP> das <tb> (Tiissstüclz <SEP> formbeständig <SEP> bleibt. <tb> UNTERANSPRUCH: <tb> Verfahren <SEP> n < icli <SEP> Patentanspruch, <SEP> d;idui#eli <tb> gekennzeichnet, <SEP> dal; <SEP> das <SEP> Gussstück <SEP> unmittel bar <SEP> nach <SEP> dein <SEP> Gruss, <SEP> ohne <SEP> es <SEP> erst <SEP> erkalten <SEP> zu <tb> lassen, <SEP> deni <SEP> (llülil>rozel; <SEP> iinterwoi#fen <SEP> wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE234829X | 1941-04-19 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH234829A true CH234829A (de) | 1944-10-31 |
Family
ID=5893637
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH234829D CH234829A (de) | 1941-04-19 | 1942-04-01 | Verfahren zur Verhütung von im Laufe der Zeit in einem Gussstück aus Gusseisen entstehenden Spannungen, die das Stück deformieren. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH234829A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1134405B (de) * | 1953-08-29 | 1962-08-09 | Austin Motor Co Ltd | Verfahren und Vorrichtung zum Haerten der Oberflaeche von Bohrungen in Zylinderbloecken |
-
1942
- 1942-04-01 CH CH234829D patent/CH234829A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1134405B (de) * | 1953-08-29 | 1962-08-09 | Austin Motor Co Ltd | Verfahren und Vorrichtung zum Haerten der Oberflaeche von Bohrungen in Zylinderbloecken |
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