Gleichstrom-Elektrowickler. Die Erfindung betrifft einen Gleichstrom Elektrowickler, welcher die aufzuwickelnde Ware zum Beispiel von einem vorangehenden Arbeitsmaschinenteil zu übernehmen und die Aufgabe hat, sie mit konstantem oder mit programmässig vorbestimmtem Aufwickelzug aufzuwickeln.
Der vorangehende Arbeits maschinenteil (zum Beispiel die letztePapier- maschinen- oder Kalanderwalze, oder die Zugwalze bei Schlichtmaschinen oder Has peln), welcher die Ware zur Aufwicklung heranschafft, bestimmt dabei die Geschwin digkeit der Aufwicklung, sei es mit oder ohne Verzug (Streckung der Ware). Dem konstan ten oder programmässig veränderlichen Auf wickelzug setzt dabei der vorangehende Ar- beitsmaschinenteil eine gleich grosse Brems kraft entgegen.
Besonders einfach ist der Fall praktisch konstanten Aufwickelzuges bei praktisch konstanter Wickelgeschwindigkeit, Es ist be- kannt, d'ass dafür die reine Wickelleistung (abgesehen von Reibungs- und Stromwärme- verlusten) über den ,ganzen Wickelbereich konstant ist, so -dass man bei konstanter Ankerspannung des Wickelmotors nur die Ankerstromstärke, beispielsweise mittels eines, Ankerstrom-Schnellreglers oder eines Stromrelais,
konstant zu halten braucht, wel che die Felderregung des Wickelmotors re gelnd beeinflussen; um bei den verschiede nen Wickelhalbmesserverhältnissen konstan ten Aufwickelzug zu erzielen. Diese selbst tätige Regelung des Aufwibkelzuges mittels eines die Felderregung des Wickelmotors be- einflussenden Ankerstromreglers 'ist jedoch nur für einen begrenzten Wickelbereich und auch nur für einen verhältnismässig kleinen Geschwindigkeitsbereich (zirka 1:
5) möglich, weil sich ein Gleichstrommotor nur für einen Feldregelberech <B>1:3</B> bis 1:4 praktisch aus legen lässt und-eine wirksame Feldregelung bei kleinen Ankerspannungen, also kleinen Wickelgeschwindigkeiten, nicht mehr mög lich ist.
Um einen über den normalen Feldregel bereich hinaus erweiterten Wickelbereich zu beherrschen, muss man die hierzu erforder liche erweiterte Drehzahlregelung durch Än derung der Ankerspannung .des Wickelmotors zu erreichen suchen, beispielsweise mittel einer im Ankerkreis zugeschalteten regelba ren Spannungsquelle, etwa mittels einer feld regelbaren Absatzmaschine konstanter Dreh zahl, und muss ausserdem zur Erzielung eine vorgeschriebenen Aufwickelzugverlaufes auch den Ankerstrom regeln.
Zu- und Absatz maschinen im Ankerstromkreis des Wickel motors sind- bekannt, sowohl für diesen Zweck als auch zum Zwecke des Ausgleiche des Ankerspannungsabfalles oder zur Auf rechterhaltung von Stillstandszugkraft.
Es sind ferner Elektrowickler bekannt, bei welchen das. Wickelmotorfeld programm mässig abhängig vom Bewicklungsgrad (zum Beispiel abhängig vom Wickelhalbmesser) geregelt wird, beispielsweise mittels A.btast- vorrichtungen, welche einen Feldregelwider- stand oder den Potentiometerkontakt eines solchen steuern.
Auch lichtelektrische Abtast- vorrichtungen des Wickelhalbmessers oder Druckmessdosen, welche das Gewicht der Wickelrolle als Mass des Bewicklungsgrades abtasten, sind zur Gewinnung von Steuer grössen für diesen Zweck bekannt.
Um bei derartigen Elektrowicklern selbst tätig die Ankerspannung des Wickelmotors zu beeinflussen, hat man, da die Feldregelung zwangsläufig festliegt-, einen Ankerstrom regler, welcher einen jeweils von Hand ein stellbaren Ankerstromwert dauernd nufrecht- zuerhralten sucht, in den Ankerstromkreis des im Betriebe als Bremsgenerator dienenden Antriebsmotor der vorangehenden Arbeits maschine (zum Beispiel der Zugwalze einer Schlichtmaschine, DRP. 697 530) eingeschal tet und mit.
diesem, beispielsweise durch Feld regelung einer Zusatzmaschine im Ankerkreis des Wickelmotors, die Wickelmotor-Klem- menspannung beeinflusst. Hierbei wird also der Ankerstrom des Bremsgenerators einer vorangehenden Arbeitsmaschine überwacht, und es wird selbsttätig mittels Ankerspa.n- nungsregelung des Wickelmotors ein konstan ter bezw. von Hand einstellbarer Bremszug eingeregelt.
Während eines Wickelvorganges kann der dem Bremszugverlauf entsprechende Aufwickelzugverlauf nur mittels Handnach- verstellung eines Parallelw=iderstandes zur Reglersteuerspule (Zugein.stellerwiderstand) und nur stufenweise, nicht stetig-selbsttätig, beeinflusst werden.
Die Erfindung geht einen andern Weg. Sie betrifft ebenfalls einen Gleichstrom-Elek- trowickler mit von einem Regler beeinflusster Ankerspannung des Wickelmotors, stellt sich aber die Aufgabe, einen programmässigen Verlauf des Aufwickelzuges während eines Wickelvorganges ohne Verwendung eines von fremden Steuergrössen abhängigen Reglers selbsttätig einzuregeln, derart, dass für belie bige Werte der Warenzulaufgeschwindigkeit (Wickelgeschwindigkeit)
einschliesslich -dem Stillstandszustand und für beliebige Wickel bereiche (Wickelhalbmeseerverhältnisse) ein programmässiger Aufwickelzugverlauf erzielt wird.
Dies w=ird erfindungsgemäss dadurch er reicht, dass zur programmässigen Regelung des Aufwiekelzugverlaufes .in den Anker stromkreis des Nickelmotors ein nur von Steuergrössen, welche am Elektrowickler selbst erfassbar sind, gesteuerter Ankerstrom regler eingeschaltet ist, welcher den Anker strom während eines Wickelvorganges selbst tätig durch Beeinflussung der Ankerspan nung des Wickelmotors einregelt.
Bei einem einfachen Elektrowickler mit dien normalen Feldregelbereieh (1:3 bis 1:4) nicht überschreitendem Wickelhalbmesserver- hältnis kann beispielsW2ise die selbsttätige Einrügelunb eines konstanten Aufwickelzuges während eines Wickelvorganges bei beliebig veränderlichen Wickelgeschwindigkeiten (ein- schliesslich Stillstand) dadurch erzielt wer den,
dass das Wickelmotorfeld .in an sich be kannter Weise programmässig abhängig vom Bewicklungsgrad derart geregelt wird, dass das Verhältnis Feld : Wickelhalbmesser über den ganzen Wickelbereich konstant bleibt und dass unabhängig davon :der Ankerstrom .des Wickelmotors mittels eines Ankerstrom- reglers, welcher die Ankerspannung beein flusst, über .den ganzen Wickelbereich kon stant gehalten wird.
Überschreitet !das Wickelhalbmesserver- hältnis aber den normalen F'eldregelbereich, für den die Programmregelung des Wickel- motorfeldes ausgelegt wenden kann, dann sinkt der Aufwickelzug bei konstant gehal tenem Ankerstrom gesetzmässig mit zuneh mendem Wickelhalbmesser.
Den Bedürfnissen der Praxis kommt zwar häufig ein mit zu nehmender Bewicklung fallender Aufwickel- zugverlauf (Wickelhärteverlauf) entgegen, verlangt wird aber auch ein vorbestimmbarer und stetiger Verlauf der Wickelhärte, endi gend bei einem Endzugwert, welcher (bei vollerregtem Wickelmotorfeld)
abhängt vom Ankerstromwert und dem grössten vorgesehe nen Wickelhalbmesserverhältnis. In diesem Falle lässt sieh für mittels Ankerspannungs- regelung selbsttätig konstant aufrechterhalte nen Ankerstrom jede gewünschte Aufwiekel- zugcharakteristik, soweit sie zwischen vor bestimmten Anfangs- und Endzugwerten ver läuft, durch entsprechende Auslegung der Programmregelung des Wickelmotorfeldes er zielen.
Bei derartigen Gleichstrom-Elektrowick- lern ist der die Ankerspannung des Wickel motors selbsttätig beeinflussende Ankerstrom regler vom Ankerstrom des Wickelmotors durchflossen, während das Wickelmotorfeld programmässig abhängig vom Bewicklungs- grad eingeregelt ist.
Wird der Ankerstromregler zum Beispiel mittels eines von Hand einstellbaren Par allelwiderstandes zu seiner Steuerspule auf einen andern während des Wickelvorganges konstant zu haltenden Ankerstromwert ein gestellt, dann bleibt der Kurvencharakter des Aufwickelzugverlaufes erhalten, bei gleich artig prozentual geänderten Absolutwerten des Aufwickelzuges.
Nachteilig ist bei Konstänthaltung des Ankerstromes durch den Ankerstromregler; dass der Endzugwert bei gegebenem Feld regelbereich und gegebenem Wickelbereich in einem durch die Programmregelung des Wik- kelmotorfeldes nicht beeinflussbaren festen Verhältnis zum Anfangszugwert stehen muss,
.das heisst dass -man mittels Programmregelung des Feldes nur den Verlauf der dazwisehen- lieb nd:en - Charakterästikwerte willkürlich festlegen kann, -den Endzugwert aber nicht mehr.
Die, Beherrschung vorbestimmter End- zugwerte, das heisst die Einstellbarkeit des Aufwickelzugverlaufes auf nach Prozenten des Anfangszugwertes vorgeschriebene End- zugwerte, ist möglich, wenn der Ankerstrom rcgler einen programmässig abhängig vom Bewicklun,
gsgrad veränderlichen Ankerstrom einregelt. In einzelnen Fällen kann Pro- grammregelung des Ankerstromes abhängig vom Bewcklungsgrad an Stelle einer Pro grammregelung des Wickelmotorfeldes tre ten und letztere überflüssig machen.
- Eine programmässig veränderliche Ankerstrom regelung mittels einer Steuergrösse, welche am Elektrowickler selbst erfassbar ist, kann in der Weise erreicht werden, @dass die Haupt steuerspule ,des die Ankerspannung des Wik- kelmotor ,s beeinflussenden Ankerstromreglers vom Ankerstrom des Wickelmotors durch flossen ist, und,
dass eine ihr entgegenwirkend geschaltete Hilfs.steüerspule von einem pro grammässig abhängig vom Bewicklungsgrad geregelten Hilfsstenerstrom durchflossen wird. Es wird dadurch -dasselbe erreicht, wie wenn der Ankerstrom des Wickelmotors selbst programmässig abhängig vom Wickel halbmesser bezw. dem Bewicklungsgrad wäh rend eines Wickelvorganges zwangsweise ein geregelt würde.
Vor .grösserer praktischer Wichtigkeit ist indessen ein Elektrowickler mit unter sich unabhängiger Programmregelung sowohl des Wickelmotorfeldes als auch eines am Elek trowickler selbst erfassbaren Hilfssteuerstro- mes für .den Ankerstromregler. Denn durch die Programmregelung des Feldes gelingt es, einen vorbestimmten Kurvencharakter der Aufwicke#lzugverlauf-Charakferistikzwischen Anfangs- und Endzugwert festzulegen,
und durch die Programmregelung des Hilfssteuer stromes gelingt es, diesem Aufwickelzugver- la.uf eine auch denEndzugwert einschliessende, beliebig einstellbare Aufwickelzugänderung zu überlagern, so dass aueb, bei über den nor malen Feldregelbereich hinaus erweiterten Wickelbereichen ein konstanter oder sogar ein mit wachsendem Wickelhalbmesser zu nehmender Aufwickelzug erreichbar ist.
Bei Elektrowicklern dieser Art wird zweckmässig die Hauptsteuerspule des die Ankerspannung beeinflussenden Ankerstrom reglers vom Ankerstrom des Wickelmotors und eine ihr entgegenwirkend geschaltete Hilfssteuerspule von einem programmässig abhängig vom Bewicklungsgrad geregelten Hilfssteuerstrom durchflossen, das Wickel motorfeld wird, unabhängig hiervon, pro grammässig abhängig vom Bewicklungsgrad eingeregelt.
Eine wesentliche Vereinfachung ergibt sich, wenn an Stelle zweier voneinander un abhängiger Programmregelungen des Hilfs- steuerstromes und des Wickelmotorfeldea der programmässig abhängig vom Bewick- lungsgrad eingeregelte Erregerstrom für das Wickelmotorfeld gleichzeitig als Hilfssteuer strom für den Ankerstromregler verwendet wird.
Der Elektrowickler kann ferner mit wäh rend eines Wickelvorganges konstant gehal tenem Wickelmotorfeld und alleiniger Pro grammregelung des Hilfssteuerstromes für den Ankerstromregler, abhängig vom Be- wicklungsgrad, versehen sein.
- Es handelt sich hierbei meist um Elektrowickler mit kleinem Wickelbereich. - Wird das Wickel- motorfeld konstant gehalten, dann ist ein kon- ,stanter Aufwickelzug erreichbar, wenn man den Ankerstrom so einregelt,",dass das Ver hältnis Ankerstrom : Wickelhalbmesser kon stant bleibt.
Durch abweichende Programm regelung .des Hilfssteuerstromes- lassen sich indessen auch beliebige Auf@vickelzugcharah- teristiken bei beliebigen Endzugwerten erzie len. Der Anfangszugwert kann dabei zum Bei spiel durch Ändern des konstanten Wickel- motorfeldwertes eingestellt werden; bei der selben Programmregelung des Hilfssteuer stromes wird dann eine prozentual im Ver hältnis der Feldwerte geänderte Aufwickel- zugchara.kteristik erreicht.
Der Endwert, wel chem der Aufwickelzug bei einem vorgesehe nen grössten Wickelhalbmesser zustrebt.. ist dabei. von Hand einstellbar mittels eines Par- allelwiderstandes zur Hilfssteuenspule des Ankerstromreglers. Die Einstellung dieses Parallelwiderstandes (des sogenannten Zug verlaufeinstellers) bestimmt die prozentuale Endzugwerterniedrigiing oder -erhöhung ge genüber dem Anfa.ngszugwert und auch die aller Zwischenwerte,
kurz gesagt die Neigung der Aufwickelzugkurve bezw. die Neigung der Verbindungsgeraden von Anfangs- und Endzugwert in einem Schaubild zu der Ge raden, welche darin konstanten Aufwickelzug darstellt.
Besondere Bedeutung kommt einem sol chen Zugverlaufeinsteller zu, wenn mittels des Hilfsateuerstromes ein mit Zugeinsteller (Parallelwiderstand zur Haupts,teuerspuledes Ankerstromreglers) ausgestatteter Anker stromregler zu steuern ist, wie dies insbeson dere bei Elektrowicklern mit Feld- und Hilfssteuerstro:m-Programmregelung der Fall ist.
Die vom Zugverlaufeinsteller eingestellte Neigung der Aufwiekelzugkurve bleibt dann, ebenso wie ihr Kurvencharakter, prozentual ungeändert aufrechterhalten (Anfangszug wert =<B>100%</B> gesetzt).
Um eine nä.herungsweise Ausgleichung der von Reibungseinflüssen herrührenden Verlustdrehmomente während eines Wickel vorganges zu erzielen, kann ein programm- mässig abhängig vom Wickelhalbmesser bezw. dem Bewicklungsgrad geregelter Parallel- widerstand zur Hauptsteuerspule des Anker stromreglers (ein sogenannter Leerlaufstrom- entzerre.r) vorgesehen werden.
Als A\nkerstromregler dient in@ allen Fäl len zweckmässig ein Schnellregler, zum Bei spiel ein Kohledruekregler oder auch irgend eine andere Schnellreglertype. An Stelle eines Schnellreglers kann indessen auch ein Strom- relais Verwendung finden Die teeinflussung der Änkerspannung des Wickelmotors durch den Ankerstrom regler kann beispielsweise in der Weise erfol gen,
dass der Ankerstromregler auf die Feld- erregpung des Wickelmotorgenerators ein wirkt, oder auch in.
,der Weise, dass der An kerstramregler auf .die Felderregung einer Zusatzmaschine im Ankerkreis des Wickel motors einwirkt. Für kleine Wickelleistungen kann die Ankerspannungsregelung auch da durch bewirkt werden, dass der Ankerstrom regler auf einen Vorwiderstand im Anker kreis des Wickelmotors regelnd einwirkt.
In Fig.1 ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, ein Gleichstrom-Elektrowickler mit eigenem Generator, dargestellt, an dessen Stelle bei Netz- oder Leonardspeisung auch eine Zusatzmaschine im Ankerkreis des Wik- kelmotors treten kann.
Es bezeichnet 1 deii Wickelmotor, 2,die Wickelrolle, 3 die Waren bahn, 4 ein Zugwalzenpaar, dessen Drehzahl die Aufwickelgeschwindigkeit bestimmt; 5 ist eine mechanische Abtastvorrichtung für den Wickelhalbmesser und 6 ein von dieser gesteuerter Regelwiderstand im ,Stromkreis der Felderregerwicklung 11 des Wickel motors. Der Generator 7 wird von einem Drehstrommotor 8 angetrieben und besitzt eine Erregermaschine 9 mit Feldwicklung 10.
Die Spannung dieser Maschine erregt den Generator 7 über einen von einem Anker - stromregler gesteuerten Regelwiderstand 13 im Stromkreis der Feldwicklung 12 des Gene- rators 7 bezw. der Feldwicklung einer Zu satzmaschine im Ankerkreis des Wickel motors bei Netz- oder Leonardspannung. Die Erregermaschine speist auch den Hilfssteuer stromkreis des Ankerstromreglers über einen von der Abtastvorrichtung programmässig ab hängig vom Wickelhalbmesser geregelten Widerstand 14.
An Stelle der Erregermaschi- nenspannung kann selbstverständlich auch eine konstante Fremdspannung treten.
Der Ankerstrom des Wickelmotors ist über die Hauptsteuerspule 16 des. Ankerstrom- regiers geführt, welche mit einem als Zugein steller dienenden handbetätigten Parallel widerstand 17 ausgestattet ist. Die jeweilige Einstellung dieses Widerstandes ist bestim mend für die Aufteilung des Ankerstromes in Stromanteile: für die Steuerspule 1.6 und für den Parallelzweig 17.
Der vom Pro grammregler 14 geregelte Hilfssteuerstroxn ist über die entgegenwirkend der Spule 16' geschaltete Hilfssteuerspule 15 des Anker stromreglers geführt, welche ebenfalls einen einstellbaren Parallelwiderstand 18 besitzt, den sogenannten Zugverlaufeinsteller. Die Einstellung dieses -Widerstandes ist bestim mend für die Aufteilung des Hilfssteuer stromes in Stromanteile: durch die Spule 15 und den Parallelzweig 18. Bei Kurzschliessen von 18 fliesst kein Hilfssteuerstrom mehr durch die Spule<B>15;</B> der Ankerstromregler regelt dann nur noch mittels des Ankerstrom anteils in Spule 16.
Je mehr Hilfssteuerstrorn- anteil die Spule -15 durchfliesst, desto grösser muss der Ankerstromanteil in der Haupt steuerspule 16 sein, damit der Ankerstrom regler in seiner neuen Ruhestellung verbleibt; das heisst desto grösser wird der unter Auf rechterhaltung des vom Zugeinsteller 17 ein gestellten Teilstromverhältnisses vom Anker- stromregler selbsttätig eingeregelte Anker strom des Wickelmotors sein.
Man erkennt aus dieser Wirkungsweise, dass der Programmverlauf des Hilfssteuer- stromes bei gegebenem Programmverlauf des Wickelmotorfeldes die Charakteristik des Aufwickelzugverlaufes zwischen Anfangs und Endzugwert bestimmt;
dass ferner die Einstellung des Zugeinstellers 17 den jewei ligen Anfangszugwert und die Einstellung des Zugverlaufeinstellers 18 den jeweiligen prozentualen Endzugwert (bezogen auf den Anfangszugwert - 100 %) bestimmt, zwi schen welchen Werten die Charakteristik kurve verläuft. Die späteren Fig.3 und 4 zeigen diese Zusammenhänge.
Eine vom Wickelhalbmesserverhältnis bezw. dem Bewicklungsgrad abhängige Pro grammregelung des Stromes in einer Hilfs- steuerspule des Ankerstromreglers kann natür lich auch so vorgenommen werden, dass man bei praktisch konstant gehaltenem Hilfssteüer- strom den Parallelwiderstand zur Hilfssteuer- spule (das ist den Zugverlaufeinsteller) pro grammässig regelt.
Nach dem gleichen Prin zip kann auch eine Programmsteuerung des Ankerstromes direkt, ohne Zuhilfenahme einer entgegenwirkend geschalteten Hilfs- steuerspule, erfolgen, wenn die Einstellung eines Parallelwiderstandes zur Hauptsteuer spule des Ankerstromreglers programmässig abhängig vom Wickelhalbmesser bezw. dem Bewicklungsgrad geregelt wird, weil dann der in den Parallelwiderstand abfliessende Ankerteilstrom auf die Ankerstromeinrege- lung ebenso wirkt,
wie ein in einer Hilfs- steuerspule entgegengesehalteter Hilfssteuer strom.
Als weiteres Ausführungsbeispiel ist in Fig.2 die Verwendung eines einzigen Pro grammstromes zur Feldregelung des Wickel motors und zur Steuerung des Ankerstrom reglers gezeichnet. Die bisherigen Bezugs zeichen sind beibehalten, so dass eine noch malige Erläuterung der Wirkungsweise der Ankerstromreglerspulen und der Zug- und Zugverlaufeinsteller nicht erforderlich ist. Zusätzlich eingezeichnet ist in Fig. 2 nur noch ein sogenannter Leerlaufstromentzerrer 19.
welcher, wie der Zugeinstellerwiderstand <B>17,</B> zur Hauptsteuerspule des Ankerstromreglers parallelgeschaltet ist und welcher programm- mässig abhängig vom Wickelhalbmesser ge regelt, jeweils den zur Überwindung der ver änderlichen Lagerreibungsverluste. erforder lichen Ankerstromanteil zur Einregelung bringt.
In Fig.3 ist ein willkürlich angenommener Anfangsstromwert r"B <I>=</I> J,,, <I>==</I> 100% gc- setzt. Ferner ist der Anfangswert F" des Wickelmotorfeldes, -,velches programmässig mit zunehmendem Wickelhalbmesser -r (Al) szisse) nach der Kurve F geregelt wird, durch dieselbe Strecke r"B dargestellt. '.renn der Wickelhalbmesser im Verhältnis R:
r" - 6 zunimmt, dann wächst das Feld im Beispiel nach Kurve F" auf den dreifachen Anfangswert an. Die Programmregelung von F ist so ausgelegt, dass bei Konstanthaltun@ des Stromes J", der in Fig. 4 gezeichnete Auf wickelzugverlauf nach Kurve Z,, erzielt wird.
In Fig.4 ist der gewählte Anfangswert des Aufwickelzuges r"Z", welcher von F" und der Einstellung des Stromes J, am Zugeinsteller (17) abhängt, rnit 100% bezeichnet. Der End- wert der Kurve Z;, kann dann für einen Wik- kelbereieh 1:6 nur noch 50, ö des Anfangs zugwertes betragen.
Die Charakteristik von Z;, hängt ab von der Auslegung der Pro grammkurve des'Viekelmotorfeldes. Erwähnt sei, dass der Aufwickelzug von der Wickel geschwindigkeit unabhängig ist. Bei konstan <I>ter</I> Wickelgeschwindigkeit ändert sich die Wickelmotordrehzahl ra bekanntlich nach einer Hyperbel, wie in Fig. 4 angedeutet ist.
Kommt nun zu der Programmregelung des Feldes des Wickelmotors noch eine. Pro grammregelung des Ankerstromes durch Be einflussung der Ankerspannung mittels eines Ankerstromreglers mit Hilfssteuerspule und programmässig gesteuertem Hilfssteuerstrom hinzu, dann lässt sieh diese zweite Programm regelung abhängig von dein am Elektrowick ler selbst erfassbaren Bewicklungsgrad bei spielsweise so auslegen, dass mit.
der bereits vorhandenen Feldkurve F über den ganzen Wickelbereich ein konstanter Aufwickelzug - nach der Horizontalen z" in F'ig.4 erreicht wird. Hierzu muss der Ankerstrom nach der Programmkurve J,. in Fig. 3 vom Hilfssteuerstromanteil des Ankerstromreglers gesteuert werden.
Durch Verstellen des Zu(), verlaufeinstellers 18 kann man den Endwert der Ankerstromku .r ve auf einen beliebigen Zwischenprozentwert zwischen<B>100%</B> und 200% des Anfangsstromwertes (bei Wiehel- bereich beispielsweise 1:
6<B>)</B> einstellen, oder auch über =100 <I>%</I> fier noch grössere Wickel bereiche oder gegen Ende der Be.wieklung zunehmenden Aufivichcazug. In Fig. 3 ist ein bei 1.50% liegender Zwischenwert eingetra gen, bei welchem sich der Verlauf des Anker- stroines nach Kurve Jb, ergibt. Den zugehöri gen Aufwickelzugverlauf zeigt die Kurve :,, in Fig. 4.