CH236861A - Verfahren zur Herstellung einer eine hochvakuumdichte Verbindung zwischen einem Metallrohr und einem Keramikteil aufweisenden Vorrichtung. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer eine hochvakuumdichte Verbindung zwischen einem Metallrohr und einem Keramikteil aufweisenden Vorrichtung.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung einer eine hochvakuumdichte Verbindung zwischen einem llletallrohr und einem Keramikteil aufweisenden Vorrichtung. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer Vorrichtung, die eine hoch vakuumdichte Verbindung zwischen einem Metallrohr und einem Keramikteil, die mit Hilfe eines anorganischen Schmelzflusses er zeugt ist, aufweist und eine nach diesem Ver fahren hergestellte Vorrichtung.
Besondere Bedeutung hat die Erfindung bei der Her stellung von Elektronenröhren, insbesondere für die Ultrakurzwellentechnik, bei welchen häufig in ein Metallrohr, das vorzugsweise aus Kupfer besteht, eine Keramikplatte hochvakuumdicht eingeschmolzen ist. Wegen der verschiedenen Ausdehnungskoeffizienten von Kupfer und Keramik liessen sich nur relativ dünnwandige Kupferrohre verwenden, deren Wandstärke 0,05 bis 0,2 mm nicht überschreiten durfte, bei einem Durchmesser der Rohre von etwa 10 bis 50 mm.
Das erfindungsgemässe Verfahren ge stattet, auch Metallrohre von ,grösserer Wand stärke. mit Keramikteilen zu. verschmelzen, und zwar kann je nach Durchmesser die Wandstärke etwa 0,2 bis 0,5 mm betragen. Erfindungsgemäss wird bei der Herstellung der hochvakuumdichten Verbindung ein auf der derselben abgewandten Mantelfläche des Metallrohres wenigstens in der gleichen Höhe mit der vakuumdichten Verbindung angeordneter Körper miterhitzt, der bei unterhalb der Schmelztemperatur des Schmelzflusses liegenden Temperaturen eine Druckspannung auf die hochvakuumdichte Verbindung ausübt und der innig auf der genannten Mantelfläche des Metallrohres haftet.
Bei einer Innenverbindung soll also der aussen angeordnete Druckkörper eine grössere Wärmeausdehnungszahl haben als der Keramikteil. Entsprechend muss bei einer Aussenverbindung der innen angeordnete Druckkörper eine kleinere Wärmeausdeh- nungszahl haben als der Keramikteil. Unter einer Innenverbindung ist eine solche zu ver stehen, bei der die Verschmelzungsstelle im Innern des Rohres liegt. Eietsprechend liegt bei einer Aussenverbindung die Verschmel zungsstelle aussen. Es wird auf diese Weise ein Druck auf die Verschmelzung ausgeübt.
dessen Grösse sieh den jeweiligen Verhält nissen entsprechend durch Auswahl der Materialien und ihrer Dimensionen anpassen lässt.
Dies soll durch einige Ausführungsbei spiele des Erfindungsgegenstandes erläutert werden. In Fig. 1 ist ein Metallrohr 1, z. B. aus Kupfer, mit einer Keramikscheibe 3 durch den Glasfluss ? verbunden. An Stelle des Glasflusses \? kann auch eine Verlötung angewendet werden. Der Ring 5 besteht. aus Metall oder Keramik.
Er erzeugt zusammen mit dem Glasfluss 6 infolge ihrer etwas grö sseren Ausdehnungskoeffizienten bei unter halb der Schmelztemperatur des Verbin dungsflusses liegenden Temperaturen Drucl- spannungen auf die Verschmelzung bezw. Verlötung zwischen Teil 1 und 3.
In Fig. 2 ist die gleiche Verbindung dar gestellt, nur mit dem Unterschied, dass der Ring 5 durch das Hartlot 7 mit dem Teil 1 verlötet ist. Löten und Schmelzen kann in einem Arbeitsgang erfolgen.
Fig. 3 zeigt die Verschmelzungen von zwei konzentrischen Rohren. Die Teile 1, 3, 4, 5 und 8 sind, wie vorher beschrieben. durch die Schmelzflüsse 2 und 2a. sowie 6 und 6a miteinander verbunden. Teil 5 und Schmelzfluss 6 haben einen grösseren Au.s- dehnungskoeffizienten und Teil 8 und Fluss 6a dagegen einen kleineren Ausdeh nungskoeffizienten als Teil 3 und Schmelz fluss 2 und 2a.
In Fig.4 ist die entsprechende Ausfüh rungsform mit Verlötung der Teile 5 und 8 durch das Lot 7 und 7a dargestellt.
Eine weitere Ausführungsform der Ver bindung ist aus Fig.5 ersichtlich. Ein be liebig starkes Metallrohr 9 ist mit einem sehr dünnen, z. B. einige Zehntelsmillimeter starkem Kupferrohr 1 verlötet, verwalzt oder galvanisch verbunden. Dieses dünne Kupfer rohr wird durch das Glas 2 mit dem Kera mikteil 3 verschmolzen. Der Ausdehnungs- koeffizieiit; des Rohres 9 ist grösser als der Ausdelinuiigskoeffizient der Keramikscheibe 3 und des Schmelzflusses 2. In Fig. 6 ist dasselbe für zwei konzentrische, dickwandige Rohre 1) und 10 dargestellt.
Beim Rohr 1 \.) muss der Ausdehnungskoeffizient kleiner sein als der der Keramikscheibe 3 und des Schmelzflusses 2a. Bei diesen Ausführungs formen bilden die Rohre 9 und 10 den Druckkörper.
In vielen Fällen ist es bei Einschmelzun gen von konzentrischen Rohren nicht erfor derlich, an der Aussenseite des weiteren Roh res einen Druckkörper vorzusehen, sondern es genügt, nur einen solchen Druckkörper im Innern des engeren Rohres anzuordnen. Man kann hierzu auch einen Glasring vorsehen, das heisst den Keramik- oder Metalldruck körper weglassen und die Funktion der Er zeugung des Druckes auf die hochvakuurn- dichte Verbindung dem Glasring übertragen. Dieser Glasring kann z. B. mit Hilfe eines Kohleformkörpers eingeschmolzen werden. mit welchem er keine Verbindung eingeht.
Der Ausdehnungskoeffizient des Glasringes muss kleiner sein als der des aussenliegenden Keramikkörpers und dessen Schmelzflusses. Seine Dicke kann ferner noch so gewählt sein, dass die Druckspannung eine gewisse Grösse hat.
Handelt es sich um die hochvakuumdichte Einschmelzung von Kupferrohren, so kann man den äusserte Druckring (Ziffer 5 in den Abbildungen) mit Vorteil aus 50%igem Nickeleisen oder Chromeisen oder aus Kera mik T 2 herstellen, während für den Glas fluss 6 Bleiglas oder Glas 16i von Schott geeignet ist. Der Keramikkörper 3 kann vor teilhafterweise aus Frectuenta oder Calit be stehen, der mit Hilfe des Glasflusses 2 und 2a aus Fiolaxglas oder Glas 2954111 von Schott eingeschmolzen werden kann. Der innere Druckring 8 kann z.
B. aus Wolfram, Molyb- dän, Tantal, Kovar oder einer Keramik mit einer verhältnismässig kleinen Wärmeausdeh- nungszahl bestehen, welcher mit dem Fluss 6a, z. B. aus Glas<B>C</B> T9.0. Wolfram- oder Molybdäneinschmelzglas eingeschmolzen ist. Entsprechend kann man gemäss Fig. 5 und 6 das äussere Rohr 9 aus den gleichen Metallen herstellen wie den Ring 5, also z. B. Nickel- oder Chromeisen.
Für das innere Rohr 10 kommt dann, wie oben für die Körper 8, Wolfram, Molybdän, Tantal oder Kovar in Frage. Für die Rohre 9 und 10 lassen sich auch die entsprechenden keramischen Mate rialien verwenden, die mit einer dünnen Metallschicht versehen -sind.
Will man an Stelle der Verschmelzung mit Glasflüssen eine Verlötung mit Metall anwenden, so sind Hartlote aus Silber oder Silber-Kupfer-Legierungen gut geeignet.
Die vorbeschriebenen Beispiele betreffen Einschmelzungen von Kupferrohren. Es sei bemerkt, dass die Erfindung hierauf nicht be schränkt ist. Es können vielmehr auch Rohre aus andern Metallen eingeschmolzen werden. In diesem Falle sind die oben angegebenen keramischen Teile und Gläser, die für Kup fer passend gewählt sind, nicht ohne weiteres geeignet.
Das Verfahren nach der Erfindung lässt sich mit besonderem Vorteil beim Bau sol cher Elektronenröhren, insbesondere für ultrakurze Wellen des Zentimeter- oder Dezi- metergebietes anwenden, die einen von metal lischen Flächen allseitig begrenzten Hohl raum als frequenzbestimmenden Resonator haben. Bei diesen Anordnungen besteht häu fig der Resonator aus einer konzentrischen Energieleitung, die an einer Stelle die Elek tronenströmung enthält.
Auch für Ultrahoch frequenzverstärker- und Laufzeitröhren ist das Verfahren nach der Erfindung von Be deutung, da auch hier eine konzentrisehe Lei tung unmittelbar in das Vakuum eingeführt werden muss. Darüber hinaus ist das Verfah ren nach der Erfindung aber auch vorteilhaft bei Hohlrohrleitungen ohne Mittelleiter anzu wenden, das heisst bei Anordnungen, die zum Arbeiten mit Wellen vom sogenannten Hof oder E"-Typus dienen.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Herstellung einer Vor richtung, die eine hochvakuumdichte Verbin- dung zwischen einem Metallrohr und einem Keramikteil, die mit Hilfe. eines anorga nischen Schmelzflusses erzeugt ist, aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Herstel lung dieser hochvakuumdichten Verbindung ein auf der derselben abgewandten Mantel fläche des Metallrohres wenigstens in der gleichen Höhe mit der hochvakuumdichten Verbindung angeordneter Körper miberhitzt wird,der bei unterhalb der Schmelztempera tur des Schmelzflusses liegenden Temperatu ren eine Druckspannung auf die hoch vakuumdichte Verbindung ausübt und der innig auf der genannten Metallrohrmantel- fläche haftet. II. Vorrichtung mit einer hochvakuum- dichten Verbindung zwischen einem Metall rohr und einem Keramikteil, hergestellt nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I. UNTERANSPRÜCHE: 1.Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch .gekennzeichnet, dass der Keramik teil mit der Innenmantelfläche des Metall rohres hochvakuumdicht verbunden ist und der ausserhalb des Metallrohres angeordnete Druckkörper eine grössere Wärmeausdeh- nungszahl hat als der Keramikteil. 2.Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Keramikteil mit der Aussenmantelfläche des Metallrohres hochvakuumdicht verbunden ist und der innerhalb des Metallrohres angeordnete Druckkörper eine kleinere Wärmeausdeh- nungszahl hat als der Keramikteil. 3. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeich net, dass der Druckkörper ein Glasring ist. 4.Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckkör per aus Meta11 besteht. 5. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckkör per aus Keramik besteht. 6. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass als anorga nischer Schmelzfluss Glasfluss dient. 7. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeiehnet, dass als anorga nischer Sehmelzfluss Hartlot dient. B.Vorrichtung nach Patentanspruch 1I und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeich net, dass das mit dem Keramikteil verschmol zene Metallrohr als dünne Folie innig haf tend auf die innere Mantelfläche eines den Druckkörper bildenden Metallrohres auf gebracht ist, dessen Wärmeausdelinungszahl grösser ist als die des im Innern des erst genannten Metallrohres cingescliniolzenen Keramikteils. 9.Vorrichtung nach Patentansprueli II und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeich net, da.ss das mit dem Keramikteil verschmol zene Metallrohr als dünne Folie innig haf tend auf die äussere Mantelfläche eines den Druckkörper bildenden DTetallrolires auf gebracht ist, dessen Wärmeaus delinungszalil kleiner ist als die des ausserhalb des erst genannten Metallrohres aufgeschmolzenen Keramikteils.1.0. Vorrichtung nach Patentanspruch 1I und Unteranspruch 5, dadurch gekenuzeieli- net, dass das mit dem Keramikteil verselimol- zene Metallrohr als dünne Folie innig haf tend auf die innere Mantelfläche eines den Druckkörper bildenden Keramikrohres auf- gebraelit ist, dessen Wärmea.usdehnungszahl grösser ist als die des im Innern des Metall rohres eingeschmolzenen Keramikteils. 11.Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeich-' net. dass das mit dem Keramikteil verschmol zene Metallrohr als dünne Folie innig haf tend auf die äussere Mantelfläche eines den Druckkörper bildenden Keramikrohres auf gebracht ist, dessen Wärmeausdehnungszahl kleiner ist als die des ausserhalb des Metall rohres aufgeschmolzenen Keramikteils. 12.Vorrichtung nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass das mit dem Keramikteil liochvakuumdicht verbundene Metallrohr aus Kupfer besteht. 13.Vorrichtung nach Patenlanspruch 1I, a.nsgebildet als Elektronenröhrenanordnung für ultrakurze Wellen. insbesondere des Zentimeter- oder Dezimetergebietes, dadurch gekennzeichnet, dass zwei konzentrische Metallrohre zur Bildung eines Resonators in da.s Vakuumgefäss eingeführt sind. 14.Vorrichtung nach Patentanspruch TI und Unteranspruch 13, dadurch gekennzeich- liet, dass die beiden Rohre des Resonators aus Kupfer bestehen.
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