CH235416A - Selbstsperrendes Ausgleichgetriebe, insbesondere für Kraftfahrzeuge. - Google Patents

Selbstsperrendes Ausgleichgetriebe, insbesondere für Kraftfahrzeuge.

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CH235416A
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Aktiengesel Rheinmetall-Borsig
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Rheinmetall Borsig Ag
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Description


  Selbstsperrendes Ausgleichgetriebe, insbesondere für Kraftfahrzeuge.    Die Erfindung bezieht sich auf ein selbst  sperrendes Ausgleichgetriebe, insbesondere  für Kraftfahrzeuge. Als Sperrgetriebe sind  am bekanntesten die Schneckengetriebe,  welche in verschiedenen Ausführungsarten  Anwendung finden. Die Schneckengetriebe  haben aber den Nachteil der sich kreuzenden  Achsen sowie einer notwendigerweise grossen  Übersetzung. Wegen den sich kreuzenden  Achsen ist überdies die Fertigung des selbst  sperrenden Schneckenausgleichgetriebes ge  genüber dem normalen Stirnradausgleich  getriebe erheblich verteuert.  



  Es ist bereits bekannt, in einem Zahn  stangengetriebe mit normaler ,Stirnverzah  nung eine Selbstsperrung durch kegelige Aus  bildung der Ritzelzapfen zu erreichen (vergl.  Werkzeugmaschine     19ä6,    Heft 12, Seite 315  bis 316). Ein solches selbstsperrendes Aus  gleichgetriebe kommt aber aus räumlichen  Gründen zumeist nicht in Betracht.  



  Es ist ferner bekannt, Stirnradausgleich  getriebe zusätzlich mit Bremsscheiben zu ver  sehen, die über schrägverzahnte Klauenkupp-    lungen an das Getriebegehäuse angepresst wer  den. Bei diesen Getrieben kommt aber die  Selbstsperrung     nicht    zustande, wenn beim  Durchgehen eines Rades die Gegenkraft zur  Aufrechterhaltung des Anpressdruckes der  Bremsscheibe wegfällt.  



  Weiterhin ist es     bekannt,    einem Kegelrad  ausgleichgetriebe für Kraftfahrzeuge zwar  keine Selbstsperrwirkung, aber eine gewisse  Hemmwirkung dadurch zu verleihen, dass die  Verzahnung der Kegelräder so ausgeführt ist,  dass eine ungleichförmige Winkelgeschwin  digkeit an den Antriebswellen auftritt.  Praktisch ist ein solches Ausgleichgetriebe  im Fahrbetrieb äusserst nachteilig, da durch  die Ungleichförmigkeit an den     Triebrädern     ein abwechselndes ruckweises Schleudern der  Räder bei der Kurvenfahrt     eintritt.     



  Schliesslich ist es noch bekannt, für die  Verzahnung eines Kegelradausgleichgetriebes  eine Stumpfverzahnung zu wählen, die durch  ihre grosse     Agialkraft        bezw.    ihren schlechten  Wirkungsgrad einer Bewegung Widerstand       entgegensetzen        soll.    Mit     einer        solchen    Stirn-      verzahnung wird aber eine Selbstsperrung  nicht in genügendem Umfang erreicht. Uni  bei Ausgleichgetrieben der vorbeschriebenen  Art eine vollkommene Sperrwirkung zu er  zielen, wird daher die Axialkraft der Kegel  räder meist noch dazu benutz]-, Konusbremsen  im Gehäuse oder dergleichen zum     Ansprechen     zu bringen.

   Die Anordnung derartiger Brem  sen im Zusammenhang mit der Stumpfver  zahnung verschlechtert die     Wirkungsweise     dieser Ausgleichgetriebe im praktischen  Fahrbetrieb noch mehr, da jetzt eine Brems  wirkung im Ausgleichgetriebe bei jeder Kur  venfalirt auftritt, bei der die Räder des Fahr  zeuges vom Motor her getrieben werden. Es  wird also durch diese Ausgleichgetriebe ein  beträchtlicher Teil der     Motorleistung    wäh  rend der Kurvenfahrt unnötigerweise ver  richtet.  



  In Erkenntnis und zur Beseitiung der  Mängel der bisher gebräuchlichen     selbstsper-          renden    Ausgleichgetriebe verwendet die     Er-          f-_'.ndung    zur Erzielung der     Sperrwirkung    den  Effekt des "Reibungskreises" (vergl. Hütte I.  ?6. Auflage, Seite 307).

   Erfindungsgemäss  wird die     Sperrwirkung    durch     Verwendung     von Zahnrädern mit derart flacher     @Ausbil-          dung    der Flanken erzielt, dass die Normale zu  der Eingriffslinie den durch die     Zapfenrei-          bung    bestimmten     Reibungskreis    des einen der  miteinander     kämmenden    Räder schneidet.  



  Dies hat zur Folge, dass eine Drehung des.  Rades. dessen Reibungskreis von der Norma  len zu der Eingriffslinie geschnitten wird.  vom Gegenrad aus nicht erfolgen kann, da  der wirksame Hebelarm der Drehkraft zu  klein ist, um mit der Drehkraft die     Reihum-          zu    überwinden. Weil die Lage der Normalen  zu den Reibungskreisen der Zahnrüder mass  gehend ist, ist die Sperr Wirkung des Getrie-.  bes abhängig von dem Übersetzungsverhält  nis, indem der Wälzpunkt bei gleichem Ein  griffswinkel den Abstand der Eingriffslinie  von der Radachse bestimmt. Weiterhin ist sie  abhängig von der Zapfengrösse der     Radnahen     und den Gleitverhältnissen in den Lagern.  



  In Anbetracht dieses Einflusses der Zap  fengrösse kann somit bei Übersetzungsgetrie-    11e11 wahlweise das Rad oder das Ritze] zur  Sperrung genommen\',-erden. Zweckmässig  sind die Ruder als Stufenräder ausgebildet,  11n1 eine genügende Überdeckung zu haben.  Noch besser iste es. wenn die Scheiben. der  Stufenräder unendlich dünn und stetig ge  geneinander versetzt sind, d. h. wenn es sich  1;11z Zahnräder mit Schräverzahnung 11a11_  sielt. Zur Aufnahme der dabei auftretenden  Axialkräfte ist die Sperrverzahnung zweck  mässig als Pfeil- oder Kreisbogenverzahnung,  ausgebildet, wobei dis Verzahnung in ein  ,  fachster Weisae als Evolventenmvrzahnung aus  gebildet seih kann, die in     fertigungstechni-          seher    Hinsiecht a111 günatigsten ist.  



  Die Erfiizdung ermöglicht eine vorzüg  liche Sperrwirkmig bei besonders einfachem  Aufbau, eine leichte Herstellungsweise und  geringen Platzbedarf. Die Erfindung ist nicht  t uf die Verwendung von Stirnrädern     he-          sebränkt.    In bleicher Weise können auch  flaehgängige, spiralverzahnte Hebelräder ver  wendet sein.  



  In der Zeichnung- sind mehrere Ausfüh  rungsbeispiele des Ausgleichgetriebes nach  vier     Eifindung        dargestellt.     



  Es zeigen:  Fig. 1 ein Wälzzahnradpaar eines Aus  gleichgetriebes,  Fig. ? ein Sperrzahnrad mit Stufenver  gleichgetriebes,  zahnung,  Fig. 3 den Querschnitt durch einen Zap  fen des Sperrzahnrades mit dein Reibungs  kreis,  Fig. 4 ein Ausgleichgetriebe im Längs  schnitt nach. der Linie IV-IV der Fite. 5,  Fig. 5 den Querschnitt nach der Linie  V-V der Fig. 4.  



  Fig. 6 ein Wälzzahnradhaar, bei. wel  chem gegenüber Fig. 1 die Sperrwirkung in  das Gegenrad verlegt ist,  Fig.7 den Zapfen des grösseren Rades.  wobei die Kraft P durch den angedeuteten  Reibungskreis geht,  Fig. 8 ein Strinradpaar mit Stufenver  zahnung,  Fig. 9 eile Stirnradpaar mit     Pfeilverzah-          iilzng,         Fig. 10 ein zweites selbstsperrendes Aus  gleichgetriebe im Längsschnitt nach der Linie  X-X der Fig. 11,  Fig. 11 den Schnitt nach der Linie  XI-XI der Fig. 10,  Fig. 1.2 ein weiteres selbstsperrendes Aus  gleichgetriebe im Längsschnitt und  Fig. 13 einen gleichen Schnitt durch ein  Ausgleichgetriebe anderer Bauart.  



  Nach Fig. 1. sind das Kitzel 1 und das von  diesem getriebene Zahnrad 2 mit derart fla  chen Zahnflanken ausgebildet, dass die Nor  male zu der Eingriffslinie der Verzahnung  durch den Reibungskreis 3 des Kitzels 1 hin  durchgeht, so dass eine Sperrung des Kitzels  1 bei einem Antrieb vom     obern    Rad 2 ein  tritt. Anderseits ist eine Bewegung des obern  Rades 2 vom Kitzel 1 her ohne weiteres mög  lich, da hierbei die Normale zu der Eingriffs  linie der Verzahnung an dem Reibungskreis 4  des     obern    Rades vorbeigeht.  



  Nach Fig. 3, besitzt das Ritze] 1 einen  Zapfen 1' vom Radius r, während     q    der Ra  dius des Reibungskreises     ,3    sei. Das     Moment     der Kraft P ist also kleiner als<I>P .</I>     q    und so  mit ungenügend zur Überwindung der Rei  bung. Der Reibungskreis 3 sowie der Zapfen  I' des Kitzels 1 sind dabei im Durchmesser  grösser als der Reibungskreis 4 und der     La.-          gerzapfen    des Rades 2 (Fig. 1). Hierdurch  wird die Sperrwirkung des Kitzels 1 nur bei,  dessen Funktion als angetriebenes Rad erhal  ten, während das Radpaar bei der Funktion  des Kitzels 1 als treibendes Rad beweglich  bleibt.  



  Die Kraft P besitzt dabei in Umfangs  richtung die Komponente U und in     Radial-          ri.chtung    die Komponente     R.     



  Beim Radpaar nach Fig. 6 wird die       Selbstsperrung    durch das grössere Rad be  wirkt. Die Normale geht hier durch den Rei  bungskreis 5 des grösseren Rades 6, dagegen  an dem Reibungskreis 7 des kleineren Rades  8 mit dem Reibungskreisradius r71 vorbei. In  Fig. 7 ist mit r der Radius des Zapfens des  grösseren Rades 6 bezeichnet, wobei die Nor  male durch den Reibungskreis mit dem Ra  dius q2 hindurchgeht.    Fig. 2 zeigt ein Sperrzahnrad 9 mit Stu  fenverzahnung. Ebenso sind nach Fig. 8 beide  Räder 10, 11 des selbstsperrenden .Stirnrad  paares mit Stufenverzahnung und nach Fig. 9  die Stirnräder 12, 13 mit Pfeilverzahnung  ausgebildet.  



  Bei dem selbstsperrenden Ausgleich  getriebe nach den Fig. -1 und 5 sind die Ab  triebsräder 14, 15 als Kitzel mit entsprechend  grossem Zapfen 16, 17 ausgebildet und die  Ausgleichräder 18 grösser gewählt. Die Sperr  verzahnung ist hier als Bogenverzahnung aus  gebildet. Wird dieses Getriebe von der einen  Seite her, d. h. von einem z. B. in der Kurve  voreilenden Abtriebsrad 15, angetrieben, so  kann das grössere Gegenrad 1.8 bewegt wer  den. Auf der Gegenseite erfolgt aber eine Be  hinderung dieser Ausgleichbewegung in den  Ausgleichbrücken 18a, 18b durch die Sperr  wirkung, die das Abtriebsrad 14 einem An  trieb durch das ihm zugeordnete Rad 18 ent  gegensetzt, und zwar, weil die Normale zu  der Eingriffslinie der Zahnräder 14, 18 durch  den Reibungskreis des Kitzels geht.

      Bei dem Ausgleichgetriebe nach Fig. 10  und 11 sind wiederum die Abtriebsräder 19,  2,0 mit einer     Sperrverzahnung    ausgerüstet,  die, wie angedeutet, als bogenförmige Ver  zahnung ausgebildet ist. Die Normale zu der  Eingriffslinie der Abtriebsräder 19, 2,0 und  der Gegenräder auf den Ausgleichbrücken  schneidet die Reibungskreise der Abtriebs  räder 19, 20, so dass die Wirkung der Selbst  sperrung die gleiche ist wie     beim    ersten Ge  triebe.  



  Bei dem Getriebe nach     F'ig.    12 ist die  Sperrverzahnung der selbstsperrenden Stirn  räder 21, 22 als Schrägverzahnung ausge  bildet.  



  Das letzte     Ausgleichgetriebe    nach     F'ig.    13  hat die gleiche Wirkung wie das Getriebe  nach     Fig.    12. Es sind lediglich die Aus  gleichräder 23 durchgehend als schrägver  zahnte Stirnräder ausgebildet, so dass die       Ausgleichräder        23    zugleich die Zwischen  räder der Getriebebrücke bilden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Selbstsperrendes Ausgleichgetriebe, insbe sondere für Kraftfahrzeuge, mit mindestens einem die Sperrung bewirkenden Getriebe gliederpaar, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperrwirkung durch Verwendung von Zahn rädern mit derart flacher Ausbildung der Flanken erzielt wird, dass die Normale zu der Eingriffslinie der Zahnräder den durch die Zapfenreibung bestimmten Reibungskreis des einen der miteinander kämmenden Räder schneidet. UNTERANSPRÜCHE: 1. Ausgleiehgetriebe nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Rad mit dem bei der Sperrung wirksamen Reibungs kreis als Abtriebsrad angeordnet ist. 2-. Ausgleichgetriebe nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass die bei der Sperrung wirksame Ver- zahnung zur Verbesserung der Eingriffsver hältnisse als Stufenverzahnung ausgebildet ist. 3.
    Ausgleichgetriebe nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass zur Beseitigung axialer Drücke auf das Getriebegehäuse die Sperrverzahnung als Bogenverzahnung ausgebildet ist. 4. Ausgleichgetriebe nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass zur Beseitigung axialer Drücke auf das Getriebegehäuse die Sperrverzahnung als Pfeilverzahnung ausgebildet ist. 5. Ausgleichgetriebe nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperräder als flachgängige spiralverzahnte Kegelräder ausgebildet sind.
CH235416D 1943-06-29 1943-06-29 Selbstsperrendes Ausgleichgetriebe, insbesondere für Kraftfahrzeuge. CH235416A (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1530895B1 (de) * 1963-04-30 1972-03-23 Illinois Tool Works Selbstsperrendes Ausgleichgetriebe fur Fahrzeuge, insbesondere für Kraftfahrzeuge

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DE1530895B1 (de) * 1963-04-30 1972-03-23 Illinois Tool Works Selbstsperrendes Ausgleichgetriebe fur Fahrzeuge, insbesondere für Kraftfahrzeuge

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