Malteserkreuzgetriebe für Kinoapparate. Gegenstand der Erfindung ist ein Mal teserkreuzgetriebe für Kinoapparate, z. B. zur Fortschaltung von Bildbändern, vorzugs weise in Laufbildwerfern. Es ist das Be streben jedes Kinokonstrukteurs, die Schalt zeit im Interesse einer :grossen Lichtausbeute möglichst kurz zu machen. So ist man zu Greiferkonstruktionen gelangt, deren Schalt zeit im Verhältnis zur Gesamtzeit sieh wie 1 : 8 verhält.
Das normale Malteserkreuz mit vier Schlitzen besitzt diesen bekannten Greifern gegenüber nur einen Antriebsdrehwinkel von 90 , so dass man unter Berücksichtigung der Vor- und Nachabdeckung durch .die Blende zu verhältnismässig langen Schaltzeiten ge langt . Zur Vermeidung dieses Nachteils sind auch schon Malteserkreuzanordnungen be kanntgeworden, bei denen der Einzahnsift nur bei jedem zweiten Umlauf in das Schalt- kreuz eingreift oder bei denen der Stift während & r Dauer des Eingriffes zusätz lich beschleunigt wird.
Der Erfindungsgegenstand ist daher da gekennzeichnet, dass mehr Führungs schlitze im Schaltstern angeordnet- sind als Schaltungen während einer Umdrehung des Schaltsternes erfolgen, so dass z. B. bei zwei aufeinanderfolgenden Schaltungen ein oder mehrere Schlitze. dies Schaltsternes von dem Einzahn übersprungen werden. Bei einem solchen Ausführungsbeispiel kann der Schalt= winkel des Schaltsternes besonders gross und der Drehwinkel des Einzahnes, der die An triebszeit bestimmt, besonders klein gewählt werden.
Um ausserhalb der Schaltzeit den Schaltstern immer sperren zu: können, werden zweckmässigerweise zwei. gegenläufig ange triebene Zylinder verwendet, .die an verschie denen Leitflächen des Schaltsternes gleich zeitig anliegen können, jedoch nacheinander mit den Leitflächen in Berührung treten und den Schaltstern nur während der kurzen Schaltzeit freigelben.
Die Filmtransportwalze wird zweck mässigerweise vom Schaltstern nicht unmittel- bar angetrieben, da sonst die Bildtrommel einen zu kleinen Durchmesser aufweisen würde, sondern über eine Untersetzung.
Auf der Zeichnung in Fig. 3 bis 6 sind Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegen standes dargestellt, und zwar zeigt: Fig. 1 ein bekanntes normales Malteser kreuzgetriebe mit vier Sehlitzen, Fig. 2 ein bekanntes Malteserkreuz- Betriebe mit drei Schlitzen, Fig. 3 ein.
Malteserkreuzgetriebe mit acht Schlitzen, Fig. 4 ein Malteserkreuzgetriebe mit fünf Sehlitzen, Fig. 5 ein Malteserkreuzgetriebe mit acht Schlitzen, jedoch mit zwei gegenläufig ange triebenen Zylindern, und Fig. 6 einen Schnitt .1-B durch das Mafteserkreuzgetriebe nach Fig. 3, wobei jedoch die Filmtransportwalze, die Unter setzung zwischen Schaltstern und Film transportwalze sowie die Lagerplatten für die sch drehenden Teile miteingezeichnet sind.
Die in den Fig. .) bis 6 dargestellten Malteserkreuzgetriebe haben gegenüber den bekannten Anordnungen den Vorzug, dass die. kürzere Schaltzeit ohne zusätzliche Steue- rungs- und Führungsmittel des Schaltstiftes erreicht wird, während bisher Planeten- und Zykloidengetriebe zur Erzeugung einer Be schleunigung des Einzahnstiftes benötigt wurden.
Um stossfreien Gang zu erhalten, ist beim Malteserkreuz bekanntlich radialer Ein- und Austritt des Einzahnes erforderlich. Daraus folgt, dass der Schaltwinkel ss und der An triebsdrehwinkel a zusammen 180 ergeben. Je grösser somit der Schaltwinkel ss gemacht wird, um so kleiner wird der Drehwinkel a und damit auch. die Schaltzeit.
Das normale vierteilige Malteserkreuz 3 besitzt gemäss Fig. 1 vier Schlitze 4, einen Antriebsdrehwinkel a von 90" der Einzahn scheibe 1 und einen Schaltwinkel ss des Schaltsternes 3 von 90". Das Malteserkreuz 5 gemäss Fig. 2 besitzt nur drei. Sehlitze 4 und einen Schaltwinkel ss von 120 . Infolge der Wähl des grossen Schaltwinkels ss kann der Drehwinkel a der Einzahnscheibe auf 60" verkleinert werden. Geht man zu mehr als vierteiligen Schaltsternen über, so kann man durch Überspringen von.
Nuten 4 noch grössere Schaltwinkel ss des Schaltsternes und damit noch kleinere Drehwinkel a erreichen. Beim Schaltvorgang wird dann der Schalt Stern stets um diesen stumpfen Schaltwinkel ss und nicht um den durch zwei benachbarte Nuten gebildeten Winkel weitergeschaltet.
Fig. ; zeigt einen achtteiligen Schaltstern 6 mit einem Schaltwinkel ss von 135 und einem dazugehörigen Antriebsdrehwinkel a von 45". Bei jeder Schaltung des Sternes 6 werden zwei Führungsnuten 4 übergangen.
Der Schaltstern 6 weist so viele Füh- rungSflächen 7 auf, wie er Nuten 4 besitzt. Diese Führungsflächen 7 treten mit dem Zy lindermantel 8 der Einzahnscheibe 1. in Be rührung, wenn der Einzahn 2 sieh ausserhalb der Nuten 4 befindet. Die Drehachsen der Einzahnscheiben sind mit 9 bezeichnet.
Fig. 4 zeigt einen fünfteiligen Schaltstern 10 mit einem Schaltwinkel ss von 144 und einem dazugehörigen Drehwinkel a der Einzahn- seheibo 1 von 36 . Gemäss der Anzahl der fünf Führungsschlitze 4 hat dieser Sehalt stern 10 auch nur fünf Führungsflächen 7. Bei dem Schaltstern 10 wird bei ,jeder Schal tung ein Führungschlitz 4 übergangen.
Fig. 5 zeigt nochmals die in Fig. 3 wie- rlergegebene achtteilige Schaltscheibe 7, wo bei der mit der Einzahnscheibe 1 fest verbun dene Führungsring 8 wie üblich die Sperrung des Schaltsternes 7 während der Schalt pausen gewährleisten soll. Die Sperrung ist bei dem in Fig. 3 gezeigten Beispiel jedoch nicht ganz vollständig. In einem kleinen Winkelbereich kurz vor Eintritt des Ein zahnes 2 kann sieh. der Schaltstern im Uhr zeigersinne drehen; umgekehrt kann. er sieh :;gleich nach Austritt des Stifte; ? während einer kurzen Zeit im Gegen.zeigersinne drehen.
Dieser Nachteil ist bei, der Auisführungsform nach Fig. 5 vermieden. Hier übernehmen zwei gegenläufig mit; gleicher Winkel- ges,elr:windigkei-t sieh drehende Zylinder 8, 11 die Sperrung des Schaltsternes 6 in den kurzen Zeitspannen vor dem Eintritt und nach dem Austritt des Einzahnes 2.
Kurz vor dem Eintritt verhindert der Zylinder 11 ,das Drehen des Schaltsternes 6 im Uhrzeiger sinne, der Zylinder 8 das Drehen im Gegen zeigersinne. Kurz nach dem Austritt des Ein zahnes 2 verhindert -der Führungszylinder 8 das Drehen .der Schaltscheibe im Uhrzeiger sinne und der Führungszylinder 11 das Drehen im Gegenzeigersinne. Während des übrigen längsten Teils der Schaltpause sperren beide Führungsringe gemeinsam den Schallstern 6.
In Verbindung mit Schmalfilm bedingt bereits die Verwendung des normalen Malte serkreuzes nach Fig. 1 zusammen mit einer achtteiligen Zahntrommel die Anwendung einer Untersetzling 1 : 2 zwischen dem Schalt kreuz 6 und der Zahntrommel 12. Für die angeführten Beispiele sind zusammen mit einer achtzähnigen Schmalfilmtrommel 12 folgende Untersetzungen nötig Bei einer dreiteiligen Schaltscheibe mit .einem Antriebsdrehwinkel a von 60 , Unter setzung 3:8, für eine achtteilige Schaltscheibe mit einem Drehwinkel a von 45 , Untersetzung 1 :
3, und endlich für eine fünfteilige Sehalt scheibe mit einem Drehwinkel a von 36 eine Untersetzung 5 :16. In Fig. 6 sind die Zahnräder, die die Un tersetzung vom Schaltstern 6 zur Fortschalt trommel 1'2 bewerkstelligen, mit 13 und 14 bezeichnet. Der Antrieb der Einzahnscheibe 1 erfolgt vom Triebwerk her durch ein Zahn- rad; 15.
Die mechanische Ausführung der Zahnraduntersetzung 13, 14 russ im Interesse eines gurten Bildstandes eine spielfreie Über- tragung,der Bewegung ,des Schaltsternes auf die Zahntrommel 12 gewährleisten. Mittel zur Erzeugung einer solchen spielfreien Unter setzung sind in der Technik bekannt.