CH236742A - Einrichtung zur Vorgabe einstellbarer Längen von Spulmaterial. - Google Patents

Einrichtung zur Vorgabe einstellbarer Längen von Spulmaterial.

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CH236742A
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Ag Landis Gyr
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Landis & Gyr Ag
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Description


      Einrichtung    zur Vorgabe einstellbarer Längen von     Spulmaterial.            Die    bekannten     Einrichtungen    zur Vor  gabe gewollter Längen von     Spulmaterial,    wie  Faden oder Draht, haben verschiedene Nach  teile, so den des beschränkten     Messbereiclhes     (sie arbeiten bei fünfstelligem     Messwerk        nur     bis 99.999 m) und den grosser Ungenauig  keit in der Vorgabe, das heisst     der    Abmes  sung der Länge des Materials,     was,die    prak  tische Verwendung dort,

   wo der Fehlergrösse  nur     ein        kleines    Mass eingeräumt     ist;    wie etwa  an     Spulmaschinen    der     Textilindustrie,    aus  schliesst. Gerade auf dem     letzteren    Gebiet  macht sich     abeT    auch der beschränkte     Messh          bereich    der bekannten Vorgabeeinrichtungen       hindernd    geltend, da man heute vielfach weit  über eine Fadenlänge von 100.000 m hin  aus geht; so wird     beispielsweiseschon    häufig  mit Fadenlängen von 250.000 m gearbei  tet und die Tendenz geht darauf, noch grössere  Fadenlängen zu erzielen.

   Schon für die erst  genannte     m-Zahl    genügt also     dsas    übliche       fünfstellige        Mess@werk    mit     m-Einheit    nicht,  und es     mü.sste    durch einteureres     sechsstelliges     ersetzt werden, oder das     fünfstellige    Me3-    werk müsste mehrere Male über die     "0"-Stel-          lung    hinaus laufen :

  gelassen werden,     biss    die       Fadentrennung    erfolgt,- was aber hohe Auf  merksamkeit des     Bedienungspersonals    oder  eine     besondere    Markierungsvorrichtung er  fordern würde.  



  Diese     fünfstelligen        Messwerke    haben da  durch, dass Längen     bis    auf die Einerstelle  in     m-Zahlen    einstellbar sind den     weiteren     Nachteil grosser Laufgeschwindigkeit,     indem,     wenn beispielsweise eine     Fadenlänge    von  90.000 m     vorgemessen    werden soll,

   der die       1000er    Stelle darstellende Zahlenkörper des       Messwerkes    10 Umdrehungen     und    der     die          10.000er    Stelle darstellende     Zahlenkörper          9/l.        Umdrehung    machen     muss.    Demnach neigt  ein solches     Messwerk    zufolge der grossen  Masse,     @die    die     einzelnen    Zahlenkörper     dar-          stellen,    zu     einer    verhältnismässig raschen Ab  nutzung,

   der wohl durch entsprechend kräf  tigere     Ausgestaltung    oder     geeignete        Material-          wahl        begegnet    werden kann,     was    aber wieder  die Apparatur verteuert.  



       Vorliegende    Erfindung bezweckt die Be-           seitigung    der geschilderten Nachteile. Sie be  trifft eine Einrichtung zur Vorgabe einstell  barer Längen von     Spulmaterial,    gemäss wel  cher in einem die Länge     registrierenden        Mess-          w        erh    anzeigenden Zahlenkörpern Dekaden  zählelemente ohne Zahlenangaben vorgeschal  tet sind.

   Vorzugsweise können von diesen       Rotationsteilen    des     Messwerkes    nur die an  zeigenden Zahlenkörper durch die Schau  öffnung eines     Abdeckteils    sichtbar sein und       ,dieser    kann mit einer den Massstab zur effek  tiven Meterlänge des     Spulmaterials    im     mult-i-          plizierenden        .Sinne    betreffenden Konstanten  beschriftet sein.

   In diesem     Falle    kann man  die     Dekadenzählelemente    ohne Zahlengaben  wesentlich     langsamer    umlaufen lassen als bei       Messwerken,    die auf die Einstellstelle in       in-Zahlen        einstellbar    -sind.  



  Die Zeichnung veranschaulicht     beispiels-          weise    eine Ausführungsform der Einrichtung  nach der Erfindung in schematischer Dar  stellung.  



       Fig.    1 ist eine Ansieht von vorn,       Fi.g.    2 eine Ansicht von der Seite und       F'ig.3    eine Einzelheit.  



  Aus der Zeichnung ist nur das zum     Ver-          stäadnis    der Erfindung notwendig Scheinende  ersichtlich und das darin festgelegte     Aus-          führungsbeispiel    bezieht sich auf die Vor  gabe von     Spulmaterial        textiler    Art, also auf  die Erstellung von Spulen in Spinn- und       Spulmaschinen.     



  Eine im Zug des     Spulfadens    1 von die  sem zum Teil     umschlungene        Rillenrolle    ? ist  über Getriebe 3 mit einem     Dekadenrad    4  zwangsläufig verbunden, welches Rad mit  der sogenannten Brücke 5 mit einem Zehner  übertragungstrieb 6 in     Wirkungsverbindung     steht. Mit diesem     Zehnerübertra.gungstrieb    6  steht ein zweites     Dekadenrad    7 in Wirkungs  verbindung, das     seinerseits    mit seiner Brücke  5 auf ein     zweites        Zehnerübertragu:ngstrieb    6  wirkt.

   Ein drittes     Dekadenrad    8 überträgt die  Zehnerschaltung mittels: seiner Brücke 5 auf  ein drittes Trieb 6 und dieses wirkt auf eine  Zahlenrolle 9 mit der üblichen Beschriftung.  Ein viertes Trieb 6 überträgt die     Zehner    auf  eine zweite Zahlenrolle 10.

      Die     Dekadenräder    7, 8 und die Zahlen  rollen 9     und    10 sind mit     Nullstellherzen    11  versehen, die unter gleichzeitiger     Aussehwen-          kung    der     Triebe    6 mittels eines Handhebels  12 in bekannter Weise die     Rückstellring    der  genannten     Dekadenrä    der und Zahlenrollen       auf    "0"     ermöglichen.    Die Beschriftung der  Zahlenrollen 9, 10 ist auf einem Kranz 13  vorgesehen, der zum     übrigen    Teil der Rolle       drehverstellbar    ist,

   um die gewollte     Faden-          kinge    einstellen zu können. Wie die genannte       "0"-Ritekstellung    ist auch diese Längenein  stellung an und für sich bekannt, weshalb  hier nicht weiter auf sie eingegangen zu wer  den     brauecht.       Die Kränze 13 der Zahlenrollen 9, 10  haben je eine Vertiefung 14,     derenBewegungs-          bahn    in den Ebenen von auf diesen Kränzen  laufenden     F'ühlröllchen    15 liegen und die so  zur Beschriftung der Zahlenrollen 9, 10 an  geordnet sind,     dass    wenn die Beschriftungen  auf     "0"        stehen,

      beide     Fühlröllchen    15 in diese  Vertiefungen einfallen können. Die     Fühlröll-          ehen    15 sitzen     gemeinsam    auf einer     Schwenk-          zvelle    16, die mittels Armen 17 von einer  Achse 18 getragen ist, auf welcher ein     Klink-          lrebel    19     festsitzt.    Der     Klinkhebel    19 wirkt  mit     einem        Auslösedaumen    20     zusammen,    der  auf einer Achse 21 festsitzt.

   Mit     dieser    Achse  21 ist durch einen Hebel 22 und eine Stange  23 das Mittelloch einer als     Schneidmesser    die  nenden Rasierklinge 24 verbunden, welche  Rasierklinge mit ihrem einen Seitenloch um  einen     ortsfesten    Zapfen 25 drehbar ist.  



  Ein auf der Achse 21 festsitzender     Hebel     26 und ein Arm 27 des     Klinkhebels    19  stehen     unter    dem Einfluss je eines     Noekens          28hezw.    29, die fest mit dem Handhebel 12  verbunden     siird    und bei der     Betätigung        des          Handhebels    12     wirken.       Die     Dekadenräder    4, 7, 8 und Zahlenrol  len 9, 10 sind von einem Teil 30,

   der ein  Stück eines den     beschriebenen    Mechanismus  mit Ausnahme des     Arbeitsendes    des Messers  24 und der     Rillenrolle    2 einschliessenden Ge  häuses sein kann., überdeckt, und dieser weist  eine Schauöffnung 31 auf, .die nur     einen    Teil      der     Zahlenrollen    9, 10 sichtbar werden     läss:t     und die     ,gleichzeitig    die     Verstellung        bezw.     Einstellung der Zahlenkränze 13 auf     :die    .ge  wollte     Fadenlänge    von Hand ermöglicht.

   Da  die Zahlenrollen 9, 10 nicht die     eingestellte          m-Zahl    der     gewollten    Fadenlänge als ganze  Zahl in     Erscheinung    bringen     bezw.    als solche  abzulesen gestatten (was auch nicht absolut  notwendig ist, da der     Ablesung    eine Norm  unterlegt werden kann, die der     Kenntnis    :des  Bedienungspersonals zu     unterstellen    wäre),  immerhin aber eine     Anleitung    zum     leichteren     Erfassen dieser Zahl angebracht erscheint, ist  neben der     rechten        Zahlenrolle    9 auf dem Ab  decktei:

  l eine die     Umrechnungsko:n.stante    be  treffende Beschriftung 32 angebracht.     Diese     lautet nach dem angenommenen Beispiel  "X 5.000 m", das heisst die in der Schauöff  nung eingestellte Zahl     ergibt    mit 5.000 mul  tipliziert die gewünschte     m-Zahl    des Fadens.  



  Ist also, wie in den     Fig.    1 und 3     gezeigt,     in     der        Schauöffnung    die Zahl     "O1"    einge  stellt, so ist     .dis        gewünschte    Länge = 5.000 m  und wird nach     dieser        Einstellung    die Spul  maschine in Betrieb gesetzt, so läuft das       Messwerk    von der     Rillenrolle    '2 getrieben, und  das     Dekadenrad    4     miss@t        die    Meterlängen in       Einern    und Zehnern bis 45 m,

   das Dekaden  rad 7 die in Zehnern und     Hundertern        bis     495 m, das Rad 8 die Meterlängen in     :den          weiteren    Hundertern und in Tausendern bis  4.995 und die     Zahlenrolle    9 :in weiteren  Tausendern bis 49.995, wobei die Räder 4,  7, 8 und die Rolle 9     jed.ooh    im subtrahieren  den Sinne laufen.

   Während dieses     Laufes     hält das rechte     Fühlröllthen    15, indem es  sich auf     den    Umfang des Kranzes 13 der Zah  lenrolle 9     abwälzt,    die Sperre :des     Daumens     20 seitens des     Klinkhebel.s    19     entgegen    der  Wirkung einer     Feder        33    aufrecht.

   Sind nun  .die 5.000 m Faden     gewickelt,        @so    kommt, da  ja das     Mess',werk        subtrahierend    läuft, bei der  Zahlenrolle 9 die     Zahl        "0"    in die Schauöff  nung zu liegen, und gleichzeitig gelangt die       Vertiefung    14 -dieser Rolle     unter    das     bezüg-          liche        Fühlröllchen    15, so dass, die     Fühlröllchen     15 unter dem Einfluss     :einer    auf die Achse 18  wirkenden Feder 34 in die     Vertiefungen:

      14    einfallen und der     Blinkhebel    19 ,den Daumen  20 auslöst. Dies hat ein Drehen der Achse 2,1  unter dem Einfluss der Feder 33 zur Folge,  wodurch     das    Messer 24 geschwenkt wird und  den nahe ihm in einer Führung 35 sich be  wegenden Faden 1 abschneidet. Gleichzeitig  wird auf in der Zeichnung nicht gezeigte,  jedoch     bekannte        Weisse    die     !Spulmaschine     automatisch abgestellt.  



  Soll die     Spulmaschine    wieder in Betrieb  gesetzt, das heisst soll     neuerdings        eine    Faden  länge von der eingestellten Meterzahl vor  gegeben werden, so wird der     Hanvdheb:el    12  nach unten bewegt.

   Dadurch werden nicht  nur, wie in üblicher Weise, die Triebe 6     vo#r-          übergehend    aus dem     Kupplungsbereich    mit  den Rädern und Rollen 4, 7, 8, 9     und    10  gebracht und diese Räder und Rollen auf     die          Grundstellung,    .also bei den     ablesbaren    Rollen  =     "0l",    zurückgedreht,

   sondern durch den  Nocken 28 und den Hebel 26 auch das Mes  ser 24 und     durch    den     Notken    29 und den  Arm 27 die     Fühlröllchen    15 wieder auf den  Umfang der     Zahlenkränze    13 gehoben und  das Messer 24 in der     schneidbereiten    Lage  durch     Verkl'inkung    zwischen 19     und    20     fest-          gelegt.     



  Dadurch,     .dass    diese     Dekadenanardnung        in     der Weise zur     Anwendung        kommt"dass    eine       Konstante    den Massstab des Laufes des     Mess-          werkes    zur effektiven     m-Länge    des Spul  materials im     multiplizierenden    Sinne angibt,

    kann bei den bekannten     Messwerken    hinsicht  lich der     Dekadenelemente    gleichstelliger Zahl  nicht     nur    eine bedeutend höhere     m-Zahl    des       Spulmaterials    in ein     und    demselben Lauf des       Mess:werkes    erreicht werden (bis     zu499.995m),     sondern durch den sich daraus ergebenden  wesentlich langsameren Lauf der Dekaden  elemente :des     Messiwerkes    werden deren     Teile     geschont.

   So machen, wenn die     gle:icheFaden-          läuge,    wie eingangs erwähnt,     nämlich    90.000 m       vorgemessen    werden sollen und die     Kon-          stante,    die im     Ausführungsbeispiel    angenom  mene ist; die den eingangs genannten Zahlen  kö:rpern     entsprechenden    Rollen 9 und 10 nur  1,8     bezw.    0,1 Umdrehung, da dann in ihnen  die Zahl     "18"    eingestellt wurde.

        Das     Messwerk    der     Einrichtung    gemäss der  Erfindung könnte auch statt eines Rollen  werkes ein     Sclheibenwerk    sein. Die Erfin  dung kann überall da, wo es sich um Vor  gabe     einstellbarer    Längen von     Spulmaterial     handelt, zur Anwendung kommen, so zum  Beispiel auch auf dem Gebiet der Elektro  technik zum Wickeln von Drahtspulen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung zur Vorgabe einstellbarer Längen von Spulmaterial, dadurch gekenn zeichnet, dass in einem die Länge registrie renden Messwerk anzeigenden Zahlenkörpern Dekadenzählelemente ohne Zahlenangaben vorgeschaltet sind. LTNTERANSPRüCHE 1. Einrichtung nachdem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass von den Rota- tionsteilen des Messwerkes nur die anzeigen- den.
    Zahlenkörper durch die Schauöffnung eines Abdeckteils sichtbar sind und dieser mit einer den Massistab zur effektiven m-Länge des Spulmaterials im multiplizierenden Sinne betreffenden Konstanten beschriftet ist.
    \@. Einrichtung nachdem Patentanspruch, für Spulmaterial textiler Art, dadurch ge kennzeichnet, dass zur Trennung des Fadems bei Erreichen der eingestellten Länge eine Rasierklinge dient, die um ihr eines Seiten- loch drehbar an einem ortsfesten Zapfen ge halten und über ihr Mittelloch durch ein Gestänge mit.
    einem Auslösedaumen verbun den ist, der mit einem von den anzeigenden Zahlenkörpern gesteuerten Klinkhebel in Wir kungsverbindung steht, derart, dass bei Er reichen der eingestellten Länge der Klink- hebel den Auslösedaumen und damit die Rasierklinge zur Abschneidbewegung frei- gibt.
CH236742D 1943-06-11 1943-06-11 Einrichtung zur Vorgabe einstellbarer Längen von Spulmaterial. CH236742A (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1026106B (de) * 1955-02-04 1958-03-13 Glanzstoff Ag Fadenmesswerk zur Herstellung vorbestimmbarer Fadenlaengen auf Spulen und Wickeln
DE1116920B (de) * 1959-08-08 1961-11-09 Bayer Ag Vorrichtung zum aufeinanderfolgenden Abziehen, Messen, Knaeueln und Abtrennen eines Fadens
DE1124857B (de) * 1954-12-01 1962-03-01 Barmag Barmer Maschf Aufwickelvorrichtung mit Fadenmesswerk

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DE1116920B (de) * 1959-08-08 1961-11-09 Bayer Ag Vorrichtung zum aufeinanderfolgenden Abziehen, Messen, Knaeueln und Abtrennen eines Fadens

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