CH237229A - Verfahren zur konservierenden Imprägnierung pflanzlicher Zellgewebe. - Google Patents

Verfahren zur konservierenden Imprägnierung pflanzlicher Zellgewebe.

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CH237229A
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Georg Hoener Friedrich
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Georg Hoener Friedrich
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B27WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
    • B27KPROCESSES, APPARATUS OR SELECTION OF SUBSTANCES FOR IMPREGNATING, STAINING, DYEING, BLEACHING OF WOOD OR SIMILAR MATERIALS, OR TREATING OF WOOD OR SIMILAR MATERIALS WITH PERMEANT LIQUIDS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CHEMICAL OR PHYSICAL TREATMENT OF CORK, CANE, REED, STRAW OR SIMILAR MATERIALS
    • B27K3/00Impregnating wood, e.g. impregnation pretreatment, for example puncturing; Wood impregnation aids not directly involved in the impregnation process
    • B27K3/34Organic impregnating agents
    • B27K3/50Mixtures of different organic impregnating agents

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Forests & Forestry (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description


  Verfahren zur konservierenden Imprägnierung     pflanzlicher    Zellgewebe.    Pflanzliche Zellgewebe sind bekanntlich  einer mehr oder weniger schnell     wirkenden     Zerstörung oder Beschädigung durch niedere  Lebewesen, insbesondere Fäulnisbakterien,  Algen, Pilze und Insekten ausgesetzt. Dies  gilt für lebende, vor allem aber für tote Zell  gewebe, das heisst solche, deren Protoplasma  die ihm in der lebenden Pflanze zufallenden  Funktionen, vor allem die Bildung von  Schutz- und Abwehrstoffen, nicht mehr aus  zuüben vermag.

   Eine der Methoden zur Ver  hinderung oder doch wenigstens Verminde  rung dieser zerstörenden     bezw.    schädigenden  Einwirkung niederer Lebewesen auf Pflan  zenzellgewebe ist die Behandlung derselben  mit konservierenden     Imprägnierungsmitteln.     Als solche     Konservierungsmittel    sind bisher  Lösungen     bactericid,        fungicid    und     insecticid          wirkender    anorganischer oder organischer,  pflanzenfremder Stoffe verwendet worden.

    Zur Konservierung verholzter oder verkorkter  Zellgewebe zum Beispiel kommen Lösungen  von Metallverbindungen     (Hg,        Cu,    Zn, As  usw.), Halogenverbindungen     (Fluoride    usw.)    sowie Lösungen diverser Teerbestandteile und       -li.bkömmlinge    zur     Verwendung.    Gegenstand  der vorliegenden Erfindung ist ein     konservie-          -rcndes        Imprägnierungsverfahren    für pflanz  liche Zellgewebe aller Art.

   Es wurde gefun  den,     dass    verschiedene Pflanzen     bactericid,          fungicid    und     inseeticid    hoch wirksame, kom  plizierte organische Verbindungen     als,Schutz-          und    Abwehrstoff im Vorrat aufbauen und in  bestimmten Pflanzenteilen ablagern.  



  Das     Imprägnierungsverfahren    von pflanz  lichem Zellgewebe gemäss vorliegender Er  findung     kennzeichnet    sich dadurch, dass die  ses mit einer farblosen Lösung, welche einen  pflanzlichen Schutz-     und    Abwehrstoff gegen  schädigende     Einwirkungen    durch niedere  Lebewesen gelöst enthält, behandelt     wird.     Auch eine Kombination des spezifischen  pflanzlichen Schutz- und Abwehrstoffes mit       mindestens    einem pflanzenfremden, anorga  nischen oder organischen Konservierungsmit  tel, zum Beispiel Schwefelkohlenstoff, in der  gleichen Lösung ist möglich.

   Ferner können  der Lösung leicht flüchtige Stoffe geringer      Viskosität beigegeben werden, zum Beispiel  Chloroform, um ein leichteres Eindringen der  wirksamen Bestandteile in das zu konservie  rende     Pflanzengewebe    herbeizuführen. Ferner  können     wasserabweisende    Stoffe, wie     Paraf-          finöl    und trocknende Stoffe, wie Leinöl, zu  gefügt werden, die um den zu konservieren  den Pflanzenteil einen     Schutzfiberzug    bilden.

    Ferner können färbende Stoffe, zum Beispiel  Mineral- oder     Anilinfarben,    zugesetzt     werden.     Als Lösungsmittel dienen Flüssigkeiten, in  denen die verwendeten konservierenden Be  standteile und die übrigen Bestandteile in  den erforderlichen     ]Konzentrationen        löslich     sind.  



  Die Behandlung der zu konservierenden  Pflanzenteile mit dem     Konserv        iei-ung;smittel     geschieht nach den üblichen Methoden, zum  Beispiel durch Tränken. Aufspritzen     usiv.     



  Als pflanzliche Schutz- und Abwehr  stoffe können verwendet werden: Extrakte  aus     Derriswurzel,        Lonchocarpus,        Nicon,        Mil-          lettia,,        Mundulea,        Stemone        tuberosa,        Tephro-          sia        Vogelii,        Barbasco    und     Timbo,    welche be  kanntlich als     wirksamen    Bestandteil     Rotenon     oder     Tubain    oder beide enthalten.  



       Beispiel:     1 g     Rotenon,    1 g Schwefelkohlenstoff,  8 g Chloroform, 50 g     Sikkativ,        19-0g        Paraf-          finöl,    250 g Terpentin, 500 g Leinöl werden  gemischt und ergeben eine     farblose    Flüssig  keit von grosser Viskosität.     'Mit    dieser Flüs  sigkeit wird das zu konservierende     Holzstuck     durch Eintauchen oder Bestreichen imprä  gniert; ihre     rksamen    Bestandteile dringen  in das Holz ein und üben die     konservierende     Wirkung aus.

   Paraffin- und Leinöl bilden  einen Schutzüberzug gegen     Feuchtigkeit    oder  gar eindringendes oder     auslaugendes    Wasser.  Das konservierende     Imprägnierungsinittel     kann mit     Lazur-    oder Deckfarben (fettlös  liche     Anilinfarben    oder mineralische Farben)  gemischt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur konservierenden Imprägnie- rung von pflanzlichem Zellgewebe, dadurch gehenuzeichnet, dass dieses mit einer farb losen Lösung, \welche einen pflanzlichen Schutz- und Abwehrstoff gegen schädigende @int < irhungen durch niedere Lebewesen ge lost enthält. behandelt wird. UNTERANSPR U CHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch geli#ennz(-ichriet, dass die Lösung einen l@actericid wirkender) pflanzlichen Schutz m d Abwehrstoff enthält. \2. Verfahren nach Patentanspruch, da- durch gekenrizeiclinet, dass die Lösung einen ii;secticid wirkender) pflanzlichen Schutz- und Abwehrstoff enthält.
    3. Ve rfahreii nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Lösung einen fungicid wirkenden pflanzlichen Schutz- und Abwehrstoff enthält. I. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Lösung als pflanzlichen Schutz- und Abwehrstoff Rote- 11011 enthält.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Lösung ein pflanzenfremdes Konservierungsmittel ent- h;ilt. f1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Lösung einen Bestandteil enthält, der ein leichtes Eindrin gen der )wirksamen Stoffe in das Zellgewebe bewirkt. 7.
    Verfahren nach Patentanspruch, da- Onrch gckeriiizeichiret:, dass die Lösung einen Stoff eritli;lilt, der auf dem zu imprägnieren- den einem wasserabweisen- den Überzug bildet. B.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Lösung als wasserabweisenden Be- sta.ndteil Paraffinöl enthält. 9. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch i, dadurch gekennzeichnet, dass die Lösung als wasserabweisenden Be standteil ein trocknendes 01 enthält.
CH237229D 1944-06-15 1944-06-15 Verfahren zur konservierenden Imprägnierung pflanzlicher Zellgewebe. CH237229A (de)

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