CH238026A - Verfahren zum Kühlen der Schaufeln einer Turbine. - Google Patents
Verfahren zum Kühlen der Schaufeln einer Turbine.Info
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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- F01D—NON-POSITIVE DISPLACEMENT MACHINES OR ENGINES, e.g. STEAM TURBINES
- F01D5/00—Blades; Blade-carrying members; Heating, heat-insulating, cooling or antivibration means on the blades or the members
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Description
Verfahren zum Kühlen der Schaufeln einer Turbine. Es ist bekannt, Schaufeln für hohe Tem peraturen zu bauen, welche einen die mecha nischen Beanspruchungen aufnehmenden Kern und einen hitzebeständigen Schutzmantel aufweisen. Es ist ferner bekannt, durch Boh rungen innerhalb des Schaufelkernes Kühl wasser zu leiten. Solche Schaufeln bewirken jedoch, sofern eine gute Kühlung verlangt wird, eine starke Wärmeableitung aus dem Arbeitsmittelraum in den .Schaufelkern und von da über die Scheibe und Welle nach aussen.
Wenn man nun den Schaufelmantel vom gern durch einen Zwischenraum trennt, durch welchen das Kühlmittel derart gefördert wird. dass dieses den gern umspült, dann wird die vom gern nach der Welle abgeleitete Wärme menge und damit das Ableit-Temperatur- gefälle klein, und die Temperatur des Schau felkernes bleibt niedrig.
Da ferner das Kühl mittel infolge seiner Lage zwischen dem Schutzmantel und dem zu schützenden gern schlecht wärmeleitend sein darf (Luft), ja sogar bei schlechter Wärmeleitfähigkeit den Kern auch noch infolge Isolierwirkung schützt, braucht die mit dem Kühlmittel ab geführte Wärme nicht sehr gross zu sein, um den gern auf tiefer Temperatur zu halten.
Durch die Kühlmittelströmung um den Kern herum wird die Hauptableitwärme dem gern überhaupt nicht zugeführt, sondern es wird diese, bevor sie in den Kern eintreten kann, vom güblmittel aufgefangen und weg geführt, und es wird erst durch diese Füh rung der Vorteil der Trennung des tragenden Kernes vom Schutzmantel voll ausgenützt. Wie schon erwähnt, darf infolge der Führung des Kühlmittels um den gern herum das Kühlmittel eine schlechte Wärmeleitfähigkeit aufweisen. Aus dem gleichen Grunde darf auch die Geschwindigkeit, mit der das Kühl mittel den Zwischenraum durchströmt, ge ring sein, so dass man mit einer geringen.
1llenge Kühlmittel auskommen kann. Würde dagegen das Kühlmittel innerhalb des Kernes geführt, so wäre ein schlecht leitendes Gas nicht oder nur bei sehr grossen Geschwindig keiten wirksam. Auf dieser Erkenntnis beruht die vorlie gende Erfindung, welche ein Verfahren zum Kühlen der Schaufeln einer Turbine betrifft, welche Schaufeln einen die mechanischen Be- aispruchungen aufnehmenden Kern und einen hitzebeständigen Schutzmantel aufweisen. Das Verfahren nach der Erfindung besteht darin, dass man durch einen zwischen Kern und Schutzmantel angeordneten Zwischen raum ein den Kern wenigstens teilweise um hüllendes Kühlmittel, z.
B. ein Gas, wie Luft, hindurchleitet. Durch Verwendung eines schlecht leitenden Kühlmittels, das mit klei nen Geschwindigkeiten strömen kann, wird gleichzeitig eine Isolierung und eine Wärme abführung erreicht.
Da bei der vorgesehenen Kühlmittelfüli- rung zwischen Schaufelmantel und -kern ein Gas gegenüber einer Flüssigkeit von Vorteil ist, weil eben der vom Kühlmittel umgebene Kern um so besser geschützt ist, je schlechter die Wärmeleitfähigkeit des Kühlmittels ist, kann bei einer Gasturbinenanlage als Kühl mittel ein Teil des Arbeitsmittels verwendet werden, vorzugsweise Luft, die am Kom- pressoraustritt oder nach einer beliebigen Stufe des Kompressors für diesen Zweck ab gezweigt wird, um über Welle und Scheibe den zu kühlenden Schaufeln zugeführt zu erden.
Diese Luft kann beispielsweise nach der ersten Kompressorstufe entnommen und nach der Erfüllung ihrer Kühlaufgabe wieder über die Scheibe und die Welle zurüclZ ins Freie entlassen werden. Die Luft kann aber auch einer höheren Druckstufe des Kompres- sors oder dem Kompressoraustritt entnommen und nach Durchströmen der Schaufel unmit telbar in die Strömungskanäle der Turbine entlassen werden. Dies bedingt allerdings, dass der Überdruck an der Entnahmestelle der Kühlluft genügend gross ist gegenüber dem Druck an der Einführungsstelle in den Tur binenkanal. Infolge der notwendigen geringen Kühlluftmengen, z.
B. weniger als 10 g/seo. je Schaufel, ist dies auch bei Verwendung der Kühlluft in der ersten Turbinenstufe ohne weiteres möglich. Allgemein kann das Kühlmittel stets einer passenden Kompressorstufe entnommen werden, derart, dass der Überdruck zwischen Entnahmestelle und Einführstelle gerade ge nügt, um die erforderliche Luftmenge zu fördern.
Die Austrittsöffnungen für die Kühlluft an der Schaufel werden vorzugsweise so an geordnet, dass die Relativgeschwindigkeit der Kühlluft und des Turbinentreibmittels min destens angenähert gleiche Richtung aufwei sen, so dass ein Teil der Austrittsgeschwindig keit der Kühlluft bei der Mischung mit dem Treibmittel erhalten bleibt.
Da, wie bereits beschrieben, mit kleinen Kühlluftmengen gearbeitet werden kann, muss besonders darauf geachtet werden, dass sich diese nicht schon vor dem Eintritt in die Schaufel,<B>d. 11.</B> auf dem Wege durch die Welle und Scheibe zu hoch erwärmen. Es werden daher vorteilhafterweise die Zufüh rungswege der Kühlluft durch Isolation oder Kühlung besonders vor starker Erwärmung geschützt. Es können hierfür zwischen die Zuführungswege des Kühlmittels und dem äussern Raum Kanäle gelegt werden, die ihrerseits ebenfalls von einem Kühlmittel be strichen werden, wobei das letztere vom Schaufelkühlmittel abgezweigt und durch die zusätzlichen Kühlkanäle geführt werden kann.
Diese zusätzlichen Kanäle können irgendwie zwischen die Schaufelkühlmittel- Zufuhrkanäle und den Heissgasraum derart angeordnet werden, dass sie den Wärmefluss, der von den Heissgasen herrührt, auffangen. Sie können auch die Schaufelzufuhrkanäle unmittelbar umschliessen oder auch weiter aussen, zwischen dem Heissgasraum und der Scheibe, angebracht -erden. In letzterem Falle kann z.
B. die Scheibe von einem hitze beständigen Mantel umgeben sein und Zii- sa.tzkühlilittel zwischen Scheibe und Mantel gefördert werden. Statt Kühlmittel durch die Zusatzkühlkanäle zu fördern, können diese auch finit einem Isolationsmaterial oder mit ruhender Luft gefüllt sein und als Isolations schichten wirken. Schliesslich können sie zwecks besserer Isolierwirkung auch evaku iert sein.
An Hand der Zeichnung, welche eine nach dem Verfahren gemäss der Erfindung ge kühlte Schaufel mit dem zugehörigen Rad in einem Achsialschnitt (Fig. 1), in einem Schnitt quer zur Radachse (Fig. 2) und in einem Schnitt nach der Linie A-B der Fig. 1 zeigt (Fig. 3), wird nun das Verfahren beispielsweise erläutert.
1 bedeutet die Welle, 2 die Scheibe, 3 den Schaufelkern und 4 den Schutzmantel, der aus hitzebeständigem (zunderfreiem) Mate rial besteht. Der Kern 3 hat die mechanische Beanspruchung von Schaufel und Deckband aufzunehmen. Er befindet sich innerhalb der wärmeabführenden Kühlmittelräume 5 und braucht daher nur aus warmfestem oder ge wöhnlichem Material zu bestehen. Durch die Räume 5 wird beispielsweise Kühlluft ge schickt.
Die Scheibe 2 ist von Schutzblechen 6 umgeben, die beidseitig der Scheibe je einen Kanal 15 bilden, durch welchen beispiels weise ebenfalls Kühlluft gefördert wird. Die Kühlluft, die beispielsweise dem Kompressor der Gasturbinenanlage entnommen wird, von der die zu kühlende Turbinenschaufelung einen Bestandteil bildet, strömt zunächst durch einen Kanal 8 der Welle 1 und verteilt sich dann auf die zu kühlenden Räder, in welchen Radialkanäle 9, deren am Umfang mehrere verteilt sein können, vorgesehen sind. Die Verteilung auf die einzelnen Schau feln erfolgt durch einen Ringkanal 10. Von diesem aus strömt die Kühlluft durch Radial kanäle 11 in den Schaufelfüssen, die in die Schaufelkühlräume 5 führen.
Nach Durch strömen dieser Kühlräume 5 wird die Kühl luft durch Öffnungen 12 im äussern Mantel 4 in den Turbinenraum 13 entlassen.
Statt die Luft in den Turbinenraum 13 zu entlassen, kann sie auch wieder durch die Scheibe 21 und die Welle 1 zurückgeführt werden, wobei die Rückführkanäle von den Zuführkanälen am Umfang oder achsial ver setzt sein können. Der, Zuführweg der Kühlluft ist vor star ker Erwärmung durch die Kanäle 14 und die Kanäle 15 geschützt, die alle den Wärmefluss vom Heissgasraum 13 zum Kanal 9 unterbin den sollen, Natürlich kann auch nur eine der Gruppen von Kanälen 14 und 15 vorgesehen sein.
Durch die Kanäle 14 und 15 wird bei spielsweise Kühlluft geführt, die bei 16 und 17 von der Schaufelkühlluft abgezweigt wird. Nach Durchströmen der Kanäle 14 und 15 wird diese zusätzliche Kühlluft durch Öff nungen 7 im -Schutzmante,l 6 dem Heissgas raum 13 zugeführt.
Durch die zusätzlichen Kühlluftkanäle 14 und 15 wird eine zu starke Vorwärmung der Schaufelkühlluft vor Eintritt in den Schau felraum 5 verhindert, so dass die Schaufele kühlluft ihrer Aufgabe in vollem Umfange nachkommen kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Kühlen der Schaufeln einer Turbine, welche Schaufeln einen die mechanischen Beanspruchungen aufnehmen den Kern und einen hitzebeständigen Schutz mantel aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass durch einen zwischen Kern und Schutz mantel angeordneten Zwischenraum ein den Kern wenigstens teilweise umhüllendes Kühl mittel hindurchgeleitet wird. UNTERANSPRüCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Kühlmittel ein Gas ist. 2. Verfahren nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass das Kühlmittel Luft ist. 3.Verfahren zum Kühlen der Schaufeln einer Gasturbine, welche einen Teil einer Gasturbinenanlage bildet, dadurch gekenn zeichnet, dass das Kühlmittel der Ga.s- turbinenanlage selbst entnommen wird. 4. Verfahren nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass das Kühlmittel dem Kompressor der Gasturbinenanlage ent nommen wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, da.ss das Kühlmittel durch Welle und Scheibe des Schaufelrades zu- und abgeführt wird. 6.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Kühlmittel durch Welle und Scheibe des Schaufelrades zugeführt wird und nach Durchströmen des Schaufelhohlraumes in die Turbinenkanäle strömt, wo es sich mit dem Treibmittel der Turbine vermischt. 7. Verfahren nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass das Kühlmittel für verschiedene Turbinenstufen verschiede nen Kompressorstufen entnommen wird, und zwar derart, dass die Entnahmestellen einen um den Kühlmitteldruckabfall in den Kanä len höheren Druck aufweisen als die Stellen, an welchen das Kühlmittel dem Turbinen treibmittel zugeführt wird. B.Verfahren nach Unteransprüchen ? und 6, dadurch gekennzeichnet, dass im Schutz mantel Austrittsöffnungen für die Kühlluft so angeordnet werden, dass die Relativ- geschwindigkeit der Kühlluft und diejenige des Treibmittels wenigstens angenähert gleiche Richtung aufweisen. 9. Verfahren nach Unteranspruch ?, da durch gekennzeichnet, dass je Schaufel weni ger als 10 g/sec. Kühlluft gefördert werden. 10@. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Zufuhrwege zur Schaufel mindestens teilweise isoliert werden. 11.Verfahren nach Unteranspruch 10, da durch gekennzeichnet, dass zur Isolation min destens ein geschlossener Luftraum verwen det wird. 12. Verfahren nach Unteranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass zur Isolation mindestens ein evakuierter Luftraum ver wendet wird. 13. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekemazeichnet, dass die Zufuhrwege zur Schaufel mindestens teilweise durch zu sätzliche Kühlkanäle auf tiefer Temperatur gehalten werden, durch welche ebenfalls ein Kühlrnittel durchgeleitet wird. 14.Verfahren nach Unteranspruch 13, da durch gekennzeichnet, dass die zusätzlichen Kühlkanäle zwischen den Zufuhrwegen für das Schaufelkühlmittel und dem Treibmittel- raurn liegen. 15. Verfahren nach Unteranspruch 13, da durch gekennzeichnet, dass ein Teil des zu geführten Kühlmittels vom Schaufelkühl mittel abgezweigt und durch die zusätzlichen Kühlkanäle durchgeleitet wird. 16.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Scheibe des Schaufelrades von einem hitzebeständigen Mantel umgeben und zwischen Scheibe und Mantel ein Hohlraum ausgebildet wird, der dazu beiträgt, die Temperatur der Zufuhr wege zur Schaufel tief zu halten. 17. Verfahren nach Unteranspruch 16, da durch gekennzeichnet, dass der Hohlraum von einem Kühlmittel durchströmt wird.
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|---|---|---|---|---|
| US2802619A (en) * | 1950-09-16 | 1957-08-13 | Stalker Dev Company | Axial flow rotors for fluid machines |
| DE2947521A1 (de) * | 1978-11-27 | 1986-06-26 | Snecma | Turbinenscheibe mit kanaelen zum durchtritt eines kuehlfluids |
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1943
- 1943-12-28 CH CH238026D patent/CH238026A/de unknown
Cited By (3)
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| US2802619A (en) * | 1950-09-16 | 1957-08-13 | Stalker Dev Company | Axial flow rotors for fluid machines |
| DE2947521A1 (de) * | 1978-11-27 | 1986-06-26 | Snecma | Turbinenscheibe mit kanaelen zum durchtritt eines kuehlfluids |
| DE2947521C2 (de) * | 1978-11-27 | 1991-03-28 | Societe Nationale D'etude Et De Construction De Moteurs D'aviation (S.N.E.C.M.A.), Paris, Fr |
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