CH238193A - Verfahren zum Öffnen und Zupfen von Fasermaterial und Maschine zur Durchführung dieses Verfahrens. - Google Patents
Verfahren zum Öffnen und Zupfen von Fasermaterial und Maschine zur Durchführung dieses Verfahrens.Info
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- D—TEXTILES; PAPER
- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01G—PRELIMINARY TREATMENT OF FIBRES, e.g. FOR SPINNING
- D01G9/00—Opening or cleaning fibres, e.g. scutching cotton
- D01G9/06—Opening or cleaning fibres, e.g. scutching cotton by means of toothed members
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Description
Verfahren zum Öffnen und Zupfen von Fasermaterial und Maschine zur Durchführung dieses Verfahrens. Nebst den wenig leistungsfähigen schau kelartigen Maschinen sind Maschinen zum Öffnen und Zupfen von Fasermaterial be- kannt, welche im wesentlichen aus einer mit Zähnen besetzten Trommel, vor welcher ein Walzenpaar angeordnet ist, durch welches das Fasermaterial der Trommel zugeführt wird, bestehen. Ist nun die Stappellänge des zu verarbeitenden Fasermaterials geringer als der Halbmesser der zuführenden Walzen., so werden vom eingeführten Rohmaterial ganze Knäuel abgerissen oder abgeschlagen, welche dann von der Trommel nicht oder doch nur ungenügend geöffnet und gezupft werden.
Es ist auch schon vorgeschlagen @vorden, über der mit Zähnen besetzten Trommel weitere, feststehende Zupfelemente oder mit Zähnen besetzte rotierende Walzen anzubringen. Es zeigt sich aber dabei, dass das Fasermaterial sich gerne zusammenrollt, an den Zupfelementen hängen bleibt und sieh staut. gurzstappeliges Fasermaibrial verlässt diese bekannten Maschinen meist in Form von Klumpen in ungenügend geöffne tem und gezupftem Zustande. Diese Mängel werden durch die vorliegende Erfindung be hoben.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Verfahren zum Öffnen und Zupfen von Fasermaterial, gemäss welchem das Öffnen und Zupfen zwischen zwei Scheiben, deren sich gegenüberliegende Flächen mit Zähnen besetzt sind und von welchen mindestens die eine rotiert, erfolgt,
wobei das zu verarbei tende Fasermaterial durch eine zentrale Ein- führungsöffnung in mindestens der einen der beiden Scheiben zwischen diese gebracht und zwischen diesen unter der Wirkung des entstehenden Luftstromes und der Zentrifu galkraft nach aussen befördert wird, wobei es fortschreitend geöffnet, gezupft und am Umfange der rotierenden Scheibe ausgewor fen wird. Ferner betrifft die Erfindung eine Maschine zur Durchführung dieses Ver fahrens.
Das Öffnen und Zupfen des Fasermate rials erfolgt dabei zwischen den beiden Scheiben, weshalb die Einführung auch ganz kurzstappeligen Fasermaterials kei nerlei Schwierigkeiten bereitet. Die 'Ma schine gemäss der Erfindung eignet sich deshalb besonders für die Verarbeitung von kurzstappeligem Fasermaterial, wie z. B. die Aufarbeitung von gebrauchtem Polstermate rial und dergleichen.
Von besonderem Vor teil ist dabei, dass, im Gegensatz zu den be kannten Maschinen, bei welchen die Um fangsgeschwindigkeit der Trommel konstant ist, die Umfangsgeschwindigkeit der Scheibe auf dem ganzen Weg, welchen das Faser material zwischen den beiden Scheiben zu rücklegen muss, entsprechend dem zunehmen den Abstand von der Achse ständig zunimmt, so dass auf diesem ganzen Weg ein weiteres ständiges Öffnen und Zupfen stattfindet. Es ist deshalb ausgeschlossen, dass ganze Knäuel von Fasermaterial ungeöffnet und ungezupft die Maschine verlassen.
Das Fasermaterial wird durch den entstehenden Luftstrom und Zentrifugalkraft zwischen den beiden Schei ben hindurchbefördert und deshalb viel schonender behandelt, als in 'Maschinen, bei denen der Materialvorschub und Durchgang zwangsläufig erfolgt. Die Maschine gemäss der Erfindung weist ferner keinerlei Ein- führwa.lzen auf, wodurch die erfahrungs gemäss grösste Unfallquelle ausgeschaltet. -wird.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform einer Maschine zum Off- nen und Zupfen von Fasermaterial in einem senkrechten Schnitt schematisch dargestellt.
Auf einem Ständer 1 ist ein flaches Ge häuse 2 angeordnet, in welches von oben ein Einfülltriehter 3 mündet. Dieser EinI'iill- trichter 3 sitzt an einem runden Deckel 4, welcher in einen an der Deckfläche des Ge häuses 2 angeordneten Gewindering 5 ein geschraubt ist und auf diese Weise in seiner Höhe verstellbar ist. Um das Ein- und Aus schrauben des Deckels 4 zu erleichtern, ist er an seinem Rand mit Griffen 6 versehen. Der Rand des Deckels 4 ist mit Rasten versehen, und am Gewindering 5 ist eine Blockiervorrichtung 7 angeordnet, mittels welcher der Deckel 4 in seiner Lage festgelegt werden kann.
Die untere, im Gehäuse 2 liegende Fläche des Deckels 4 ist mit iings um die Mündung des Einfülltrichters 3 angeordneten Zähnen 8 versehen. Unterhalb des Gehäuses 2 ist im Ständer 1 ein Elektro motor 9 mit vertikaler "Welle angeordnet.
Das Ende der Welle dieses Elektromotors 9 ragt, gut abgedichtet, koaxial zum Einfüll- trichter 3 in das Gehäuse 2 hinein und trägt eine Scheibe 10, deren obere, dem Deckel 4 gegenüberliegende Fläelie mit Ausnahme ihres der Miindung des Einfülltrichters 3 ge genüberliegenden Teils mit Zähnen 11 be setzt ist. Seitlich ist an das Gehäuse 2 ein Abzugskanal 12 angeschlossen.
Das zix öffnende und zu zupfende Faser material wird durch den Einfülltrichter 3 eingebracht. Da die Scheibe 10 der Mün dung dieses Einfülltrichter:s gegenüber keine Zähne 11 aufweist, ist dabei jede Unfall gefahr ausgeschlossen. Das Fasermaterial wird nun von der rotierenden Scheibe 10 er fasst.
Wie Versuche ergeben haben, tritt dabei eine starke Saugwirkung auf, welche in Verbindung mit der auf das Fasermaterial @virkenden Zentrifugalkraft zwischen den Deckel 4 und die rotierende Scheibe 10 hinein-esogen und nt-ischen diesen nach aussen befördert wird. Dabei wird das Faser material z@vischen den Zähnen 11 der rotie renden Seheibe 10 und den Zähnen des Deckels 4 geöffnet und gezupft.
Von beson derer 1@riehtigheit ist dabei. dass die Um fangsgeschwindigkeit in der Richtung des Durchganges des Fasermaterials entspre chend dem Abstand von der Achse gleich mässig zunimmt, -eil dadurch die Zupf e auf den ganzen 1Veg, den das Fasermaterial zurücklegen inuss. erstreckt wird. Es findet somit ein fortschreitendes Öffnen und Zupfen statt. Die Saugwirkung kann noch erheblich vergrössert werden, wenn am Umfange der rotierenden Scheibe 10 ventilatorartig wirkende Schaufeln oder Flügel angeordnet werden.
Ferner können die Zähne 11 derart profiliert werden, dass sie ebenfalls eine ventilatorartige Wirkung ausüben.
Je nach dem zu verarbeitenden Faser material wird der Deckel 4 mehr oder weniger in den Gewindering 5 eingeschraubt und dadurch sein Abstand von der rotieren den Scheibe 10 eingestellt.
Der Deckel 4 oder die rotierende Scheibe 10 könnte auch derart profiliert sein, dass der Zwischenraum zwischen dem Deckel 4 und der rotierenden Scheibe 10 gegen den Umfang der letzteren hin sich verengt.
Bei einer andern Ausführungsform könnte der Deckel drehbar am Gehäuse gelagert sein. Mit Vorteil wird dabei dieser Deckel über ein Reguliergetriebe in umgekehrtem Drehsinne wie die rotierende Scheibe oder im gleichen Drehsinne wie diese, aber mit ver schiedener Drehzahl wie diese, angetrieben. Durch Regulierung der Drehzahl des Deckels kann dabei der Zupfvorgang beliebig beein flusst und eine möglichst gute Wirkung bei grösstmöglicher Schonung des Fasermaterials erzielt werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zum Öffnen und Zupfen von Fasermaterial, dadurch gekennzeichnet, dass das Öffnen und Zupfen zwischen zwei Schei ben, deren sich gegenüberliegende Flächen mit Zähnen besetzt sind und von welchen mindestens die eine rotiert, erfolgt, wobei das zu verarbeitende Fasermaterial durch eine zentrale Einführungsöffnung in min destens der einen der beiden Scheiben zwi schen diese gebracht und zwischen diesen unter der Wirkung des entstehenden Luft stromes und der Zentrifugalkraft nach aussen befördert wird, wobei es fortschreitend ge öffnet,gezupft und am Umfange der rotie renden Scheibe ausgeworfen wird. IL Maschine zur Durchführung des Ver- fahrerns nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass am Deckel eines Ge häuses, in dessen Mitte eine Einführ- öffnung für das zu verarbeitende Faser material vorgesehen ist, gegen das Innere des Gehäuses zu gerichtete Zähne angeordnet sind, und dass in diesem Gehäuse dem Deckel mit seinen Zähnen gegenüberliegend eine ro tierende Scheibe gelagert ist, deren dem Deckel gegenüberliegende Seite mit Zähnen besetzt ist, das Ganze derart,dass das durch die Einführöffnung eingeführte Fasermate rial unter der Wirkung des entstehenden Luftstromes und der Zentrifugalkraft gegen den Umfang der rotierenden Scheibe ge schafft wird, wobei es durch die am Deckel des Gehäuses und an der rotierenden Scheibe angeordneten Zähne geöffnet, gezupft und am Umfange der rotierenden Scheibe in das Gehäuse ausgeworfen wird, aus welchem es durch einen Abzugskanal weggeschafft wird.<B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Maschine nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass der mittlere, der Mündung der Einführöffnung gegenüber liegende Teil der rotierenden Scheibe nicht mit Zähnen besetzt ist. 2.. Maschine nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass am Umfange der rotierenden Scheibe ventilatorartig wirkende Schaufeln angeordnet sind. 3.Maschine nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Zähne der rotierenden Scheibe derart profiliert sind, dass sie ebenfalls eine ventilatorartige Wir kung ausüben. 4.Maschine nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass der Deckel mit der Einführöffnung einstellbar gelagert ist, so dass sein Abstand von der rotierenden Scheibe verändert werden kann. 5.Maschine nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass der Deckel mit der Einführöffnung in einem am Gehäuse angeordneten Gewindering eingeschraubt ist, und dass an diesem Gewindering eine Blok- kiervorrichtung angeordnet ist, mittels wel cher der Deckel in seiner Lage festgelegt werden kann. 6.Maschine nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die rotierende Scheibe derart profiliert ist, dass sich der EMI0004.0001 Zwischenraum <SEP> zwischen <SEP> ihr <SEP> und <SEP> dem <SEP> Deckel <tb> ger;en <SEP> ihren <SEP> Umfang <SEP> zu <SEP> veren-t. <tb> i. <SEP> Maschine <SEP> nach <SEP> Palentansprueli <SEP> 1I, <SEP> da durch <SEP> gekennzeichnet, <SEP> dass <SEP> der <SEP> Deckel <SEP> derart <tb> s <SEP> ausgebildet <SEP> ist, <SEP> dass <SEP> sich <SEP> der <SEP> Zwischenraum <tb> zwischen <SEP> ihm <SEP> und <SEP> der <SEP> rotierenden <SEP> Sehe <SEP> ibc <tb> fegen <SEP> den <SEP> Umfan-- <SEP> der <SEP> letzteren <SEP> zu <SEP> verent.EMI0004.0002 B. <SEP> DIasehine <SEP> nach <SEP> Patentanspruch <SEP> 1I, <SEP> da diireli <SEP> l,-elzt,niiz(,iel)iiul. <SEP> dass <SEP> der <SEP> Deckel <SEP> dreh bar <SEP> a.m <SEP> @eh@iusc;clabcrt <SEP> ist-, <SEP> und <SEP> dass <SEP> für <tb> dessen <SEP> Antrieb <SEP> ein <SEP> Re."ulier--etriebe <SEP> vor gesehen <SEP> ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH238193T | 1944-02-29 |
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|---|---|
| CH238193A true CH238193A (de) | 1945-06-30 |
Family
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| Country | Link |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE957429C (de) * | 1955-04-24 | 1957-01-31 | Josef Albers | Vorrichtung zum Auflockern von Heu od. dgl. fuer landwirtschaftliche Zwecke |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3133318A (en) * | 1961-10-25 | 1964-05-19 | Rieter Ag Maschf | Fibre opening and cleaning machine |
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-
1944
- 1944-02-29 CH CH238193D patent/CH238193A/de unknown
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