CH236029A - Gleichstrom-Elektrowickler. - Google Patents

Gleichstrom-Elektrowickler.

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CH236029A
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  • Control Of Direct Current Motors (AREA)

Description


      Gleichstrom-Elektrowickler.       Die Erfindung betrifft einen Gleichstrom  Elektrowickler, welcher die aufzuwickelnde  Ware zum Beispiel von einem vorangehenden  Arbeitsmaschinenteil zu übernehmen und die  Aufgabe hat, sie mit konstantem oder mit  programmässig     vorbestimmtem        Aufwickelzug     aufzuwickeln.

   Der vorangehende Arbeits  maschinenteil (zum     Beispiel    die     letztePapier-          maschinen-    oder     Kalanderwalze,    oder die  Zugwalze bei Schlichtmaschinen oder Has  peln), welcher die Ware zur     Aufwicklung     heranschafft, bestimmt dabei die Geschwin  digkeit     der    Aufwicklung, sei es     mit    oder ohne  Verzug     (Streckung    der Ware). Dem konstan  ten oder programmässig veränderlichen Auf  wickelzug setzt dabei der vorangehende     Ar-          beitsmaschinenteil    eine gleich grosse Brems  kraft entgegen.  



  Besonders einfach ist der Fall praktisch  konstanten     Aufwickelzuges    bei     praktisch     konstanter Wickelgeschwindigkeit, Es ist be-         kannt,        d'ass    dafür die reine Wickelleistung  (abgesehen von     Reibungs-    und     Stromwärme-          verlusten)    über den ,ganzen     Wickelbereich     konstant ist, so     -dass    man bei konstanter  Ankerspannung des Wickelmotors nur die  Ankerstromstärke,     beispielsweise    mittels       eines,        Ankerstrom-Schnellreglers    oder eines  Stromrelais,

   konstant zu halten braucht, wel  che die Felderregung des Wickelmotors re  gelnd beeinflussen; um bei den verschiede  nen     Wickelhalbmesserverhältnissen    konstan  ten     Aufwickelzug    zu erzielen. Diese selbst  tätige     Regelung    des     Aufwibkelzuges    mittels  eines die     Felderregung    des Wickelmotors     be-          einflussenden        Ankerstromreglers    'ist jedoch  nur für einen begrenzten Wickelbereich und  auch nur für     einen    verhältnismässig kleinen  Geschwindigkeitsbereich (zirka 1:

  5) möglich,  weil sich ein Gleichstrommotor nur für einen       Feldregelberech   <B>1:3</B> bis 1:4     praktisch    aus  legen     lässt        und-eine    wirksame     Feldregelung         bei kleinen Ankerspannungen, also kleinen       Wickelgeschwindigkeiten,    nicht mehr mög  lich ist.  



  Um einen über den normalen Feldregel  bereich hinaus     erweiterten        Wickelbereich    zu  beherrschen, muss man die hierzu erforder  liche erweiterte Drehzahlregelung durch Än  derung der Ankerspannung .des     Wickelmotors     zu erreichen suchen, beispielsweise mittel  einer im Ankerkreis zugeschalteten regelba  ren Spannungsquelle, etwa mittels einer feld  regelbaren Absatzmaschine konstanter Dreh  zahl, und muss ausserdem zur Erzielung eine  vorgeschriebenen     Aufwickelzugverlaufes    auch  den Ankerstrom regeln.

   Zu- und Absatz  maschinen im Ankerstromkreis des Wickel  motors     sind-    bekannt, sowohl für diesen  Zweck als auch zum Zwecke des Ausgleiche  des Ankerspannungsabfalles oder zur Auf  rechterhaltung von Stillstandszugkraft.  



  Es sind ferner Elektrowickler bekannt,  bei welchen das.     Wickelmotorfeld    programm  mässig abhängig vom     Bewicklungsgrad    (zum  Beispiel abhängig vom Wickelhalbmesser)  geregelt wird, beispielsweise mittels     A.btast-          vorrichtungen,    welche einen     Feldregelwider-          stand    oder den     Potentiometerkontakt    eines  solchen steuern.

   Auch lichtelektrische     Abtast-          vorrichtungen    des Wickelhalbmessers oder       Druckmessdosen,    welche das Gewicht der       Wickelrolle    als     Mass    des     Bewicklungsgrades     abtasten, sind zur Gewinnung von Steuer  grössen für diesen Zweck bekannt.  



  Um bei derartigen Elektrowicklern selbst  tätig die Ankerspannung des Wickelmotors  zu beeinflussen, hat man, da die Feldregelung  zwangsläufig     festliegt-,    einen Ankerstrom  regler, welcher einen jeweils von Hand ein  stellbaren     Ankerstromwert    dauernd     nufrecht-          zuerhralten    sucht, in den Ankerstromkreis des  im Betriebe als Bremsgenerator dienenden  Antriebsmotor der vorangehenden Arbeits  maschine (zum Beispiel der Zugwalze einer  Schlichtmaschine,     DRP.    697 530) eingeschal  tet und mit.

   diesem,     beispielsweise    durch Feld  regelung einer Zusatzmaschine im     Ankerkreis     des     Wickelmotors,    die     Wickelmotor-Klem-          menspannung        beeinflusst.    Hierbei wird also    der Ankerstrom des Bremsgenerators einer  vorangehenden Arbeitsmaschine überwacht,  und es wird selbsttätig mittels     Ankerspa.n-          nungsregelung    des Wickelmotors ein konstan  ter     bezw.    von Hand einstellbarer Bremszug  eingeregelt.

   Während eines     Wickelvorganges     kann der dem     Bremszugverlauf    entsprechende       Aufwickelzugverlauf    nur mittels     Handnach-          verstellung    eines     Parallelw=iderstandes    zur       Reglersteuerspule        (Zugein.stellerwiderstand)     und nur     stufenweise,    nicht     stetig-selbsttätig,     beeinflusst werden.  



  Die Erfindung geht einen andern Weg.  Sie betrifft ebenfalls einen     Gleichstrom-Elek-          trowickler    mit von einem Regler beeinflusster  Ankerspannung des Wickelmotors, stellt sich  aber die Aufgabe, einen programmässigen  Verlauf des     Aufwickelzuges        während    eines       Wickelvorganges    ohne Verwendung eines von  fremden Steuergrössen abhängigen Reglers  selbsttätig     einzuregeln,    derart, dass für belie  bige Werte der     Warenzulaufgeschwindigkeit          (Wickelgeschwindigkeit)

      einschliesslich -dem       Stillstandszustand        und    für beliebige Wickel  bereiche     (Wickelhalbmeseerverhältnisse)    ein  programmässiger     Aufwickelzugverlauf    erzielt  wird.  



  Dies     w=ird        erfindungsgemäss    dadurch er  reicht, dass zur programmässigen Regelung  des     Aufwiekelzugverlaufes    .in den Anker  stromkreis des     Nickelmotors    ein nur  von Steuergrössen, welche am Elektrowickler       selbst    erfassbar sind, gesteuerter Ankerstrom  regler     eingeschaltet    ist, welcher den Anker  strom während eines Wickelvorganges selbst  tätig durch Beeinflussung der Ankerspan  nung des Wickelmotors     einregelt.     



  Bei einem einfachen     Elektrowickler    mit  dien     normalen        Feldregelbereieh    (1:3 bis 1:4)  nicht überschreitendem     Wickelhalbmesserver-          hältnis        kann        beispielsW2ise    die     selbsttätige          Einrügelunb    eines konstanten     Aufwickelzuges     während eines Wickelvorganges bei beliebig  veränderlichen     Wickelgeschwindigkeiten        (ein-          schliesslich    Stillstand) dadurch erzielt wer  den,

   dass das     Wickelmotorfeld    .in an sich be  kannter Weise programmässig abhängig vom       Bewicklungsgrad    derart geregelt wird, dass      das Verhältnis Feld :     Wickelhalbmesser    über  den ganzen Wickelbereich konstant     bleibt     und     dass    unabhängig davon     :der        Ankerstrom     .des Wickelmotors     mittels    eines     Ankerstrom-          reglers,    welcher die     Ankerspannung    beein  flusst, über     .den    ganzen     Wickelbereich    kon  stant gehalten wird.  



       Überschreitet        !das        Wickelhalbmesserver-          hältnis    aber den normalen     F'eldregelbereich,     für den die Programmregelung des     Wickel-          motorfeldes    ausgelegt     wenden    kann, dann  sinkt der     Aufwickelzug    bei konstant gehal  tenem Ankerstrom gesetzmässig mit zuneh  mendem Wickelhalbmesser.

   Den Bedürfnissen  der Praxis kommt zwar häufig ein mit zu  nehmender     Bewicklung    fallender     Aufwickel-          zugverlauf        (Wickelhärteverlauf)    entgegen,  verlangt wird     aber    auch ein     vorbestimmbarer     und stetiger     Verlauf    der Wickelhärte, endi  gend bei einem     Endzugwert,    welcher (bei  vollerregtem     Wickelmotorfeld)

      abhängt vom       Ankerstromwert    und dem grössten vorgesehe  nen     Wickelhalbmesserverhältnis.    In diesem  Falle lässt sieh für mittels     Ankerspannungs-          regelung    selbsttätig konstant aufrechterhalte  nen Ankerstrom jede gewünschte     Aufwiekel-          zugcharakteristik,    soweit sie zwischen vor  bestimmten Anfangs- und     Endzugwerten    ver  läuft, durch entsprechende Auslegung der  Programmregelung des     Wickelmotorfeldes    er  zielen.  



  Bei     derartigen        Gleichstrom-Elektrowick-          lern    ist der die Ankerspannung des Wickel  motors     selbsttätig    beeinflussende Ankerstrom  regler vom Ankerstrom des Wickelmotors       durchflossen,    während das     Wickelmotorfeld     programmässig abhängig vom     Bewicklungs-          grad    eingeregelt ist.  



  Wird der     Ankerstromregler    zum     Beispiel     mittels eines von Hand einstellbaren Par  allelwiderstandes zu seiner Steuerspule auf  einen andern     während    des Wickelvorganges  konstant zu haltenden     Ankerstromwert    ein  gestellt, dann bleibt der Kurvencharakter des       Aufwickelzugverlaufes    erhalten, bei gleich  artig prozentual geänderten     Absolutwerten     des     Aufwickelzuges.     



       Nachteilig    ist bei     Konstänthaltung    des    Ankerstromes durch den     Ankerstromregler;     dass der     Endzugwert    bei gegebenem Feld  regelbereich und     gegebenem    Wickelbereich in  einem durch die     Programmregelung        des        Wik-          kelmotorfeldes    nicht     beeinflussbaren    festen       Verhältnis    zum     Anfangszugwert    stehen muss,

    .das heisst     dass    -man mittels Programmregelung  des     Feldes    nur den Verlauf der     dazwisehen-          lieb        nd:en    -     Charakterästikwerte        willkürlich     festlegen kann, -den     Endzugwert    aber nicht  mehr.

   Die,     Beherrschung        vorbestimmter        End-          zugwerte,    das heisst die     Einstellbarkeit    des       Aufwickelzugverlaufes    auf nach Prozenten  des     Anfangszugwertes        vorgeschriebene        End-          zugwerte,    ist möglich, wenn der Ankerstrom  rcgler einen programmässig abhängig vom       Bewicklun,

  gsgrad        veränderlichen    Ankerstrom       einregelt.    In     einzelnen    Fällen kann     Pro-          grammregelung        des    Ankerstromes     abhängig     vom     Bewcklungsgrad    an     Stelle    einer Pro  grammregelung des     Wickelmotorfeldes    tre  ten und letztere überflüssig machen.

   - Eine  programmässig veränderliche Ankerstrom  regelung     mittels    einer Steuergrösse, welche  am Elektrowickler selbst erfassbar ist, kann  in der     Weise    erreicht werden,     @dass    die Haupt  steuerspule ,des     die    Ankerspannung des     Wik-          kelmotor        ,s        beeinflussenden        Ankerstromreglers     vom Ankerstrom des Wickelmotors durch  flossen ist,     und,

  dass    eine ihr entgegenwirkend       geschaltete        Hilfs.steüerspule    von einem pro  grammässig     abhängig    vom     Bewicklungsgrad     geregelten     Hilfsstenerstrom        durchflossen     wird. Es     wird    dadurch -dasselbe erreicht, wie  wenn der Ankerstrom des Wickelmotors  selbst programmässig abhängig vom Wickel  halbmesser     bezw.    dem     Bewicklungsgrad    wäh  rend eines     Wickelvorganges    zwangsweise ein  geregelt würde.  



  Vor .grösserer praktischer Wichtigkeit ist  indessen     ein    Elektrowickler mit unter sich  unabhängiger Programmregelung sowohl des       Wickelmotorfeldes    als auch eines am Elek  trowickler selbst     erfassbaren        Hilfssteuerstro-          mes    für .den     Ankerstromregler.    Denn durch  die Programmregelung des Feldes gelingt es,  einen     vorbestimmten        Kurvencharakter    der       Aufwicke#lzugverlauf-Charakferistikzwischen         Anfangs- und     Endzugwert        festzulegen,

      und  durch die Programmregelung des Hilfssteuer  stromes     gelingt    es, diesem     Aufwickelzugver-          la.uf    eine auch     denEndzugwert    einschliessende,  beliebig einstellbare     Aufwickelzugänderung     zu überlagern, so dass     aueb,    bei über den nor  malen     Feldregelbereich    hinaus     erweiterten          Wickelbereichen    ein konstanter oder sogar  ein mit wachsendem Wickelhalbmesser zu  nehmender     Aufwickelzug    erreichbar ist.  



  Bei Elektrowicklern dieser Art wird  zweckmässig die     Hauptsteuerspule    des die       Ankerspannung    beeinflussenden Ankerstrom  reglers vom Ankerstrom des Wickelmotors  und eine ihr entgegenwirkend     geschaltete          Hilfssteuerspule    von einem programmässig  abhängig vom     Bewicklungsgrad    geregelten       Hilfssteuerstrom    durchflossen, das Wickel  motorfeld     wird,    unabhängig hiervon, pro  grammässig abhängig vom     Bewicklungsgrad     eingeregelt.  



  Eine wesentliche Vereinfachung ergibt  sich, wenn an Stelle     zweier    voneinander un  abhängiger Programmregelungen des     Hilfs-          steuerstromes    und des     Wickelmotorfeldea     der programmässig abhängig vom     Bewick-          lungsgrad    eingeregelte Erregerstrom für das       Wickelmotorfeld        gleichzeitig    als Hilfssteuer  strom für den     Ankerstromregler    verwendet  wird.  



  Der Elektrowickler kann ferner mit wäh  rend eines Wickelvorganges konstant gehal  tenem     Wickelmotorfeld        und    alleiniger Pro  grammregelung des     Hilfssteuerstromes    für  den     Ankerstromregler,    abhängig vom     Be-          wicklungsgrad,    versehen sein.

   - Es     handelt     sich hierbei meist um Elektrowickler mit  kleinem     Wickelbereich.    - Wird das     Wickel-          motorfeld    konstant gehalten, dann ist ein     kon-          ,stanter        Aufwickelzug    erreichbar, wenn man       den    Ankerstrom so     einregelt,",dass    das Ver  hältnis Ankerstrom :     Wickelhalbmesser    kon  stant bleibt.

   Durch     abweichende    Programm  regelung .des     Hilfssteuerstromes-    lassen sich  indessen auch beliebige     Auf@vickelzugcharah-          teristiken    bei beliebigen     Endzugwerten    erzie  len. Der     Anfangszugwert    kann dabei zum Bei  spiel     durch    Ändern des konstanten Wickel-         motorfeldwertes    eingestellt werden; bei der  selben Programmregelung des Hilfssteuer  stromes wird dann eine prozentual im Ver  hältnis der     Feldwerte    geänderte     Aufwickel-          zugchara.kteristik    erreicht.

   Der     Endwert,    wel  chem der     Aufwickelzug    bei einem vorgesehe  nen grössten Wickelhalbmesser zustrebt.. ist  dabei. von Hand einstellbar mittels eines     Par-          allelwiderstandes    zur     Hilfssteuenspule    des       Ankerstromreglers.    Die Einstellung dieses  Parallelwiderstandes (des     sogenannten    Zug  verlaufeinstellers) bestimmt die prozentuale       Endzugwerterniedrigiing    oder     -erhöhung    ge  genüber dem     Anfa.ngszugwert    und auch die  aller Zwischenwerte,

   kurz gesagt die Neigung  der     Aufwickelzugkurve        bezw.    die Neigung  der     Verbindungsgeraden    von     Anfangs-    und       Endzugwert    in einem Schaubild zu der Ge  raden, welche darin konstanten     Aufwickelzug     darstellt.  



  Besondere Bedeutung kommt einem sol  chen     Zugverlaufeinsteller    zu, wenn     mittels     des     Hilfsateuerstromes    ein mit Zugeinsteller       (Parallelwiderstand    zur     Haupts,teuerspuledes          Ankerstromreglers)        ausgestatteter    Anker  stromregler zu steuern ist, wie dies insbeson  dere bei Elektrowicklern mit Feld- und       Hilfssteuerstro:m-Programmregelung    der Fall  ist.

   Die vom     Zugverlaufeinsteller    eingestellte  Neigung der     Aufwiekelzugkurve    bleibt dann,  ebenso wie ihr Kurvencharakter, prozentual       ungeändert    aufrechterhalten (Anfangszug  wert =<B>100%</B> gesetzt).  



  Um eine     nä.herungsweise    Ausgleichung  der von Reibungseinflüssen     herrührenden          Verlustdrehmomente    während eines Wickel  vorganges zu erzielen, kann ein     programm-          mässig    abhängig vom     Wickelhalbmesser        bezw.     dem     Bewicklungsgrad    geregelter     Parallel-          widerstand    zur     Hauptsteuerspule    des Anker  stromreglers (ein sogenannter     Leerlaufstrom-          entzerre.r)        vorgesehen    werden.  



  Als     A\nkerstromregler    dient     in@    allen Fäl  len zweckmässig ein Schnellregler, zum Bei  spiel ein     Kohledruekregler    oder auch irgend  eine andere     Schnellreglertype.    An Stelle     eines          Schnellreglers    kann     indessen    auch ein Strom-         relais        Verwendung    finden      Die     teeinflussung    der     Änkerspannung     des     Wickelmotors    durch den Ankerstrom  regler kann beispielsweise in der Weise erfol  gen,

       dass    der     Ankerstromregler    auf die     Feld-          erregpung    des     Wickelmotorgenerators    ein  wirkt,     oder    auch in.

   ,der Weise,     dass    der An  kerstramregler auf .die     Felderregung    einer       Zusatzmaschine    im Ankerkreis     des    Wickel  motors     einwirkt.    Für kleine Wickelleistungen  kann die     Ankerspannungsregelung    auch da  durch bewirkt werden,     dass    der Ankerstrom  regler auf     einen        Vorwiderstand    im Anker  kreis des Wickelmotors regelnd einwirkt.  



  In     Fig.1    ist ein     Ausführungsbeispiel    der  Erfindung,     ein        Gleichstrom-Elektrowickler     mit eigenem Generator, dargestellt, an dessen       Stelle    bei Netz- oder     Leonardspeisung    auch  eine Zusatzmaschine im Ankerkreis des     Wik-          kelmotors    treten kann.

   Es bezeichnet 1     deii     Wickelmotor,     2,die    Wickelrolle, 3 die Waren  bahn, 4 ein     Zugwalzenpaar,    dessen Drehzahl  die     Aufwickelgeschwindigkeit    bestimmt; 5  ist eine mechanische     Abtastvorrichtung    für  den Wickelhalbmesser und 6 ein von dieser  gesteuerter Regelwiderstand im     ,Stromkreis     der     Felderregerwicklung    11 des Wickel  motors. Der Generator 7 wird von einem       Drehstrommotor    8 angetrieben und besitzt  eine Erregermaschine 9 mit Feldwicklung  10.

   Die Spannung dieser Maschine erregt  den Generator 7 über einen von einem Anker     -          stromregler    gesteuerten Regelwiderstand 13  im Stromkreis der Feldwicklung 12 des     Gene-          rators    7     bezw.    der Feldwicklung einer Zu  satzmaschine im Ankerkreis des Wickel  motors bei Netz- oder     Leonardspannung.    Die  Erregermaschine speist auch den Hilfssteuer  stromkreis des     Ankerstromreglers    über einen  von der     Abtastvorrichtung    programmässig ab  hängig vom Wickelhalbmesser geregelten  Widerstand 14.

   An Stelle der     Erregermaschi-          nenspannung    kann selbstverständlich auch  eine konstante Fremdspannung treten.  



  Der Ankerstrom des     Wickelmotors        ist     über die     Hauptsteuerspule    16 des.     Ankerstrom-          regiers    geführt, welche mit einem als Zugein  steller dienenden handbetätigten Parallel  widerstand 17 ausgestattet ist. Die jeweilige         Einstellung    dieses Widerstandes ist bestim  mend für die Aufteilung des Ankerstromes  in Stromanteile: für die Steuerspule 1.6 und  für den Parallelzweig 17.

   Der vom Pro  grammregler 14 geregelte     Hilfssteuerstroxn     ist über die entgegenwirkend der Spule 16'  geschaltete     Hilfssteuerspule    15 des Anker  stromreglers geführt, welche ebenfalls einen  einstellbaren Parallelwiderstand 18 besitzt,  den sogenannten     Zugverlaufeinsteller.    Die  Einstellung dieses -Widerstandes ist bestim  mend für die Aufteilung des Hilfssteuer  stromes in Stromanteile: durch die Spule 15  und den Parallelzweig 18. Bei     Kurzschliessen     von 18 fliesst kein     Hilfssteuerstrom    mehr  durch die Spule<B>15;</B> der     Ankerstromregler     regelt dann nur noch mittels des Ankerstrom  anteils in Spule 16.

   Je mehr     Hilfssteuerstrorn-          anteil    die Spule -15 durchfliesst, desto grösser  muss der     Ankerstromanteil    in der Haupt  steuerspule 16 sein, damit der Ankerstrom  regler in seiner neuen Ruhestellung     verbleibt;     das heisst desto grösser wird der unter Auf  rechterhaltung des vom Zugeinsteller 17 ein  gestellten     Teilstromverhältnisses    vom     Anker-          stromregler    selbsttätig eingeregelte Anker  strom des     Wickelmotors    sein.  



  Man erkennt aus dieser Wirkungsweise,  dass der Programmverlauf des     Hilfssteuer-          stromes    bei gegebenem Programmverlauf des       Wickelmotorfeldes    die Charakteristik des       Aufwickelzugverlaufes        zwischen    Anfangs  und     Endzugwert        bestimmt;

      dass ferner die  Einstellung des Zugeinstellers 17 den jewei  ligen     Anfangszugwert    und die Einstellung  des     Zugverlaufeinstellers    18 den jeweiligen  prozentualen     Endzugwert    (bezogen auf den       Anfangszugwert    - 100 %)     bestimmt,    zwi  schen welchen Werten die Charakteristik  kurve verläuft. Die späteren     Fig.3    und 4  zeigen diese Zusammenhänge.  



  Eine vom     Wickelhalbmesserverhältnis          bezw.    dem     Bewicklungsgrad    abhängige Pro  grammregelung des Stromes in einer     Hilfs-          steuerspule    des     Ankerstromreglers    kann natür  lich auch so vorgenommen werden, dass man  bei praktisch konstant gehaltenem     Hilfssteüer-          strom    den Parallelwiderstand zur Hilfssteuer-      spule (das ist den     Zugverlaufeinsteller)    pro  grammässig regelt.

   Nach dem gleichen Prin  zip kann auch eine Programmsteuerung des  Ankerstromes direkt, ohne Zuhilfenahme  einer entgegenwirkend geschalteten     Hilfs-          steuerspule,    erfolgen, wenn die Einstellung  eines Parallelwiderstandes zur Hauptsteuer  spule des     Ankerstromreglers    programmässig  abhängig vom Wickelhalbmesser     bezw.    dem       Bewicklungsgrad    geregelt wird, weil dann  der in den Parallelwiderstand abfliessende       Ankerteilstrom    auf die     Ankerstromeinrege-          lung    ebenso wirkt,

   wie ein in einer     Hilfs-          steuerspule        entgegengesehalteter    Hilfssteuer  strom.  



  Als weiteres Ausführungsbeispiel ist in       Fig.2    die Verwendung eines einzigen Pro  grammstromes zur Feldregelung des Wickel  motors und zur Steuerung des Ankerstrom  reglers gezeichnet. Die bisherigen Bezugs  zeichen sind beibehalten, so dass eine noch  malige Erläuterung der     Wirkungsweise    der       Ankerstromreglerspulen    und der Zug- und       Zugverlaufeinsteller    nicht erforderlich ist.  Zusätzlich eingezeichnet ist in     Fig.    2 nur noch  ein sogenannter     Leerlaufstromentzerrer    19.

    welcher, wie der     Zugeinstellerwiderstand   <B>17,</B>       zur        Hauptsteuerspule    des     Ankerstromreglers     parallelgeschaltet ist und welcher     programm-          mässig    abhängig vom Wickelhalbmesser ge  regelt, jeweils den zur Überwindung der ver  änderlichen Lagerreibungsverluste. erforder  lichen     Ankerstromanteil    zur Einregelung  bringt.  



  In     Fig.3    ist ein willkürlich angenommener       Anfangsstromwert        r"B   <I>=</I>     J,,,   <I>==</I> 100%     gc-          setzt.    Ferner ist der Anfangswert     F"    des       Wickelmotorfeldes,        -,velches        programmässig     mit zunehmendem Wickelhalbmesser     -r    (Al)  szisse) nach der Kurve F geregelt     wird,     durch dieselbe Strecke     r"B    dargestellt.     '.renn     der Wickelhalbmesser im Verhältnis     R:

  r"     - 6 zunimmt, dann wächst das Feld im  Beispiel nach Kurve F" auf den dreifachen       Anfangswert    an. Die Programmregelung von  F ist so ausgelegt, dass bei     Konstanthaltun@     des     Stromes        J",    der in     Fig.    4 gezeichnete Auf  wickelzugverlauf nach Kurve     Z,,    erzielt wird.

      In     Fig.4    ist der gewählte     Anfangswert    des       Aufwickelzuges        r"Z",    welcher von     F"    und der  Einstellung des Stromes     J,    am Zugeinsteller  (17) abhängt,     rnit        100%    bezeichnet. Der     End-          wert    der Kurve     Z;,    kann dann für einen     Wik-          kelbereieh    1:6 nur noch     50, ö    des Anfangs  zugwertes betragen.

   Die Charakteristik von       Z;,    hängt ab von der Auslegung der Pro  grammkurve     des'Viekelmotorfeldes.    Erwähnt  sei, dass der     Aufwickelzug    von der Wickel  geschwindigkeit     unabhängig    ist. Bei konstan  <I>ter</I> Wickelgeschwindigkeit ändert sich die  Wickelmotordrehzahl     ra    bekanntlich nach  einer Hyperbel, wie in     Fig.    4 angedeutet ist.  



       Kommt    nun zu der Programmregelung  des Feldes des Wickelmotors noch eine. Pro  grammregelung des Ankerstromes durch Be  einflussung der     Ankerspannung    mittels eines       Ankerstromreglers    mit     Hilfssteuerspule    und  programmässig gesteuertem     Hilfssteuerstrom     hinzu, dann lässt sieh diese zweite Programm  regelung abhängig von dein am Elektrowick  ler selbst     erfassbaren        Bewicklungsgrad    bei  spielsweise so auslegen, dass mit.

   der bereits  vorhandenen Feldkurve F über den ganzen  Wickelbereich ein konstanter     Aufwickelzug     - nach der Horizontalen     z"    in     F'ig.4      erreicht wird. Hierzu muss der Ankerstrom  nach der Programmkurve J,. in     Fig.    3 vom       Hilfssteuerstromanteil    des     Ankerstromreglers     gesteuert werden.

   Durch Verstellen des     Zu(),          verlaufeinstellers    18 kann man den Endwert  der     Ankerstromku        .r        ve    auf einen     beliebigen     Zwischenprozentwert zwischen<B>100%</B> und  200% des     Anfangsstromwertes    (bei     Wiehel-          bereich    beispielsweise 1:

  6<B>)</B> einstellen, oder  auch über     =100   <I>%</I>     fier    noch grössere Wickel  bereiche oder gegen Ende der     Be.wieklung     zunehmenden     Aufivichcazug.    In     Fig.    3 ist ein  bei     1.50%    liegender     Zwischenwert    eingetra  gen, bei welchem sich der Verlauf des     Anker-          stroines    nach Kurve     Jb,    ergibt. Den zugehöri  gen     Aufwickelzugverlauf    zeigt die Kurve     :,,     in     Fig.    4.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Gleichstrom-Elektrowickler, dadurch ge- kennzeichnet, dass zur programmässigen Rege lung des Aufwickelzugverlaufes in den A.n:- kerstromkreis des Wickelmotors ein nur von Steuergrössien, welche am Elektrowickler selbst,erfassbar sind, :
    gesteuerter Ankerstrom- regler eingeschaltet ist, welcher den Anker- strom während eines Wickelvorganges .durch Beeinflussung der Ankerspan nung des Wickelmotors einregelt. UNTERANSPRÜCHE:
    1. Gleichstrom-Elektrowickler nach Pa- i,entanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der die Ankerspannung des Wickelmotors selbsttätig beeinflussende Ankerstromregler vom Ankerstrom des Wickelmotors durchflos sen ist, während das Wickelmotorfeld pro grammässig abhängig vom Bewicklungsgrad eingeregelt wird.
    2. Gleichstrom-Elektrowickler nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, üass die Hauptsteuerspule des die Ankerspannung des Wickelmotors beeinflussenden Anker stromreglers vom Ankerstrom des Wickel motors durchflossen ist, und dass eine ihr ent gegenwirkend geschaltete Hilfss:
    teuerspule Von einem programmässig -abhängig vom Be- wicklungsgrad geregelten Hilfssteuerstrom .d-urchflo:ssen wird.
    3. Gleichstrom-Elektrowickler nach Pa tentanspruch und den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass@ der programm mässig abhängig vom Bewicklungsgrad ein geregelte Erregerstrom für das Wickelmotor feld ;gleichzeitig als Hilfesteuerstrom für den Ankerstromregler dient.
    4. Gleichstro@m-Elektrowickler nach Pa tentanspruch und den Unteransprüchen 1-3, dadurch gek-ennzeiehnet"dass zwecks Ausglei chung von Verlustdrehmomenten während eines Wickelvorganges ein programmässig abhängig vom . Bewicklungsgrad ;geregelter Parallelwiderstand zur 11auptsteuerspule des , Ankerstromreglers: vorgesehen ist.
    5. Gleichstrom-Elektrowickler nach Pa- tentanspruch und den Unteransprüchen 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass der Ankerstroin.- regler ein Schnellregler ist. 6. Gleiichstrom-Elektrowickler nach Pa tentanspruch und den Unteransprüchen 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass als Ankerstrom- regler ein Stromrelais dient.
    7. Gleichstrom-Elektrowickler nach Pa tentanspruch und den Unteransprüchen 1-6, .dadurch gekennzeichnet, dae der Ankerstrüm- regler auf die Felderregung des Wickel- motorgene.rators regelnd einwirkt.
    B. Gleichstrom-Elektrowickler nach Pa- tentanspruch und den Unteransprüchen 1-6, dadurch gekennzeichnet, dass der Ankerstrom regler auf die Felderregung einer Zusatz maschine im Ankerkreis des Wickelmotors regelnd einwirkt.
    9. Gleichstrom-Elektrowickler nach Pa tentanspruch und den Unteransprüchen 1-6, dadurch gekennzeichnet, dass der Ankeratrom- regler .auf einen Varwiderstand im. Anker kreis des Wickelmotohrs regelnd einwirkt.
    10. Gleichstrom-Elektrowickler nach Pa tentauspruch und den Unteransprüchen 1-6, dadurch gekennzeichnet, dass ein von Hand einstellbarer Parallelwiderstand zur Haupt- steuerspule des Ankerstromreglers vorgesehen ist.
    11. Gleichstrom-Elektrowickler nach Pa tentanspruch und den Unteransprüchen 1-6, dadurch gekennzeichnet, dass ein von Hand einstellbarer Parallelwiderstand zur Hilfs- steuers@pul.e des Ankerstromreglers vorgesehen isst.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2432368A1 (de) * 1973-07-06 1975-01-23 Kataoka Machine Product Co Verfahren zum steuern einer wickelspannung

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE2432368A1 (de) * 1973-07-06 1975-01-23 Kataoka Machine Product Co Verfahren zum steuern einer wickelspannung

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