CH236959A - Verfahren zur Herstellung von durchsichtigem, blasenfreiem Kieselsäureglas. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von durchsichtigem, blasenfreiem Kieselsäureglas.Info
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Classifications
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C03—GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
- C03B—MANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
- C03B5/00—Melting in furnaces; Furnaces so far as specially adapted for glass manufacture
- C03B5/16—Special features of the melting process; Auxiliary means specially adapted for glass-melting furnaces
- C03B5/18—Stirring devices; Homogenisation
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- C03B5/16—Special features of the melting process; Auxiliary means specially adapted for glass-melting furnaces
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Description
Verfahren zur Herstellung von durchsichtigem, blasenfrefem Nieselsäureglas. Die Herstellung von durchsichtigem, bla senfreiem Kieselsäure,-las (Quarzglas) aus den üblicherweise für die Herstellung des blasenreichen, durchscheinenden oder un durchsichtigen Kieselsäureglases (Quarzgut) benutzten Rohstoffen, beispielsweise natür lichem hochkieselsäurehaltigem Quarzsand oder Qua.rzit, ist ein Problem,
mit welchem sich die Hersteller von Gegenständen aus Kieselsäureglas .seit Jahrzehnten beschäfti gen, ohne dass dieses Problem bisher einwand frei gelöst worden wäre. Tatsächlich ist auch heute noch immer notwendig, für die Her stellung von durchsichtigen, bläschenfreien Quarzglaserzeugnissen von dem sehr teuren und nur in begrenzten Mengen zur Verfügung stehenden Rohstoff Bergkristall auszugehen.
Weder der Vorschlag, unter Vakuum zu schmelzen und unter Druck erkalten zu .lassen, noch der einer Läuterung durch Zentrifugie ren öder andere haben praktische Bedeutung ge%vonnen, einerseits weil solche Verfahren sich als noch unwirtschaftlicher erwiesen als die Verwendung von natürlichem Bergkristall als Rohstoff und zum andern auch, weil viel fach der angestrebte Erfolg ausblieb, da sich zeigte, dass die zunächst blasenfrei erzeugten Gegenstände bei Erhitzung wieder blasig wurden.
Die Erfindung löst das Problem der endgültigen Entfernung der Bläschen aus Schmelzen von Rohstoffen, die an sich für die Herstellung von durchsichtigem Quarzglas nicht geeignet sind, wie natürlichem hoch kieselsäurehaltigem Quarzsand oder Quarzit, in einer überraschend vollkommenen Weise.
Sie geht von dem bekannten Vorschlag aus, Schmelzen durch Einleitung von Schallwel len zu entgasen, der auch für Quarzschmelzen bereits in der Theorie gemacht worden ist, ohne dass aber bisher die Möglichkeit seiner praktischen Anwendung für dieses Sonder gebiet bestanden hätte. Vielmehr musste die Verwirklichung des banz allgemeinen Vorschlages, durch Einlei tung von Schallwellen Schmelzen -wie Metall-. Glas- und Quarzschmelzen, Wasserlösungen. organische Flüssigkeiten,
verflüssigle Gase. O 1e und Harze zu entgasen, der Qu arzsclunel- zen irrigerweise als äquivalent. mit: Flüssig keiten ansieht, bei Quarzschmelzen dem Fach- mann, der ja weiss, dass eine Quarzsch.melzc, keine Schmelze im üblichen Sinne ist, von vornherein als aussichtslos erscheinen.
Er erweist sich denn auch als undurchführbar, solange nicht besondere Massnahmen ange wendet werden, die das für die Herbeifüh- rung des angestrebten Erfolges erforderliche Wirksamwerden der Schallwellen auf Quarz schmelzen ermöglichen.
Die Erfindung löst diese Auf4o-abe. Zu ihrem besseren Verständnis seien nachstehend die bisher für das Schmelzen von Kiesel- säureglas belmnnten Verfahren kurz erläu tert.
Diese lassen sich nach ihren Grund- gedanken in drei Gruppen einteilen, nämlich: 1. das Schmelzen von innen nach aussen, das heisst, mittels einer in das Schnielzbut ein gebetteten oder im Innern des Schnielzgutcs angeordneten Wärmequelle, das Schmelzen von aussen nach, innen, das heisst mittels einer das Sclimelz"ut ganz oder teilweise umgebenden oder über dein :selben angeordneten Wärmequelle.
das Schmelzen im freien Strahl, hei welchem das Sellmelzg-ut durch eine Wärme zone hindurehfällt bezw. durch sie hindurch geblasen wird, deren Temperatur so hoch ist. dass die einzelnen Körnchen dis Sehnielzgutes schmelzflüssig werden und auf einer in der Fall- bezw. Strahlrichtung an@",r-ordneteil Unterlage beim Auftreffen auf diese an schmelzen.
Bei der Mehrzahl der bekannten Verfah ren ergibt sich beim Schmelzen die Erschei- nung, dass sich zwischen der Wärmequell < , und dem Schmelzgut= eine Gasschicht bildet.
Das Vorhandensein dieser Gasschicht macht es unmöglich, das Schmelzgut über die Wärmequelle durch Schallwellen zu ]wein- flussen.
EMI0002.0065
Ebenso <SEP> ist <SEP> es <SEP> unmöglich, <SEP> bei <SEP> den <SEP> zu <SEP> der
<tb> ersten <SEP> Gruppe <SEP> gehörenden <SEP> Verfahren, <SEP> bei spielsweisc <SEP> bei <SEP> denen, <SEP> <B>hei</B> <SEP> welchen <SEP> das <SEP> Schmel zen <SEP> in <SEP> einem <SEP> Ofen <SEP> finit <SEP> zentral <SEP> angeordnetem
<tb> Widerstand <SEP> um <SEP> diesen <SEP> Herum <SEP> von <SEP> innen <SEP> nach
<tb> aussen <SEP> erfolgt-,
<SEP> 5cliallwellen <SEP> von <SEP> der <SEP> an <SEP> sich
<tb> festen <SEP> Ofenwan <SEP> tlung <SEP> auf <SEP> das <SEP> Schmelzgut <SEP> zu
<tb> iibe <SEP> rtragen, <SEP> (hl <SEP> sich <SEP> zwischen <SEP> Ofenwandung
<tb> und <SEP> Sehnielz@-ut <SEP> eine <SEP> mehr <SEP> oder <SEP> weniger <SEP> lok kere <SEP> Schicht <SEP> von <SEP> ungesclimolzenem <SEP> Rohnia tcria.l <SEP> (lx:ispielsweise <SEP> Quarzsand) <SEP> befindet. <SEP> die
<tb> zur <SEP> Sc,lialliibertra@;
ulig <SEP> nicht <SEP> geeignet <SEP> ist.
<tb> Das <SEP> erfindungsgemässe <SEP> Verfahren <SEP> zur
<tb> Herstellung <SEP> von <SEP> (lu-i-chsichtigem, <SEP> blasenfreiem
<tb> Kieseleäureglas <SEP> (Quarzglas) <SEP> aus <SEP> Rohstoffen.
<tb> die <SEP> für <SEP> die <SEP> Herstellung <SEP> von <SEP> durchsichtigem
<tb> Quarzglas <SEP> durch <SEP> blosses <SEP> Schmelzen <SEP> nicht <SEP> ge llgllet <SEP> sind, <SEP> ist <SEP> dadurch <SEP> g'ekellnz('lelinet, <SEP> dass
<tb> das <SEP> auf <SEP> einer <SEP> festen <SEP> Unterlage <SEP> befindliche
<tb> Quarz-lll <SEP> 11n <SEP> Selinie17zustand <SEP> der <SEP> Einwirkung
<tb> von <SEP> Schallwellen <SEP> ausgesetzt <SEP> wird. <SEP> die <SEP> über
<tb> die <SEP> Unterlage <SEP> in <SEP> das <SEP> Quarzgut:
<SEP> eingeleitet
<tb> werden.
<tb> C@rundsützlich <SEP> dient <SEP> also <SEP> bei <SEP> dem <SEP> Verfah ren <SEP> nach <SEP> der <SEP> Erfindung <SEP> die <SEP> Unterlage <SEP> als
<tb> Leiter <SEP> für <SEP> die <SEP> Beschallung <SEP> des <SEP> .Schmelzgutes.
<tb> Dabei <SEP> kann <SEP> (ler <SEP> Rohstoff <SEP> 71n <SEP> uügesehmolzenen
<tb> Zustand <SEP> auf <SEP> die <SEP> t <SEP> nierlage <SEP> aufgebracht <SEP> und
<tb> a-n#chliessend <SEP> durch <SEP> eine <SEP> über <SEP> ihm <SEP> angeordnete
<tb> Wärmequelle <SEP> durch- <SEP> und <SEP> an:
<SEP> der <SEP> Unterlage
<tb> angeschmolzen <SEP> werden, <SEP> oder <SEP> <B>(-s</B> <SEP> kann <SEP> das <SEP> fein körnige <SEP> oder <SEP> pulverisierte <SEP> Rohmaterial <SEP> nach
<tb> dem <SEP> Durchfallen <SEP> oder <SEP> Durchgeblasenwerden
<tb> (llil.ch <SEP> ein(> <SEP> ' < irmezone <SEP> an <SEP> der <SEP> U <SEP> üterlage <SEP> an ",esrliniolzen. <SEP> oder <SEP> es <SEP> kann <SEP> schliesslieb <SEP> auch
<tb> bereit:
. <SEP> durchgeschmolzenes <SEP> Quarzgut <SEP> in <SEP> gro ssen <SEP> oder <SEP> kleinen <SEP> Stücken <SEP> in <SEP> bekannter <SEP> Weise
<tb> an <SEP> die <SEP> Unterlage <SEP> angesehinolzeil <SEP> oder <SEP> ange schw-eisst <SEP> werden.
<tb> 11s <SEP> Uniei,lage <SEP> können <SEP> Platten. <SEP> Rohre <SEP> oder
<tb> Stülie, <SEP> begi-benenfalls <SEP> auch <SEP> Muffeln <SEP> aus
<tb> Quarzgut <SEP> oder <SEP> einem <SEP> andern, <SEP> thern113eli <SEP> und
<tb> physikalisch <SEP> geeigneten <SEP> -Werkstoff <SEP> dienen,
<tb> voransgesetzl, <SEP> -dass <SEP> ihre <SEP> Dichte <SEP> für <SEP> die <SEP> liher trag;
ung <SEP> der <SEP> Schallwellen, <SEP> insbesondere. <SEP> der
<tb> Ultraschallwellen, <SEP> ausreichend <SEP> ist.
<tb> Es <SEP> ist <SEP> zweckmüssig, <SEP> die <SEP> dem <SEP> zti <SEP> beschallen den, <SEP> ini <SEP> Schmelzzustand <SEP> befindlichem <SEP> Gut abgewandte Seite der Unterlage mit der Schallquelle schalleitend zu verbinden.
Dies kann beispielsweise derart geschehen, dass bei Verwendung eines Stabes oder Rohres als Unterlage das von der Schmelz zone abgewendete Ende des Stabes oder Rohres .derart mit einem Flüssigkeitsmantel verbunden wird, dass die in diesem Flüssig keitsmantel vorhandene Flüssigkeit einer seits mit dem Ende des Stabes oder Rohres, anderseits mit einer Schallquelle schalleitend verbunden ist.
In ähnlicher Weise kann eine platten- oder muffelförmige Unterlage mit einem Flüssigkeitsmantel so verbunden wer den, dass die im Flüssigkeitsmantel vorhan dene Flüssigkeit im direkten, schalleitenden Kontakt mit der Unterlage einerseits und der Schallquelle anderseits steht.
Das nach der Erfindung aus den .sonst vorzugsweise für die Herstellung von un durchsichtigem Kieselsäureglas benutzten Rohstoffen, wie beispielsweise Quarzsand oder Quarzit, erzeugte blasenfreie, durch sichtige Kieselsäureglas kann eelbstverständ- lich in bekannter Weise zu Rohren, Stäben oder Platten weiterverarbeitet werden.
Durch die Erfindung wird damit die Industrie des reinen Kieselsäureglases von den bisher für die Erzeugung des durchsichtigen, blasen freien Kieselsäureglases (Quarzglases) benö tigten teuren, ausländischen Rohstoffen unab hängig gemacht und damit .die Aufgabe ge löst, die in. den letzten Jahren zum brennend sten Problem der Quarzglasindustrie gewor den ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von durchsich tigem, blasenfreiem Kieselsäureglas (Quarz glas) aus Rohstoffen, die für die Herstellung von durchsichtigem Quarzglas durch blosses Schmelzen nicht geeignet sind, dadurch ge kennzeichnet"dass das im Schmelzzustand auf einer festen Unterlage befindliche Quarzgut der Einwirkung von -Schallwellen ausgesetzt wird, die über diese Unterlage in das Quarz gut eingeleitet werden. UNTERANSPRüCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die feste Unter lage beschallt wird, während der Rohstoff auf ihr niedergeschmolzen wird. 2. Verfahrene nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die feste Unter- tage, mit der mindestens .ein. Quarzgutstück durch Schmelzung verbunden ist, der Ein wirkung von. ,Schallwellen ausgesetzt wird, während gleichzeitig das.Quarzgutstück er neut auf Schmelzhitze gebracht wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schallwellen in den Teil der Unter lage eingeleitet werden, der dem das Quarz gut tragenden Teil derselben abgekehrt ist. 4. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine aus Kiesedsäureglas bestehende feste Unterlage verwendet wird.5. Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und 4, dadurch ge kennzeichnet, dass eine aus Quarzgut be- stehende feste Unterlage verwendet wird. 6. Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1, 4 und 5, dadurch ge kennzeichnet, dass ein Rohr aus Quarzgut als Unterlage verwendet wird. 7. Verfahren; nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1, 4 und 5, dadurch ge kennzeichnet, dass ein,Stab aus Quarzgut als Unterlage verwendet wird. B.Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1, 4 und 5, dadurch ge kennzeichnet, dass eine Platte aus Quarzgut als Unterlage verwendet wird. 9. Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1, 4 und<B>5,</B> dadurch ge kennzeichnet, dass eine Muffel aus Quarzgut als Unterlage verwendet wird.
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1942
- 1942-11-12 FR FR888553D patent/FR888553A/fr not_active Expired
- 1942-11-16 CH CH236959D patent/CH236959A/de unknown
Also Published As
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|---|---|
| FR888553A (fr) | 1943-12-16 |
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