CH237778A - Verfahren zur Herstellung von Dicalciumphosphat durch Aufschluss von Rohphosphaten mit Phosphorsäure. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Dicalciumphosphat durch Aufschluss von Rohphosphaten mit Phosphorsäure.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von Dicalciumphosphat durch Aufschluss von Rohphosphaten mit Phosphorsäure. In der holländischen Patentschrift Num mer 35635 wird ein Verfahren zur Herstel lung von Dicaleiumphosphat beschrieben, wobei man Rohphosphate mit Phosphorsäure in einem Kreisverfahren aufschliesst.
Die Reaktionsmischung von Rohphosphat mit Phosphorsäure wird einige .Stunden (in den Beispielen fünf Stunden) gerührt, wobei das Rohphosphat in Monocalciumphosphat umgesetzt wird. Sodann wird die Lösung auf ihren .Siedepunkt erhitzt, wobei Dicalcium- phosphat ausfällt. Nachdem das Dicalcium- phosphat abgetrennt worden ist, wird die Mutterlauge, welche eine bedeutende Menge freier Phophorsäure enthält, zum Aufschluss einer weiteren Menge Rohphosphat benutzt.
Zu diesem Zweck wird ausser einer Menge Rohphosphat eine zusätzliche Menge Phos phorsäure zugesetzt, und zwar genügend, um das Verhältnis Pz05/Ca0 in der umlaufenden Mutterlauge in der erwünschten Höhe zu hal- ten, das heisst genügend, um das Verhältnis P.05/Cä0 im gesamten Zusatz zur umlau fenden Mutterlauge jeder Periode etwa gleich 0,5 zu halten.
Was die Zusammensetzung der gesamten Reaktionsmischung anbelangt, so hat man bei diesem Verfahren die Forderung gestellt, dass auf 1 Mol Ca0 wenigstens 1,30 Mol P205 anwesend sein soll. Die Folge hiervon ist aber, dass die Ausbeute an Dicalciumphos- phat pro Periode gering ist.
Der Zusammenhang zwischen dem Ver hältnis P205/Ca0 und der periodischen Aus beute an Dicalciumphosphat geht aus folgen der Berechnung hervor: Es sei angenommen, dass pro Periode und pro kg umlaufender Mutterlauge g g Dical- ciumphosphat erhalten werde und dass die Mutterlauge nach Abtrennung von Dical- ciumphosphat 55 g Ca0 und 325 g P;205 ent halte, wie .in der Beschreibung der holländi- sehen Patentschrift Nr. 35635 angegeben.
Nun ist in der Reaktionsmischung, also in der Mischung von Mutterlauge und pro Periode gebildetem @iealeiuniplrospliat, das Molekularverhä ltnis:
EMI0002.0005
1,30.
<tb> Folglich <SEP> ist: <SEP> <U>die <SEP> Gesamtzahl <SEP> g <SEP> P@,Oa <SEP> 56</U> <SEP> 1,30
<tb> 142 <SEP> die <SEP> Gesamtzahl <SEP> g <SEP> Ca0 <SEP> 71
<tb> 325
<tb> <U>136 <SEP> 56</U> <SEP> 1' <SEP> J0
<tb> 142 <SEP> # <SEP> ä5 <SEP> 56
<tb> 136 woraus sich ergibt: xG172g.
Man kann also mit einer umlaufenden Mutterlauge der angegebenen Zusammenset zung pro Periode des Kreisverfahrens pro 1000 kg umlaufender Flüssigkeit höchstens 172 kg Dicalciumpliosphat gewinnen. Zieht man dabei ausserdem die längere Reaktions zeit in Betracht (jede Periode des Kreisver fahrens dauert länger als fünf Stunden), so ist es klar, dass der -Sachverständige sich zu diesem Verfahren nach der holländisehen Pa tentschrift nicht besonders angezogen fühlt.
Nach der Erfindung ist. es jetzt gelungen, die periodische Ausbeute bei diesem Verfah ren, bei gleich langer oder sogar kürzerer Dauer der Periode bedeutend zu verbessern. Diese Verbesserung stützt sieh auf die über raschende Beobachtung, dass die Forderung, das Molekularverhältnis P@0./Ca0 in der Reaktionsmischung oberhalb 1,30 zu halten, keineswegs innegehalten zu werden braucht. Wie bedeutend die Vergrösserung der Aus beute bei der Verkleinerung des Verhältnisses P;0,/Ca0 ist, wird aus den Beispielen her vorgehen.
Die Erfindung betrifft also ein Verfah ren zur Herstellung von Dicalciumphosphat durch Aufschluss von Rohphosphaten mit Phosphorsäure in einem Kreisverfahren. Die Mutterlauge, erhalten bei der Abtrennung des bei höherer Temperatur, vorzugsweise in der Nähe des Siedepunktes der Lösung, gefällten Diealeiumphosphates \wird dabei zum Auf- sehluss einer weiteren 11Tenge Rohphosphat, benutzt,
und zwar naeh Zusatz einer Menge Phosphorsäure mrd/oder Monocaleiumphos- phat, die nötig ist, uni das 3l1olekula.rverhält- nis P.>0.,/Ca0 in dem periodischen Gesamt zusatz zu dir umlaufenden Mutterlauge un gefähr gleieli 0,:r zii halten;
ferner ist wäh rend des Aufsehlnsses das Gesamtinolekular- verhältnis P,0"/Cao kleiner als l,30.
Besonders bei starker Erniedrigung des Verhältnisses P.=0,/CaO in der Reaktions mischung ist es für einen guten Verlauf der Aitfsehlussreal,tion erwünscht, die Tempera tur aueli während des Äufsehlusses hoeh, vor zugsweise in der Niilie des Siedepunktes der Lösung, zu halten.
Bei hoher Temperatur hat man in der umlaufenden Mutterlauge verhältnismässig weniger Phosphorsäure nötig als bei niedri ger Temperatur, da die Aufschlussreaktion
EMI0002.0064
bei <SEP> höherer <SEP> Temperatur <SEP> ir inittelbar <SEP> Dieal eiumpliosphat <SEP> ergibl..
<tb> <I>T"ergleieheirde <SEP> BP;spiele:</I>
<tb> <I>I. <SEP> 1N'aeli. <SEP> der <SEP> hollärrdischeri. <SEP> Pateiitsehrift</I>
<tb> <I>Nr. <SEP> 3563.:r.</I> P._0,/Ca0 =1,30.
Ztu 1000 kg umlaufender Flüssigkeit, welche 32,5;ö P,0; und<B>5,5%</B> Ca0 enthält, werden periodisch 143 kg Rohphosphat (32.5?ö P.,O- 49..5% Ca0) und 81 kg Phos phorsäure<B>(73,7</B> % H;,PO-,) zugesetzt. Die Mischung wird ohne Wärmezufuhr während fünf Stunden gerührt und darauf bis zum Siedepunkt der Lösung erhitzt. So dann wird der gebildete Niederschlag abge trennt.
Ausbeute pro Periode: 187 kg Di- calciumphosphat mit<B>47,7%</B> P=06 und 39,2% Ca0.
1I. <I>Nach der</I> Erfindung. P20"/Ca0 =1,12.
Das Verfahren wird gemäss Beispiel I durchgeführt, mit dem Unterschied, dass periodisch 214 kg Rohphosphat und 121 kg Phosphorsäure zugesetzt werden, das ist 50 mehr als in Beispiel I. Ausbeute pro Periode: 286 kg Dicalciumphosphat mit 46,7 % P20, und 38,4% Ca0.
III. <I>Nach der</I> Erfindung. PA/Ca0 =1,01.
Periodisch werden 286 kg Rohphosphat und 161 kg Phosphorsäure, das ist 100 mehr als in Beispiel I, zugesetzt. Die Tempe ratur während des Aufschlusses beträgt 102 C. Der Aufschluss geht in einer Stunde vor sich. Ausbeute pro Periode: 387 kg Dicalciumphosphat mit 46,2% P20;, und 37,5 % Ca0.
<I>IV. Nach der Erfindung.</I> P20./Ca0 = 0,88.
Periodisch werden 429 kg Rohphosphat und 242 kg Phosphorsäure, das ist 200 % mehr als in Beispiel I, zugesetzt. Temperatur während des Aufschlusses: 102 C. Auf schlussdauer: 1 Stunde. Ausbeute pro Periode: 575 kg Dicalciumphosphat mit 46,6% PLO, und<B>37,8%</B> Ca0.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Dicalcium- phosphat durch Aufschluss von Rohphospha ten mit Phosphorsäure in einem Kreisverfah ren, wobei die Mutterlauge, erhalten bei der Abtrennung des bei höherer Temperatur ge fällten Dicalciumphosphates, nach Zusatz einer solchen Menge Phosphorsäure und/oder Monocalciumphosphat, die nötig ist, um das Molekularverhältnis P20,/Ca0 in dem perio dischen Gesamtzusatz zur umlaufenden Mut terlauge ungefähr gleich 0,5 zu halten, zum Aufschluss einer weiteren Menge Rohphos phat verwendet wird,dadurch gekennzeich net, dass während des Aufschlusses das Ge- samtmolekularverhältnis P,O6/Ca0 in der Reaktionsmischung kleiner als 1,30 ist. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man eine Mutter lauge, die bei der Abtrennung des in der Nähe des Siedepunktes der Lösung gefällten Dicalciumphosphates erhalten wird, ver wendet. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man auch wäh rend des Aufschlusses die Temperatur hoch hält. 3. Verfahren nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass man die Tempera tur während des Aufschlusses in der Nähe des Siedepunktes der Lösung hält.
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