CH236767A - Anstrichfarbe. - Google Patents

Anstrichfarbe.

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CH236767A
CH236767A CH236767DA CH236767A CH 236767 A CH236767 A CH 236767A CH 236767D A CH236767D A CH 236767DA CH 236767 A CH236767 A CH 236767A
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Mbh Titangesellschaft
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Description


      Anstrichfarbe.       In der Praxis des     Anstrichfachmannes     bietet es ausserordentliche Vorteile, wenn  Farben zur Verfügung stehen, die bereits  in trockener Form ein     wasserlösliches    Binde  mittel enthalten, so     .dass    diese Farbpulver nur  mit     Wasser    angerührt werden müssen, um  gut streichbare und im Film gut abbindende       Anstrichfarben    zu erhalten.

   Zu diesem  Zweck wurden schon früher Farbkörper mit  leimartigen     Bindemitteln    in Pulverform ver  mischt, so dass lediglich Anrühren einer     sol-          cben    Mischung mit Wasser zur Erzielung  einer brauchbaren     Anstrichfarb    e erforderlich  war. Hierbei handelte es sich jedoch - wie  erwähnt - um Leimfarben, deren Anstrich  filme wohl     gut    gebunden, also trocken     wisch-          fest    sind, jedoch stets     waeserlöslich    bleiben,  wodurch ihre Anwendung stark begrenzt ist.  



  Es wurde nun     ,befunden,    dass mit Wasser  zu verarbeitende     Anstrichfarben    in trockener  Form, die ein filmbildendes Bindemittel,  zum Beispiel Harze oder     Kunststoffe,    in  ebenfalls trockener Form enthalten und die    durch einen Gehalt an einem das     Wasser-          unlöslichwerden    des Films beim Auftrocknen  bewirkenden Zusatz gekennzeichnet sind,  sich hervorragend zur Herstellung von     An-          ,strichen    eignen.

   So ist es beispielsweise mög  lich, Farbkörpern nach Behandlung, das  heisst Umhüllung     bezw.    Imprägnierung mit  wasserlöslichen Harzen und Kunststoffen in       Mengen    von etwa     2r-3'0    % oder entsprechen  den     Verseifungsprodukten    geringe Mengen  von etwa 0,2=5 % von ebenfalls wasserlös  lichen Salzen - insbesondere Sulfaten - der  dreiwertigen Metalle,     wie    des Aluminiums,  Chroms, Eisens usw., bezogen auf .die Menge       des    angewendeten Farbkörpers, zuzusetzen,  mit dem Erfolg, dass beim Anrühren des be  handelten Pigments nur mit Wasser das  Bindemittel gelöst wird und beim Trocknen  in wasserunlösliche Form übergeht,

   so dass  im     Anstrich    wasserunlösliche Farbfilme ent  stehen. An Stelle der Behandlung     des    Farb  körpers mit Lösungen solcher filmbildenden  Bindemittel können diese auch in trockener      Form als Pulver dem Farbkörper     zugemiseht          Urerden.    Auch :solchen Mischungen werden als       Härtungsmittel    kleine Mengen der     genannten     wasserlöslichen Salze trocken zugesetzt.  



  Nach einer weiteren Ausführungsform  der Erfindung werden Farbkörper mit     am-          moniaklösliehen,    filmbildenden Bindemitteln  in Mengen von etwa 2-30     %    in trockener  Form vermischt und solchen     Mischungen    ge  ringe Mengen von etwa     0,5-G%    von Am  moniumsalzen oder von Salzgemischen, die in       wäss.riger    Lösung Ammoniak     freimachen    (wie  z.

   B.     Ammoniumkarbonat    oder gleiche Ge  wichtsteile von     Natriumkarbonat    und Am  moniumchlorid) trocken zugesetzt, mit dem  Erfolg,     da.ss    beim Anrühren der     besamten.     Mischung nur mit Wasser das Bindemittel  gelöst wird und beim Trocknen in wasser  unlösliche Form übergeht, so dass im An  strich wasserbeständige Farbfilme entstehen.  



  Besondere Vorteile der Erfindung be  stehen ausserdem in der einfachen und spar  samen Verpackungsmöglichkeit     bezw.Fracht-          ersparnis    sowie in der absoluten Frostbestän  digkeit dieser mit Wasser zu     verarbeitenden     Trockenfarben im     Gegensatz    zu fast allen  streichfertigen oder     pastenförmigen,-wä.ssrigen          Anstrichfarben.     



  Für die Herstellung dieser Erzeugnisse       sind    zum Beispiel     nachstehende        1Tög@ich@ei-          ten        gegeben:     a) Der Farbkörper wird mit der     wä.ssrigen     Lösung eines Harzes oder Kunststoffes     zii          pastenförmiger    Konsistenz     angetcigt,    die  Masse bei Temperaturen bis etwa 110  C ge  trocknet und das dabei     entstehende    harte     Er-          zeugnis    gemahlen.

   Dem so     erhaltenen:    Pulver  werden als     Härtungsmittel        geringe    Mengen  von wasserlöslichen Salzen von     dreiwertigen     Metallen trocken zugemischt.  



  b) Der     Farbkörper    wird mit einer sehr  viskosen     Lösung    eines Harzes oder Kunst  stoffes     innig    verrieben, wobei die Lösung       vollständig    von dem Farbkörper aufgenom  men wird.

   Bei     diesem        Verfähren    ist lediglich  ein kurzes     Nachtrocknen    bei Temperaturen bis  zu 110 C empfehlenswert, wobei ein hartes,  mehr oder     weniger    grobkörniges     Erzeugnis       entsteht.     Nachmahlung    eines     so,lehen    Erzeug  nisses ist nicht erforderlich, da selbst bei     brob-          körniger    Beschaffenheit beim Anrühren mit        Tasser        das        Bindemittel    in kurzer     Zeit    voll  ständig gelöst ist.

   Auch diesen Erzeugnissen  ,werden als     Härtungsm.ittel        geringe    Mengen  von wasserlöslichen Salzen von dreiwertigen       ilietallen    trocken zugemischt.  



  e) Dem Farbkörper wird ein     in    Wasser       lösliches    Harz oder ein wasserlöslicher Kunst  stoff in Pulverform trocken zugemischt. Die  ser Mischung werden     geringe        Mengen    eines       wasserlöslichen    Salzes eins dreiwertigen Me  tallgis trocken zugesetzt.  



  d) Dein Farbkörper wird ein     ammoniak-          lös.liches    Harz oder Kunststofferzeugnis in  Pulverform trocken zugemischt. Dieser     3Ti-          schung    werden     bringe    Mengen     eines    wasser  löslichen     Ammoniumsalzeis@    oder eines Salz  gemisches, das in wässriger Lösung Am  moniak freimacht, trocken zugesetzt.  



  Als     Bindemittel    für solche     Anstrichfar-          ben    in trockener Form sind zum Beispiel       Polymerisate    der     Acrylsäure,        Kondensations-          produkte    der     Phthalsäure,        Phenolharze        us-%v.          geeignet,    das heisst überhaupt Harze und       Kunststoffe,    die,     in:

      Wasser,     wässrigen        Alka-          lien    oder Ammoniak löslich sind oder sich       durch:        Verseifung    in     wasserlösliche    Form  bringen lassen.

   Als     Farbkörper    können für  das     besfchriel-xene        Verfahren        neben    den beson  ders     geeigneten    inaktiven     TitunwFeiss-Sorten     auch andere     Weissfarbkörper    oder auch Bunt  farben verwendet werden, sofern diese nicht  durch     basiscUe    Eigenschaften im einzelnen  Fall zu unerwünschten Reaktionen führen.  Weisse Farben dieser Art     können    nach An  rühren mit Wasser ohne merklichen Verlust  ,in Bindekraft in der üblichen Arbeitsweise  mit geeigneten     Buntfarben    (z. B.

   Eisenoxyd  farben,     Chroinoxydfarbe.n,    bunten     Titanaten          u.sw.)    abgetönt     werden.            Beispiel   <I>1:</I>  100     Gewichtsteile        Tita.nweiss    Extra T  <B>(</B>50 Gewichtsteile     TiO,    gefällt auf 50     Ge-          wiehtstei.le    Blaue fixe) werden mit einer Lö  sung von 20 Gewichtsteilen verseiftem Phe-           nolharz    in 60     Gewichtsteilen    Wasser zu       gleichmäläiger        Pastenkousistenz        angeteigt,

      bei  100-110 C     getrocknet    und die trockene  Masse     gemahlen,.    Bei dem trockenen     Farb-          pulver    ergibt sieh     :danach    etwa die Zusam  mensetzung 84%     Titanweiss        Extra    T und  16 %     verseiftest    Phenolharz. Zu 100 Gewichts  teilen :dieses     Pulvers    werden     als        Härtungs-          mittel    0;5     Gewichtsteile    Chromsulfat zuge  mischt.

   Durch     Anteigen        und    Verrühren von  <B>100</B> Gewichtsteilen dieser Mischung mit 80  bis 150     Gewichtsteilen;        Wasser    wird eine gut  abbindende und im Farbton wasserbeständig  erhärtende     Anstrichfarbe    erhalten.

           Beispiel   <I>2:</I>  100 Gewichtsteile     Titanweiss    Standard T  (25     Gewichtsteile        TiO2    ,gefällt auf 75 Ge  wichtsteile     Blanc        fixe)    werden mit 20 Ge  wichtsteilen einer mit Ammoniak auf     p$    6,5  bis 7,0     ,neutralisierten        niedrigpolymeren          30%igen        Acrylsäure    ohne weiteren Zusatz  von Wasser innig verrieben, wobei die im       Bindemittel    enthaltene Flüssigkeit vom Farb  körper vollständig     aufgenommen    wird.

   Durch       Nachtrocknem        (etwa    1 Stunde bei 100 bis  110  C)     entsteht    eine     körnige    Masse von der  Zusammensetzung etwa 94,6 %     Titanweiss     Standard T und 5,4%     neutralisierter        Poly-          acrylsäure.    Zu 100 Gewichtsteilen ,der körni  gen, trockenen Masse werden als     Härtungs-          mittel    1,8     Gewichtsteile    Aluminiumsulfat       (kristallwasserhaltig)    trocken zugemischt.

    Durch     Anteigen    und     Verrühren    von 100 Ge  wichtsteilen dieser Mischung mit 70-130 Ge  wichtsteilen Wasser wird in     etwa    5-10 Mi  nuten eine gleichmässige, gut abbindende und  im Anstrich     wasserbeständig        erhärtende        An-          strichfarbe    erhalten.         Beispiel   <I>3:</I>  80 Gewichtsteile     Lithopone    R. S. werden  mit 20 Gewichtsteilen eines     ammoniaklösli-          chen        Phthalsäurehaarzes    in Pulverform ver  mischt.

   Zu 100 Gewichtsteilen dieser Mi  schung werden weiterhin 3 Gewichtsteile       Ammoniumkarbonat    trocken zugegeben und       gIeichmä,ssig    verteilt. Nach Anrühren von    100 Gewichtsteilen     :der        gesamten    Mischung  mit 70-120     Gewichtsteilen    Wasser wird  nach einigem     .Stehen    und     Umrühren    eine gut       abbindende    und im     Anstrich    wasserbeständig       durchtrocknende        Anstrichfarbe        erhalten.     



       Beispiel.        /        Büntfarbe:     100     Gewichtsteile        einer        Buntfarbenmi-          schung,        bestehend    ,aus 100     Gewichtsteilen          Titangrün        (gobalttitanat),    50     Gewichtsteilen     Eisengelb 420, 20     Gewichtsteilen        Eisenoxyd-          rot,        werden.    mit 40 Gewichtsteilen einer mit  Ammoniak auf     pg    6,5-7,

  0 neutralisierten       niedrigpolymeren    30%igen     Acrylsäure    ange  rieben und die so entstehende dicke     Paste    bei       100-110     C     getrocknet        und    dann     gemahlen.     Die gemahlene     Trockenfarbe    hat danach     die     Zusammensetzung:<B>90,2%</B>     Farbkörpermi-          schung    und<B>9,8%</B> neutralisierte Polyacryl  säure.

   Zu 100     Gewichtsteilen    dieser Mischung  werden als     Härtungsmittel    2     Gewichtsteile          Eisensulfat    (F     errosulfat)        zugesetzt    und       -gleichmässig        verteilt.    Durch     Anteigen    und       Verrühren    von 100     Gewichtsteilen    der fer  tigen Mischung mit 80-150     Gewichtsteilen          Wasser    wird     eine    gut abbindende und im An  strich     wasserbeständig    erhärtende Anstrich  farbe erhalten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Mit Wasser zu verarbeitende Anstrich farbe in trockener Form, die ein filmbildendes Bindemittel in ebenfalls trockener Form ent hält, gekennzeichnet durch einen Gehalt an einem Stoff, der ein Wasserunlöslichwerden des Films beim Auftrocknen bewirkt.
    UNTERANSPRüCHE 1. AnstricMarbe gemäss Patentanspruch, ,dadurch gekennzeichnet, dass sie ein wasser lösliches filmbildendes Bindemittel und eine ringe Menge mindestens eines ebenfalls wasserlöslichen Salzes eines dreiwertigen Me- tal,les enthält.
    2. Anstrichfarbe gemäss Patentanspruch, dadurch .gekennzeichnet, dass sie ein am moniaklösliches filmbildendes Bindemittel und eine geringe Menge mindestens eines wa.sserlösliche@n , Ammoniumsalzes, das in wässriger Lösung Ammoniak freimacht, ent hält.- 3. Anstrichfarbe gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich- net, ,
    dass sie a.ls Salz eines dreiwertigen Me- fal.les ein wasserlösliches Aluminiumsalz ent hält. 4. Anstrichfarbe gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, .dass sie als Salz eines dreiwertigen Me- talles ein wasserlösliches Chromsalz enthält.
    5. Ansfriehfarbe gemäss Patentanspruch und Unteranspruch. 1, dadurch gehennzeieh- net, dass sie als Salz eines dreiwertigen 11Ze- tal.les ein wasserlösliches Eisensalz enthält.
CH236767D 1942-05-13 1943-04-29 Anstrichfarbe. CH236767A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1013374B (de) * 1953-09-12 1957-08-08 Hoechst Ag Verfahren zur Herstellung waessriger Pigmentdispersionen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1013374B (de) * 1953-09-12 1957-08-08 Hoechst Ag Verfahren zur Herstellung waessriger Pigmentdispersionen

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