CH237030A - Elektrisches Quotientenmessgerät. - Google Patents
Elektrisches Quotientenmessgerät.Info
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Description
Elektrisches Quotientenmessgerät.
Elektrische Quotientenmessgeräte werden in der Regel a. ls Kreuzspul-oder. Kreuzfeld- instrumente gebaut, wobei zwei sich unter einem mehr oder weniger grossen Winkel kreuzende Spulen, die von je einem der bei- den Ströme durchflossen werden, deren Quotient gemessen werden soll, in einem Magnetfeld drehbar angeordnet sind. Infolgedessen müssen die Strome den Spulen über beweg- liche Zuleitungen zugeführt werden. Dies ist aber bei Quotientenmessgeräten besonders deshalb störend, weil das nicht zu vermeidende mechanische Riehtmoment der Zuführungs- federn oder-bänder störend in die Messung eingeht.
Bei elektrostatischen oder Dreheisen-Quotientenmessgeräten sind zwar keine beweglichen Zuleitungen erforderlich, jedoch sind solche Messgeräte nur beschränkt anwendbar. Ebenso wenig praktisehe Bedeu- tung haben sogenannte Proportionalitäts- galvanometer erlangt, bei denen eine Magnetnadel im Felde zweier gegeneinandergeneig- ter Spulen drehbar gelagert ist.
Dagegen erhält man ein elektrisches Quotientenmessgerät mit einem unter dem Einfluss mindestens zweier gegeneinandergeneig- ter Feldspulen drehbar gelagerten Dauermagneten, das ebenso allgemein anwendbar ist wie die bisher üblichen : Kreuzspul-oder Ereuzfeldinstrumente und diesen gegenüber den Vorzug aufweist, dass keine beweglichen Zuleitungen erforderlich sind, gemäss der Erfindung dadurch, dass ein scheibenförmiger Dauermagnet von zwei Feldspulen derart umgeben ist, dass die Drehachse des Dauermagneten parallel zu den Spulenflächen liegt und die Feldspulen von einem konzentrisch zur Drehachse des Dauermagneten angeordneten Weicheisenring umgeben sind.
Dadurch wird einerseits das Einstellmoment erhöht und anderseits das Messwerk gegen äussere magnetische Fremdfelder abgeschirmt.
In der Zeichnung sind in den Fig. 1 und 2 zwei Ausführungsbeispiele von Quotientenmessgeräten gemäss der Erfindung in Schaltbildern dargestellt, während die Fig. 3 und 4 in zwei. Ansichten, teilweise im Schnitt, ein Messgerät zeigen, das sowohl in der durch Fig. l als aueh in der durch Fig. 2 erhilller- ten Schaltung benutzt werden kann.
In Fig. l sind zwei Feldspulen 1 und 2 unter einem kleinen Winkel ? gegeneinandergeneigt angeordnet und so an die mit + und-bezeichneten Klemmen 3 und 4 einer Stromquelle angeschlossen, dass jede Spule von einem Zweigstrom il bezw. i durchflos- sen wird. Dabei ist in den Zweigstrom i2 ein temperaturunempfindlicher Widerstand 5 und in den Zweigstrom i1 au¯er einem tempera turune. mpfindlichen Widerstand G ein tem- peraturempfindlicher Widerstand 7 ein- gesehaltet.
Sind die Widerstände in den beiden Stromzweigen gleich gro¯, so da¯ i1 = i2 ist. so sind unter der Voraussetzung gleieher Spulen auch die durch entsprechende Vek- toren ?1 und ?2 dargestellten Magnetfelder gleich gro¯ und gegeneinander um einen Winkel von 180¯ -?versetzt. Es entsteht dann ein resultierendes Feld (1). dessen Richtung den Neigungswinkel ? der spulen halbiert.
In die Richtung dieses resultierenden Feldes kann sich nun ein seheibenftirmioer Dauermagnet 8 einstellen, der zwischen den Spulen 1 und 2 so gelagert Ist. dass seine durch die Seheibenmitte gehende Drehachse parallel ru den Spulenflächen liegt. I) ie Seheibenform des Magneten erhöht die Sta- bilität der Einstellung.
Wenn nun die Temperatur z. B. abnimmt. so dass der Widerstand 7 ebenfalls abnimmt. so WÏchst der Strom i1 an und damit auch das entsprechende Feld. z. B. auf ?'1, wÏhrend der Strom i. als Richtstrom im wesent- lichen ungeändert bleibt. Infolgedessen bil- det sich ein resultierendes Feld ?', das gegen das Feld (1) z. B. um 45¯ gedreht ist. Steigt die Temperatur anderseits an. so wird der Strom il und ebenso das betreffende Feld lvleiner. z. B. gleich ?"1. so dass sich ein resultierendes Feld "ergibt, das z. B. um 45¯ nach der andern Richtung gegen ber ? gedreht ist.
Entsprechend wird sich auch der drehbare Dauermagnet 8 aus der gezeichne- ten Mittellage in die eine oder andere Rieh tung drehen. Dabei wird die Quotienten- empfindlichkeit nm so grösser, je kleiner der Winke] ? gewählt wird.
Fig. 2 zeigt eine schematische Darstellung eines Quotientenme¯gerÏtes gemϯ der Erfindung zum Alessen einer Temperatur mittels eines Widerstandsthermometers. Dabei werden die beiden Messspulen I und 2 von dem Diagonalstrom einer Brückenschaltung durchflossen, die an die mit + und - bezeichneten Klemmen 3 bezw. 4 einer Stromquelle angeschlossen sind.
Die Brückenschal- t. ung enthält in dem von einem Strom i durchflossenen Stromzweige zwei tempera turunempfindliche Widerstände 5 und 5'und in dem andern, von einem Strom il durch- flossenen Stromzweige einen temperatur- unempfindlichen Widerstand 6 und einen temperaturcmpfindlichen Widerstand 7. Vor der Verzweigung durchfliesst der Speisestrom i = i1 + i2 eine die Messspulen 1 und 2 im wesentlichen senkrecht kreuzende Riehtspule 21, die in Fig. 1 im Sehnitt dargestellt ist.
Die Richtspule könnte aber auch unmittelbar an die Klemmen 3 und 4 der Speisestrom- quelle angeschlossen sein.
Wenn die Widerstände in den Brüekenzweigen gleich gross sind. so verschwindet der Diagonalstrom, und der zwischen den AIess- spulen I und 2 drehbar gelagerte, schema- tiseh in Stabform gezeichnete, In Wirklich- keit scheibenf¯rmige Dauermagnet 8 stellt sich unter dem Einfluss des Feldes 01 der Richtspule in die gezeichnete Mittellage ein.
¯ndert sich nun die Temperatur, so tritt ein Diagonalstrom auf. der z. B. in Richtung der eingezeichneten Pfeile die Me¯spulen 1 und 2 ? durchfliesst und ein Feld + ?M erzeugt, das senkrecht zu ?R gerichtet ist. Es entsteht somit ein resultierendes Feld (. P', das unter 45¯ gegen ?R geneigt ist, vorausgesetzt, dass die Ampcrewindungen der beiden Messspulen 1 und 2 gleich den Amperewindungen der Richtspule 21 sind. Ändert sich die Temperatur in umgekehrtem Sinne um den glechen Betrag, so kehrt sich die Richtung des Feldes der Messspulen um, und es entsteht ein resultierendes Feld 0", das in der entgegengesetzten Richtung um 45 gegen diR geneigt ist.
Der Dauermagnet 8 wird sich also stets in die Richtung des resultierenden Feldes einstellen, so daB ein mit ihm verbundener Zeiger zur Temperaturanzeige benutzt werden kann.
Fig. 3 ist eine Ansicht in Richtung der Drehachse des Messwerkes und Fig. 4 ein Schnitt nach der Linie A-B.
Zum Tragen der Spulen 1 und 2 dient ein Spritzmetallkörper 9, der die aus der Zeichnungeersichtliehe Form hat. Er trägt unten einen Ansatz 10 zur Aufnahme einer Lagerschraube 11 für die den Dauermagneten 8 tragende Messwerkwelle 12 und ist oberhalb dieses Ansatzes mit einem zwischen den Spulen 1 und 2 liegenden Schlitz versehen zum seitlichen Einführen der Mess- werkwelle. Im obern Teil ist an dem Trag- körper 9 ein übergreifender Ansatz 13 f r die zweite Ija. gerschraube 14 vorgesehen, der die aus Fig. 3 ersichtliche Form hat und mit zwei seitlichen Streben 15, 16 zum Be- festigen einer Skalenplatte 17 versehen ist.
Im übrigen ist der Tragkorper 9 so gestaltet, dass die Feldspulen 1 und 2 von je einer Seite übergeschoben werden können. Auf der Welle 12 ist ein Zeiger 18 befestigt, der über der Skalenplatte 17 zwischen zwei Anschlägen 19 und 20 spielt.
Dabei können die Spulen 1 und 2 entweder nach Fig. 1 oder nach Fig. 2 geschaltet werden. AuBerdem ist der Tragkör- per 9 so ausgebildet, dass er auch die Richtspule 21 aufnehmen kann, die die beiden Messspulen 1 und 2 umfa¯t und im wesentlichen rechtwinklig kreuzt. Dabei ist die Richtspule auf der mit dem Einführungs- schlitz für die Messwerkwelle 12 versehenen rechten Seite des Spulenträgers 9 angeordnet, während der obere Lageransatz 13 von der andern, linken Seite her bergreift.
Dies hat den Vorteil, daB die Richts. pule 21 auf einen entsprechenden Ansatz des Tragkörpers von der rechten Seite her aufgeschoben werden kann. AuBerdem ist auf den Tragkörper 9 in axialer Richtung konzentrisch zur Drehachse des Dauermagneten 8 ein die Spulen umgebender Weicheisenring 22 aufgeschoben.
Wenn die Schaltung nach Fig. 1 gewählt wird, müssen die Spulen 1 und 2 unter einem kleinen Winkel 8, z. B. 6 , gegeneinander- geneigt sein. In diesem Falle ist die Richtspule 21 entbehrlich. Dagegen können die Messspulen 1 und 2 bei Verwendung der Schaltung nach Fig. 2 auch einander parallel liegen. Es ist jedoch auch in diesem Falle vorteilhaft, sie unter einem kleinen Winkel geneigt anzuordnen, weil man dadurch bau- liche Vorteile bez glich der Anbringung des zum seitlichen Einführen der Messwerkwelle 12 bestimmten Schlitzes gewinnt.
Ein in der beschriebenen Weise gebautes Messgerät kann gegebenenfalls auch zum Messen von elektrischen Gleichströmen oder -spannungen an Stelle eines Drehspulinstru- mentes benutzt werden. In diesem Falle werden die beiden Feldspulen 1 und 2 vorzugsweise so von dem Messstrom durchflossen, dass ihre Magnetfelder in gleicher Richtung wirken, während das Richtmoment von einer Spiralfeder erzeugt wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH : Elektrisches Quotientenmessgerät mit einem unter dem Einfluss mindestens zweier gegen einandergeneigter Stromspulen drehbar gelagerten'Dauermagneten, dadurch gekennzeichnet, dass ein scheibenförmiger Dauermagnet von zwei Feldspulen derart umgeben ist, dass die Drehachse des Dauermagneten parallel zu den Spulenflächen liegt und die Feldspulen von einem konzentriseh zur Drehachse des Dauermagneten angeordneten Weicheisenring umgeben.UNTERANSPRUCHE : 1. Me¯gerÏt nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zwei um einen Winkel (b) gegeneinandergeneigte Feldspulen (1., 2) vorgesehen sind, die von je einem der beiden Ströme, deren Quotient gemessen werden soll, derart durchflossen werden, dass die Felder der beiden Spulen einander entgegen- wirken.2. Messgerät nach Patentanspruch. dadurch gekennzeichnet, dass ein aus Spritzmetall bestehender TrÏger (9) für die Spulen zugleich als Lagerkorper für den Dauermagneten (8) ausgebildet ist.3. AIessgerät nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der drehbare Dauermagnet (8) unter dem Einfluss von zwei zu beiden Seiten der ihn tragenden Messwerkwelle (12) angeordneten Messspulen (1, 2) sowie von einer diese annähernd rechtwinklig kreuzenden Richtspule (21) steht und die Alessspulen so geschaltet sind. dass ihre Felder sich summieren.4. ZIessgerät nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Riehtspule (21) die Me¯spulen (1, 2) umfa¯t.5. Messgerät nach Unteransprueh 3, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Meus- spulen (1, 2) von dem Diagonalstrom einer Brüekenschaltung durchflossen werden und die Richtspule (21) an die Stromquelle der Brückenschaltung angeschlossen ist.6. Messgerät nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, da¯ die beiden Messspulen (1, 2) um einen kleinen Winkel (8) gegeneinandergeneigt sind.7. Messgerät nach Unteransprueh 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Spulenträger (9) mit einer schlitzförmigen Ausnehmung zwischen den beiden Messspulen (1, 2) zum Einführen der den Dauermagneten (8) tra genden Messwerkwelle (12) versehen ist.8. Messgerät nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, da¯ die Richtspule (21) auf der mit dem Einführungsschlitz f r die Messwerkwelle (12) versehenen Seite des Spulenträgers (9) angeordnet und dieser mit einem von der andern Seite her iibergreifen- den Ansatz (13) zum Lagern der Messwerk- welle versehen ist.
Applications Claiming Priority (1)
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| DE237030X | 1942-01-24 |
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| CH237030D CH237030A (de) | 1942-01-24 | 1943-01-20 | Elektrisches Quotientenmessgerät. |
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| CH (1) | CH237030A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1033773B (de) * | 1955-07-29 | 1958-07-10 | Siemens Und Halske Ag | Quotientenmesswerk mit Kernmagnet |
-
1943
- 1943-01-20 CH CH237030D patent/CH237030A/de unknown
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| DE1033773B (de) * | 1955-07-29 | 1958-07-10 | Siemens Und Halske Ag | Quotientenmesswerk mit Kernmagnet |
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