CH235040A - Verfahren zur Erzeugung hellfarbiger und färbbarer Phosphatschutzschichten auf Zinklegierungen durch Elektrolyse. - Google Patents
Verfahren zur Erzeugung hellfarbiger und färbbarer Phosphatschutzschichten auf Zinklegierungen durch Elektrolyse.Info
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- C25D—PROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PRODUCTION OF COATINGS; ELECTROFORMING; APPARATUS THEREFOR
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Description
Verfahren zur Erzeugung hellfarbiger und färbbarer Phosphatschutzschichten auf Zinklegierungen durch Elektrolyse. Die bis dahin bekannten Verfahren zur Erzeugung von Phosphatschichten auf Zink und seinen Legerungen sind alle weitgehend die mehr oder weniger sinngemässe Anwen dung des als Rostschutzverfahren bekannten "Pa.rkerisierens" auf Zink.
Diesen Verfahren .gemeinsam ist die Ver wendung einer Lösung von Mono:- und Di- Metallp:hosphaten solcher Metalle, deren Tri- phospharbe und basischen: Phosph :ate schwer Der Phos:phatierungsprozess voll zieht eich hierbei so, :d@ass .die in der Pho:
s- phatierungslösung an sieh vorhandene oder d'u'rch Kochen hydrolytiuch oder durch Elek- trolyse an:odüch freigemachte Phospho,r- säure ,das Grundmietall angreift.
Infolge :der zunehmenden ssa@sizitüt kommt es dann auf der Metallio:berfläche zur Abseheidung einer Schicht von Mischphosphaten.
In ihrer Anwendung auf Linklegi:erun- gen, :die pra-kts:ch alle einen gewissen Anteil an Kupfer enthalten, bilden die genannten Phosph@aMerunb Lösungen, gleich ob sie im Ansiedepro:zess oder elektrolytisch arbeiten, immer diwnkelfarbige Schichten, ss@lbst :
dann, wenn die Lösung keine Metalle enthält, deren Endphosphate an sich !dunkelfarbig wäxen.
Die Ursache liegt .darin, dass das im Grundmetall enthaltene Kupfer, selbst wenn es primär nhosphatiert würde, sich durch die urirkung dies Zinks sekundär immer wiedlerr als Metall und infolge der pulverigen Ab- scheidungsfo:rm :
dunkelfarbig regeneriert und so in der PhosphaIschicht suspendiert bleibt.
Das vorliegende, den Erfindungsgegen stand bildende Verfahren ermöglicht nun., primär bei :der Plhosphartierung gebildetes Kupfersalz durch Umeetzung zu lösen und :durch Ionentranspoirt das Kupfer aua der Phosphats:chicht wegzuführen, ohne aber die Bildung :der Phosphatslohi:cht, im besonderen also der - Zinkpho@sphatechncht, zu verhinidlern.
Der ErfindungsgTundgedanke .lässt sich aber nicht mit den nahehegenden LösungS1- mitteln, wie Zyana,lk a.lien, Ammonium- hyd'roxyd oder Säuren durchführen, denn diese Stoffe wirken, insbesondere bei Elek trolyse, auf metallisches Zink. und auf Zink- phosphate mindestens ebenso stark lösend,
wie auf Kupfer und auf Kupferphosphate. Ihre Anwendung zur Entkupferung würde demnach die Bildung der Zinkphosph!aat- Schicht verhindern oder eine schon gebildete zerstören.
Der Erfindungsigedanke lässt sieh nur durchführen durch Anwendung eines Kupfer- lö!sungsmittels, :das Zink, Zinkphoasi>hat oder auch Zinkoxyd prakbo,ch nicht löst,.
Dieses Kupferlösungismittel wurde nun im Kaliumka.rhonat gefunden. Kali:umkairbo- na,tlösungen, mit steigender Konzentration in verstärktem Masse, haben die Eigenschaft Kupfer (als Kalium-Cuprikarbonat) zu lösen, Zink aber nicht.
Das vorliegende Verfahren zur Erzeugung hellfa.rhiger und färbbarer Phesphatschutz- schichten auf Zinklegierungen durch Eliek- tralyse ist also dadurch gekennzeichnet, .da.ss man die.
Zinklegierungen im einer gelöstes tertiäres Phosphat enthaltenden Kalium- ka.rbonatlösung an.od@is cher unterwirft.
Da der Zusatz von Phosphorsäure oder Phosphat die spezifische Wirkung der Ka- liumkarbonatlös.ung nicht behindert, solange nur genügend überschüssiges Kaliucmkarbo,- nat in der Lösung vorhanden ist und umge kehrt das Ka.liumkaarbonat auch nicht die Phoisphatieruub beeinträchtigt.
so lässt sich unter Einwirkung dres Stromes gleichzeitig die Bild'un'g der Phosp:hatschicht und deren Entfä.rbung bewirken. Es ist deshalb nicht nötig, den umständlicheren, aber gangbaren Weg getrennter Phosph .terung und Entfä,r- bum,g zu gehen.
Allein als Phosphatierungslösung be- traclitet ste.11it der genannte Mischelektrolyt sich grundsätzlich verschieden von den be kannten Phospha:tier.ngobädiesrn dar, da. er sehen stark alkalisch die Trime:tal:
lstufe erre- chend ist. Seine Phosphatierungswirkung ist denn auch eine -esentlich andere. In den üblichen Pho :sp.hatierungsbädern, die alle saurer sind als der Trimetallst.ufe entspricht, geht die Phio,-_-pbat.ie@ruiig selbstt dti.g vor sich; es wer den dabei aber auch nicht sehr dichte Schich ten erzielt.
Im genannten alkalischen Elek trolyten wird die Pliasphatsehicht nur unter E-inwirhung starker anodisther Potentiale ge- hildet. da sich sofort bei Stromeehluss eine wesentlich oxydisehe Sperrschicht bildet.
die nur durch Anwendung höherer Potentiale nennenswerten Sti@oinidu,rcli@gang erlaubt. Erst bei 1ü ngerer Einwirkung des Stromes wan dert- merklich Phosphat-Ion in die Schicht.
Im Verlauf der Elektrolyse wird die Schicht; langsam dicker. namentlich aber (lichter. so dass sie immer mehr zur Sperr schicht wird, die auch bei Anwendung von Spannungen von ?0 Volt und mehr nur noch Strom in der Grössenklasse von 1\Zillia-mperen ,je dlm" du:
rchlässt Die Schicht kann von emailartigem Aus sehen und, auf polierten Fläche erzeugt. vö lli.g glatt sein.
Entsprechend ihrem basischen Charakter ist sie auch befähigt. mit geeigneten, vor- nehmli:cli schwach sauren Farbstoffen Fa.rb- lacke zu bilden, das heisst sie lässt sich an färben.
Das Verfahren kann deshalb besonders de mZweA dienen. auf Zinkgegenständen c-ine Schutzschicht zu bilden, die auch deko rativ wirkt.
Was die Zusraanimenusetzung des Elektroly- ten anbetrifft, so sind alle 1VIi- schungen von Phosphaten mit einem tfiber- schuss von Kaliuinkarbonat geeignet, sofern die Stoffe in Lösung nebeneinander beständig sind.
Als Phosphate werden zweckmässig nur Al'kaliphosphate verwendet. Das Kalium karbonat lässt sich jedoch nicht durch ein anderes Karbonat ersetzen. auch nicht durch Hydroxyd.
Da bei Verwendung anderer Phosphate als Kalnumphosphate durch Wechselwirkung anderes alis Kalilmkarbonat entstehen kann, ist es vorteilhaft, den Elektrolyten aus Ka- liumkarbonab und Phosphorsäure bezw. Ka- liumphosphaten, zusammenzusetzen.
Die Lösung kann noch beträchtliche Men- ben :anderer Säure-Ionen als Phosphat-Ion enthalten, ohne dass die Wirkung beeinflusst würde, nur Nitrat-Ion hat schon in, kleiner Menge s@ahä@d@lmche Wirkung, da es die lokale Durehlöchemung der Sperrschicht bewirkt.
Der absichtliche Zusatz von fremden Anionen hat jedoch in keinem Falle einen besonderen Vorteil.
Die absolute Konzentration des Elektroly ten ist keinen strengen Vorschriften unter worfen, doch zeigen konzentrierte Elektro lyte ausgeprägtere Wirkung im Sinne des E@rfindunb ige,dlan@kenss. Das Verhältnis von Kal.umkarbonat zum. Phosphat ist auch nicht scharf umrei.ssbar, nun darf der verhä,
ltnisi- mässige Anteil an Phosphat eine gewisse Grenze nicht überschreiten, weil sonst die Bildung der Schicht schneller fortschreitet als ihre Entfärbung.
Endlich darf aber auch der verhältnIs- mässi.ge Anteil an Kaliumkarbonat nicht zu gross sein, weil .sonnst an Stelle einer Phosphat schicht sieh eine wesentlich oxyd,ische bildet.
Dient der Elektrolyt jedoch nur zur Ent- f ärbung einer vorgebildeten Schutzschicht, so braucht sein Gehalt an Phosphat nur gering zu !sein, nämlich gerade .genügend,
um eine mögliche Entphosphatierung .der Schicht während der Enitfä.rbung zu verhindern. Als praktisch brauchbarer Elektrolyt für bleichzeitige P'hosphatierung und Entfär- hung hat sieh beispielsweise folgende Zu- :sammensetzung bewährt:
Kalium-Ion 240 g, Phosphat-Ion 72 g, Karbonat-Ion 115 g, W assier Rest zu 1 Liter.
Man erhält sie, wenn 424 g wasserfreies Ka.liumk,arbonat .mit Phosphoirsäure, entspre chend 75 b wasserfreier Säure, und dem Er- gänzungis#wa.s!ser zu 1 Liter vermengt werden.
Ebenssogut kann natürlich von Kaliumphos- phaaen und entsprechend weniger Kalium- karbonat ausgegangen werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Erzeugung hellfarbiger und färbbarer Phosphatschutzschichten auf Zinklegierungen durch ElektrolVse,dadurch rekennz-ei.chnet, da.ss man die Zinklegierungen in einer gelöstes terizhres Phosphat enthalten den Kaslnumkarbonatliösun"c anodisoher Strom- behandlung untexwirft. UNTERANSPRUCH:Verfahren nach Patentansprwch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Zinklegierungen erst pho@sphaeert und dann in .einer .gelöstes tertiämes Phosphat enthaltenden Kalium- karbonatlösung anodisscher Strambehandflnng unterwirft.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH235040T | 1943-01-05 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH235040A true CH235040A (de) | 1944-11-15 |
Family
ID=4458801
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH235040D CH235040A (de) | 1943-01-05 | 1943-01-05 | Verfahren zur Erzeugung hellfarbiger und färbbarer Phosphatschutzschichten auf Zinklegierungen durch Elektrolyse. |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| BE (1) | BE456091A (de) |
| CH (1) | CH235040A (de) |
-
0
- BE BE456091D patent/BE456091A/xx unknown
-
1943
- 1943-01-05 CH CH235040D patent/CH235040A/de unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| BE456091A (de) |
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