CH237426A - Prüfröhrchen für Gasspürapparate. - Google Patents
Prüfröhrchen für Gasspürapparate.Info
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Description
Prüfröhrehen für Gasspürapparate. In den bekannten Prüfröhrchen für Gas spürapparate sind Schichten von Rea1,tions- oder Anreicherungsmassen angeordnet. Die Art der Befestigung dieser Füllung der Prüf röhrchen ist bisher im wesentlichen von dein Material abhängig gewesen, aus dem das Prüfröhrchen besteht.
Für den Fall, dass die Röhrchen aus einer Kunststoffmasse bestehen, hat man die Röhrchen mit besonderen Befestibgungsmitteln ausgerüstet, die mit dem Röhrchen ein Stück bilden und .die zur Befestigung der meist aus gasdurchlässigen Scheiben bestehenden Hal- terungsplättchen dienten.
Es ist auch be kannt, die Halterungsscheiben mit -den aus Kunststoff bestehenden Röhrchen zu ver kleben oder, soweit die Haltevorrichtungen auch aus thermoplastischem Stoff bestehen, diese zu verschweissen. Diese bekannten Be- festigungsartensind jedoch nachteilig. Sollen in den Prüfröhrchen mit diesem aus einem Stück bestehende Befestigungsmittel oder Halterungs Plättchen angeordnet werden, so erfordert dies bei der Herstellung verhältnis- mässig komplizierte Formen.
Werden da gegen die Halterungsplättcheneingeklebt, so sind hierfür Klebemittel notwendig, die unter Umständen mit den in den Reaktionsmassen von vornherein vorhandenen oder diesen, zu- zugebenden Reaktionsmitteln störende Reak tionen ergeben.
Bestehen die Röhrchen aus Glas, so sind die Schwierigkeiten der Befestigungs- und Halterungsmittel für die Füllmassen noch grösser als im oben geschilderten Fall. Die Anordnung von mit den Glasröhrchen aus einem Stück bestehenden, im Innern befind lichen Befestigungsmitteln ist nicht durch führbar.
Man hat deshalb vorgeschlagen, den Glasröhrchen eine schwach konische Form zu g o eben, so dass die.in das Glasröhrchen auf der Seite des grösseren Querschnittes einge schobene Halterungsplatte in der Verjüngung .des Konus gehalten wird. Darauf wurde ,
die Füllmasse eingefüllt und die begrenzende Halterungsplatte in dem Glasröhrchen unter Vermittlung einer Glaswolleschicht oder eines Glaswolleringes mit einem Kitt ein geklebt. Diese Verfahrensweise ist umständ lich, sie setzt einmal gleichartige, innen konisch gebildete Glasröhrchen voraus, an derseits muss eine besondere Kittsubstanz verwendet werden. Ausserdem ist diese Be festigungsart gegen mechanische Beanspru chung bei längerer Zeit nicht widerstands- fähig genug.
Es ist weiterhin vorgeschlagen worden, die Halterungsscheiben auf eine in dem Glasröhrchen eingelassene Einschnürung aufzulegen. Diese Befestigungsart hat den Nachteil, dass in der Einschnürungsstelle des Glasröhrchens stets Spannungen vorhanden sind, die derartige Glasröhrchen vornehmlich an dieser Stelle bei mechanischer Beanspru chung zerbrechen lassen.
Die aus Glas bestehenden Prüfröhrchen haben weiterhin den Nachteil, d:ass die An ordnung von in der Achse des Röhrchens liegenden Zapfen schon bei der Herstellung nicht möglich ist. Derartige in der Achse des Prüfröhrchens liegende Zapfen sind, aber er wünscht, um die Gase nach Möglichkeit an der Innenwand des Prüfröhrchens strömen zu lassen, so d.ass die Reaktion vornehmlich an diesen am besten erkennbaren Stellen erfolgt.
Die Erfindung ermöglicht, das Prüf röhrchen so auszubilden, dass die Nachteile ,der bekannten Prüfröhrchen beseitigt sind und be trifft ein: Prüfröhrchen für Gasspürappara.te, bei dem die als Reaktions- und Anreicherungs masse dienende Füllmasse zwischen zwei gasdurchlässigen Ha.lterungsscheiben unter- gebracht ist. Gemäss der Erfindung sind. diese Scheiben durch ein im Prüfröhrchen verlau fendes Verbindungsorgan zusammengehalten.
Als Verbindungsorgan dient vorzugsweise ein Bolzen, der zweckmässig ebenso wie die Scheiben aus thermoplastichem Material be steht und in der Längsachse des Prüf röhrchens angeordnet ist. Hierbei können die gasdurchlässigen Scheiben aus einem belie bigen, geeigneten Material bestehen, -wenn sie nur :die notwendige Steifigkeit haben.
Die Gasdurchlässigkeit kann durch Schlitze oder Löcher in,der Scheibe oder auch durch Aus- sparengen oder Einkerbungen an ihrem Umfang bewirkt -erden, oder auch durch die Struktur des verwendeten Materials bedingt sein.. Die erfindungsgemässe Bauart hat den Vorteil, dass irgendwelche Befestigungsmittel am Prüfröhrchen für das Befestigen der Hal- terungsscheiben für die Reaktionsmasse und die V erwendung irgendwelcher Kitte nicht. notwendig sind.
Die Festlegung der Füll masse kann bei dem erfindungsgemässen Prüfröhrchen in denkbar einfachster Art und Weise erfolgen, nämlich dadurch, dass die zwischen den durch den Bolzen verbundenen Scheiben zusammengedrückte Füllmasse in folge ihrer Reibung an der Innenwand des Röhrchens festgelegt wird.
Die Halterung der Füllmas.:e ist dann durch diese selbst be dingt; demzufolge entfällt die Notwendig keit. den Durchmesser der Halterungssehei- ben und den Durchmesser der lichten Weite der Röhrchen so genau aufeinander abzu stimmen, wie es für die Befestigung der Masse mit Hilfe dieser Halterungascheiben beispielsiveie durch Kleben oder Schweissen erforderlich ist.
Ein weiterer Vorteil einer bevorzugten Bauform besteht darin, dass das durch das Prüfröhrchen strömende Gas weit- gehend gezwungen wird, an den Innen- wandungen des Röhrchens entlang zu strei chen, wenn die :Titte des Röhrchens durch den Bolzen ausgefüllt ist. Die erfindungs gemässe Befestigungsart der Füllmasse kann sowohl bei aus Glas<I>als</I> auch aus Kunststoff bestehenden Röhrchen Verwendung finden. Der Bolzen kann aus jedem beliebigen Material bestehen.
Er kann mit den beiden Halterungsscheiben durch Verschraubung, Verkeilung, Versehweissung, Vernietung oder dergleichen verbunden sein. Besteht der Bolzen aus thermoplastischem Stoff, so kann in diesem Falle die Füllung des Röhrchens beispielsweise derart vorgenommen werden, dass der an einem Ende mit einer Verdickung versehene Bolzen durch eine in der Mitte eingelassene Bohrung einer aus einem Glas sieb bestehenden Halterungsscheibe hindurch geführt wird, wobei die Glasscheibe durch die Verdickung an dem Bolzen festgehalten wird.
Dann wird dieser mit der Glasscheibe versehene Bolzen in .das Prüfröhrchen bis zu einer bestimmten Höhe eingeschoben, die Füllmasse nachgefüllt, eine zweite mit einem entsprechenden Loch versehene Halterungs- scheibe aufgedrückt und nunmehr das Ende des Bolzens mit Hilfe eines erhitzten -Werk- zeuges nietkopfartig auf die Scheibe auf gedrückt und dabei die Füllmasse gleich zeitig zusammengepresst. Besonders einfach gestaltet sich die Fertigung der Prüfröhrchen, wenn nicht nur der Bolzen,
sondern auch die Halterungsscheiben für die Füllmassen aus einem thermoplastischen Stoff bestehen. Die Verbindung zwischen dem Bolzen und den Halteruub scheiben kann in diesem Fall in einfachster Weise durch Verschweissen mit Hilfe eines erhitzten Werkzeuges erfolgen.
Bei dieser Ausführungsform können fernerhin zwischen der Füllmasse und den sie haltenden Scheiben Faservliessschichten angeordnet sein, die vorzugsweise aus Glas wolle bestehen oder Glaswolle enthalten. Bei dieser Bauform wird die Füllmasse federnd gehalten und gleichzeitig eine unmittelbare Einwirkung der Reaktions- oder Anreiche rungsmasse auf :die Halterungsscheiben ver hindert.
Für die Fertigung der Prüfröhrchen kann es weiterhin zweckmässig sein, den Bolzen und *die an einem seiner Enden angeordnete Halterungsscheibe aus einem Stück zu bil den. In diesem Fall ist bei der Herstellung der Prüfröhrchen nur noch die andere 'Scheibe, :die auf die Füllmasse aufgedrückt wird, zu befestigen.
Bei einer besonderen Art von Prüf röhrchen, bei denen diese zumindest an einem Ende verschlossen oder mit einem nach innen gerichteten Flansch versehen sind, kann, die an einem Ende des Bolzens sitzende, vor handene, zweckmässigerweis.e mit diesem fest verbundene Scheibe mit Stützen versehen sein, die auf dem Boden bezw. auf dem Flansch .des Prüfröhrchens aufliegen. Durch diese Anordnung wird die Füllmasse gegen Verschiebungen in einer Richtung des Prüf röhrchens gesichert.
Dieses ist besonders zweckmässig, da in einigen Ausführungs formen der Prüfröhrchen Flüssigkeiten ent- haltende Glasampullen untergebracht sein können, die während oder nach dem Prüf vorgang mit einem in das Prüfröhrchen ein zustossenden Dorn gebrochen werden:. Die Stützen an der einen Halterungsscheibe der Füllmasse nehmen dann gegebenenfalls den durch den Dorn auf diese ausgeübten Druck auf.
Die beiliegende Zeichnung veranschau- licht zwei Ausführungsbeispiele des Erfiu.- dungsgegenstandes.
Fig. 1 ist ein Längsschnitt durch die erste, und Fig. 2 ein solcher durch die zweite Aus führungsform.
Fig. 3 ist eine Ansicht des Prüfröhrchens nach Fig. 1 in Richtung des Pfeils A, Fig. 4 eine Ansicht des gleichen Röhr chens in Richtung des Pfeils B.
Fig. 5 ist ein Schnitt nach Linie A-B und Fig. 6 ein solcher nach Linie C-D von Fig. 2.
In :das Glasröhrchen 1 (Fig. 1, 3, 4) ist der mit der am Rande mit als Gasdurchlässe dienenden Aussparungen, 11 versehenen, aus thermoplastischem Stoff bestehenden'Scheibe 2 fest verbundene, ebenfalls aus thermo plastischem Stoff bestehende Bolzen 3 ein geführt. Der Bolzen. 3 hat die zuerst an seinem obern Ende gestrichelt gezeichnete Gestalt und liegt zentral im Prüfröhrchen.
Auf die Scheibe 2 ist eine luftdurchlässige, aus Glasfaserstoff bestehende Schicht 4 auf gelegt, und hierauf ist die Füllmasse 5 ein gefüllt. Über diese ist dann eine weitere luft durchlässige, aus Glasfaservliess bestehende Schicht 4 und auf diese eine am Rand mit Aussparungen 12 versehene, aus thermo plastischem Stoff bestehende Hafterungs- scheibe 6 gelegt.
In das so gefüllte Röhrchen wird mit einem erwärmten Werkzeug das über die Scheibe 6 vorstehende, gestrichelt gezeichnete Ende des Bolzens 3 herunter geschmolzen, mit der Scheibe 6 gegebenen falls verschmolzen und dabei gleichzeitig ,die Füllmasse 5 durch den auf die Scheibe 6 ausgeübten Druck zusammengepresst. Bei diesem Vorgang wird die Scheibe 2 gegen Verrutschen durch ein nicht gezeichnetes Widerlager gehalten. Das Ende des Bolzens -wird zweckmässig zu einem nietartigen Kopf 10 verformt.
In Fig. 2 besteht die Füllmasse aus zwei Schichten, die durch eine aus Glasfaservliess bestehende Zwischenschicht 7 unterteilt sind. An den beiden Stirnseiten der Füllmasse ist wieder je eine aus Glasfaserstoff bestehende Schicht 4 angebracht, und auf der obern dieser Schichten liegt eine am Rand mit Aus sparungen 12 versehene Glasplatte 6. Weiter hin ist bei dieser Ausführungsform das Prüf röhrchen am Ende 9 verschlossen.
Die untere Scheibe 2, die mit dem zentral angeordneten Bolzen 3 aus einem Stück besteht und am Rand mit Aussparungen 14 versehen ist, ruht mit den an ihr an2#eordneten Stützen 8 auf dem Boden 9 des Glasröhrchens.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Prüfröhrchen für Gasspürapparate, bei dem die als Reaktions- und Anreicherungs masse dienende Füllmasse zwischen zwei gasdurchlässigen Halterungsscheiben unter gebracht ist, dadurch gekennzeichnet, da.ss diese Halterungsscheiben durch ein im Prüf röhrchen verlaufendes Verbindungsorgan zu sammengehalten werden. UNTERANSPRÜCHE: 1. Prüfröhrchen nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbin dungsorgan durch einen aus thermoplasti schem Stoff bestehenden Bolzen gebildet ist. 2. Prüfröhrchen nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet.dass der Bolzen in der Längsachse des Prüf röhrchens angeordnet ist. 3. Prüfröhrchen nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge- EMI0004.0020 kennzeichnet, <SEP> dass <SEP> der <SEP> Bolzen <SEP> mit <SEP> den <SEP> eben falls <SEP> aus <SEP> thermoplastischem <SEP> Stoff <SEP> gebildeten <tb> Ha.lterungsscheiben <SEP> durch <SEP> Verschweissung <tb> verbunden <SEP> ist. <tb> 4. <SEP> Prüfröhrchen <SEP> nach <SEP> Patentanspruch <SEP> und <tb> den <SEP> Unteransprüchen <SEP> 1 <SEP> und <SEP> ?. <SEP> dadurch <SEP> ge kennzeichnet, <SEP> dass <SEP> der <SEP> Bolzen <SEP> mit <SEP> den <SEP> eben falls <SEP> aus <SEP> thermoplastischem <SEP> Stoff <SEP> gebildeten <tb> Halterungsseheiben <SEP> durch <SEP> Vernietung <SEP> ver bunden <SEP> ist. <tb> Prüfröhrchen.<SEP> nach <SEP> Patentanspruch <SEP> und <tb> den <SEP> Unteranspriichen <SEP> 1 <SEP> und <SEP> 2, <SEP> dadurch <SEP> gekenn zeichnet, <SEP> dass <SEP> zwischen <SEP> der <SEP> Reaktions- <SEP> und <tb> Anreicherungsmasse <SEP> und <SEP> den <SEP> an <SEP> den <SEP> Enden <tb> des <SEP> Bolzens <SEP> liegenden <SEP> Halterungsscheiben <tb> Schichten <SEP> aus <SEP> Faservliessen <SEP> angeordnet <SEP> sind. <tb> 6. <SEP> Prüfröhrchen <SEP> nach <SEP> Patentanspruch <SEP> und <tb> den <SEP> U <SEP> nteranspriiehen <SEP> 1. <SEP> 2 <SEP> und <SEP> 5, <SEP> dadurch <SEP> ge kennzeichnet. <SEP> dass <SEP> die <SEP> Schichten <SEP> aus <SEP> Faser vliessen <SEP> Gia@wolle <SEP> enthalten. <tb> 7. <SEP> Präfröhrchen <SEP> nach <SEP> Patentanspruch <SEP> und <tb> den <SEP> U <SEP> nteran-priiehen <SEP> 1. <SEP> 2 <SEP> und <SEP> 5, <SEP> dadurch <SEP> ge kennzeichnet.<SEP> dass <SEP> der <SEP> Bolzen <SEP> und <SEP> eine <SEP> der <tb> an <SEP> seinen <SEP> Enden <SEP> angeordneten <SEP> Halterungs seheiben <SEP> aus <SEP> einem <SEP> Stück <SEP> bestehen. <tb> B. <SEP> Prüfröhrchen <SEP> nach <SEP> Patentanspruch <SEP> und <tb> den <SEP> Unteransprüchen <SEP> 1, <SEP> <B>2</B>, <SEP> 5 <SEP> und <SEP> 7, <SEP> das <SEP> an <tb> einem <SEP> Ende <SEP> verschlossen <SEP> ist, <SEP> dadurch <SEP> ge kennzeichnet. <SEP> dass <SEP> die <SEP> an <SEP> dem <SEP> einen <SEP> Ende <tb> des <SEP> Bolzens <SEP> sitzende, <SEP> mit <SEP> diesem <SEP> aus <SEP> einem <tb> Stück <SEP> bestehende <SEP> Halterungsscheibe <SEP> mit <tb> Stützen <SEP> versehen <SEP> ist., <SEP> die <SEP> auf <SEP> dem <SEP> Boden <SEP> des <tb> Prüfröhrchens <SEP> aufliegen. <tb> 9.<SEP> Priifröltrehen <SEP> nach <SEP> Patentanspruch <SEP> und <tb> den <SEP> Unteranspriichen <SEP> 1, <SEP> 2, <SEP> 5 <SEP> und <SEP> 7, <SEP> das <SEP> am <tb> einen <SEP> Ende <SEP> mit <SEP> einem <SEP> nach <SEP> innen <SEP> gerichteten <tb> Flansch <SEP> versehen <SEP> ist, <SEP> dadurch <SEP> gekennzeich net. <SEP> dass <SEP> die <SEP> an <SEP> dem <SEP> einen <SEP> Ende <SEP> des <SEP> Bolzens <tb> sitzende. <SEP> mit <SEP> diesem <SEP> auz, <SEP> einem <SEP> Stück <SEP> be stehende <SEP> Halterun!Taeheibe <SEP> mit <SEP> Stützen <SEP> ver sehen <SEP> ist, <SEP> die <SEP> auf <SEP> dem <SEP> Flansch <SEP> des <SEP> Prüf röhrchens <SEP> aufliegen.
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