CH235281A - Verfahren zur Herstellung von 2-Chlorbutadien-1,3. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 2-Chlorbutadien-1,3.

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CH235281A
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C07—ORGANIC CHEMISTRY
    • C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C17/00—Preparation of halogenated hydrocarbons
    • C07C17/07—Preparation of halogenated hydrocarbons by addition of hydrogen halides
    • C07C17/08—Preparation of halogenated hydrocarbons by addition of hydrogen halides to unsaturated hydrocarbons

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description


      Terfahren    zur Herstellung von     2-Chlorbutadien-1,3.            2-Halogenbutadiene-1,3,    wie zum Beispiel       Chloropren,    entstehen bekanntlich durch Ad  dition von Halogenwasserstoff an     Monovinyl-          acetylen.    Diese Addition wurde bisher in der  Weise durchgeführt, dass beide Gase mit einem  geeigneten Katalysator, zum Beispiel mit wäss  riger Lösung von Metallsalzen, in Berührung  gebracht wurden. Es ist auch möglich, die  Addition unter Verwendung von trockenen  Katalysatoren (Aktivkohle,     Silikagel,    mit Me  tallsalzen getränkte Tonscherben u. ä.) durch  zuführen.

   Bei den bekannten Verfahren wurde  bei solchen Temperaturen gearbeitet, bei wel  chen     Vinylacetylen    ebenso wie Halogenwasser  stoff sich in der Gasphase befanden.  



  Es wurde gefunden, dass man vorteilhaft  unter solchen Bedingungen (Temperatur und  Druck) arbeiten kann, bei welchen das     Vinyl-          acetylen    sich in flüssiger Form     befindet.    Da  durch wird eine hohe örtliche Konzentration  von     Vinylacetylen    gegenüber dem gasförmigen  Halogenwasserstoff erzielt.

   Dieser Umstand  ist günstig für die     Halogenbutadienbildung,       ungünstig dagegen für die Bildung von     Di-          halogenbuten.    Das Reaktionsgleichgewicht ist  demnach zugunsten der     Halogenbutadien-          bildung    verschoben und     die    Ausbeute wird  entsprechend grösser.  



  Das neue Verfahren zur Herstellung von       2-Chlorbutadien-1,3    aus Chlorwasserstoff und       Monovinylacetylen    in Gegenwart von Kata  lysatoren ist dadurch gekennzeichnet, dass  gasförmiger     Chlorwasserstoff    mit flüssigem       Monovinylacetylen        inBerührung    gebracht wird.

    Vorzugsweise wird das Verfahren in einer ge  kühlten Kolonne ausgeführt, deren innere, mit  den Reaktionsteilnehmern in Berührung ste  hende     Oberfläche    aus Kupfermetall hergestellt  ist.     In    die Kolonne wird das gasförmige Ge  misch von     Vinylacetylen    und     Chlorwasserstoff     unten eingeleitet, wobei das kondensierte       Monovinylacetylen    gemeinsam mit den Reak  tionsprodukten gegen den emporsteigenden       Chlorwasserstoff    herabfliesst.  



  Das Verfahren kann auch derart durchge  führt werden, dass das unten aus der Kolonne      abgelassene Kondensat, welches neben dem       Chlorbutadien    noch kleinere Mengen von     Vinyl-          acetylen    und     Dichlorbuten    enthält, auf eine  unterhalb des Siedepunktes von     Chlorbuta-          dien    liegende Temperatur erwärmt wird, wobei  das ausgekochte     Monovinylacetylen    in die  Kolonne zurückgeleitet wird. Die oben aus der  Kolonne, in der die Addition erfolgt, entwei  chenden Gase werden gegebenenfalls unten  in die Kolonne zurückgeleitet. Bei genügend  hoher Kolonne und bei genügender Kühlung  kann natürlich ohne diesen Kreislauf gearbeitet  werden.

   Die Trennung des Kondensates in  seine Bestandteile erfolgt vorteilhaft in einer  zusätzlichen Kolonne. Wie oben gesagt, wird  die innere     Oberfläche    der     Additionskolomie          vorteilhaft    aus Kupfermetall hergestellt, d.     1i.     die Kolonne selbst oder wenigstens die innere  Auskleidung besteht aus Kupfer. Dadurch wird  nicht nur eine katalytische Wirkung (durch  Bildung von     Kupferchlorür),    sondern auch eine  bessere Wärmedurchlässigkeit erzielt. In Ab  wesenheit von Wasser findet keine Korrosion  der     Metalloberfläche    statt, weil diese nur mit  einer dünnen Schicht von     Kupferchlorür    über  zogen wird.  



       Ausführungsbeispiel:          Monovinylacetylen    wurde mit Chlorwasser  stoff gemischt und unmittelbar     darnach-in    eine  kupferne, 25 mm breite und 2 m hohe, mit       Raschig-Ringen    aus Kupfer gefüllte Kolonne  geleitet. Die Kolonne wurde mittels Kochsalz  lösung auf -6 bis -3   C gekühlt. Die  Strömungsgeschwindigkeit von     Vinylacetylen     betrug 500 cm', die des     Chlorwasserstoffes     200 cm' in der Minute. Nach 60     -Minuten    wurde  33 cm' Kondensat, welches vorwiegend aus       Chloropren    bestand, gewonnen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von 2-Clilor- butadien-1,3 durch Addition von Chlorwasser stoff an llorioviriylaeetylen in Gegenwart von Katalysatoren, dadurch gekennzeichnet, dass gasförmiger Chlorwasserstoff mit flüssigem l@lonovinylacetylen in Berührung gebracht wird. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch,Idadurch gekennzeichnet, dass die Addition in einer ge kühlten Kolonne durchgeführt wird, deren innere, mit den Reaktionsteilnehmern in Be rührung stehende Oberfläche aus Kupfermetall hergestellt ist, und in welche das gasförmige Gemisch von 111onovinylacetylen und Chlor- wasserstoff unten eingeleitet wird, wobei das kondensierte llonovinylacetylen gemeinsam mit den Reaktionsprodukten gegen den empor steigenden Chlorwasserstoff herabfliesst. 2.
    Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das unten aus derKolonne abgelassene Kondensat auf eine unterhalb des Siedepunktes von Chlorbutadien liegende Tem peratur erwärmt wird, wobei das ausgekochte Vinylacetyleri in die Kolonne zurückgeleitet wird. 3. Verfahren nach U riteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennung des Kon densates in seine Bestandteile in einer zu sätzlichen liolonne erfolgt. 4.
    Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dah die oben aus der Kolonne, in der die Addition erfolgt, austretenden Gase unten in die Kolonne zurückgeleitet werden.
CH235281D 1941-12-13 1942-11-18 Verfahren zur Herstellung von 2-Chlorbutadien-1,3. CH235281A (de)

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