CH235381A - Verfahren zur Erzeugung eines Wandbelags aus pulverförmigem Material an der Innenfläche einer Röhre. - Google Patents
Verfahren zur Erzeugung eines Wandbelags aus pulverförmigem Material an der Innenfläche einer Röhre.Info
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Description
Verfahren zur Erzeugung eines Wandbelags aus pulverförmigem Material an der Innenlläehe einer Röhre. Bekanntlich ,gibt es Gas!entladungsröhren- lampen, bei welchen die innere O#berfläehe des röhrenförmigen Glasballons mit einer fluores zierenden Schicht zu dem Zwecke überzogen ist, damit dieses Material bei der sich inner halb der Lampe vollziehenden Entladung in einer seiner Zusammensetzung entsprechen den Farbe fluoresziere, wodurch einesteils eine Lampentstrahlung von entsprechendem Spektrum erzielt, andernteils, ,
durch Verwer tung der unsichtbaren Strahlen der Entla dung, der Wirkungsgrad der Lampe gestei gert wird.
Geigenstand der Erfindung ist ein Ver fahren zur Erzeugung eines Wandbelages aus Pulverförmigem Material an der Innenfläche einer Röhre, das ,sich erfindungsgemäss .da -durch auszeichnet, dass das Überzugpulver im Strome eines gasförmigen Tr'ägermediumsi durch die zu überziehende Röhre geführt wird,
wobei die Pulverkömehen mit Hilfe von an eine Hochspannungsgleichstrom- quelle geschalteten Elektroden auf der Innenfläche der zu überziehenden Röhre niedergeschlagen werden. wird fluoreszierendes Pulver .auf der Innenwand eines Gasentladungsröhrenko@lbens nieder geschlagen.
Man kann aber @dasi Verfahren auch andern Zwecken entsprechend #iusge- s:talten, z. B. auch feines Glaspulver auf die Innenwand einer durchsichtigen Glasröhre zu dem Zwecke auftragen, um -die Röhre durch Aufbrennen des Glaspulvers zu mattieren.
Es sei bemerkt, dass der Begriff "Röhre" in der Beschreibung im weitesten Sinne aus zulegen ist, das heisst so, dassdarunter jeder zur Aufnahme der Strömung irgendeines Me diums geeignete, mit !Öffnungen versehene Hohlkörper gemeint ist, und zwar sowohl von konstantem wie auch von veränderlichem innern Durchmesser.
Die Erzeugung des elektrischen, Kraft feldes kann mit Hilfe solcher Elektroden erfolgen, deren eine frei durch den Innen raum der zu überziehenden Röhre geführt ist und an den einen, zweckmässig an den nega tiven, Pol einer Hochspannungs-:Gleichstrom- quel@le eingeschlossen ist, während die andere, aus Isoliermaterial bestehende, die zu über- ziehende. Röhre von aussen umgibt und mit dem andern Pol der Stromquelle verbunden ist.
Eine der Elektroden, zweclzmässib die äussere Elektrode, kann auch geerdet sein.
Die Stromquelle kann sowohl einen konti nuierlichen als auch einen pulsierenden Gleichstrom liefern, doch soll sie zweckmässig eine so hohe Spannung besitzen, dass eine "stille elektrische Entladung" hervorgerufen wird,
also im gasförmigen Trä.germediunr eine Stossionisation stattfindet. Die nötige Spannung hängt nach bekannten Cresetz- mässigkeiten von mehreren Faktoren ab und kann in der Praxis in der Grössenordnung von mehreren zehntausend Volt, ja über hundert tausend Volt liegen.
Als Stromquelle verwen- det man am einfachsten ein Influenzgerät, es kann jedoch auch ein 1Tochspannungs-Wech- selstromtransformator in Verbindung mit einem entsprechenden Gleichrichter verwen det werden.
An Hand der beigelegten Zriehnung sind nachstehend beispielsweise Ausführungs formen des erfindungsgemässen Verfahrens geschildert, wobei Fig. 1 ein Rohrstück mit einer zur Er- zeugung des Wandbelages dienenden, bei spielsweisen Vorrichtung in schematischem Längsschnitt, Fig. 2 eine weitere Ausführung des einen. Teils der oben erwähnten Vorrichtung, eben falls in schematischem Schnitt darstellen.
Das Überzugpulver 1 befindet sich im Be hälter 2, von wo es vermittelst eines durch die Röhre 3 eingeführten gasförmigen Me diums, in der Regel mittels Luft., .durch die Düse 4 in. die zu überziehende Röhre 5 ge blasen wird.
Das in dieser Weise durch einen. Glasstrom beförderte pulverförmige Material wird nicht unmittelbar in die Röhre 5 _geführt, sondern wird vorerst durch eine, vor die Röhre 5 ge setzte Röhre 6 hindurchgeführt, um den aus der Düse 4 heraustretenden Strahl sozusagen zu "lioinogenieiereir", .damit derselbe den Innendurchmesser der Röhre 6 ausfüllt und damit die darin enthaltenen Pulverkörnchen gleichmässig im Röhrendurchmesser verteilt werden.
Im Innern der aus nichtleitendem Mate- rial, bei Lampenkolben aus Glas bestehenden, zu überziehenden Röhre 5 läuft frei die aus Metalldraht. bestehende Elektrode 7. Die> Hochspannungsisolatoren, auf welchen die Elektrodenenden befestigt sind, sind über- sichtlichkeitsha:lber in der Zeichnung nicht dargestellt.
Die Röhre 5 ist aussen von der zweckmässig geerdeten Metallelektrode 8 um geben. Die Elektroden 7 und 8 werden an die, die Pole 9 besitzende Gleichstromquelle ge schaltet, und zwar zweckmässig so, dass die innere Elektrode 7 ein negatives Potential erhält.
tVird mit Hilfe dieser Vorrichtung- ein Pulver beförderndes Gas durch die Röhre 5 geblasen, so setzen sich die Pulverkörnchen. wie dies von der Eiitstäubung von gasförmi gen Medien her bekannt ist, an die Wand der aus Isoliermaterial bestehenden Röhre 8 an. Bei geeigneter Zusammensetzung haften sie so fest, d'ass sie durch Pochen und Schütteln nicht von der Stelle zu bringen sind.
Zum Beispiel muss bei aus fluoreszierendem 'L%la- terial bestehendem Pulver dasuselbe an der Röhrenwand nicht mehr durch besondere Massnahmen befestigt werden, da die bei der fertigen Lampe in der Regel auftretenden Kraftwirkungen das derart aufgetragene Pulver von der Röhrenwand in praktisch nach teiligem Grade nicht mehr zu entfernen ver mögen.
Der aus Glas hergestellte Röhrenlampen kolben 5 von z. B. 42 am Länge, 24,6 mm Aussendurchmesser und 22,6 mm Innendurch- inesser wird z. B. mit einem Fluoreszenz- material, z. B. Zinkarthosilikat, überzogen.
Zum Überziehen wird ein Pulver dieses Fluoreszenzstof'fes, bestehend aus Körnchen von etwa, 3 Mikron, angewendet. Die Strom quelle ist ein Influenzgerät, das eine Gleich spannung von 3000 Volt liefert, so @dass eine stille Entladung, also Stossionisation, statt- findet.
Die äussere Elektrode isst eine um .den Röhrenkolben "wickelte Stanniolfolie. Die zu überziehende Röhre wird zuerst mit einer 3%igen Lösung von Flusssäure gewaschen, hernach mit destilliertem Wasser gespült und durch Abrinnen getrocknet. Das Pulver wird durch Luft mit einem Überdruck von 1 Atm. in die Röhre geblasen, wobei der das Pulver enthaltende Luftstrom vorerst ,durch eine homogenisierende Glasröhre von 42 ,cm Länge und 10 mm Innendurchmesser geführt wird. Der Luftdruck im Innern der Röhre 5 be trägt 1 Atmosphäre Überdruck, das heisst 2 Atmosphären absoluter Druck.
Nach etwa 30 Sekunden erhält man an der innern Röhrenwand eine fest haftende, aus fluores zierendem Pulver bestehende, gleichmässige Schicht, deren Lichtdurchlässigkeit 8-10% .beträgt.
Sollte es jedoch aus irgendeinem Grunde als erwünscht oder notwendig erscheinen, so steht dem nichts, im Wege, gleichzeitig mit dem pulverförmigen Überzugs-material irgend- ,ein Bindemittel auf die zu überziehende Röhrenwand etwa in de=r Weise aufzutragen:
, d.ass man in den das Überzugpulverliefern- den Gasstrom ein flüssiges Binlemittel zer stäubt, und das Überzugpulver hernach even tuell noch .durch Aufbrennen an der Röhren wand zu befestigen. Ferner kann man die Wand -der zu überziehenden Röhre noch vor und%oder nach dem Überziehen mit dem Pulver, z. B. mit in das Innere der Röhre ge sprühtem flüssigem Material, z. B. Binde mittel oderdurchsichtigem Deckmaterial, überdecken.
Das flüssige Material kann zweckmässig ein m einem aus elektrischem Isoliermaterial bestehenden Lösmittel, etwa in einem organischen Lösmittel, aufgelöstes festes Material, z. B. ein Kunststoff, ein. Die nebelähnlich fein zersprühten Körnchen eines solchen Materialss verhalten sich nämlich im besagten elektrischen Kraftfeld ähnlich wie Staubkörnchen.
Die Innenwand der zu überziehenden Röhre 5 wird vor .dem Überziehen von den eventuell dort befindlichen Verunreinigun gen. in an sich bekannter Weise befreit. Um ausserhalb der zu überziehenden Röhre, zwischen den Elektroden 7 und 8 der Entstehung von Funk- bezw. Bogenentladun gen vorzubeugen, wird an den Enden der Röhre 5 je ein Isolator, zweckmässig eine Gummisicheibe 10, angeordnet, um hierdurch den kürzesten Entladungsweg :
derart zu ver längern, dass bei der angewendeeen Spannung eine unmittelbare Entladung zwischen den Elektroden 7, 8 praktisch nicht mehr auf treten kann. Eventuelle Lücken zwischen der äussern Wand und dem Isolator, durch welche eine unmittelbare Entladung erfolgen könnte, werden zweckmässig mit einer Öl- schlicht ausgefüllt, das heisst .die Röhrenenden werden vor Ansetzen der Isolierscheiben ein geölt.
Aus dem die Röhre 5 verlassenden, Gas strom werden die auf die Wand der Röhre 5 nicht niedergeschlagenen Pulverkörnchen in beliebiger Weise gesammelt, um diese von neuem verwenden zu können.
Zum Ausblasen des Pulvers 1 aus dem Gefäss 2, ferner zur Verteilung desselben in dem Gas seom kann. man z. Bauch das in Fig. 2 dargestellte Injektorgerät anwentden, das .aus der Gaszuführungsröhre 1.1., aus dem diese umgebenden und das Pulver 1 enthal tenden Behälter 2 und schliesslich aus der Düse 12 besteht.
An Stelle der dargestellten horizontalen Ano.rd'nunig kann man, auch eine vertikale, das heisst eine solche anwenden, bei welcher die zu überziehende Röhre während des Ü berzugsprozesses senkrecht angeordnet ist. Bei dieser Vorrichtung genügt es,
wenn die innere Elektrode 7 bloss an ihrem obern Ende befestigt ist und ihr Ausspannen durch ein an das untere Ende befestigtes Gewicht bewerkstelligt wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Erzeugung eines Wand- belab saus pulverförmigem Material an,d;er Iunenfläche einer Röhre, dadurch gekenn- zeichnet, dass das Ü berzubapulver im Strome eines gasförmigen Trägerme;dnums durch die zu überziehende Röhre geführt wird, wobei die Pulverkörnchen mit Hilfe von an eine Hochspannungsbleichstromquelle geschalteten Röhre niedergeschlagen werden. UNTERANSPRtrCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die eine Elektrode frei im Innern der zu überziehenden Röhre angeordnet ist, die andere hingeben ein die aus Isoliermaterial bestehende Röhre umge bender 2Ietal.lkörper ist.\?. Verfahren nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass der negative Pol der 11ochspannungsgleichstromquelle mit der im Innern der Röhre angeordneten Elektrode verbunden wird. 3. Verfahren nach Unteranspruch ?, da durch gekennzeichnet, da.ss die die zu über ziehende Röhre umgebende Elektrode geerdet ist. 4. Verfahren nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass eine Gleichstrom quelle angewendet wird, welche eine Hoch spannung liefert, die zwischen den Elektro den eine stille elektrische Entladung zustande bringt. 5.Verfahren nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass als Hochspan nungsgleichstromquelle ein Influenzgerät ver- "vendet wird. 6. Verfahren nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass als Hochspan- nunbsgleichstromquelle ein mit. einem Gleich en verbundener Ilochfrequenz-'#Veehsel- strom-Transformator verwendet wird. 7.Verfahren nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass das t?berzug-piilve r mit Hilfe eines Grases aus einem Behälter durch die zu überziehende Röhre geblasen wird. B. Verfahren nach Unteranspruch 7. da durch gekennzeichnet, dass die Entnahme des Überzubpulvers aus dem Behälter, wie auch seine Beimenbun- zum Gasstrome, mit Hilfe eines Injektors geschieht. 9.Verfahren nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass der das rberzug- pulver mitführende Gasstrom. zwecks gleich- mässiger Verteilung des Pulvers, durch eine vor die zu überziehende Röhre gesetzte Röhre geführt wird'.10. Verfahren nach Unteransprüchen 8 und 9, dadureb gekennzeichnet, dass (las in dem ans der zii überziehenden Röhre heraus tretenden Gas#troiri noch verbleibendePulver- inaterial aus dem Gasstrom entnommen und gesammelt ird. 11.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass -dein das 1;')erzug- pulver mitführenden Gasstrom ein flüssiges, zei@stztuhte:s Material als Bindemittel zuge mischt wird. 14. Verfahren nach l'riteranslirticb 10, dadurch bekennzeiclniet, dass ein Luftstrom angewendet wird. 13. Verfahren, nach Unteranspruch 1.1.dadurch ""@ehennzeichnet, dass der mit dem Bindemittel aufgetragene Überzug an der Röhrenwand durch Aufbrennen befestigt wird. 14.Verfahren nach Patentanspruch. da durch gekennzeichnet, dass vor Auftrabung des f71-erzugpulvers die Innenfläche. der Röhre und nach Auftragen des Überzug- pulvers die aus dem Pulver bestehende Schicht durch ein in das Innere der Röhre eingefübrte,s Material überdeckt wird. 15.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die zu über- ziehende Röbi,en-,vand vor dem Auftragen des Merzugpulvers gereinigt wird. 16. Verfahren nach Patentanspruch, da durch. gekenazeiclinet, dass pulverförmiges fluoreszierendes Material auf der Innenfläche eines Rölirenla.nipenkolbens niederbeschlagen 'wird. 17.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, d'ass über die Eiiden der zu überziehenden Röhre den unmittel- baren: Entladiuir;sive"r zwischen den Elektro den verlängernde Isolatoren "ezobeii werden.
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