CH237328A - Verfahren zur Herstellung einer komplexen Gold-Agar-Pepton-Verbindung. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer komplexen Gold-Agar-Pepton-Verbindung.

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CH237328A
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Description


  



  Verfahren zur Herstellung einer l : omplegen   Gold-Agar-Pepton-Verbindung.   



   Im Hauptpatent ist ein Verfahren beschrieben, komplexe wasserlösliche Verbindungen aus Stärke,   Goldsalzen    und Eiweissabbauprodukten darzustellen.



   Bei der weiteren Bearbeitung dieses Gebietes wurde nun gefunden, dass an Stelle von Stärke allgemein Mono-un Polysaccharide verwendet werden können. Sowohl Mono-, Di-, Tri-als auch andere Polysaccharide als Stärke geben bei der Umsetzung mit Goldsalzen und Eiweissabbauprodukten (Peptonen bezw. Albumosen) in gleichlaufender Reaktion Komplexverbindungen, deren Eigenschaften weitgehend mit denjenigen der   Stärke-Komplesverbindungen    des Hauptpatentes übereinstimmen.



   Als Peptone bezw. Albumosen kommen die unter cliesen Namen bekannten Eiweissabbauprodukte, die noch einen Teil der Ei  weissreaktionen    besitzen, in Frage. Diese Verbindungen, von denen zahlreiche Marken im Handel sind, können durch Hydrolyse von pflanzlichen oder tierischen   EiweiBverbin-      dungen    (Lupinen, Kleber, Aleuron, Eialbumin, Blutserum, Blutfibrin, Muskeln, Organen, Geweben,   Fleischmehl,    Fischmehl, Milch, Casein, Seide, Gelatine usw.) in bekannter Weise gewonnen werden (siehe z. B. Ullmann, Enzyklopädie   der techn.    Chemie 1931,   VIII,    Seiten   319-321).   



   Als Mono-, Di-bezw. andere Polysaccharide als Stärke seien genannt : Glucose, Milchzucker, Rohrzucker, Maltose, Raffinose, Cellulose, Agar, Gummiarabicum usw.



   Als Goldsalze kommen vor allem diejenigen des Handels, insbesondere die   Goldchlor-und    -bromverbindungen, in Frage. Genannt seien Aurichlorid   und-bromid,    Goldtrichlorid, krist. gelb   (= AuC13, HC1 + 4 H20),    Goldbromidbromwasserstoff, deren Natrium-, Kalium-und Ammoniumsalze,   Goldeyanid    usw.



   Für die Darstellung der neuen   Eomplex-    verbindungen ist saure Reaktion von aus  schlaggebender    Bedeutung. Es ist meist gar nicht nötig, das Reaktionsmedium sauer zu stellen, da Goldsalze als Salze eines Edelmetalles sehr leicht Säure abspalten. Sehr wahrscheinlich treten die Anionen der ver wendeten Goldverbindungen in den   erzeug-    ten   Komplexverbindungen nicht auf. Wegen    der kolloidalen Natur der Reaktionsprodukte ist der   strikte    Beweis schwer zu f hren, doch kann aus der Menge der entstehenden freien Säuren, die aus den Anionen der   Goldsaixe    stammen, geschlossen werden, dass die Anionen zur Hauptsache an der   Kondensation un-    beteiligt sind.

   Alkalische Reaktion f hrt   un    Gegensatz zur sauren zu den in der Fach    litera. tur vielfach beschriebenen roten, violet-    ten bis blauen Goldsolen, die sieh deutlich von den grünstichig gelbgefÏrbten L¯sungen der neuen Komplexverbindungen unterscheiden.   Die Mengenverhältnisse der angewand-    ten Komponenten lassen sich in weiten   Gren-    zen variieren, doch wird man   danach trach-    ten, diejenigen Verhältnisse zu wÏhlen, die   out    filtrierbare   Endlosungen ergeben.   



   Die wasserl¯slichen Reaktionsprodukts k¯nnen durch geeignete FÏllungsmittel, wie   z.    B.   Pikrinsäure,    abgeschieden werden. Sie k¯nnen aber   aneth    durch Eindampfen als in Wasser wieder klar   losliche    Pulver   gewon-    nen werden.



   Gegenstand vorliegenden Zusatzpatentes ist ein Verfahren zur Herstellung einer konmplexen Gold-Agar-Pepton-Verbindung, wel ches dadurch gekennzeichnet ist, dass   @ man    ein Goldsalz, Pepton und Agar in wϯrigein. saurem Medium miteinander umsetzt und di   Reaktionslösung klarfiltriert.   



   Das Reaktionsprodukt gibt eine grün   stichig    gelbe Lösung, die sich zu einem in Wasser wieder klar   löslichen Pulver einengen    lässt. Die neue komplexe Gold-Pepton-Agar Verbindung besitzt wertvolle therapeutische   Eigensehaften.   



   Beispiel:
Eine L¯sung von 1 Teil Caseinpepton in 10 Teilen Wasser wird mit 0. 5 Teilen (AuCl.i)H.4H,0 versetzt. Durch R hren wird das Goldsulz in Losung gebracht, es setzt sich sofort zum   schwerlöslichen Gold-    pepton um. Diese AufschlÏmmung wird nun portionenweise in 100 Teile einer   koehenden    1%igen Agarl¯sung eingetragen. Sehr bald beginnt die Ausscheidung von metallischem Gold. Man kocht schwach bis zur Beendigung der Abscheidung und filtriert heiss oder nach (] Erkalten. Am Schlu¯ wird eine grün  stiehi    gelbe Losung   der Gold-Pepton-Agar-    Komplexverbindung erhalten, die man durch Dialyse, gegebenenfalls nach Abstumpfung der Salzsaure, reinigen und einengen kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung einer kom plexen fiold-Agar-Pcpton-Verbindung, da durch gekennzeichnet, da¯ man ein Goldsalz.
    Pepton und Agar in wässrigem, saurem Medium miteinander umsetzt und die Reaktions- l¯sung klarfiltriert.
    Das Reaktionsprodukt gibt eine gr n stichig gelbe Lösung, die sich zu einem in Wasser wieder klar löslichen Pulver einengen lässt. Die neue komplexe Gold-Pepton-Agar Vcrbindung besitzt wertvolle therapeutische Eigenschaften.
CH237328D 1940-04-19 1940-04-19 Verfahren zur Herstellung einer komplexen Gold-Agar-Pepton-Verbindung. CH237328A (de)

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