CH235375A - Einrichtung zur funkenlosen Unterbrechung eines durch mechanisch periodisch bewegte Kontakte geschalteten mehrphasigen Stromkreises. - Google Patents
Einrichtung zur funkenlosen Unterbrechung eines durch mechanisch periodisch bewegte Kontakte geschalteten mehrphasigen Stromkreises.Info
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Description
Aktiengesellschaft Brown, Boveri & Cie., Baden (Schweiz). Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur funkenlosen Unterbrechung eines durch mechanisch periodisch bewegte Kontakte geschalteten mehrphasigen Stromkreises, z.
B. eines Kontaktstromrichters, bei welcher parallel zu den Kontakten ein gittergesteuer tes Lichtbogenentladungsgefäss in Reihe mit einer Hilfsspannungsquelle geschaltet ist, und bei welcher in den Zuleitungen zu den Kontakten Drosselspulen liegen. In dem das Entladungsgefäss und die Hilfsspannung enthaltenden Parallelkreis ist ferner eine Impedanz eingeschaltet.
Verwendet man für mehrere Phasen einen gemeinsamen Parallel kreis mit einer einanodigen Entladungs strecke und schaltet diesen den einzelnen Phasen wechselweise zu, so ergeben sich schaltungstechnische Schwierigkeiten, wel che zur Erschwerung des Betriebes Anlass geben können. Besondere Umschalteinrich- tungen kommen in Wegfall, wenn in einen Parallelkreis zu den Kontakten mehrerer Phasen ein gemeinsames Entladungsgefäss mit einer der Kontaktzahl entsprechenden Anodenzahl und nur einer Kathode ge schaltet ist, wie in Fig. 1 dargestellt.
Der in Fig. 1 gezeigte unmittelbare An schluss des das mehrphasige Entladungsge fäss enthaltenden Parallelkreises an die Kontakte ist indessen nur möglich, wenn der Strom über die Kontakte des Kontakt stromrichters in den einzelnen Phasen zu dem gemeinsamen Gleichstrompluspol (Kathode) hin gerichtet ist. Handelt es sich aber nicht um eine den üblichen Quecksilberdampf- Stromrichterschaltungen entsprechende Schal tung eines Kontaktstromrichters, sondern z.
B. um eine Mehrphasen-Graetzschaltung, bei der ein Teil der Kontakte einen ge meinsamen Gleichstromminuspol und einen der Stromrichtung im Ventil entgegenge setzten Strom besitzt und die bei gleicher Kontaktsperrung eine Verdoppelung der Gleichspannung zulässt, dann genügt der unmittelbare Anschluss nicht mehr.
Gegenstand der Erfindung ist eine Ein- richtung zur funkenlosen Unterbrechung eines durch mechanisch periodisch bewegte Kontakte geschalteten mehrphasigen Strom kreises, z.
B. eines Kontaktstromrichters, bei welcher parallel zu den Kontakten ein gitter- gesteuertes, mehrphasiges Entladungsgefäss in Reihe mit einer Hilfsspannungsquelle geschaltet ist, wobei erfindungsgemäss der das mehrphasige Entladungsgefäss enthal tende Parallelkreis von dem die Kontakte speisenden Hauptkreis durch einen Trans formator galvanisch getrennt ist.
In der Zeichnung sind als Ausführungs- beispiele der Erfindung schematisch in Fig.2 und 3 Einrichtungen mit Dreiphasen-Graetz- schaltung mit drei bezw. sechs Schaltdrosseln dargestellt.
In den Figuren sind mit UVW die Phasenleiter eines dreiphasigen Wechsel stromnetzes bezeichnet, aus dem mit Hilfe des nicht gezeichneten Transformators und des Kontaktstromrichters mit den den Plia- senleitungen zugeordneten Kontakten K1 bis IKE das Gleichstromverbrauchernetz G ge speist wird. Die Kontakte werden durch einen nicht gezeichneten Antrieb synchron mit der Frequenz des Wechselstromnetzes wechselweise geöffnet und geschlossen.
In den Phasenleitungen liegen Kommutierungs- Schaltdrosselspulen D1 bis D,;. Die Kontakte des Kontaktstromrichters sind durch einen Parallelkreis überbrückt, in den ein den Kontakten aller Phasen gemeinsames Ent ladungsgefäss E mit einer der Kontaktzahl entsprechenden Anodenzahl mit Steuergittern und nur einer Kathode in Reihe mit einer Hilfsspannungsquelle H und einer Impedanz Z geschaltet ist.
Die Steuergitter des Ent ladungsgefässes E können in Abhängigkeit von den Spannungsänderungen der Drosseln während des Kommutierungsvorga.nges zwi schen sich ablösenden Phasen so gesteuert werden, dass die jeweils öffnenden Kontakte durch den Parallelkreis überbrückt werden.
Das Zünden des Entladungsgefässes vor der Kontaktöffnung, welches einen kleinen Abschaltstrem ermöglicht, kann auch durch eine mit den Kontakten gekuppelte Gitter steuerung über Hilfskontakte erfolgen, wel che die Zündung in einem festen Zeitpunkt vor dem Öffnen der Kontakte bewirken.
Der Transformator T ist ein Mehrphasen transformator, der zwecks Vergrösserung der Phasenzahl drei Primär- und sechs Sekundär wicklungen hat. Zwecks Verhinderung der Beeinflussung der Phasen untereinander kann es gegebenenfalls zwecksmä ssig sein, dass der Ansehluss durch Einphasentrans- formatoren für jeden Kontakt besonders er folgt. Der transformatorische Anschluss des Entladungsgefässes bietet den Vorteil, dass der Strom im Ventilkreis mit umgekehrtem Vorzeichen auf die Kontakte übertragen werden kann.
Zur Vermeidung von Vormagnetisie- rung des Transformators und der Verzerrung der Abbildung der Ventilstromstösse auf die Kontakte empfiehlt es sich, dass der trans- formatorisehe Anschluss des Parallelkreises kontaktumformerseitig an Punkten erfolgt, zwischen welchen reine 'N#@'eehselspannung herrscht.
Der Transformatoranschluss kann wecliselstrotnseitig direkt. vor den Kontak ten in Dreieck- oder Ringschaltung bezw. in Sternschaltung vorgenommen sein.
Die Impedanz Z in dein (las Entladungs gefäss und die Hilfsspanuungsquelle ent haltenden Parallelkreis kann nur in dem Kathodenleiter, oder niir in den I\nodenzu- leittutgen, oder aber an beiden Stellen gleich zeitig vorhanden sein (vergl. Za und Zk in Fig. 2 wid 3). Die den einzelnen Anoden zugeordneten Impedanzen Za werden den einzelnen Phasen aisgegliehen.
Die Streuinduktivität des Transformators T liegt für die Stromimpulse des Parallel kreises in Serie zur Impedanz Z und muss deshalb in bezug auf den Impulsverlauf an Z angepasst werden. Vorzugsweise ist sie ,wegen des notwendigen steilen Anstieges der Ventilstromstösse klein zu halten. Der Trans- fornia.tor kann mit streuungsarmen, unter einander enggekoppelten Wicklungen ausge führt sein.
Die Hilfsspannitngsquelle ini Parallel kreis kann als induktionsarme, allen Phasen gemeinsaure Gleichspannungsquelle (Batterie H, Fig. 2) ausgebildet sein. Es ist jedoch auch möglich, Hilfswechselspannungen zu verwenden, die den einzelnen Anoden in ihrer Phasenlage derart zugeordnet sind, dass die Anodenspannung im Zündmoment den für die Form des Stromstosses richtigen positiven Wert hat. Die Hilfswechselspannungen kön nen, z.
B. durch einen vorzugsweise streu ungsarmen 3Tehrpbasentransformator T, dem speisenden Wechselstromnetz entnommen werden, wie in Fig. 3 dargestellt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Einrichtung zur funkenlosen Unterbre chung eines durch mechanisch. periodisch bewegte Kontakte geschalteten mehrphasigen Stromkreises, z.B. eines Kontaktstromrich- ters, bei welcher parallel zu den Kontakten ein gittergesteuertes mehrphasiges Entla- dungsgefäss in Reihe mit einer Hilfsspan nungsquelle geschaltet ist, dadurch gekenn zeichnet, dass der das mehrphasige Entla dungsgefäss enthaltende Parallelkreis von dem die Kontakte speisenden Hauptkreis durch einen Transformator galvanisch ge trennt ist. UNTERANSPRÜCHE: 1. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Anschluss des Parallelkreises an jeden Kontakt durch einen besonderen Transformator erfolgt. 2.Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass für den Anschluss des Parallelkreises an die Kontakte mehrerer Phasen ein Mehrphasentransformator dient. 3. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Transformator mehrere Sekundärwicklungen pro Primär phase hat. 4. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der transformato- rische Anschluss des Parallelkreises kontakt- umformerseitig an Punkten erfolgt, zwischen welchen reine Wechselspannung herrscht. 5.Einrichtung nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass der transformato- risehe Anschluss wechselstromseitig direkt vor den Kontakten in Dreieck- oder Ring schalteng vorgenommen ist. ö. Einrichtung nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass der transformato- rische Anschluss wechselstromseitig direkt vor den Kontakten in Sternschaltung vorge nommen ist. 7.Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass eine allen Phasen gemeinsame Impedanz auf der Kathodenseite des Entladungsgefässes vorhanden ist. B. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass in jeder Anoden zuleitung eine Impedanz angeordnet ist. 9. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass Anoden- und Ka thodenimpedanzen gleichzeitig vorhanden, sind. 10. Einrichtung nach Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Transfor- matorstreuung und die Impedanz den ge wünschten Verlauf der Anodenstromimpulse entsprechend aufeinander abgestimmt sind. 11.Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der oder die Transformatoren mit streuungsarmen unter einander eng verkoppelten Wicklungen aus geführt sind. 12. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Hilfsspan nungsquelle eine mehrphasige Wechselspan nung ist. 13. Einrichtung nach Unteranspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Wechselspan nungsquelle ein an. das speisende Wechsel stromnetz angeschlossener Transformator ist. 14. Einrichtung nach Unteranspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Transfor mator mit kleiner Streuung ausgebildet ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH235375T | 1942-10-09 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH235375A true CH235375A (de) | 1944-11-30 |
Family
ID=4458952
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH235375D CH235375A (de) | 1942-10-09 | 1942-10-09 | Einrichtung zur funkenlosen Unterbrechung eines durch mechanisch periodisch bewegte Kontakte geschalteten mehrphasigen Stromkreises. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH235375A (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE953723C (de) * | 1953-01-14 | 1956-12-06 | Siemens Ag | Kontaktumformer |
| DE1011052B (de) * | 1953-03-13 | 1957-06-27 | Emag Elek Zitaets Ges M B H | Stromrichteranordnung |
| DE972704C (de) * | 1951-08-12 | 1959-09-10 | Licentia Gmbh | Kontaktumformer mit begrenzt stromdurchlaessigen Nebenwegen |
-
1942
- 1942-10-09 CH CH235375D patent/CH235375A/de unknown
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE972704C (de) * | 1951-08-12 | 1959-09-10 | Licentia Gmbh | Kontaktumformer mit begrenzt stromdurchlaessigen Nebenwegen |
| DE953723C (de) * | 1953-01-14 | 1956-12-06 | Siemens Ag | Kontaktumformer |
| DE1011052B (de) * | 1953-03-13 | 1957-06-27 | Emag Elek Zitaets Ges M B H | Stromrichteranordnung |
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